Ich kann gehorsam sein

Primarvereinigung Leitfaden 1: Ich bin ein Kind Gottes, 1999


Zweck

Jedes Kind in dem Wunsch bestärken, dem himmlischen Vater und Jesus Christus sowie seinen Eltern zu gehorchen.

Vorzubereiten

  1. 1.

    Studieren Sie gebeterfüllt Daniel 3; Johannes 14:15 und Epheser 6:1. Siehe auch Grundbegriffe des Evangeliums (31110 150), 35. Kapitel.

  2. 2.

    Sie brauchen:

    1. a)

      die heiligen Schriften

    2. b)

      Bild 1-5, „Eine Familie mit Baby“ (62307 150); Bild 1-8, „Das Abendmahl wird ausgeteilt“ (62021 150); Bild 1-9, „Das Morgengebet“ (62310 150); Bild 1-46, „Kinder, die ihrer Mutter Blumen schenken“; Bild 1-55, „Die Bergpredigt“ (Bild 212 in Bilder zum Evangelium); Bild 1-56, „Die drei jungen Männer im Feuerofen“ (Bild 116 in Bilder zum Evangelium)

  3. 3.

    Bereiten Sie weitere Aktivitäten aus dem Abschnitt „Zur Vertiefung“ vor, die Sie verwenden wollen.

Lernen

Aufmerksamkeit wecken

Bitten Sie ein Kind, das Anfangsgebet zu sprechen.

Bitten Sie die Kinder betont höflich, etwas Bestimmtes zu tun, zum Beispiel aufzustehen, sich umzudrehen, sich zu strecken, sich nach vorn zu beugen und ihre Zehen zu berühren und sich dann wieder hinzusetzen. Danken Sie ihnen dafür, daß sie das getan haben, worum Sie sie gebeten hatten, und erklären Sie, daß sie dabei gehorsam waren. Sie haben nämlich Ihre Anweisungen befolgt.

Der himmlische Vater und Jesus wünschen sich, daß wir unseren Eltern gehorchen

Zeigen Sie Bild 1-5, „Eine Familie mit Baby“.

• Was ist auf diesem Bild zu sehen?

Weisen Sie auf das abgebildete Baby, und erklären Sie, daß alle Menschen einmal als Baby auf die Welt gekommen sind. Und weil ein Baby so klein und hilflos ist, braucht es jemanden, der älter und größer ist und sich um es kümmert.

• Wer hat sich um euch gekümmert, als ihr ein Baby wart?

• Wer kümmert sich jetzt um euch?

Machen Sie den Kindern bewußt, daß sie von den Menschen, die sich um sie kümmern, also den Eltern und anderen Angehörigen, geliebt werden. Diese wollen, daß sie glücklich sind und daß es ihnen gut geht.

• Was haben eure Eltern euch verboten?

Nennen Sie einiges, was Kinder vielleicht gern tun wollen, was ihnen aber schaden oder zu einem Unfall führen kann, beispielsweise auf der Straße spielen, eine heiße Kochplatte anfassen, ein Taschenmesser in die Hand nehmen, einen steilen Berg hinunterrennen oder sich mit den Geschwistern streiten.

• Warum wollen eure Eltern nicht, daß ihr so etwas tut?

• Warum ist es besser, wenn ihr euren Eltern gehorcht?

Besprechen Sie, was die Kinder tun können, ohne sich dabei zu schaden, beispielsweise mit ihren Spielsachen spielen, mit ihren Eltern spazierengehen, nett und freundlich zu ihren Geschwistern sein.

• Warum haben eure Eltern nichts dagegen, wenn ihr so etwas tut?

Erklären Sie, daß Eltern ihre Kinder lieben und wollen, daß sie nur das tun, was ihnen guttut und sie fröhlich macht.

Aktivität

Lassen Sie die Kinder aufstehen und beim folgenden Vers mitmachen:

Meine Beine laufen gern (laufen Sie auf der Stelle),
die Hände spielen immerfort (bewegen Sie die Hände auf und ab).
Doch wenn Mutti (oder Vati) sagt: Komm her (winken Sie mit der Hand),
dann gehorch’ ich ihr (ihm) aufs Wort.

• Wie fühlt ihr euch, wenn ihr euren Eltern gehorcht und gleich kommt, wenn sie euch rufen?

