Ich kann anderen von Jesus Christus erzählen

Primarvereinigung Leitfaden 2: Wähl das Rechte A, 1996


Zweck

Jedes Kind dazu anregen, daß es anderen hilft, mehr über Jesus Christus zu erfahren.

Vorzubereiten

  1. 1.

    Lesen Sie gebeterfüllt Alma 17–19,23.

  2. 2.

    Bereiten Sie sich vor, das Lied „Ich möchte einmal auf Mission gehn“ (Sing mit mir, B-75) zu singen oder den Text vorzutragen.

  3. 3.

    Sie brauchen:

    1. a)

      das Buch Mormon

    2. b)

      das WdR-Poster (siehe Lektion 1)

    3. c)

      Bild 2-17, „Die vier Söhne Mosias knien im Gebet“; Bild 2-18, „Ammon belehrt König Lamoni“

  4. 4.

    Bereiten Sie weitere Aktivitäten aus dem Abschnitt „Zur Vertiefung“ vor, die Sie verwenden wollen.

Vorschlag für den Unterrichtsablauf

Bitten Sie ein Kind um das Anfangsgebet.

Falls Sie den Kindern letzten Sonntag einen Auftrag gegeben haben, so fragen Sie jetzt nach.

Wiederholung

Sprechen Sie kurz über die Andacht der Kinder beim Beten und über das, was im Anfangsgebet gesagt wurde. Wiederholen Sie ganz kurz die vorherige Lektion, um zu betonen, wie wichtig das Beten ist.

Missionare erzählen anderen von Jesus Christus

Aufmerksamkeit wecken

Singen Sie mit den Kindern „Ich möchte einmal auf Mission gehn“, oder sagen Sie gemeinsam den Text auf.

Ich möchte einmal auf Mission gehn,
wenn ich ein Ende größer bin;
und hoffentlich bin ich bereit dann,
zu leben und zu predigen in Gottes Sinn.
Ach, fände ich doch viele Leute,
die warten auf des Herren Wort!
Ich möchte gern ein Missionar sein,
dem Herren helfen dort, an einem fremden Ort!

• Kennt ihr Missionare?

Lassen Sie die Kinder von den Missionaren erzählen, die sie kennen, beispielsweise über jemand aus ihrer Familie, der auf Mission ist, oder die Missionare in Ihrer Gemeinde.

• Was tun Missionare?

Sagen Sie den Kindern, daß sie in dieser Lektion lernen werden, wie sie schon als Kinder Missionar sein können.

Geschichte

aus der Schrift Zeigen Sie den Kindern das Buch Mormon. Erzählen Sie die Geschichte von den Söhnen Mosias, wie sie in Alma 17:6–12 geschildert wird. Erklären Sie, daß jeder der Söhne Mosias der nächste König hätte sein können, doch alle wollten lieber Missionar sein. Sie wollten den Lamaniten, die zu der Zeit sehr schlecht waren, das Wort Gottes predigen. Die Söhne Mosias wollten, daß jeder Mensch das Evangelium hören konnte. Erklären Sie auch, daß es für die Söhne Mosias gefährlich war, den Lamaniten zu predigen, weil die Lamaniten so schlecht waren.

• Wie haben sich die Söhne Mosias wohl vorbereitet, bevor sie zu den Lamaniten gegangen sind?

Zeigen Sie Bild 2-17, „Die vier Söhne Mosias knien im Gebet“.

Erklären Sie, daß die Söhne Mosias gebetet und den himmlischen Vater gebeten haben, ihnen zu helfen, daß sie gute Missionare sein konnten. Der himmlische Vater sagte ihnen, er werde sie beschützen und sie würden viele Leute belehren können (siehe Alma 17:10,11). Lesen Sie Alma 17:12 vor. Betonen Sie, daß das Beten den Söhnen Mosias Mut gemacht hat, zu den Lamaniten zu gehen.

Geschichte

aus der Schrift Sagen Sie, daß die Söhne Mosias alle in verschiedene Gegenden gingen, um die Menschen zu unterweisen. Zeigen Sie Bild 2-18, „Ammon belehrt König Lamoni“. Erzählen Sie die Begebenheit aus Alma 17:17–25. Erklären Sie, daß Ammon, einer der Söhne Mosias, sich anbot, dem lamanitischen König, König Lamoni, als Knecht zu dienen. Ammon erhielt die Aufgabe, die Herden des Königs zu hüten. Ammon war der beste Knecht, den König Lamoni je hatte. Ammon war ein so gutes Vorbild, daß König Lamoni und sein Volk mehr über das Evangelium erfahren wollten.

Erklären Sie, daß durch das Werk von Ammon und seinen Brüdern sich Tausende von Lamaniten der Kirche anschlossen (siehe Alma 23:5).

Besprechen

• Warum setzten Ammon und seine Brüder ihr Leben aufs Spiel, um den Lamaniten das Evangelium zu predigen? (Das Evangelium hatte sie glücklich gemacht, und sie wollten es anderen Menschen mitteilen.)

