Ich kann ein guter Freund sein

Primarvereinigung Leitfaden 1: Ich bin ein Kind Gottes, 1999


Zweck

Jedes Kind in dem Wunsch bestärken, ein guter Freund zu sein.

Vorzubereiten

  1. 1.

    Studieren Sie gebeterfüllt Johannes 6:1–13 und 11:1–7,17–44.

  2. 2.

    Sie brauchen:

    1. a)

      die Bibel

    2. b)

      Bild 1-3, „Jesus der Messias“ (Bild 240 in Bilder zum Evangelium)

  3. 3.

    Bereiten Sie weitere Aktivitäten aus dem Abschnitt „Zur Vertiefung“ vor, die Sie verwenden wollen.

Lernen

Aufmerksamkeit wecken

Bitten Sie ein Kind, das Anfangsgebet zu sprechen.

Deuten Sie auf sich, und fragen Sie: „Wer bin ich?“ Vielleicht nennen die Kinder nun Ihren Namen oder sagen, daß Sie die Lehrerin sind. Erklären Sie, daß Sie auch die Freundin der Kinder sind und daß die Kinder wiederum Ihre Freunde sind. Sagen Sie, daß man Menschen, die sich mögen, auch als Freunde bezeichnet.

Bilden Sie mit den Kindern einen Kreis. Sehen Sie nacheinander jedes Kind an, und sagen Sie jedesmal: „(Name des Kindes) ist mein Freund/meine Freundin.“ Lassen Sie dann das Kind neben Ihnen sagen: „(Name des Kindes) ist mein Freund.“ Achten Sie darauf, daß jedes Kind an die Reihe kommt und daß bei jeder neuen Runde der Name eines jeden Kindes genannt wird.

Wir haben viele Freunde

• Wer sind eure Freunde?

Lassen Sie die Kinder von ihren Freunden erzählen, und machen Sie deutlich, daß es dabei nicht auf das Alter ankommt. Unsere Angehörigen können zum Beispiel unsere besten Freunde sein. Erklären Sie, daß alle Kinder in der Klasse Freunde sind.

Zeigen Sie Bild 1-3, „Jesus der Messias“, und erklären Sie, daß der abgebildete Mann jedem Kind in der Klasse ein guter Freund ist.

• Wer ist der Mann auf diesem Bild?

• Woher wissen wir, daß Jesus unser Freund ist?

Lied

Singen Sie mit den Kindern das Lied „Jesus, unser bester Freund“ (Sing mit mir, B–36), oder sagen Sie gemeinsam den Text auf.

Jesus, unser bester Freund, ist uns niemals fern. Wenn wir beten, hört er uns, hat uns alle gern.

Geschichte

Erzählen Sie, wie Jesus den Lazarus von den Toten auferweckt hat. (Siehe Johannes 11:1–7,17–44.) Erklären Sie, daß Lazarus und seine Schwestern gute Freunde Jesu waren. Als Jesus in Betanien war, wohnte er bei ihnen und aß auch dort zu Abend.

• Was hat Jesus für Lazarus empfunden? (Siehe Johannes 11:3,35,36.)

• Was hat Jesus für Lazarus getan? (Siehe Johannes 11:43,44.)

• Was empfanden Lazarus, Maria und Marta wohl für Jesus?

Wir können ein guter Freund sein

• Wie sollen wir mit unseren Freunden umgehen?

Wenn wir ein guter Freund sein wollen, dann müssen wir anderen helfen, etwas Gutes zu tun. Wir kümmern uns um unsere Freunde und wollen, daß sie glücklich sind. Besprechen Sie mit den Kindern, wie wichtig es ist, daß man andere Menschen so behandelt, wie man selbst behandelt werden möchte. Lassen Sie die Kinder sagen, wie sie in den folgenden Situationen zeigen können, daß sie ein guter Freund sind:

• Du und dein Freund spielen zusammen. Da kommt ein weiteres Kind und möchte mitspielen.

• Ein neues Kind kommt zum ersten Mal in den Unterricht und möchte mit dir spielen.

• Ein Kind ist von den anderen aufgezogen worden; nun ist es traurig.

Lied

Singen Sie mit den Kindern das Lied „Güte beginnt bei mir“ (Sing mit mir, B–49), oder sagen Sie gemeinsam den Text auf.

