Die Familie kann für immer zusammen sein

Primarvereinigung Leitfaden 1: Ich bin ein Kind Gottes, 1999


Zweck

Jedem Kind bewußt machen, daß der Tempel ein heiliger Ort ist, wo die Familie für immer aneinander gesiegelt werden kann, und jedes Kind in dem Wunsch bestärken, sich für den Tempel bereitzumachen.

Vorzubereiten

  1. 1.

    Studieren Sie gebeterfüllt Lehre und Bündnisse 97:15–17 und 124:37–41. Siehe auch Grundbegriffe des Evangeliums (31110 150), 36. Kapitel.

  2. 2.

    Sie brauchen:

    1. a)

      das Buch Lehre und Bündnisse

    2. b)

      Bild 1-5, „Eine Familie mit Baby“; Bild 1-7, „Eine liebevolle Familie“; Bild 1-54, „Der Salt Lake Tempel“ (Bild 502 in Bilder zum Evangelium), sowie Bilder von anderen Tempeln (auch in Bilder zum Evangelium); die Zeichnungen am Ende der Lektion

  3. 3.

    Bereiten Sie weitere Aktivitäten aus dem Abschnitt „Zur Vertiefung“ vor, die Sie verwenden wollen.

Lernen

Bitten Sie ein Kind, das Anfangsgebet zu sprechen.

Aufmerksamkeit wecken

Zeigen Sie Bild 1-54, „Der Salt Lake Tempel“, sowie Bilder von anderen Tempeln, unter anderem auch von dem Tempel, zu dessen Einzugsgebiet Sie gehören. Lassen Sie die Kinder erzählen, was sie bereits über den Tempel wissen.

• Habt ihr schon einmal einen Tempel gesehen?

• Woran denkt ihr, wenn ihr einen Tempel seht?

Sprechen Sie darüber, wie schön ein Tempel ist, und zeigen Sie auf den Turm, die Fenster und die Türen. Erklären Sie, daß außen an jedem Tempel geschrieben steht: „Das Haus des Herrn“. Die Mitglieder der Kirche gehen in den Tempel, um mehr über den himmlischen Vater und Jesus Christus zu erfahren und zu spüren, wie sehr sie sie lieben.

Aktivität

Die Kinder legen die Hände über dem Kopf zu einem Dach zusammen. Dann stehen sie auf, stellen sich gerade hin und tun so, als ob sie ein schöner Tempel seien. Anschließend setzen sie sich leise wieder hin.

Der Tempel ist ein heiliger Ort

Erklären Sie, daß der Tempel ein heiliger Ort ist (siehe LuB 97:15–17.) Lassen Sie die Kinder den Begriff „heilig“ mehrmals wiederholen. Erklären Sie, was heilig bedeutet, nämlich daß der Tempel ein ganz besonderer Ort ist, wo uns alles an den himmlischen Vater und Jesus erinnert.

Erklären Sie den Kindern: Wenn sie die Gebote des himmlischen Vaters halten, dürfen sie in den Tempel gehen, wenn sie älter sind. Im Tempel gibt man dem himmlischen Vater bestimmte Versprechen und verpflichtet sich, die Gebote zu halten. Man kann sich im Tempel auch an seinen Mann bzw. seine Frau siegeln lassen und stellvertretend für Menschen getauft werden, die sich nicht taufen lassen konnten, als sie noch auf der Erde waren.

Die Kinder sollen drei Finger in die Höhe recken und dreierlei aufzählen, was sie im Tempel tun können, wenn sie älter sind:

„Im Tempel kann ich dem himmlischen Vater bestimmte Versprechen geben.“

„Im Tempel kann ich mich an meinen Mann bzw. meine Frau siegeln lassen.“

„Im Tempel kann ich mich für andere Menschen taufen lassen.“

Lied

Lassen Sie die Kinder aufstehen, und singen Sie gemeinsam die erste Strophe des Liedes „Ich freu’ mich auf den Tempel“ (Der Kinderstern, Juni 1992, Seite 5.) Machen Sie dazu die angegebenen Bewegungen:

Ich freu’ mich auf den Tempel (heben Sie die Hände über den Kopf, und legen Sie sie zum Dach zusammen)!
Einmal werd’ ich hingehn (laufen Sie auf der Stelle),
den Heil’gen Geist verspüren (legen Sie eine Hand auf das Herz)
und andachtsvoll dort stehn (verschränken Sie die Arme).
(Copyright © 1980 by Janice Kapp Perry. Mit freundlicher Genehmigung.)

