Ich kann zu Tieren lieb sein

Primarvereinigung Leitfaden 1: Ich bin ein Kind Gottes, 1999


Zweck

Jedem Kind bewußt machen, wie wichtig es ist, daß es mit Tieren liebevoll umgeht.

Vorzubereiten

  1. 1.

    Studieren Sie gebeterfüllt Genesis 2:19,20; 6–8.

  2. 2.

    Sie brauchen:

    1. a)

      die Bibel

    2. b)

      Bild 1-28, „Die Schöpfung – lebendige Wesen“ (Bild 100 in Bilder zum Evangelium); Bild 1 30, „Noach und die Arche mit den Tieren“ (Bild 103 in Bilder zum Evangelium)

  3. 3.

    Bereiten Sie weitere Aktivitäten aus dem Abschnitt „Zur Vertiefung“ vor, die Sie verwenden wollen.

Lernen

Aufmerksamkeit wecken

Bitten Sie ein Kind, das Anfangsgebet zu sprechen.

Tun Sie so, als ob Sie ein Tier sind. Dieses Tier müssen die Kindern allerdings gut kennen. Lassen Sie sie raten, um welches Tier es sich handelt. Anschließend dürfen die Kinder nacheinander ebenfalls ein Tier darstellen, während die anderen das Tier zu erraten versuchen.

Adam gab jedem Tier einen Namen

Rufen Sie den Kindern ins Gedächtnis zurück, daß der himmlische Vater alle Tiere, Fische, Vögel und Insekten auf der Erde geistig erschaffen hat. Jesus hat ihnen dann einen Körper gegeben. Weisen Sie auf die Bibel, und erklären Sie, daß die heiligen Schriften berichten, wie Adam allen Tieren einen Namen gegeben hat (siehe Genesis 2:19,20). Zeigen Sie jetzt Bild 1-28, „Die Schöpfung – lebendige Wesen“.

• Wie heißen die Tiere auf diesem Bild? (Die Kinder sollen nacheinander auf ein Tier deuten und seinen Namen sagen.)

Der himmlische Vater und Jesus wünschen sich, daß wir lieb zu Tieren sind

Geschichte

Zeigen Sie Bild 1-30, „Noach und die Arche mit den Tieren“, und erzählen Sie die Geschichte von Noach und der Arche (siehe Genesis 6–8). Erklären Sie, daß von jeder Tierart mindestens zwei vor dem Ertrinken gerettet wurden. Der himmlische Vater und Jesus mögen Tiere sehr gern und wollten, daß auf der Erde Tiere leben.

• Warum hat Noach Tiere in die Arche gebracht?

• Für welche dieser Tiere bist du dankbar?

• Wie sollen wir mit Tieren umgehen? Was wünschen sich Jesus und der himmlische Vater?

Geschichte

Geben Sie mit eigenen Worten die folgende Geschichte wieder, die von Präsident Spencer W. Kimball handelt, dem zwölften Präsidenten der Kirche:

Als Präsident Spencer W. Kimball noch ein Junge war, hatte er die Aufgabe, die Kühe auf eine Weide zu treiben, die etwa anderthalb Kilometer von der Farm seiner Eltern entfernt war. Eines Tages bastelte er sich eine Steinschleuder, mit der er auf Zaunpfähle und Baumstümpfe schießen konnte. Schließlich konnte er so gut mit der Schleuder umgehen, daß er auch weit entfernte Pfähle und Bäume traf.

Entlang des Weges, auf dem er die Kühe zur Weide trieb, wuchsen hohe Bäume. Spencer Kimball sah, daß es in den Bäumen viele kleine Vögel gab. Zuerst wollte er auf die Vögel schießen, um zu beweisen, wie gut er mit seiner Schleuder umgehen konnte, aber dann fiel ihm ein Lied ein, das er in der Primarvereinigung gesungen hatte. Darin hieß es: „Bring keine kleinen Vögel um. … Die Erde gehört dem himmlischen Vater, und er läßt die Großen und die Kleinen leben.“ Als Spencer Kimball an dieses Lied dachte, wurde ihm klar, daß die Vögel dem himmlischen Vater wichtig waren und daß er sie nicht umbringen durfte. Deshalb achtete er immer sehr darauf, daß er mit seiner Steinschleuder nicht dorthin schoß, wo er einen Vogel treffen konnte. (Siehe Ensign, Mai 1978, Seite 47.)

• Wie hat Spencer W. Kimball bewiesen, daß ihm die Vögel am Herzen lagen?

Machen Sie den Kindern noch einmal bewußt, daß wir zu allen Tieren lieb sein sollen. So wollen es der himmlische Vater und Jesus.

Lied

Singen Sie mit den Kindern das Lied „Güte beginnt bei mir“ (Sing mit mir, B–49), oder sagen Sie gemeinsam den Text auf.

O, ich möchte gut zu jedem sein,
zu allen Menschen hier.
Darum sag’ ich mir selbst, denk immer dran:
Güte beginnt bei mir!

• Habt ihr Haustiere?

Aktivität

Lassen Sie die Kinder von ihren Haustieren erzählen und davon, wie sie für sie sorgen. Lesen Sie die folgenden Sätze vor; die Kinder sollen den Daumen nach oben recken, wenn die Aufforderung gut für die Tiere ist, und den Daumen nach unten strecken, wenn die Aufforderung schlecht für die Tiere ist.

• Gib deinem Haustier jeden Tag etwas Leckeres zu fressen.

• Vergiß ruhig, dein Haustier zu füttern.

• Vergiß ruhig, deinem Haustier etwas zu trinken zu geben.