• Wie fühlt ihr euch, wenn ihr etwas tut, was eure Eltern euch aufgetragen haben?

Erklären Sie den Kindern, daß sie sich glücklich fühlen, wenn sie ihren Eltern gehorchen. Und die Eltern wiederum sind glücklich, wenn ihre Kinder gehorsam sind.

Sagen Sie den Kindern, daß wir unseren Eltern gehorchen sollen; so wollen es der himmlische Vater und Jesus Christus. Lesen Sie Epheser 6:1 vor, und erklären Sie diese Schriftstelle.

Lied

Singen Sie mit den Kindern alle drei Verse des Liedes „Wenn die Mutter rufet“ (Sing mit mir, B–36), oder sagen Sie gemeinsam den Text auf.

Wenn die Mutter rufet,
folge ich geschwind,
denn Mutter weiß,
was gut für mich,
liebt sie doch ihr Kind.
Wenn der Vater rufet,
folge ich geschwind,
denn Vater weiß,
was gut für mich,
liebt er doch sein Kind.
Vater, du, im Himmel,
liebst und segnest mich;
drum will ich deinen
Willen tun hören stets auf dich.

Der himmlische Vater und Jesus wünschen sich, daß wir die Gebote halten

Zeigen Sie Bild 1-55, „Die Bergpredigt“.

• Wer ist auf dem Bild zu sehen?

Als Jesus auf der Erde gelebt hat, hat er den Menschen erklärt, was sie tun sollen und was der himmlische Vater von ihnen erwartet. Diese Lehren nennt man auch Gebote. Halten Sie die heiligen Schriften hoch, und erklären Sie, daß diese Gebote in den heiligen Schriften zu finden sind.

Aktivität

Schlagen Sie die Bibel auf, und lesen Sie Johannes 14:15 vor. Erklären Sie, daß Jesus das gesagt hat. Sagen Sie diese Schriftstelle ein paar Mal mit den Kindern auf.

• Welche Gebote sollen wir denn halten? Könnt ihr einige nennen?

Besprechen Sie anhand der folgenden Bilder einige Gebote, die die Kinder halten können:

  • Bild 1-5, „Eine Familie mit Baby“ – Habt eure Familie lieb.

  • Bild 1-8, „Das Abendmahl wird ausgeteilt“ – Geht zu den Versammlungen der Kirche.

  • Bild 1-9, „Das Morgengebet“ – Betet zum himmlischen Vater.

  • Bild 1-46, „Kinder, die ihrer Mutter Blumen schenken“ – Seid nett zu anderen Menschen.

• Was tut der himmlische Vater, wenn wir seine Gebote halten?

Der himmlische Vater segnet uns, wenn wir gehorsam sind

Geschichte

Erzählen Sie kurz von Schadrach, Meschach und Abed-Nego (siehe Daniel 3). Zeigen Sie an einer passenden Stelle Bild 1-56, „Die drei jungen Männer im Feuerofen“, und erklären Sie den Kindern, daß der himmlischen Vater unter anderem geboten hat, daß wir nur zu ihm beten dürfen. Wir dürfen keine anderen Menschen und auch keine Statuen und Bilder anbeten. Schadrach, Meschach und Abed-Nego kannten die Gebote des himmlischen Vaters und wollten sie befolgen. Deshalb beschützte der himmlische Vater sie auch, so daß ihnen das Feuer nichts anhaben konnte. Weil sie gehorsam gewesen waren, verbrannten sie nicht.

• Warum verbrannten Schadrach, Meschach und Abed-Nego nicht im Feuer?

• Was für ein Gefühl hatten Schadrach, Meschach und Abed-Nego wohl, als sie merkten, daß der himmlische Vater sie beschützte?

Zeugnis

Sagen Sie, wie wichtig es ist, daß man seinen Eltern und auch dem himmlischen Vater und Jesus Christus gehorcht. Erklären Sie den Kindern, inwiefern Sie glücklich sind, weil Sie die Gebote halten.

Zur vertiefung

Wählen Sie aus den folgenden Aktivitäten solche aus, die Sie im Unterricht verwenden wollen.

  1. 1.

