Jesus Christus hat die Macht zu heilen

Primarvereinigung Leitfaden 2: Wähl das Rechte A, 1996


Zweck

Jedes Kind soll verstehen, daß Jesus Christus die Macht hat zu heilen und daß ein Priestertumssegen dazu beitragen kann, daß jemand, der krank ist, wieder gesund wird.

Vorzubereiten

  1. 1.

    Lesen Sie gebeterfüllt Matthäus 9:18,19,23–26, Markus 5:22-24,35–43, Lukas 8:41, 42, 49–56, Jakobus 5:14,15 und LuB 42:48.

  2. 2.

    Kopieren Sie die Zeichnungen am Ende der Lektion, und schneiden Sie sie auseinander. Diese Zeichnungen werden im Abschnitt „Was bin ich?“ verwendet.

  3. 3.

    Sie brauchen:

    1. a)

      die Bibel und ’Lehre und Bündnisse’

    2. b)

      einen Erste-Hilfe-Kasten oder einen Beutel, der einige Dinge enthält, die helfen, jemand zu heilen, der krank ist oder sich verletzt hat, wie etwa Salbe, ein Verband oder Hustensaft

    3. c)

      eine kleine Flasche mit geweihtem Öl

    4. d)

      Bild 2-25, „Jesus und die Tochter des Jaïrus“ (Bilder zum Evangelium 215; 62231); Bild 2-26, „Jesus heilt die Kranken“; Bild 2-27, „Der Krankensegen“ (62342)

  4. 4.

    Bereiten Sie weitere Aktivitäten aus dem Abschnitt „Zur Vertiefung“ vor, die Sie verwenden wollen.

Vorschlag für den Unterrichtsablauf

Bitten Sie ein Kind um das Anfangsgebet.

Falls Sie den Kindern letzten Sonntag einen Auftrag gegeben haben, so fragen Sie jetzt nach.

Manchmal werden wir krank

Aufmerksamkeit wecken

Zeigen Sie den Kindern den Erste-Hilfe-Kasten oder den Beutel. Erklären Sie, daß darin einige Dinge sind, die uns helfen, gesund zu werden, wenn wir krank sind oder uns verletzt haben. Geben Sie den Kindern zu jedem Gegenstand einen Hinweis, damit sie raten können, um was es sich handelt. (Beispielsweise: „Es wird verwendet, damit keine Keime und kein Schmutz in eine Wunde gelangen können.“)

Wenn die Kinder richtig geraten haben, dann zeigen Sie ihnen den betreffenden Gegenstand. Erklären Sie ganz kurz, wie er verwendet wird, um zur Heilung beizutragen. Sagen Sie den Kindern, daß sie diese Sachen ohne die Hilfe ihrer Eltern nie benutzen dürfen.

Lehrer(in)

Erklären Sie, daß fast jeder einmal krank wird oder sich verletzt. Manchmal ist es nur eine leichte Krankheit oder Verletzung, bei der uns unsere Eltern helfen können, doch wenn es etwas Ernsteres ist, müssen unsere Eltern uns zum Arzt bringen.

Erklären Sie, daß uns auch noch auf andere Weise geholfen werden kann, wenn wir krank sind. Als Jesus Christus auf der Erde lebte, segnete er viele Menschen und machte sie gesund. Er wendete die Vollmacht des Priestertums an, um sie zu heilen.

Jesus Christus heilte die Kranken

Geschichte aus der Schrift

Zeigen Sie Bild 2-25, „Jesus und die Tochter des Jaïrus“. Erzählen Sie, wie in Lukas 8:41,42,49–56 beschrieben, wie Jesus die Tochter des Jaïrus wieder auferweckt hat (siehe auch Matthäus 9:18,19,23–26 und Markus 5:22–24,35–43).

