Die Auferstehung Jesu Christi (Ostern)

Primarvereinigung Leitfaden 1: Ich bin ein Kind Gottes, 1999


Zweck

Jedem Kind bewußt machen, daß Jesus Christus auferstanden ist.

Vorzubereiten

  1. 1.

    Studieren Sie gebeterfüllt Lukas 23:33 bis 24:12,36–40,51. Siehe auch Grundbegriffe des Evangeliums, 12. Kapitel.

  2. 2.

    Sie brauchen:

    1. a)

      die Bibel

    2. b)

      Bild 1-3, „Jesus der Messias“ (Bild 240 in Bilder zum Evangelium); Bild 1-16, „Die Geburt Christi“ (Bild 201 in Bilder zum Evangelium); Bild 1-55, „Die Bergpredigt“ (Bild 212 in Bilder zum Evangelium); Bild 1-59, „Die Kreuzigung“ (Bild 230 in Bilder zum Evangelium); Bild 1-72, „Jesus betet in Getsemani“ (Bild 227 in Bilder zum Evangelium); Bild 1-73, „Die Grablegung Jesu“ (Bild 231 in Bilder zum Evangelium); Bild 1-74, „Jesus zeigt seine Wundmale“ (Bild 234 in Bilder zum Evangelium)

  3. 3.

    Bereiten Sie weitere Aktivitäten aus dem Abschnitt „Zur Vertiefung“ vor, die Sie verwenden wollen.

Lernen

Bitten Sie ein Kind, das Anfangsgebet zu sprechen.

Aufmerksamkeit wecken

Legen Sie Bild 1-3, „Jesus der Messias“, mit der Vorderseite nach unten in Ihren Schoß. Sagen Sie den Kindern dann, daß Sie heute über jemanden sprechen werden, der sehr wichtig für uns ist. Geben Sie die folgenden Hinweise; die Kinder sollen anschließend erraten, um wen es sich handelt.

• Der Mann, den wir erraten wollen, hat euch sehr lieb.

• Er hat vor langer Zeit auf der Erde gelebt und dort seine Kirche gegründet.

• Er hat uns erklärt, wie wir leben sollen und glücklich werden können.

• Er hat die Menschen gesegnet und sie aufgefordert, freundlich und liebevoll zueinander zu sein.

Wenn die Kinder erraten haben (oder Sie ihnen gesagt haben), um wen es sich handelt, nämlich um Jesus, heben Sie das Bild hoch.

Jesus hat uns lieb

Sagen Sie den Kindern noch einmal, daß Jesus der Sohn des himmlischen Vaters ist. Der himmlische Vater hat ihn hier auf die Erde gesandt, weil er eine wichtige Aufgabe zu erfüllen hatte.

Geschichte

Zeigen Sie Bild 1-16, „Die Geburt Christi“, und erzählen Sie kurz, wie Jesus geboren wurde. Sie können die Kinder auch beim Erzählen mithelfen lassen. Erklären Sie, daß Jesus ein ganz besonderes Baby war.

Zeigen Sie Bild 1-55, „Die Bergpredigt“, und erklären Sie, daß Jesus als erwachsener Mann seine Kirche gegründet und den Menschen erklärt hat, wie sie leben müssen und daß sie einander lieben sollen.

Lied

Lassen Sie die Kinder aufstehen, und singen Sie mit ihnen das Lied „Jesus sagt: Habt alle lieb“ (Sing mit mir, B–51), oder sagen Sie gemeinsam den Text auf. Machen Sie dazu die folgenden Bewegungen:

Jesus sagt: Habt alle lieb (breiten Sie die Arme weit aus),
schaut sie freundlich an (nicken Sie mit dem Kopf).
Wenn ihr lieb zu allen seid (legen Sie beide Hände auf das Herz),
liebt euch jedermann (umarmen Sie sich selbst).

Zeigen Sie Bild 1-72, „Jesus betet in Getsemani“.

• Was tut Jesus auf diesem Bild?

Erklären Sie den Kindern, daß Jesus vor seinem Tod in einen Garten gegangen ist, der Getsemani genannt wurde. Dort litt er für unsere Sünden, damit wir Umkehr üben und Vergebung erlangen können für das, was wir falsch machen. Jesus war der einzige Mensch, der die Macht dazu hatte. Er hat sein Leben für uns geopfert, weil er uns so sehr liebt.

Jesus ist auferstanden

Als Jesus auf der Erde gelebt hat, gab es viele Menschen, die ihn liebhatten. Aber es gab auch Menschen, die ihn überhaupt nicht leiden konnten und auch nicht daran glaubten, daß er der Sohn des himmlischen Vaters war.