Weil der Tempel ein heiliger Ort ist, trägt man dort weiße Kleidung. Die weiße Kleidung erinnert uns daran, daß wir rein sein und immer das tun sollen, was richtig ist. Das wünschen sich der himmlische Vater und Jesus.

• Welche Farbe hat die Kleidung, die ihr heute anhabt?

• Welche Farbe hat die Kleidung, die ihr im Tempel tragen werdet?

Weil der Tempel ein heiliger Ort ist, ist man dort andächtig. Man flüstert oder spricht ganz leise. Die Kinder sollen flüstern: „Ich habe den himmlischen Vater und Jesus lieb.“ Im Tempel ist man glücklich und zufrieden, weil man sich dem himmlischen Vater und Jesus nahe fühlt.

Geschichte

Erzählen Sie die folgende Geschichte, die von Präsident Lorenzo Snow stammt, mit eigenen Worten:

Lorenzo Snow wußte, daß er bald zum Propheten der Kirche berufen werden würde. Deshalb ging er zum Tempel, zog weiße Kleidung an und kniete sich in einem Raum, wo er ungestört war, zum Beten nieder. Er wünschte sich, daß der himmlische Vater ihm sagen möge, was er als Führer der Kirche tun sollte. Er betete und betete, aber erhielt keine Antwort. Als er dann den Raum verließ, in dem er gebetet hatte, erschien ihm Jesus. Jesus trug herrliche weiße Kleidung und sah so hell und strahlend aus, daß Präsident Snow ihn kaum anschauen konnte. Es sah aus, als ob Jesus auf purem Gold stand. Jesus sagte Präsident Snow alles, worum er gebetet hatte. (Siehe LeRoi C. Snow, „An Experience of My Father’s“, Improvement Era, September 1933, Seite 677.)

• Warum hat Präsident Snow wohl gerade im Tempel gebetet und nicht woanders? (Weil er sich dort dem himmlischen Vater und Jesus am nächsten fühlte.)

Der Tempel kann dazu beitragen, daß eine Familie für immer zusammen sein kann

Zeigen Sie Bild 1-5, „Eine Familie mit Baby“, und Bild 1-7, „Eine liebevolle Familie“. Erklären Sie, daß der Tempel dazu beitragen kann, daß eine Familie für immer zusammen sein kann. Wenn ein Mann und eine Frau sich im Tempel siegeln lassen und die Gebote halten, dann gilt für sie die Verheißung des Herrn, daß sie für immer beieinander sein und mit ihren Kindern zusammensein werden. Die Familie ist also aneinander gesiegelt worden.

• Wer gehört alles zu eurer Familie?

• Was für ein Gefühl habt ihr, wenn ihr mit eurer Familie zusammen seid?

• Wie kann eine Familie für immer zusammen sein?

Erklären Sie den Kindern, daß der himmlische Vater und Jesus jede Familie lieben und daß sie sich wünschen, daß alle Familien gesiegelt werden. Eine Familie, die noch nicht im Tempel gesiegelt worden ist, kann sich dafür bereitmachen, indem sie die Gebote des himmlischen Vaters hält. Dann kann sie in den Tempel gehen und sich siegeln lassen.

Lied

Singen Sie mit den Kindern mehrmals den Refrain des Lieds „Immer und ewig soll’n wir vereint sein“ (Der Kinderstern, März 1993, Seite 8), oder sagen Sie gemeinsam den Text auf.

Immer und ewig soll’n wir vereint sein, das ist des Vaters Plan. Denn dazu sind wir ja in der Familie da, und der Herr sagt, daß ich das auch kann, der Herr sagt, daß ich das auch kann.

Ich kann mich für den Tempel bereitmachen

Erklären Sie den Kindern noch einmal: Jeder, der die Gebote des himmlischen Vaters hält, darf in den Tempel gehen. Zeigen Sie die Zeichnungen am Ende der Lektion, und lassen Sie die Kinder über die Gebote sprechen, die hier dargestellt werden. Wenn sie diese Gebote halten, dann sind sie auch würdig, in den Tempel zu gehen, wenn sie älter sind.

  • beten

  • den Eltern gehorchen

  • einander liebhaben

  • zur Kirche gehen

  • den Zehnten zahlen

  • sich gesund ernähren (das Wort der Weisheit befolgen)

  • ehrlich sein Zeugnis Erzählen Sie, wie wichtig es für Sie ist, daß die Familie für immer zusammen sein kann, und wieviel Ihnen die Segnungen des Tempels bedeuten. Erklären Sie den Kindern noch einmal deutlich, daß sie sich für den Tempel bereitmachen können, indem sie ihren Eltern gehorchen und die Gebote des himmlischen Vaters halten.

