Ich kann meine Mitmenschen lieben

Primarvereinigung Leitfaden 1: Ich bin ein Kind Gottes, 1999


Zweck

Jedes Kind dazu anhalten, anderen Menschen durch Wort und Tat zu zeigen, daß es sie liebhat.

Vorzubereiten

  1. 1.

    Studieren Sie gebeterfüllt Matthäus 7:12; Markus 10:13–16; Lukas 10:30–37 und Johannes 13:34.

  2. 2.

    Lesen Sie noch einmal in Lektion 19 nach, wie Jesus den Blinden geheilt hat. (Siehe auch Johannes 9:1–7.)

  3. 3.

    Fertigen Sie für jedes Kind ein Herz aus Pappe an. Schreiben Sie darauf Ich habe dich lieb.

  4. 4.

    Sie brauchen:

    1. a)

      die Bibel

    2. b)

      Bild 1-3, „Jesus der Messias“ (Bild 240 in Bilder zum Evangelium); Bild 1-43, „Jesus heilt einen Blinden“ (Bild 213 in Bilder zum Evangelium); Bild 1-48, „Kinder, die mit Bauklötzen spielen“; Bild 1-62, „Der barmherzige Samariter“ (Bild 218 in Bilder zum Evangelium)

  5. 5.

    Bereiten Sie weitere Aktivitäten aus dem Abschnitt „Zur Vertiefung“ vor, die Sie verwenden wollen.

Lernen

Bitten Sie ein Kind, das Anfangsgebet zu sprechen.

Aufmerksamkeit wecken

Zeigen Sie Bild 1-48, „Kinder, die mit Bauklötzen spielen“.

• Was tun die Kinder auf dem Bild?

• Ob sie wohl miteinander befreundet sind?

• Wie gehen Freunde miteinander um?

Machen Sie den Kindern noch einmal bewußt, daß Freunde nett miteinander umgehen. Wenn wir zu anderen Menschen nett sind, zeigen wir ihnen damit, daß wir sie mögen.

Lied

Singen Sie mit den Kindern das Lied „Jesus sagt: Habt alle lieb“ (Sing mit mir, B–51), oder sagen Sie gemeinsam den Text auf. Die Kinder sollen dazu die entsprechenden Bewegungen machen.

Jesus sagt: Habt alle lieb (breiten Sie die Arme weit aus), schaut sie freundlich an (nicken Sie mit dem Kopf). Wenn ihr lieb zu allen seid (legen Sie beide Hände aufs Herz), liebt euch jedermann (umarmen Sie sich selbst).

Jesus hat anderen Menschen seine Liebe bewiesen, indem er freundlich zu ihnen war

Zeigen Sie Bild 1-3, „Jesus der Messias“, und erklären Sie den Kindern, daß Jesus uns aufgefordert hat, andere Menschen so zu behandeln, wie wir gern behandelt werden wollen. Weisen Sie auf die Bibel, und lesen Sie den ersten Satz von Matthäus 7:12 vor. Hier wird deutlich, daß wir freundlich zu anderen sein müssen, wenn wir uns wünschen, daß andere freundlich zu uns sind.

Geschichte

Zeigen Sie Bild 1-43, „Jesus heilt einen Blinden“. Lassen Sie die Kinder nacherzählen, was auf diesem Bild dargestellt wird. (Siehe Johannes 9:1–7.)

• Inwiefern war Jesus freundlich zu dem blinden Mann?

Geschichte

Erzählen Sie, wie Jesus die kleinen Kinder gesegnet hat. (Siehe Markus 10:13–16.)

• Inwiefern war Jesus freundlich zu den Kindern?

Erklären Sie, daß Jesus sein ganzes Leben damit verbracht hat, anderen Menschen zu helfen. Dadurch hat er ihnen gezeigt, wie sehr er sie liebte. Erklären Sie den Kindern, daß Jesus uns geboten hat, einander zu lieben. Lesen Sie Johannes 13:34 vor, und lassen Sie die Kinder ein paar Mal wiederholen: „Liebt einander! Wie ich euch geliebt habe, so sollt auch ihr einander lieben.“

Lied

Singen Sie mit den Kindern das Lied „Liebet einander“ (Der Familienabend – Anregungen und Hilfsmittel, Seite 182), oder sagen Sie gemeinsam den Text auf.

Liebet einander, wie ich euch liebe!
Das sage ich euch: Liebet einander!
Daran erkennt man, daß ihr mir nachfolgt;
denn meine Jünger sind voll Liebe.
(Copyright © 1961, 1989 by Luacine C. Fox. Abdruck mit freundlicher Genehmigung.)

