Ich kann mich auf die Taufe vorbereiten

Primarvereinigung Leitfaden 2: Wähl das Rechte A, 1996


Zweck

Bei jedem Kind den Wunsch, getauft zu werden, vertiefen und den Kindern deutlich machen, wie sie sich auf die Taufe vorbereiten können.

Vorzubereiten

  1. 1.

    Lesen Sie gebeterfüllt Matthäus 3:13–17 und LuB 20:72–74. Siehe auch Johannes 1:25–34 und Grundbegriffe des Evangeliums (31110 150), 20. Kapitel.

  2. 2.

    Falls es möglich ist, bitten Sie die Musikleiterin der PV, während des Eröffnungsoder Abschlußteils der PV das Lied „Taufe“ (Sing mit mir, B-4) mit den Kindern zu singen.

  3. 3.

    Besorgen Sie ein dickeres Blatt Papier, das groß genug ist, um Bild 2-19, „Johannes der Täufer tauft Jesus Christus“, vollständig zu bedecken. Schneiden Sie das Papier in so viele kleinere Stücke, wie es Kinder in Ihrer Klasse gibt. Legen Sie die Puzzleteile so auf das Bild, das man nichts mehr davon sieht.

  4. 4.

    Schneiden Sie aus festem Papier sechs große Fußspuren aus.

  5. 5.

    Kopieren Sie die Zeichnungen am Ende der Lektion für jedes Kind.

  6. 6.

    Bereiten Sie sich vor, etwas über Ihre eigene Taufe zu erzählen, beispielsweise wer Sie getauft hat und wo Sie getauft worden sind, und sprechen Sie dabei auch kurz darüber, was Ihre Taufe Ihnen bedeutet. Wenn Sie als Kind getauft worden sind, möchten Sie vielleicht ein Bild von sich in diesem Alter mitbringen.

  7. 7.

    Sie brauchen:

    1. a)

      die Bibel

    2. b)

      Klebeband

    3. c)

      Bild 2-19, „Johannes der Täufer tauft Jesus Christus“ (Bilder zum Evangelium 208; 62133); Bild 2-20, „Ein Junge wird getauft“ (62018)

  8. 8.

    Bereiten Sie weitere Aktivitäten aus dem Abschnitt „Zur Vertiefung“ vor, die Sie verwenden wollen.

Falls die Kinder Ihrer Klasse schon älter sind: Die Vorschläge 5, 6 und 7 unter „Zur Vertiefung“ sind speziell für ältere Kinder gedacht, die bald getauft werden.

Vorschlag für den Unterrichtsablauf

Bitten Sie ein Kind um das Anfangsgebet.

Falls Sie den Kindern letzten Sonntag einen Auftrag gegeben haben, so fragen Sie jetzt nach.

Jesus Christus wurde getauft

Aufmerksamkeit wecken

Zeigen Sie das abgedeckte Bild von Johannes dem Täufer, der Jesus tauft. Sagen Sie den Kindern, daß auf dem Bild unter dem Papier zwei wichtige Personen zu sehen sind. Die Kinder sollen raten, wer die beiden sind, sollen es aber für sich behalten, bis das ganze Bild zu sehen ist. Bitten Sie nun die Kinder, nacheinander jeweils ein Stück Papier wegzunehmen.

Nachdem alle Teile entfernt worden sind, fragen Sie:

• Wer sind die Personen auf dem Bild?

• Was tun sie?

Geschichte aus der Schrift

Erzählen Sie von der Taufe Jesu, wie in Matthäus 3:13–17 beschrieben. Erklären Sie, daß Johannes der Täufer überrascht war, als Jesus sich taufen lassen wollte. Johannes wußte, daß Jesus nie gesündigt hatte, deshalb dachte er, Jesus brauchte nicht getauft zu werden. Jesus sagte jedoch zu Johannes, daß die Taufe ein Gebot des himmlischen Vaters war und er alle Gebote des himmlischen Vaters erfüllen wollte.

Zeigen Sie auf den Fluß, der im Bild zu sehen ist. Erklären Sie, daß Jesus von Johannes im Jordan getauft wurde. Johannes taufte Jesus durch Untertauchen. Das bedeutet, daß er völlig vom Wasser bedeckt war.