Zur vertiefung

Wählen Sie aus den folgenden Aktivitäten solche aus, die Sie im Unterricht verwenden wollen.

  1. 1.

    Machen Sie den Kindern bewußt, daß „für immer“ sehr lang ist, indem Sie ihnen beispielsweise sagen, daß die Ewigkeit viel länger dauert als die Zeit, die noch bis zu ihrem nächsten Geburtstag oder bis Weihnachten vergeht. Die Ewigkeit ist auch länger als die Zeit, die der älteste Mensch, den sie kennen, schon auf der Erde verbracht hat. Sie ist auch länger als die Zeit, die schon vergangen ist, seit Adam und Eva gelebt haben. Erklären Sie, daß die Ewigkeit niemals endet.

    Sagen Sie den folgenden Vers auf; die Kinder sollen dazu die entsprechenden Bewegungen machen.

    Wie lang ist die Ewigkeit?

    Wie lang ist die Ewigkeit (legen Sie den Zeigefinger an die Stirn, als ob Sie nachdenken)?
    Länger als ein ganzes Jahr (legen Sie die Faust unter das Kinn, und stützen Sie den Ellenbogen auf Ihren anderen Unterarm).
    Länger als die lange Zeit (legen Sie die andere Faust unter das Kinn, und stützen Sie den Ellenbogen auf den anderen Unterarm) bis das Christkind ist da.
    Wie lang ist die Ewigkeit (legen Sie den Zeigefinger an die Stirn, als ob Sie nachdenken)?
    Was fällt uns denn dazu ein (bewegen Sie die Finger der einen Hand hin und her)?
    Für Menschen, die sich lieben (umarmen Sie sich selbst) kann sie nicht lang genug sein!
  2. 2.

    Wenn die PV-Leiterin einverstanden ist, können Sie die Eltern eines Kindes in den Unterricht einladen und sie bitten, den Kindern zu erklären, wie wichtig es ist, daß man im Tempel gesiegelt wird.

  3. 3.

    Kopieren Sie die Zeichnungen am Ende der Lektion, und geben Sie jedem Kind eine Kopie. Die Kinder sollen die Bilder dann ausmalen.

  4. 4.

    Laden Sie, wenn die PV-Leiterin einverstanden ist, eine Familie aus der Gemeinde in den Unterricht ein, die sich vor kurzem im Tempel hat siegeln lassen. Sie soll über dieses Erlebnis berichten.

Zusätzliche aktivitäten für kleinere kinder

  1. 1.

    Sagen Sie den folgenden Vers auf; die Kinder sollen dazu die entsprechenden Bewegungen machen.

    Ich kann schon gut helfen

    Jetz bin ich groß und stark (stellen Sie sich auf die Zehenspitzen, und strecken Sie die Arme in die Höhe)
    und kann schon gut helfen.
    Ich helfe meinem Vater (halten Sie den Daumen hoch).
    Er ist so lieb und gut; ich helfe meiner Mutter (halten Sie den Zeigefinger hoch),
    die alles für mich tut.
    Ich helfe meiner Schwester (halten Sie den Mittelfinger hoch)
    und meinem Bruder auch (halten Sie den Ringfinger hoch).
    Ich helfe allen Freunden, weil ich sie lieb und brauch’ (halten Sie den kleinen Finger hoch).
    Auch Gott will ich helfen, ich tu es so gern, ich lieb’ alle Menschen, so will es der Herr (verschränken Sie die Arme wie beim Beten).
    Ich kann den Menschen helfen (breiten Sie die Arme aus), denn ich bin groß und stark (stellen Sie sich auf die Zehenspitzen, und strecken Sie die Arme in die Höhe).
  2. 2.

    Sagen Sie den folgenden Text auf; die Kinder sollen die entsprechenden Bewegungen dazu machen. Wiederholen Sie diesen Vers so lange, wie die Kinder Freude daran haben.

    Wir haben alle zusammen beim himmlischen Vater gewohnt. (Alle stellen sich ganz dicht zusammen und strecken die Hände in die Mitte des Kreises.)
    Er hat uns auf die Erde gesandt, damit wir hier leben. (Die Kinder rücken so weit wie möglich auseinander.)\
    Er hat uns eine Familie gegeben, die uns liebt und belehrt. (Alle stellen sich wieder ganz dicht zusammen.)
    Unsere Familie hilft uns, wieder beim himmlischen Vater zu leben. (Die Kinder rücken wieder so weit wie möglich auseinander.)
  3. 3.

    Geben Sie jedem Kind ein Blatt Papier, auf das Sie den Umriß eines Tempels gezeichnet haben. Die Kinder sollen das Bild nun ausmalen.