Erklären Sie, daß Jaïrus großen Glauben hatte. Er glaubte daran, daß seine kranke Tochter gesund würde, wenn Jesus kam und sie segnete. Als Jesus auf dem Weg zum Haus des Jaïrus war, drängten sich viele Menschen um ihn, die ihn um Hilfe baten. Während Jesus einer anderen kranken Frau half, brachte ein Mann eine Botschaft für Jaïrus.

Lesen Sie Lukas 8:49,50 vor.

• Was teilte der Bote dem Jaïrus mit? (Siehe Lukas 8:49.)

• Was sagte Jesus zu Jaïrus? (Siehe Lukas 8:50.)

Erzählen Sie weiter: Als Jesus beim Haus des Jaïrus ankam, sagte er den Leuten, sie brauchten nicht zu weinen, denn das Mädchen sei nicht tot. Da lachten sie Jesus aus und machten sich über ihn lustig, weil sie dachten, das Mädchen sei tot (siehe Lukas 8:52,53).

Jesus schickte alle Leute fort außer seinen Jüngern Petrus, Jakobus und Johannes sowie Jaïrus und seiner Frau. Dann nahm Jesus das Mädchen bei der Hand und gebot ihm, aufzustehen. Das Mädchen stand vom Bett auf und war wieder völlig gesund.

• Warum hat Jesus wohl außer Petrus, Jakobus und Johannes und den Eltern des Mädchens alle aus dem Haus geschickt? (Vielleicht weil die anderen Leute über ihn lachten und nicht daran glaubten, daß er das Mädchen heilen konnte. Sie hatten keinen Glauben.)

• Warum konnte Jesus die Tochter des Jaïrus heilen? (Er trug das Priestertum; die Eltern des Mädchens hatten Glauben.)

Lehrer(in)

Zeigen Sie Bild 2-26, „Jesus heilt die Kranken“. Bitten Sie die Kinder, sich vorzustellen, was für ein Gefühl es wohl wäre, wenn sie krank wären und Jesus zu ihnen kommen würde, um sie zu segnen. Betonen Sie, daß Jesus jedes von ihnen genauso liebt wie die Kinder, die während seines Erdenlebens auf der Erde gelebt haben. Heute ist er zwar nicht bei uns auf der Erde, aber er hat rechtschaffenen Männern das Priestertum gegeben – die Vollmacht, für ihn zu handeln. Sie können uns einen Segen geben, um uns zu heilen, so wie Jesus es tun würde, wenn er hier wäre.

Männer, die das Priestertum tragen, können uns einen Krankensegen geben

Besprechen

Zeigen Sie Bild 2-27, „Der Krankensegen“.

• Was geschieht auf diesem Bild?

Erklären Sie: Wenn Männer, die das Melchisedekische Priestertum tragen, jemandem, der krank ist, einen Segen geben, dann sprechen wir von einem Krankensegen. Lassen Sie die Kinder das Wort Krankensegen ein paarmal wiederholen.

Zeigen Sie den Kindern die kleine Flasche mit dem geweihten Öl. Erklären Sie, daß dieses Öl von Männern, die das Priestertum tragen, auf besondere Weise gesegnet worden ist. Wenn jemand krank ist und Hilfe braucht, um gesund zu werden, dann verwenden zwei Männer, die das Melchisedekische Priestertum tragen, das Öl und geben dem Kranken einen Segen (siehe Jakobus 5:14,15).

• Hat jemand von euch schon einmal einen Krankensegen erhalten?

Lassen Sie die Kinder davon erzählen, wie sie schon einmal einen Priestertumssegen erhalten haben (oder jemand aus ihrer Familie). Vielleicht möchten Sie den Kindern davon erzählen, wie Priestertumsträger Ihnen oder jemand aus Ihrer Familie einen Krankensegen gegeben haben.

Geschichte

Erzählen Sie eine Geschichte von jemand, der durch einen Priestertumssegen geheilt wurde. Eine wahre Geschichte von Ihnen oder jemand, den die Kinder kennen, beispielsweise jemand aus der Gemeinde, wäre sicher am wirkungsvollsten.