Lesen Sie Matthäus 3:17 vor, und erklären Sie, daß der himmlische Vater diese Worte gesprochen hat. Sagen Sie den Kindern, daß sich der himmlische Vater auch freut, wenn wir uns taufen lassen.

Spiel

Lesen Sie die folgenden Aussagen vor, wobei Sie die unterstrichenen Wörter auslassen. Bitten Sie jeweils ein Kind, das passende Wort zu sagen. Wenn ein Kind die Antwort nicht geben kann, dann fragen Sie das nächste Kind, bis die richtige Antwort gegeben wurde. (Bringen Sie nie ein Kind in Verlegenheit, wenn es eine Frage nicht beantworten kann.) Fahren Sie so lange fort, bis jedes Kind einmal richtig geantwortet hat, wobei Sie den Kindern gegebenenfalls helfen. Wenn nötig, verwenden Sie die Fragen ein zweites Mal.

  1. 1.

    Jesus Christus wurde von Johannes dem Täufer getauft.

  2. 2.

    Jesus wurde im Jordan getauft.

  3. 3.

    Jesus wurde getauft, um das Gebot des himmlischen Vaters zu befolgen.

  4. 4.

    Als Jesus getauft wurde, wurde er völlig vom Wasser bedeckt.

  5. 5.

    Nachdem Jesus getauft worden war, hörten er und Johannes die Stimme des himmlischen Vaters.

  6. 6.

    Wenn wir acht Jahre alt sind, können wir dem Beispiel Jesu folgen und ebenfalls getauft werden.

Wir können dem Beispiel Jesu Christi folgen, indem wir uns taufen lassen

Lehrer(in)

Sagen Sie den Kindern, daß sie, wenn sie acht Jahre alt sind, getauft werden können. Inzwischen sollen sie sich auf die Taufe vorbereiten.

Erklären Sie, daß wir bei der Taufe einen Bund mit dem himmlischen Vater schließen, das heißt, ihm etwas versprechen. Wir versprechen, seine Gebote zu halten, anderen zu vergeben und Jesus Christus nachzufolgen. Dafür nimmt uns der himmlische Vater in die Kirche auf und verspricht uns, uns zu führen und zu helfen.

Erzählen Sie der Klasse von Ihrer Taufe. Vielleicht möchten Sie erwähnen, wo Sie getauft worden sind (in einem Taufbecken oder einem Fluß), wer Sie getauft hat und wer alles dabei war. Wenn Sie als Kind getauft wurden, zeigen Sie den Kindern ein Bild von sich in diesem Alter. Berichten Sie, was Sie vor Ihrer Taufe gefühlt haben, beispielsweise wie aufgeregt sie waren oder wie sehr sie sich wünschten, ein Mitglied der Kirche zu werden.

Sagen Sie den Kindern, daß sie einmal getauft werden können, wie Jesus Christus getauft wurde und wie Sie getauft wurden.

Geschichte

Erzählen Sie eine Geschichte von einem Kind, das getauft wurde. Vielleicht möchten Sie die folgende Geschichte verwenden:

Marks Familie schloß sich der Kirche an, als er sieben Jahre alt war. Alle in der Familie wurden getauft, nur Mark nicht. Er war noch nicht alt genug. Mark war sehr enttäuscht, daß er nicht mit seiner Familie getauft werden konnte, aber seine Mutter sagte ihm, er werde schon bald alt genug sein und solle sich in der Zwischenzeit gut darauf vorbereiten.

• Wie konnte Mark sich auf seine Taufe vorbereiten?

Während des nächsten Jahres strengte sich Mark an, immer das Rechte zu wählen und das zu tun, was Jesus von ihm erwartete. Schließlich wurde Mark acht Jahre alt. Er zog weiße Kleidung an, und sein Vater taufte ihn. Als Marks Vater ihn wieder aus dem Wasser hob, war Mark sehr froh, daß er durch Untertauchen getauft worden war so wie Jesus. Er war glücklich, ein Mitglied der Kirche Jesu Christi zu sein.