    Singen Sie mit den Kindern die erste Strophe des Liedes „Halt’ die Gebote“ (Der Kinderstern, September 1994, Seite 10f.) oder die zweite Strophe des Liedes „Ich hab’ zwei kleine Hände“ (Sing mit mir, B–74). Sie können auch nur gemeinsam den Text aufsagen.

  2. 2.

    Jedes Kind darf den anderen Kindern eine Anweisung geben, beispielsweise „Steht auf!“ oder „Legt die Hände auf den Kopf!“. Die anderen Kinder sollen diese Anweisung befolgen.

  3. 3.

    Verwenden Sie die Angel aus Lektion 11 noch einmal, und schneiden Sie aus Pappe mehrere Fische zu, auf die Sie einfache Anweisungen schreiben, beispielsweise „Verschränk die Arme“ oder „Sprich mir nach: Jesus hat gesagt: Wenn ihr mich liebt, werdet ihr meine Gebote halten“ oder „Steh auf und geh leise im Zimmer umher“ oder „Lächle den anderen Kindern zu“ oder „Sing gemeinsam mit mir: Ich bin ein Kind von Gott“. Lassen Sie jedes Kind einen Fisch angeln; anschließend soll es die Anweisung befolgen, die auf dem Fisch steht.

  4. 4.

    Erzählen Sie von Noach, und machen Sie deutlich, daß Noach und seine Familie die Sintflut nur deshalb überlebt haben, weil sie die Gebote hielten.

  5. 5.

    Geben Sie jedem Kind ein Blatt, auf das Sie ein lachendes Gesicht gezeichnet haben, unter dem steht Ich bin glücklich, wenn ich gehorsam bin. Die Kinder sollen das Gesicht jetzt bunt anmalen.

Zusätzliche aktivitäten für kleinere kinder

  1. 1.

    Machen Sie mit den Kindern das folgende Fingerspiel:

    Fleiß’ge kleine Finger (halten Sie beide Fäuste hoch),
    wer will gehorsam sein? „Ich“ und „Ich“ und „Ich“ und „Ich“ und „Ich“ und „Ich“ und „Ich“ und „Ich“ und „Ich“ und „Ich“ (strecken Sie bei jedem „Ich“ einen Finger hoch, bis Sie alle Finger ausgestreckt haben),
    das ist aber fein.
  2. 2.

    Bringen Sie mehrere Gegenstände mit in den Unterricht, die auf irgendeine Art und Weise Schutz bieten, also beispielsweise Schuhe, eine Mütze und Handschuhe. Fragen Sie die Kinder, wovor die einzelnen Gegenstände uns schützen. (Die Schuhe schützen unsere Füße vor spitzen Steinen; die Mütze schützt unsere Ohren vor Kälte; die Handschuhe schützen unsere Hände vor Kälte.) Erklären Sie den Kindern: Wenn man seinen Eltern gehorcht, dann ist das auch wie ein Schutz. Besprechen Sie bestimmte Regeln, und machen Sie deutlich, inwiefern diese Regeln zu unserem Schutz dienen.

  3. 3.

    Halten Sie die Hände hoch, und zeigen Sie den Kindern, wie Sie Ihre Finger bewegen. Dann sollen die Kinder ihre Hände hoch halten und ebenfalls ihre Finger bewegen sowie die Hände öffnen und zur Faust ballen. Erklären Sie, daß wir nur unsere eigenen Hände bewegen können und nicht die Hände von anderen Menschen. Nur wir können unseren Händen befehlen, daß sie gehorsam sein sollen, wenn uns jemand bittet, etwas zu tun. Wenn wir gehorsam sind, fühlen wir uns glücklich.

  4. 4.

    Sagen Sie den folgenden Vers auf; die Kinder sollen dabei die entsprechenden Bewegungen nachmachen.

    Ich hab’ an meinen Händen Freude

    Ich hab’ an meinen Händen Freude (halten Sie die Hände nach vorn, und schauen Sie sie an),
    sie sind meine guten Freunde.
    Sie sind flink, geschickt und stark (tun Sie so, als ob Sie sich die Hände waschen, Staub wischen, die Haare kämmen, Teig rühren usw.),
    und helfen mir den ganzen Tag.
    Wenn ich sie falte, sind sie still (falten Sie die Hände),
    sind wieder laut, wenn ich klatschen will (klatschen Sie in die Hände).
    Wenn sie recht tun und Gutes, bin ich froh und guten Mutes!