• Was hat Ammon geholfen, den Lamaniten das Evangelium zu predigen? Was hat er getan? (Er hat um Hilfe gebetet; er hat sich angestrengt; er war ein gutes Vorbild.)

Wir können Missionar sein

Erklären Sie, daß wir Missionar sein können, indem wir anderen von Jesus Christus erzählen. Es ist wichtig, daß jeder von Jesus und seiner Kirche erfährt.

Geschichte

Erzählen Sie die Geschichte von einem Kind, das anderen half, mehr über Jesus Christus und seine Kirche zu erfahren. Sie können dabei die folgende Geschichte verwenden:

Jan fiel es schwer, bei der Pfahlkonferenz zuzuhören, denn ihm kam es so vor, als ob die meisten Ansprachen nur an die Erwachsenen gerichtet waren. Als Jan jedoch den Pfahlpräsidenten sagen hörte „Auch ihr Kinder könnt Missionar sein“, da hörte Jan ganz genau zu und begann nachzudenken, wie er ein Missionar sein und anderen von Jesus erzählen konnte.

Am nächsten Morgen beim Frühstück schlug Jan seinen Eltern vor, daß er die Nachbarin, Frau Mayer, fragen könnte, ob sie mehr über die Kirche erfahren wollte. Da Jans Eltern es für eine gute Idee hielten, ging Jan gleich hinüber zu Frau Mayer und fragte sie, ob sie mehr über Jesus und seine Kirche wissen wollte. Frau Mayer sagte ja und wurde schon bald von Missionaren besucht.

• Was wäre geschehen, wenn Jan die Nachbarin nicht gefragt hätte, ob sie mehr über Jesus und seine Kirche erfahren wollte?

Jans Eltern folgten Jans Beispiel. Sie sprachen mit ihren Freunden und anderen Leuten, denen sie begegneten, über die Kirche. Manche wollten nichts über die Kirche wissen, aber andere wollten gern mehr erfahren, und manche ließen sich taufen. Als Frau Mayer getauft wurde, dankte sie Jan, daß er ihr geholfen hatte, mehr über den Erretter zu erfahren.

Besprechen

Machen Sie am Beispiel von Jan deutlich, daß auch Kinder Missionar sein und anderen von Jesus Christus und seiner Kirche erzählen können.

• Wem könntet ihr etwas über Jesus erzählen?

Helfen Sie den Kindern, an Menschen zu denken, denen sie von Jesus erzählen können, wie etwa Freunde, Nachbarn oder Verwandte, die nicht Mitglieder der Kirche sind oder nicht zur Kirche kommen.

Erklären Sie, daß jeder von uns ein Missionar sein kann, indem er ein gutes Vorbild ist, indem er zu anderen freundlich und rücksichtsvoll ist und nach dem Evangelium lebt. Sagen Sie den Kindern, daß Ammon auch deshalb ein guter Missionar war, weil er ein gutes Vorbild war.

Geschichte

Erzählen Sie die folgende Geschichte von Kindern, die Missionar waren, mit Ihren eigenen Worten:

Einmal klingelten zwei Missionare an einer Tür. Eine Frau namens Jansen öffnete die Tür. Die Missionare sagten ihr, sie kämen von der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage. Frau Jansen bat die Missionare herein und sagte ihnen, sie würde gern mehr über die Kirche erfahren. Das machte die Missionare sehr glücklich.

Frau Jansen erzählte den Missionaren, daß sie einmal Nachbarn hatte, die Mitglieder der Kirche waren. Sie sagte, die Kinder der Familie seien immer freundlich und höflich gewesen. Sie waren nie gemein zu anderen gewesen und hatten das Eigentum anderer geachtet. Frau Jansen sagte, sie würde gern mehr über eine Kirche erfahren, die ihre Kinder lehrte, so nette Nachbarn zu sein.

• Inwiefern waren die Kinder, die neben Frau Jansen wohnten, gute Missionare?

• Wie könnt ihr euren Nachbarn und euren Freunden ein gutes Vorbild sein?

Situationen nachspielen Erklären Sie den Kindern, daß sie verschiedene Situationen nachspielen werden, wie sie Missionar sein können, indem sie nett und freundlich sind.

Die Kinder sollen sich die Situation zuerst anhören. Wählen Sie dann die Kinder aus, die darstellen sollen, was sie in dieser Situation tun würden. Geben Sie jedem Kind die Möglichkeit, in wenigstens einer Situation mitzuspielen. Verwenden Sie die folgenden oder eigene Beispiele:

1. Situation (drei Kinder)

Zwei von euch gehen die Straße entlang. Ihr seht, wie ein kleines Kind auf einen hohen Baum klettern will. Ihr wißt, daß es für das Kind gefährlich ist.

• Was tut ihr?