Wenn Sie jedoch von keiner solchen Begebenheit wissen, dann können Sie auch die folgende Geschichte erzählen:

Als Jessica von der Schule nach Hause kam, kam ihr Vater ihr schon an der Tür entgegen und sagte ihr, daß sie ein Brüderchen bekommen hatte. Es war am Morgen auf die Welt gekommen. Das Baby war zu früh geboren und war sehr klein und schwach. Der Arzt sagte, es könne sein, daß es nicht überlebte.

Jessica konnte sehen, daß sich ihr Vater große Sorgen machte. Sie war traurig, denn sie wollte, daß das Baby lebte.

Jessicas Vater rief einen ihrer Heimlehrer an und bat ihn zu kommen, damit sie dem Baby einen Krankensegen geben konnten. Als der Heimlehrer ankam, fuhren sie gemeinsam ins Krankenhaus, wo Jessicas Mutter und das Baby waren. Jessicas Vater und der Heimlehrer legten dem winzigen Baby ganz sachte die Hände auf, und Jessicas Vater gab ihm einen Segen, worin er sagte, daß es leben würde, um seine Mission auf Erden zu erfüllen. Jessica hatte ein friedliches Gefühl und war getröstet. Sie wußte, daß ihr kleiner Bruder durch die Vollmacht des Priestertums gesegnet worden war und deshalb wachsen und stark werden konnte. (Nach: „Moments to Remember“, Children’s Friend, Feb. 1962, S. 41.)

Lehrer(in)

Erklären Sie, daß der himmlische Vater und Jesus jeden Menschen lieben, der geheilt werden möchte, doch manchmal werden Menschen nicht geheilt, obwohl sie einen Krankensegen erhalten. Manche werden nicht geheilt, weil der himmlische Vater weiß, daß sie stärkere Menschen werden, wenn sie lernen, mit ihrer Krankheit oder Behinderung zu leben. Andere werden nicht geheilt, weil für die Zeit gekommen ist zu sterben und zum himmlischen Vater zurückzukehren (siehe LuB 42:48). Wir müssen daran glauben, daß der himmlische Vater auf jedes Gebet die beste Antwort kennt.

Zeichnungen zuordnen

Lassen Sie mehrere Kinder nach vorne kommen und die Zeichnungen für das „Wasbin-ich?“-Spiel hochhalten. Die Kinder sollen sagen, was die Zeichnungen darstellen.

Erklären Sie, daß Sie nun einige Beschreibungen von verschiedenen Dingen oder Personen vorlesen werden, die mit dem Krankensegen zu tun haben. Lassen Sie die Kinder entscheiden, welche Zeichnung zu welcher Beschreibung paßt.

  1. 1.

    Ich werde verwendet, wenn ein Kranker einen Krankensegen erhält. Der Priestertumsträger gibt einige wenige Tropfen von mir auf den Kopf des Kranken. Was bin ich? (Geweihtes Öl.)

  2. 2.

    Ich habe den Menschen gezeigt, wie sie leben sollen. Der Glaube an mich kann Menschen helfen, Krankheit zu überwinden. Wer bin ich? (Jesus Christus.)

  3. 3.

    Ich brauche einen besonderen Segen. Ich habe Fieber. Ich habe meinen Vater gebeten, mir einen Segen zu geben, damit ich mich besser fühle. Wer bin ich? (Ein krankes Kind.)

  4. 4.

    Ich habe eine besondere Vollmacht übertragen bekommen, die Priestertum genannt wird. Ich kann diese Vollmacht anwenden, um anderen einen Segen zu geben. Wer bin ich? (Ein Mann, der das Melchisedekische Priestertum trägt.)

  5. 5.

    Wenn jemand, der krank ist, um einen Segen bittet, dann werden Männer, die das Melchisedekische Priestertum tragen, gerufen. Meist wird der Segen von einer bestimmten Anzahl von Männern gegeben. Ich bin diese Zahl. Was bin ich? (Die Zahl 2.)