Geschichte

Zeigen Sie Bild 1-59, „Die Kreuzigung“, und erklären Sie mit einfachen Worten die Kreuzigung Jesu. (Siehe Lukas 23:33–46.) Sagen Sie, daß die Menschen, die Jesus nicht leiden mochten, sehr gemein zu ihm waren. Soldaten trieben Nägel durch seine Hände und Füße und hängten ihn an ein Kreuz. Dort ließen sie Jesus dann hängen, bis er starb. (Seien Sie vorsichtig, wenn Sie diese Geschichte erzählen und die untenstehende Aktivität machen; möglicherweise können manche Kinder nicht richtig mit dem Gedanken umgehen, daß Jesus Schmerz zugefügt wurde.)

Als Jesus starb, verließ sein Geist seinen Körper und stieg in den Himmel auf. Halten Sie den Kindern noch einmal vor Augen, daß wir alle einen Geist haben. Den Geist kann man zwar nicht sehen, aber er ist trotzdem da und macht uns lebendig.

Zeigen Sie Bild 1-73, „Die Grablegung Jesu“, und erklären Sie, daß diejenigen, die Jesus liebten, seinen Leichnahm vorsichtig in Tücher wickelten und zu einem Felsengrab trugen (ein Grab, das einem aus Felsen herausgehauen worden war). Dort legten sie ihn vorsichtig nieder. (Siehe Lukas 23:50–56.)

Zeigen Sie Bild 1-74, „Jesus zeigt seine Wundmale“, und erklären Sie, daß Jesus drei Tage nach seinem Tod wieder auferweckt wurde. Er wurde wieder lebendig. Als Jesus starb, verließ sein Geist seinen Körper. Als er wieder auferweckt wurde, kehrte sein Geist in seinen Körper zurück. Jesus war der erste Mensch, der auferstanden ist.

Erzählen Sie, daß viele Menschen Jesus nach der Auferstehung gesehen haben (siehe Lukas 24). Jesus belehrte seine Freunde und zeigte ihnen seinen auferstandenen Körper (siehe Lukas 24:36). Er sagte seinen Freunden, sie sollten ihn anfassen, damit sie spürten, daß sein auferstandener Körper aus Fleisch und Gebein bestand (siehe Lukas 24:39.40). Als Jesus die Menschen unterwiesen hatte, stieg er wieder zum himmlischen Vater auf (siehe Lukas 24:51).

• Warum wollte Jesus, daß die Menschen ihn anfaßten? (Siehe Lukas 24:36–40.)

• Wohin ging Jesus, als er seine Freunde verlassen hatte? (Siehe Lukas 24:51.)

Erklären Sie, daß der Tag, an dem Jesus auferstand, das erste Osterfest war. Wir feiern jedes Jahr Ostern, und zwar zur Erinnerung daran, daß Jesus auferstanden ist.

Aktivität

Lassen Sie die Kinder aufstehen, und sagen Sie den folgenden Vers auf; die Kinder sollen die entsprechenden Bewegungen dazu machen:

Jesus Christus stand vom Tode auf; drei Tage lag sein Leib im Grab (halten Sie drei Finger hoch).
Die Nägelmale zeigen dir (deuten Sie auf Ihre Handflächen und Ihre Füße), daß er für dich sein Leben gab.
Er kam und lehrte uns gar viel (breiten Sie die Arme weit aus),
des Evangeliums Licht und Freud (verschränken Sie die Arme),
und weil er auferstanden ist, leben auch wir für alle Zeit (nicken Sie bestätigend).

Auch wir werden auferstehen

Machen Sie den Kindern bewußt, daß Jesus zwar gestorben ist, aber dann auferweckt wurde. Jetzt ist er lebendig und wohnt im Himmel, und er wird nie mehr sterben. Erklären Sie, daß Jesus es uns ermöglicht hat, ebenfalls vom Tod aufzuerstehen. Das bedeutet, daß wir alle wieder lebendig gemacht werden, nachdem wir gestorben sind.

• Kennt ihr jemanden, der gestorben ist?

Erklären Sie, daß sich beim Tod der Geist vom Körper trennt; nur der Körper ist tot, denn der Geist lebt weiter. Eines Tages werden wir auferstehen, und das bedeutet, daß Körper und Geist wieder vereint werden, so wie es bei Jesus der Fall war. Sie können den Kindern auch erklären, daß wir nicht nach drei Tagen auferstehen werden, so wie Jesus, sondern erst später.

