Der himmlische Vater hat einen Körper

Primarvereinigung Leitfaden 1: Ich bin ein Kind Gottes, 1999


Zweck

Jedem Kind vermitteln, daß es den himmlischen Vater wirklich gibt, daß er einen Körper aus Fleisch und Gebein hat und daß wir als sein Ebenbild erschaffen sind.

Vorzubereiten

  1. 1.

    Lesen Sie gebeterfüllt Johannes 14:9; Lehre und Bündnisse 130:22; Mose 2:27; Joseph Smith – Lebensgeschichte 1:14–17. Siehe auch Grundbegriffe des Evangeliums (31110 150), 1. Kapitel.

  2. 2.

    Sie brauchen:

    1. a)

      die Bibel und die Köstliche Perle

    2. b)

      Papier und Buntstifte für jedes Kind

    3. c)

      einen kleinen Spiegel

    4. d)

      Bild 1-3, „Jesus der Messias“ (Bild 240 in Bilder zum Evangelium), und Bild 1-4, „Die erste Vision“ (Bild 403 in Bilder zum Evangelium)

  3. 3.

    Bereiten Sie weitere Aktivitäten aus dem Abschnitt „Zur Vertiefung“ vor, die Sie verwenden wollen.

Lernen

Bitten Sie ein Kind, das Anfangsgebet zu sprechen.

Aufmerksamkeit wecken

Teilen Sie Papier und Stifte aus, und lassen Sie die Kinder ein Bild von sich selbst zeichnen. Wenn sie fertig sind, sollen sie die Bilder hochheben. Fragen Sie, welches Kind wirklich lebendig ist – das Kind auf dem Blatt oder das Kind, das das Blatt hochhält. Fragen Sie die Kinder, woher sie das wissen.

Erklären Sie: So wie die Kinder wirklich lebendig sind, weil sie einen Körper haben, so ist auch der himmlische Vater wirklich lebendig, denn auch er hat einen Körper. Es gibt Bilder vom himmlischen Vater, die wir uns anschauen können, aber sie sind nicht der wirkliche himmlische Vater. Der himmlische Vater hat einen Körper aus Fleisch und Gebein.

Jesus Christus sieht so aus wie der himmlische Vater

Fragen Sie die Kinder, ob ihnen schon einmal jemand gesagt hat, daß sie wie ihre Eltern aussehen. Zeigen Sie Bild 1-3, „Jesus der Messias“, und erklären Sie, daß Jesus Christus der Sohn des himmlischen Vaters ist. In den heiligen Schriften steht, daß Jesus wie der himmlische Vater aussieht. Zeigen Sie die Bibel, und erklären Sie den Kindern, was in Johannes 14:9 steht.

• Wem sieht Jesus ähnlich?

Aktivität

Lassen Sie die Kinder aufstehen. Lernen Sie mit ihnen den ersten Teil des ersten Glaubensartikels auswendig: „Wir glauben an Gott, den ewigen Vater, und an seinen Sohn, Jesus Christus.“

Wir sehen aus wie der himmlische Vater und Jesus Christus

Weil wir Geistkinder des himmlischen Vaters sind, sehen auch wir ihm ähnlich. Wir haben einen Körper wie er. Erklären Sie den Kindern, was in Mose 2:27 steht. Erklären Sie, daß der Ausdruck, wir seien als sein Abbild erschaffen, bedeutet, daß wir ihm ähnlich sehen.

Aktivität

Die Kinder sollen sich im Spiegel ansehen oder ein anderes Kind anschauen. Jedes Kind nennt ein Körperteil, das es sehen kann – beispielsweise Arm, Bein, Auge oder Ohr. Erklären Sie, daß auch der himmlische Vater und Jesus Arme, Beine, Augen und Ohren haben.

• Sieht euer Körper so ähnlich aus wie der Körper des himmlischen Vaters und der Körper Jesu Christi?

Wir wissen, wie der himmlische Vater und Jesus aussehen, weil einige Propheten (Führer der Kirche) den himmlischen Vater und Jesus gesehen und in den heiligen Schriften darüber berichtet haben.

Geschichte

Zeigen Sie Bild 1-4, „Die erste Vision“. Erzählen Sie von der ersten Vision, so wie sie in Joseph Smith – Lebensgeschichte 1:14–17 wiedergegeben ist.

• Woher wußte Joseph Smith, wie der himmlische Vater und Jesus aussehen?

• Was für einen Körper haben Jesus und der himmlische Vater?

Zeugnis

Geben Sie Zeugnis davon, wie dankbar Sie dafür sind, daß Sie einen Körper haben, der als Ebenbild des himmlischen Vaters erschaffen worden ist. Sagen Sie auch, daß Sie für die vielen wundervollen Dinge, die dieser Körper tun kann, dankbar sind.

Zur vertiefung

Wählen Sie aus den folgenden Aktivitäten solche aus, die Sie im Unterricht verwenden wollen.

  1. 1.