Wir können anderen beweisen, daß wir sie liebhaben, indem wir freundlich zu ihnen sind

Geschichte

Zeigen Sie Bild 1-62, „Der barmherzige Samariter“, und erzählen Sie die Geschichte vom barmherzigen Samariter. (Siehe Lukas 10:30–37.)

• Wer in der Geschichte war freundlich zu seinem Nächsten?

• Wie hat der Samariter dem Verletzten geholfen?

Lassen Sie die Kinder überlegen, wie sie freundlich zu anderen Menschen sein können, und einander ihre Ideen mitteilen.

Erklären Sie, daß es uns manchmal gar nicht leichtfällt, freundlich zu jemandem zu sein, weil uns der Betreffende unfreundlich erscheint oder ganz anders ist als wir. Machen Sie den Kindern bewußt, daß man zu jedem freundlich sein muß. Auch wenn uns jemand unfreundlich erscheint oder anders aussieht als wir, also beispielsweise eine andere Hautfarbe hat oder an einer Behinderung leidet, müssen wir freundlich zu ihm sein.

Besprechen Sie, wie wichtig es ist, daß wir zu Hause liebevoll und freundlich sind.

• Wie könnt ihr eurem Vater zeigen, daß ihr ihn liebhabt? Wie könnt ihr eurer Mutter zeigen, daß ihr sie liebhabt? Wie könnt ihr euren Geschwistern zeigen, daß ihr sie liebhabt?

Machen Sie folgendes deutlich: Wenn wir zu Hause freundlich sind, dann erfreuen wir uns nicht nur eines schöneren Familienlebens, sondern machen auch den himmlischen Vater und Jesus froh.

Manchmal kommt es vor, daß ein Baby oder ein Kleinkind etwas nimmt oder zerbricht, was ihm nicht gehört. Machen Sie den Kindern bewußt, daß kleine Kinder sich manchmal nicht dessen bewußt sind, was sie tun. Deshalb müssen wir trotzdem freundlich zu ihnen sein und unseren Ärger hinunterschlucken. Wenn etwas nicht zerbrechen soll, achtet man am besten darauf, daß es sich außerhalb der Reichweite von Babys und Kleinkindern befindet.

• Wie können wir dem himmlischen Vater und Jesus zeigen, daß wir sie lieben?

Erklären Sie, daß wir dem himmlischen Vater und Jesus unsere Liebe dadurch beweisen, daß wir die Gebote halten, in der Kirche andächtig sind und unseren Mitmenschen Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft entgegenbringen.

Wir können anderen Menschen unsere Liebe dadurch beweisen, daß wir in freundlichem Ton sprechen

Aktivität

Sagen Sie den Kindern, daß sie die untenstehenden Anweisungen befolgen sollen, und bedanken Sie sich anschließend dafür, daß sie die Anweisungen befolgt haben.

  1. 1.

    Steht bitte auf.

  2. 2.

    Setzt euch bitte hin.

  3. 3.

    Steht bitte auf, und dreht euch um. Setzt euch nun bitte wieder hin, und steht bitte wieder auf.

  4. 4.

    Hebt die Hände bitte hoch über den Kopf.

  5. 5.

    Setzt euch bitte leise wieder hin.

• Welches höfliche Wörtchen habe ich in jedem Satz verwendet?

• Wie gefällt es euch, wenn jemand „Bitte“ und „Danke“ sagt?

Machen Sie den Kindern bewußt, daß wir in freundlichem Ton reden müssen, wenn wir uns wünschen, daß wir in freundlichem Ton angeredet werden.

Weisen Sie darauf hin, daß es auch noch andere Höflichkeitsformeln wie „Entschuldige bitte“ oder „Es tut mir leid“ gibt, und erklären Sie, wann man was sagt. Stellen Sie nun die folgenden oder ähnliche Fragen: • Wie bittet ihr höflich um ein Glas Wasser?

• Was sagt ihr, wenn euch jemand ein Geschenk macht?

• Was könnt ihr sagen, wenn ihr jemanden traurig gemacht habt?

• Was könnt ihr sagen, um höflich die Aufmerksamkeit auf euch zu lenken?

Auch wenn jemand unfreundlich zu uns ist, sollen wir freundlich reagieren.

Lied

Singen Sie mit den Kindern das Lied „Jesus sagt: Habt alle lieb“ (Sing mit mir, B–51.)