2. Situation (zwei Kinder)

Ihr seht eine Nachbarin, die beide Arme voll mit Einkaufstüten hat. Eine der Einkaufstüten reißt auf und überall kullern Orangen herum.

• Was tut ihr?

3. Situation (drei oder mehr Kinder)

Ihr spielt mit euren Freunden. Ein Kind, das mit seiner Familie gerade in die Nachbarschaft gezogen ist, möchte mitspielen.

• Was tut ihr? 4. Situation (vier oder mehr Kinder)

Eine neue Familie zieht in eure Nachbarschaft. Obwohl sie keine Mitglieder der Kirche sind, möchtet ihr die Kinder zum PV-Kinderfest einladen, das in der kommenden Woche stattfindet.

• Was tut ihr?

Wenn alle Situationen dargestellt worden sind, bedanken Sie sich bei den Kindern, daß sie so gute Missionare waren.

Zusammenfassung

WdR-Poster

Zeigen Sie auf das WdR-Poster, oder lassen Sie die Kinder ihren WdR-Ring betrachten. Sagen Sie den Kindern, daß sie, wenn sie gute Missionare sind, das Rechte wählen und Jesus Christus nachfolgen. Lassen Sie die Kinder die Worte auf dem WdR-Poster gemeinsam aufsagen (oder sagen Sie, wofür die Buchstaben auf dem Ring stehen).

Zeugnis

Loben Sie die Kinder dafür, daß sie gute Missionare sein wollen. Geben Sie Zeugnis davon, wie wichtig es ist, daß jeder Mensch von Jesus Christus und seiner Kirche erfährt. Wenn wir mehr über Jesus und seine Kirche lernen, macht uns das glücklich.

Helfen Sie jedem Kind zu überlegen, wie es in der kommenden Woche ein guter Missionar sein kann. Es müssen keine komplizierten oder großartigen Unternehmungen sein. Erinnern Sie die Kinder daran, daß sie gute Missionare sind, wenn sie freundlich sind und anderen helfen oder wenn sie andere einladen, mehr über die Kirche zu erfahren.

Ermutigen Sie die Kinder, mit ihrer Familie darüber zu sprechen, wie sie Missionar sein können.

Bitten Sie ein Kind um das Schlußgebet.

Zur Vertiefung

Wählen Sie aus den folgenden Vorschlägen diejenigen aus, die sich am besten für die Kinder in Ihrer Klasse eignen. Sie können sie im Unterricht selbst oder als Wiederholung oder Zusammenfassung verwenden. Weitere Anregungen dazu siehe „Der Unterricht“ in „Für den/die Lehrer(in)“.

  1. 1.

    Laden Sie, nachdem Sie die Genehmigung der PV-Leiterin eingeholt haben, die Missionare aus Ihrer Gemeinde oder jemand, der kürzlich von Mission zurückgekehrt ist, ein, in den letzten Unterrichtsminuten die Klasse zu besuchen und den Kindern zu erzählen, wie sie schon jetzt Missionare sein können.

  2. 2.

    Erzählen Sie den Kindern, wie die Missionare Ihnen geholfen haben, mehr über Jesus Christus und seine Kirche zu erfahren, oder wie Sie jemand anders helfen konnten, mehr darüber zu erfahren. Berichten Sie vor allem auch von Ihren Empfindungen bei diesem Erlebnis.

  3. 3.

    Lassen Sie die Kinder ein Bild von sich als Missionar(in) malen. Schreiben Sie unter jedes Bild:

    (Name des Kindes)
    Missionar(in)
    Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage
  4. 4.

    Singen Sie den ersten Vers von „Meine Taten“ (Mehr Lieder für Kinder, S.18), oder tragen Sie den Text von „Schon jetzt möcht’ ich ein Missionar sein“ oder „Wir verkünden der Welt seine Wahrheit“ vor.

    Schon jetzt möcht’ ich ein Missionar sein

    Schon jetzt möcht’ ich ein Missionar sein,
    will nicht warten, bis ich älter bin.
    Ich erzähl’ gern vom Evangelium,
    denn ich habe selbst ein Zeugnis
    schon als Kind.
    („I Want to Be a Missionary Now“, Children’s Songbook, S. 168.)

    Meine Taten

    Ich bin zu jung, um für den Herrn
    zu predigen mit lautem Schall.
    Doch daß es wahr ist, zeig’ ich gern
    durch meine Taten überall.

    Wir verkünden der Welt seine Wahrheit

    Wie einstens Nephi stammen wir
    von guten Eltern, die lieben den Herrn.
    Sie haben uns gelehrt und gezeigt,
    die Gebote Gottes zu halten gern.
    Wir sind wie die Söhne Helamans,
    Wahrheit hat man uns gelehrt.
    Wir werden Missionare des Herrn sein,
    die Wahrheit bringen der Welt.
    („We’ll Bring the World His Truth“, Children’s Songbook, S. 172; © 1983 by Janice Kapp Perry. Used by permission.)