    Lassen Sie die Kinder aufstehen und die folgende Bewegungsübung machen, wobei Sie den Vers mehrmals aufsagen:

    Mein Körper ist so wunderbar

    Mein Körper ist so wunderbar (legen Sie die Hand auf die Brust),
    dank sei dem Vater im Himmel immerdar. Ich habe Ohren, Augen und Haar (legen Sie die Hand an die Ohren und deuten Sie auf die Augen)
    und werde größer Jahr für Jahr.
    Ich klatsche gern laut und lange (klatschen Sie in die Hände)
    und laufe schnell – ich bin nicht bange (laufen Sie auf der Stelle).
    Meine Nase riecht sogleich (fassen Sie an Ihre Nase),
    Mamis Plätzchen – süß und weich.
    Mein Körper ist ein schönes Geschenk, und wenn ich manchmal daran denk (legen Sie einen Finger an die Stirn),
    wird mir bewußt (setzen Sie sich hin),
    daß der himmlische Vater ihn so geplant hat, daß er uns als sein Ebenbild erschaffen hat.
  2. 2.

    Singen Sie mit den Kindern das Lied „Kopf, Schultern, Knie und Zeh’n“ (Der Kindergarten – Anleitung, Seite 184), und machen Sie den Kindern bewußt, daß der himmlische Vater uns einen Körper geschenkt hat, der so aussieht wie sein Körper, und daß wir mit diesem Körper viel tun können.

  3. 3.

    Lassen Sie die Kinder anhand von Bild 1-4, „Die erste Vision“, abwechselnd nacherzählen, was sich bei der ersten Vision zugetragen hat.

  4. 4.

    Erzählen Sie die Geschichte von Mark und dem Familientreffen:

    Marks Vater war gestorben, als Mark noch ein Baby war, und Mark fragte sich oft, wie er wohl ausgesehen haben mochte. Eines Tages ging er mit seiner Mutter zu einem Familientreffen, wo er Tanten und Onkel kennenlernen konnte, die seinen Vater gut gekannt hatten.

    Als sie ankamen, wurden sie gleich von Onkel Karl in Empfang genommen. Er sah Mark an und sagte: „Ich würde dich überall erkennen. Du hast die gleichen Augen wie dein Vater.“ Und Tante Elisabeth sagte: „Weißt du, Mark, deine Nase sieht genauso aus wie die Nase deines Vaters.“ Und Tante Maria meinte: „Mark, so wie du lächelst, erinnerst du mich ganz stark an deinen Vater.“

    Als sie wieder nach Hause fuhren, sagte Mark zu seiner Mutter: „Heute war ein schöner Tag! Ich habe nämlich viel über meinen Vater erfahren. Ich sehe aus wie er, und das freut mich. Wenn ich jetzt in den Spiegel schaue, kann ich immer daran denken, wie mein Vater aussieht, und so vergesse ich ihn nicht.“ Die Mutter strich ihm über die Hand und sagte: „Solange du da bist, werde ich ihn auch nicht vergessen.“

    So wie Mark wußte, daß er seinem Vater ähnlich war, obwohl er ihn nicht sehen konnte, so wissen auch wir, daß wir dem himmlischen Vater ähnlich sind, auch wenn wir ihn nicht sehen können.

Zusätzliche aktivitäten für kleinere kinder

  1. 1.

    Zeigen Sie Bild 1-4, „Die erste Vision“, und schildern Sie mit einfachen Worten, was sich bei der ersten Vision zugetragen hat. Erklären Sie, daß es den himmlischen Vater und Jesus Christus wirklich gibt und daß sie unsere Gebete hören.

  2. 2.

    Zeigen Sie Bild 1-4, „Die erste Vision“, und erklären Sie, daß unser Körper so ähnlich aussieht wie der Körper des himmlischen Vaters und der Körper Jesu Christi. Wenn Sie auf ein Körperteil auf dem Bild zeigen, lassen Sie die Kinder auf ihr eigenes entsprechendes Körperteil zeigen. Wenn Sie beispielsweise auf den Arm des himmlischen Vaters zeigen, sollen die Kinder auf ihren Arm zeigen.

  3. 3.

    Lassen Sie die Kinder die folgende Bewegungsübung machen, während Sie den Text aufsagen:

    Joseph Smith kniete nieder (knien Sie nieder, und verschränken Sie die Arme)
    Und betete zum Herrn (berühren Sie die Lippen mit der Fingerspitze).
    Er sah den Vater und den Sohn (schauen Sie nach oben, und beschatten Sie die Augen mit der Hand, so als ob Sie nach etwas Ausschau halten)
    und folgte ihrem Rat gern (legen Sie die Hand hinter die Ohren).
  4. 4.

    Deuten Sie auf Ihren Mund, und sagen Sie: „Dies ist mein Mund.“ Fragen Sie dann: „Könnt ihr mir euren Mund zeigen?“ Die Kinder sollen auf ihren Mund zeigen. Fragen Sie dann: „Hat der himmlische Vater einen Mund?“ Verfahren Sie genauso mit den Augen, der Nase, den Ohren und den Füßen. Dann deuten Sie ohne ein Wort auf die genannten Körperteile und lassen die Kinder die entsprechende Bezeichnung nennen.