Zeugnis

Loben Sie die Kinder für konkrete Situationen, in denen sie freundlich gewesen sind, und erklären Sie, daß der himmlische Vater und Jesus alle Menschen lieben und sich daher sehr freuen, wenn die Menschen freundlich zueinander sind. Geben Sie Zeugnis davon, daß wir freundlich sein sollen; so wollen es der himmlische Vater und Jesus. Geben Sie jedem Kind ein Pappherz, und erklären Sie, was Sie auf das Herz geschrieben haben. Sagen Sie den Kindern auch, daß Sie sie liebhaben.

Zur vertiefung

Wählen Sie aus den folgenden Aktivitäten solche aus, die Sie im Unterricht verwenden wollen.

  1. 1.

    Lesen Sie die folgenden Beispiele vor (Sie können sich auch selbst welche ausdenken). Die Kinder sollen immer dann ihr Pappherz hochhalten, wenn in dem Beispiel Freundlichkeit und Liebe zum Ausdruck kommen. Wenn Freundlichkeit und Liebe nicht zum Ausdruck kommen, sollen sie das Pappherz nicht hochhalten.

    • beim Spielen jeden an die Reihe kommen lassen

    • schlechte Laune haben

    • einem Kind helfen, das sich wehgetan hat

    • jemanden schlagen, der einen wütend gemacht hat

    • im Gemeindehaus andächtig sein

    • „Bitte“ und „Danke“ sagen

    • jemandem die Tür aufhalten

    • in der Kirche Lärm machen

    • beim Aufräumen helfen

    Halten Sie den Kindern folgendes vor Augen: Wenn wir zu anderen Menschen freundlich sind, zeigen wir ihnen damit, daß wir sie liebhaben. Dann freuen sich der himmlische Vater und Jesus.

  2. 2.

    Überlegen Sie sich immer wiederkehrende Situationen, wo die Kinder zu anderen Menschen freundlich sein und ihnen zeigen können, daß sie sie liebhaben. Schreiben Sie jeweils eine Situation auf ein Blatt Papier, und lassen Sie jedes Kind ein Blatt ziehen. Lesen Sie dann die Situationsbeschreibung vor; das Kind, das das Blatt gezogen hat, soll nun sagen, wie es sich in dieser Situation verhalten würde. Wenn Sie wollen, können Sie die folgenden Beispiele verwenden:

    • Du und dein Freund, ihr spielt miteinander. Da kommt ein anderes Kind dazu. Was sollst du tun?

    • Deine Schwester will das Spielzeug haben, mit dem du gerade spielst. Was sollst du tun?

    • Dein kleiner Bruder hat etwas genommen, was dir gehört. Was sollst du tun?

  3. 3.

    Besprechen Sie mit den Kindern, wie sie Menschen mit einer Behinderung Freundlichkeit und Zuneigung erweisen können. Verwenden Sie dazu konkrete Beispiele aus Ihrer Gemeinde oder der Umgebung der Kinder. Lassen Sie die Kinder überlegen, wie sie jemandem mit einer Behinderung helfen können.

    • Wie können wir jemandem, der nicht sehen kann, unsere Zuneigung zeigen?

    • Wie können wir jemandem, der nicht hören kann, unsere Zuneigung zeigen?

    • Wie können wir jemandem, der im Rollstuhl sitzt oder an Krücken geht, unsere Zuneigung zeigen?

  4. 4.

    Machen Sie den Kindern bewußt, daß es Menschen gibt, die eine andere Sprache sprechen oder eine andere Hautfarbe haben als sie. Aber trotzdem sind wir alle Kinder des himmlischen Vaters und müssen freundlich zueinander sein. Wir müssen jeden Menschen so behandeln, wie wir auch gern behandelt werden wollen.

Zusätzliche aktivitäten für kleinere kinder

  1. 1.

    Singen Sie mit den Kindern das Lied „Güte beginnt bei mir“ (Sing mit mir, B–49), oder sagen Sie gemeinsam den Text auf.

  2. 2.

    Sagen Sie den folgenden Vers auf; die Kinder sollen die entsprechenden Bewegungen dazu machen:

    Lächeln steckt jedermann an (ziehen Sie die Mundwinkel nach oben).
    Bist du traurig oder so (ziehen Sie die Mundwinkel nach oben),
    dann setz schnell ein Lächeln auf (ziehen Sie die Mundwinkel nach oben)
    – und schon bist du wieder froh (legen Sie beide Hände auf das Herz).