O ich möchte gut zu jedem sein, zu allen Menschen hier. Darum sag’ ich mir selbst, denk immer dran: Güte beginnt bei mir.

• Was für ein Gefühl hast du, wenn deine Freunde lieb zu dir sind?

• Was für ein Gefühl haben deine Freunde wohl, wenn du lieb zu ihnen bist?

Machen Sie den Kindern bewußt: Wenn sie Freunde haben wollen, dann müssen sie selbst ein guter Freund sein.

Freunde teilen miteinander

• Wenn du mit (nennen Sie ein Spielzeug) spielst und ein Freund kommt und mitspielen möchte, was tust du dann?

Erklären Sie: Wenn die Kinder ein anderes Kind mitspielen lassen oder ihm etwas von dem abgeben, was sie haben, dann teilen sie. Und wenn man etwas nicht teilen kann, kann man abwechselnd damit spielen. Das nennt man auch teilen.

• Wenn einer von deinen Freunden Hunger hat und du hast etwas zu essen, was tust du dann?

Geschichte

Halten Sie die Bibel hoch, und erzählen Sie von der Speisung der Fünftausend (siehe Johannes 6:1–13). Weil ein einziger Junge bereit war, sein Essen zu teilen, konnte Jesus seine Macht nutzen und dafür sorgen, daß alle genug zu essen bekamen.

Erinnern Sie die Kinder an Elija und die Witwe in Sarepta (siehe Lektion 32). Die Witwe wurde gesegnet, weil sie ihr Essen mit Elija teilte, obwohl sie selbst nicht viel hatte.

• Was könnt ihr mit euren Freunden teilen?

• Was könnt ihr mit eurer Familie teilen?

Lied

Lassen Sie die Kinder aufstehen und das Lied „Singen macht Spaß“ (Sing mit mir, D–4) singen. Setzen Sie dabei für „Singen“ „Teilen“ ein. Die Kinder sollen beim Singen die entsprechenden Bewegungen machen.

Teilen macht Spaß,
drum singt ein Lied,
drum singt ein Lied.
Teilen macht Spaß,
drum sing ein Lied,
drum sing, drum singt ein Lied!
(Copyright © 1963 by D. C. Heath and Company. Abdruck mit freundlicher Genehmigung.)

Halten Sie den Kindern noch einmal vor Augen, daß Freunde einander helfen, und fordern Sie sie auf, nachher beim Aufräumen des Klassenzimmers zu helfen.

Zeugnis

Geben Sie Zeugnis davon, wie wichtig es ist, ein guter Freund zu sein. Sie können zum Beispiel etwas über einen guten Freund erzählen. Erklären Sie den Kindern noch einmal, daß der himmlische Vater und Jesus unsere Freunde sind und uns liebhaben. Fordern Sie die Kinder auf, in der kommenden Woche ein guter Freund zu sein.

Zur vertiefung

Wählen Sie aus den folgenden Aktivitäten solche aus, die Sie im Unterricht verwenden wollen.

  1. 1.

    Singen Sie mit den Kindern das Lied „Gib, singt das Bächlein froh“ (Sing mit mir, G–24) oder das Lied „Jesus sagt: Habt alle lieb“ (Sing mit mir, B–51). Sie können auch gemeinsam den Text aufsagen. 2. Lassen Sie die Kinder aufstehen und die Bewegungen zum folgenden Vers machen:

    Liebe kleine Freunde

    Ich habe liebe Freunde (umarmen Sie sich selbst),
    wir sehn uns jeden Tag. Das Spielen macht uns Freude, und hier ist, was ich mag:
    Puppen in dem Arm wir wiegen (tun Sie so, als ob Sie eine Puppe im Arm wiegen),
    und mit Bällen wir oft spielen (tun Sie so, als ob Sie einen Ball werfen)
    und marschieren wie Soldaten (marschieren Sie auf der Stelle)
    oder schaukeln mal im Garten (wiegen Sie sich hin und her),
    wir spielen, singen, tanzen, lachen, wie es gute Freunde machen (nicken Sie dazu bekräftigend mit dem Kopf).
  2. 3.