Wir können uns jetzt auf die Taufe vorbereiten

Fußspuren

Zeigen Sie Bild 2-20, „Ein Junge wird getauft“. Befestigen Sie es, wenn möglich, an der Klassenzimmertür.

• Inwiefern folgt dieses Kind dem Beispiel Jesu?

Sagen Sie den Kindern, daß sie sich schon jetzt auf die Taufe vorbereiten können. Zeigen Sie die Fußspuren aus Papier und eine Kopie der sechs Zeichnungen am Ende der Lektion. Sagen Sie den Kindern, daß die Zeichnungen die einzelnen Schritte darstellen, die sie zur Taufe führen. Besprechen Sie jede Zeichnung, indem Sie ähnlich Fragen stellen wie unten aufgeführt. Nachdem Sie einen der Schritte besprochen haben, lassen Sie ein Kind eine Fußspur auf den Boden legen, so daß schließlich ein Weg zum Bild von der Taufe führt.

  1. 1.

    An Jesus Christus und den himmlischen Vater glauben und mehr über sie erfahren.

    • Warum sollen wir mehr über Jesus Christus und den himmlischen Vater erfahren?

    • Wo können wir etwas über sie lernen?

  2. 2.

    Zum himmlischen Vater beten.

    • Wie kann uns das Gebet helfen, uns auf die Taufe vorzubereiten?

  3. 3.

    Anderen vergeben und sie liebhaben.

    • Was geschieht, wenn wir anderen vergeben?

    • Wie können wir anderen unsere Liebe zeigen?

  4. 4.

    Jeden Tag das Rechte wählen.

    • Wie können wir das Rechte wählen? Nennt einige Beispiele.

  5. 5.

    Geschichten aus der Schrift lesen oder anhören.

    • Wie hat euch das Lesen in der Schrift geholfen?

  6. 6.

    Acht Jahre alt sein.

    • Was könnt ihr tun, wenn ihr noch nicht acht Jahre alt seid, um euch auf die Taufe vorzubereiten?

Wenn alle Fußspuren auf den Boden gelegt worden sind, lassen Sie die Kinder, eins nach dem anderen, durch das Zimmer auf das Taufbild zugehen, indem sie auf die Fußspuren treten. Helfen Sie ihnen, bei jeder Fußspur zu erklären, wie sie sich auf die Taufe vorbereiten.

Zusammenfassung

Handzettel

Geben Sie jedem Kind eine Kopie der sechs Zeichnungen, die es mit nach Hause nehmen kann. Lassen Sie die Kinder ihren Namen auf das Papier schreiben (oder schreiben Sie den Namen).

Zeugnis

Bezeugen Sie den Kindern, wie wichtig die Taufe ist. Erinnern Sie sie daran, daß der himmlische Vater sich freut, wenn wir getauft werden.

Schlagen Sie vor, daß die Kinder mit Hilfe der Zeichnungen ihrer Familie erzählen, was sie über die Taufe gelernt haben. Ermutigen Sie jedes Kind, sich auf die Taufe vorzubereiten, indem es sich an die sechs Schritte hält, die in den Zeichnungen dargestellt sind.

Bitten Sie ein Kind um das Schlußgebet.

Wenn die Kinder das Klassenzimmer verlassen wollen, lassen Sie sie noch einmal über die Fußspuren gehen.

Zur Vertiefung

Wählen Sie aus den folgenden Vorschlägen diejenigen aus, die sich am besten für die Kinder in Ihrer Klasse eignen. Sie können sie im Unterricht selbst oder als Wiederholung oder Zusammenfassung verwenden. Weitere Anregungen dazu siehe „Der Unterricht“ in „Für den/die Lehrer(in)“.

  1. 1.

    Zeichnen Sie für jedes Kind eine Fußspur auf Papier. Schreiben Sie auf jede Fußspur Ich will Jesus Christus nachfolgen. Lassen Sie die Kinder die Fußspur anmalen oder verzieren.

  2. 2.

    Wenn es im Gemeindehaus ein Taufbecken gibt, dann bereiten Sie alles Notwendige vor, um mit den Kindern das Taufbecken zu besichtigen.

  3. 3.