• Stell deinem Haustier immer frisches Wasser hin.

• Richte deinem Haustier einen sicheren, bequemen Schlafplatz her.

• Sperr dein Haustier den ganzen Tag lang in einem heißen Zimmer ein.

• Verwöhne dein Haustier mit Liebe und Aufmerksamkeit.

Zeugnis

Sagen Sie noch einmal, daß Jesus die Tiere erschaffen hat und daß sie zum Plan des himmlischen Vaters gehören. Der himmlische Vater und Jesus wünschen sich, daß wir lieb zu Tieren sind. Erzählen Sie von Ihrem Haustier oder von anderen Tieren.

Zur vertiefung

Wählen Sie aus den folgenden Aktivitäten solche aus, die Sie im Unterricht verwenden wollen.

  1. 1.

    Am Ende der Lektion ist ein Kaninchen abgebildet. Machen Sie für jedes Kind eine Kopie, und lassen Sie die Kinder ihr Kaninchen bunt anmalen. Kleben Sie auf jedes Bild einen Wattebausch, der den Schwanz des Kaninchens darstellt.

  2. 2.

    Singen Sie mit den Kindern das Lied „Der Vater im Himmel liebt mich“ (Sing mit mir, B–59), oder sagen Sie gemeinsam den Text auf.

  3. 3.

    Verwenden Sie die Angel, die Sie in Lektion 11 angefertigt haben, und die Tierbilder zum Ausschneiden. Jedes Kind darf sich ein Tier „fischen“. Anschließend zeigen alle ihre Tiere und erzählen, was sie über sie wissen.

  4. 4.

    Fertigen Sie ein Abzeichen an, auf das Sie schreiben Ich will lieb zu den Tieren sein. Jedes Kind darf sein Abzeichen nach dem Unterricht mit nach Hause nehmen.

  5. 5.

    Machen Sie mit den Kindern das folgende Fingerspiel:

    Mein Kätzchen

    Mein Kätzchen sprang auf einen Baum (laufen Sie mit den Fingern der rechten Hand am linken Arm hinauf)
    und sah von dort zu mir herab (legen Sie die rechte Hand auf die linke Schulter).
    Als ich es rief, da kam es schnell (lassen Sie die Finger den Arm hinunterlaufen)
    und trank die Milch, die ich ihm gab (formen Sie mit der linken Hand eine Schale, während die rechte das Kätzchen darstellt, das die Milch trinkt).
  6. 6.

    Lassen Sie die Kinder aufstehen. Sagen Sie den folgenden Vers auf; die Kinder sollen die entsprechenden Bewegungen dazu machen.

    Noach

    Noach baut’ die Arche groß (strecken Sie die Arme nach beiden Seiten aus),
    er wußte, wie das ging (nicken Sie bestätigend).
    Der Herr hatte es ihm gesagt, so zimmerte er geschwind (tun Sie so, als ob Sie hämmern und sägen).
    Dann rief er seine Familie herbei (winken Sie mit der Hand);
    sie kam zu ihm aufs Boot (gehen Sie auf der Stelle);
    und je zwei der Tiere viel (halten Sie zwei Finger hoch) kamen in ihrer Not.
    Am Himmel wuchsen Wolken grau (halten Sie sich die Hände über den Kopf),
    und Regen fiel herab (deuten Sie mit den Fingern Regentropfen an),
    bis alles überflutet war und es kein Land mehr gab (wenden Sie den Kopf nach beiden Seiten).
    Die Arche auf dem Wasser trieb (machen Sie mit den Händen gleitende Bewegungen)
    so manchen langen Tag (legen Sie die Hände an die eine Seite des Gesichts),
    bis endlich wieder Helle kam und die Sonne schien (bilden Sie mit den Armen einen Kreis über dem Kopf).
    Wie freut sich Noach da (lächeln Sie fröhlich)!
    Jetzt wurd’ es endlich wieder warm, das Wasser stetig sank (zeigen Sie mit den Händen, wie das Wasser sinkt).
    Und Noach dankte Gott, dem Herrn (neigen Sie den Kopf, und verschränken Sie die Arme), als an Land er sprang.

Zusätzliche aktivitäten für kleinere kinder

  1. 1.

    Lassen Sie die Kinder von ihren Haustieren erzählen oder sagen, welche Haustiere sie sich wünschen. Besprechen Sie, wie man mit seinen Tieren umgehen und sie versorgen muß.

  2. 2.

    Sagen Sie den folgenden Vers auf; die Kinder sollen die entsprechenden Bewegungen dazu machen:

    Die Welt ist so groß

    Die Welt ist so groß, die Welt ist schön (beschreiben Sie mit den Armen einen weiten Kreis).
    Und Gott schuf alles, was wir hier sehn.
    Berge (heben Sie die Hand hoch über den Kopf)
    und Täler (legen Sie die Hand ganz flach kurz über den Boden)
    und Blümelein (tun Sie so, als ob Sie an einer Blume riechen).
    Tiere so groß (recken Sie sich in die Höhe)
    und Tiere so klein (gehen Sie in die Hocke).
    Die Welt ist so groß, die Welt ist schön (beschreiben Sie mit den Armen einen weiten Kreis).
    Gott liebt uns alle, das können wir sehn (schlingen Sie die Arme fest um sich).
  3. 3.

    Zeigen Sie nacheinander die Ausschneidebilder, und lassen Sie die Kinder sagen, was sie über jedes Tier wissen – beispielsweise wo es lebt und welche Töne es von sich gibt. Außerdem können sie sagen, was ihnen an diesem Tier gefällt.