Lassen Sie die Kinder mehrmals den Begriff „auferstanden“ wiederholen, und erklären Sie noch einmal seine Bedeutung.

Erklären Sie, wie schön es ist, wenn man weiß, daß alle Menschen, die man kennt und liebt – unsere Eltern, Geschwister, Großeltern und Freunde – auferstehen werden. Wir müssen sterben, aber wir werden wieder lebendig gemacht. Das hat Jesus möglich gemacht.

Zeugnis

Geben Sie Zeugnis davon, daß Jesus alle Menschen liebt. Und weil er uns so sehr liebt, hat er für uns gelitten und ist für uns gestorben. Dann ist er auferstanden, damit auch wir eines Tages auferstehen können.

Zur vertiefung

Wählen Sie aus den folgenden Aktivitäten solche aus, die Sie im Unterricht verwenden wollen.

  1. 1.

    Sprechen Sie kurz über Osterbräuche, die die Kinder kennen. Sagen Sie, daß solche Osterbräuche zwar schön sind, aber mit dem wirklichen Sinn des Osterfestes nichts zu tun haben.

  2. 2.

    Zeigen Sie den Kindern einen Handschuh, und vergleichen Sie den irdischen Körper mit einem Handschuh, in den eine Hand gesteckt wird. Zeigen Sie, wie die Hand (der Geist) den Handschuh (den Körper) lebendig macht. Ziehen Sie dann den Handschuh aus, und erklären Sie den Kindern, daß sich so der Tod vollzieht – Geist und Körper werden getrennt, und der Körper kann sich nicht mehr bewegen. Ziehen Sie den Handschuh dann wieder an, und erklären Sie den Kindern, daß sich so die Auferstehung vollzieht. Jetzt sind Körper und Geist wieder vereint. Machen Sie noch einmal deutlich, daß alle Menschen eines Tages auferstehen werden, und zwar deshalb, weil Christus auferstanden ist.

  3. 3.

    Kopieren Sie den Handzettel „Jesus ist unser bester Freund“ (siehe Lektion 6), und lassen Sie die Kinder das Bild ausmalen.

  4. 4.

    Werfen Sie einem Kind einen weichen Ball zu, und stellen Sie ihm eine der untenstehenden Fragen (Sie können sich auch selbst ähnliche Fragen überlegen). Das Kind soll antworten und Ihnen dann den Ball zurückwerfen. Machen Sie das so lange, bis jedes Kind an der Reihe war.

    • Warum feiern wir Ostern?

    • Wer ist als erster auferstanden?

    • Was bedeutet „Auferstehung“?

    • Wohin wurde der Leichnam Jesu gebracht?

    • Haben viele Menschen Jesus nach seiner Auferstehung gesehen?

    • Warum wollte Jesus, daß die Menschen seinen auferstandenen Körper berührten?

    • Wer wird noch auferstehen, weil Jesus auferstanden ist?

  5. 5.

    Singen Sie mit den Kindern das Lied „Christ ist erstanden“ (Sing mit mir, F–17), oder sagen Sie gemeinsam den Text auf.

Zusätzliche aktivitäten für kleinere kinder

  1. 1.

    Sagen Sie den folgenden Vers auf; die Kinder sollen dazu die entsprechenden Bewegungen machen:

    Jesus ist auferstanden!

    Jesus lag an diesem Ort (deuten Sie mit dem Finger),
    aber der große Stein ist fort! Bückt euch und schaut hinein (bücken Sie sich, und beschatten Sie die Augen mit der Hand);
    er ist nicht dort (richten Sie sich wieder auf), ist auferstanden von diesem Ort! (Klatschen Sie in die Hände.)
    (Dana Eynon in Bible Story Finger Plays and Action Rhymes, Cincinnati, Ohio, 1964.)
  2. 2.

    Erklären Sie, daß Jesus im Frühling gestorben und wiederauferstanden ist. Der Frühling ist die Zeit, wo neues Leben sprießt. Bäume und Blumen beginnen wieder zu wachsen. Auch viele Tiere werden im Frühling geboren. Lassen Sie die Kinder ein Bild malen, auf dem Blumen oder junge Tiere zu sehen sind. Zeigen Sie Bild 1-3, „Jesus der Messias“, und erklären Sie, daß Jesus auferstanden ist und daß deshalb auch wir nach dem Tod wiederauferstehen werden.

  3. 3.

    Singen Sie mit den Kindern das Lied „Jesus, unser bester Freund“ (Sing mit mir, B–36), oder sagen Sie gemeinsam den Text auf. Sagen Sie noch einmal, daß wir Ostern feiern, um an Jesus und seine Auferstehung zu denken.