    Bringen Sie etwas Süßes mit in den Unterricht (vergewissern Sie sich vorher bei den Eltern, daß keins der Kinder allergisch auf diese Süßigkeit reagiert). Legen Sie die Süßigkeit so hin, daß die Kinder sie sehen können. Sagen Sie dann, wie gut die Süßigkeit aussieht, und fragen Sie die Kinder dann, ob Sie sie mit ihnen teilen sollen. Fragen Sie anschließend, wie die Kinder es wohl finden würden, wenn Sie nicht allen etwas gäben. Besprechen Sie nun, wie sich jemand fühlt, der von den anderen ausgeschlossen wird. Geben Sie den Kindern anschließend etwas von der Süßigkeit.

  3. 4.

    Lassen Sie die Kinder ein Bild malen, auf dem zu sehen ist, wie sie gerade etwas mit einem Freund oder einer Freundin teilen. Schreiben Sie auf jedes Bild Ich kann mit meinem Freund/meiner Freundin teilen.

  4. 5.

    Geben Sie die folgende Geschichte mit eigenen Worten wieder:

    Die Schuhe mit den Kupferspitzen

    Als die Pioniere nach Utah kamen, waren die meisten ziemlich arm. Sie hatten ihr ganzes Geld ausgegeben, um das kaufen zu können, was sie für die lange Reise brauchten. Außerdem hatten sie Werkzeuge gekauft, denn sie mußten ja Häuser bauen und Gärten anlegen. Weil sie nun kaum noch Geld hatten, besaßen die meisten Kinder nur ein einziges Paar Schuhe, das sie nur am Sonntag trugen. Die Woche über gingen sie meistens barfuß.

    Ein Pioniermädchen namens Melinda besaß ein Paar schwerer, häßlicher Schuhe mit Kupferspitzen, die sie im Winter getragen hatte. Im Sommer kauften ihre Eltern ihr ein neues Paar hübscher, bequemer Schuhe, die sie sonntags tragen sollte. Diese Schuhe wollte sie bei einem Festzug tragen.

    Amanada, Melindas beste Freundin, besaß überhaupt keine Schuhe. Das tat Melinda sehr leid, und deshalb bat sie ihre Mutter um die Erlaubnis, Amanda für den Festzug ein Paar Schuhe leihen zu dürfen. Als Melinda ihre alten, schweren Schuhe mit den Kupferspitzen nahm, sagte ihre Mutter: „Wenn du deiner Freundin etwas abgibst, dann denk daran, daß du das gibst, was du selbst gern bekommen würdest.“

    Darüber dachte Melinda angestrengt nach. Sie dachte auch daran, was Jesus tun würde. Sie überlegte, welche Schuhe sie am liebsten anziehen würde, und dann faßte sie ihren Entschluß. Sie gab ihrer Freundin ihre neuen Sonntagsschuhe und zog selbst ihre alten häßlichen Schuhe mit den Kupferspitzen an. Aber trotzdem war sie sehr glücklich. Sie wußte nämlich, daß sie das tat, was Jesus sich wünschte.

Zusätzliche aktivitäten für kleiner kinder

  1. 1.

    Stellen Sie mehrere Spielsachen bereit, mit denen die Kinder spielen können. Besprechen Sie, wie wichtig es ist, daß man „Danke“ und „Bitte“ sagt. Fordern Sie die Kinder auf, die anderen Kinder mitspielen zu lassen und dann gemeinsam die Spielsachen wegzuräumen.

  2. 2.

    Sagen Sie den folgenden Vers auf; die Kinder sollen dazu die entsprechenden Bewegungen machen. Wiederholen Sie diese Aktivität, wenn die Kinder das wollen.

    Das alles macht den Tag so schön

    Zwei Augen, die sehen dich freundlich an (zeigen Sie auf Ihre Augen),
    ein Mund, der immer lächeln kann (setzen Sie ein Lächeln auf),
    zwei Ohren hören dies und das (legen Sie die Hände an die Ohren),
    zwei Hände, die tun immer was (tun Sie so, als ob Sie etwas aufheben und woanders hinlegen).
    Die Zunge spricht ein nettes Wort (deuten Sie auf Ihren Mund),
    ein Herz voll Liebe immerfort (zeigen Sie auf Ihr Herz),
    zwei Füße, die stets fröhlich gehn (deuten Sie auf Ihre Füße) – das alles macht den Tag so schön.
  3. 3.

    Singen Sie mit den Kindern das Lied „Ich hab’ zwei kleine Hände“ (Sing mit mir, B–74), oder sagen Sie gemeinsam den Text auf.