    Singen Sie die ersten beiden Verse von „Der Tauftag“ (Mehr Lieder für Kinder, S. 10), oder tragen Sie den Text vor. Der Text steht hinten im Leitfaden.

  4. 4.

    Singen Sie das Lied „Taufe“ (Sing mit mir, B–4), oder tragen Sie den Text von „Als Jesus Christus getauft wurde“ vor. Der Text von „Taufe“ steht hinten im Leitfaden.

    „Als Jesus Christus getauft wurde“

    Als Jesus Christus sich einst
    im Jordan taufen ließ,
    da taten drei Personen
    der Gottheit sich uns kund:
    Als Jesus aus dem Wasser stieg,
    kam der Heil’ge Geist herab
    und sein Vater sprach:
    Das ist mein geliebter Sohn.
    Und wenn ich jetzt getauft werd’,
    dann folg’ ich seinem Beispiel:
    Durch Untertauchen werd’ ich
    vom Priestertum getauft.
    Dann werd’ ich Mitglied sein
    in dem Reiche meines Vaters
    und kann mich führen lassen
    vom Heiligen Geist.
    („When Jesus Christ Was Baptized“, Children’s Songbook, S. 102.)
  5. 5.

    Hängen Sie Bild 2-20, „Ein Junge wird getauft“, neben Bild 2-19, „Johannes der Täufer tauft Jesus Christus“. Wiederholen Sie mit den Kindern, was sie über die Taufe wissen. Machen Sie ihnen bewußt, daß die Taufe ein besonderes Ereignis ist, auf das wir uns freuen können. Es ist mit das Wichtigste, was sie jemals tun werden. Besprechen Sie folgendes:

    1. a)

      Wenn wir getauft werden, dann werden wir Mitglied der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage. (Wenn jüngere Kinder sich Gedanken machen, weil sie noch kein Mitglied der Kirche sind, dann versichern Sie ihnen, daß man Kinder unter acht Jahren auch als Mitglied betrachten kann. Wenn sie jedoch acht Jahre alt sind, dann müssen sie getauft werden, um offiziell Mitglied der Kirche zu werden.)

    2. b)

      Wir müssen mindestens acht Jahre alt sein, um getauft werden zu können.

    3. c)

      Der Bischof oder Zweigpräsident spricht mit uns über unsere Taufe.

    4. d)

      Wir tragen weiße Kleidung, wenn wir getauft werden (zeigen Sie auf Bild 2-20).

    5. e)

      Wir werden durch Untertauchen getauft, das heißt völlig vom Wasser bedeckt. (Achten Sie darauf, daß die Kinder begreifen, daß sie nur ein, zwei Sekunden unter Wasser sind, daß das Wasser nicht sehr tief ist und der Täufer sie sicher hält.)

    6. f)

      Derjenige, der uns tauft, muß ein Priester sein oder das Melchisedekische Priestertum tragen.

    7. g)

      Wir werden so getauft, wie Jesus Christus getauft wurde. Er hat uns ein Beispiel gegeben.

  6. 6.

    Laden Sie, nachdem Sie die Genehmigung der PV-Leiterin eingeholt haben, einen Priestertumsträger ein, der den Kindern erzählt, was geschieht, wenn sie getauft werden. Er soll erklären, wie das Kind und der Täufer dastehen und was sie jeweils mit den Armen machen. Er soll auch erklären, daß der Täufer das Kind vorsichtig untertauchen und dann schnell wieder aus dem Wasser hervorbringen wird. Machen Sie den Kindern bewußt, daß sie auf diese Weise so getauft werden, wie Jesus getauft wurde.

    Wenn der Bischof oder Zweigpräsident es genehmigt hat, kann der Priestertumsträger auch im Klassenzimmer demonstrieren, wie eine Taufe vollzogen wird. (Dabei soll der Priestertumsträger auf keinen Fall das Taufgebet sprechen, während er die Taufe demonstriert.)

  7. 7.

    Erklären Sie, daß das Taufgebet eines der wenigen Gebete ist, die jedesmal genau gleich gesprochen werden müssen. Jesus Christus hat die Worte dieses Gebets in der heiligen Schrift offenbart. Lesen Sie das Taufgebet in LuB 20:73 vor (ab Beauftragt von Jesus Christus).