  6. 6.

    Wenn Männer, die das Priestertum tragen, Kranke segnen, dann legen sie uns auf den Kopf des Kranken. Wer sind wir? (Hände.)

Zusammenfassung

Wiederholung

Zeigen Sie noch einmal den Erste-Hilfe-Kasten oder den Beutel mit den entsprechenden Gegenständen.

• Wofür gebrauchen wir diese Dinge?

• Was kann uns sonst noch helfen, gesund zu werden, wenn wir krank sind oder uns verletzt haben?

Zeugnis

Geben Sie Zeugnis von der Erhabenheit Jesu Christi und von seiner Macht zu heilen. Sagen Sie den Kindern, wie dankbar Sie sind, daß Jesus rechtschaffenen Männern das Melchisedekische Priestertum gegeben hat, so daß sie uns segnen können, wenn wir krank sind.

Bitten Sie die Kinder zu überlegen, wie sie ihrer Familie von dem erzählen können, was sie gelernt haben. Ermutigen Sie die Kinder, ihrer Familie zu erzählen, wie der Erretter die Tochter des Jaïrus geheilt hat.

Bitten Sie ein Kind um das Schlußgebet.

Zur Vertiefung

Wählen Sie aus den folgenden Vorschlägen diejenigen aus, die sich am besten für die Kinder in Ihrer Klasse eignen. Sie können sie im Unterricht selbst oder als Wiederholung oder Zusammenfassung verwenden. Weitere Anregungen dazu siehe „Der Unterricht“ in „Für den/die Lehrer(in)“.

  1. 1.

    Schreiben Sie an die Tafel: Wir glauben an die Gabe der Heilung. Erklären Sie, daß Joseph Smith uns diese Wahrheit als Teil des siebten Glaubensartikels gegeben hat. Lassen Sie die Kinder aufstehen und den Satz aufsagen. Helfen Sie ihnen, den Satz auswendig zu lernen, indem Sie immer wieder ein, zwei Wörter wegwischen. Lassen Sie die Kinder den Satz so lange wiederholen, bis er ganz weggewischt ist und die Kinder ihn auswendig können.

  2. 2.

    Singen Sie den ersten Vers von „Glaube“ (Mehr Lieder für Kinder, S. 2), wobei Sie die unten angegebenen Bewegungen machen. Erinnern Sie die Kinder daran, daß der Glaube für die Heilung sehr wichtig ist.

    Glauben heißt, daß ich weiß (mit dem Finger auf sich zeigen),
    daß morgen früh die Sonn’ aufgeht (mit den Händen die aufgehende Sonne beschreiben).
    Glauben heißt, daß ich weiß (mit dem Finger auf sich zeigen),
    der Herr hört immer mein Gebet (die Arme wie im Gebet verschränken).
    Glauben gleicht dem Samenkorn (die linke Hand nach oben drehen, wie zum Schöpfen geformt, und mit der rechten Hand so tun, als ob man ein Samenkorn in die linke Hand pflanze),
    gesät, so wächst es schnell (mit der rechten Hand beschreiben, wie die Pflanze in der linken Hand wächst).
    Glauben macht froh, und wenn recht ich tu’ (den rechten Zeigefinger nach oben strecken),
    dann wird es in mir hell (Hand aufs Herz).
  3. 3.

    Erzählen Sie aus 3 Nephi 17:5–9, wie Jesus Christus die Nephiten heilte. Verwenden Sie, wenn möglich, Bild 317 der Bilder zum Evangelium (oder 62541 in der Gemeindebibliothek) zur Veranschaulichung der Geschichte. Lassen Sie die Kinder einige der Körperteile, die Jesus heilte, wie die Augen, die Ohren oder die Beine, an sich selbst berühren.

    Sprechen Sie mit den Kindern darüber, wie wunderbar den Nephiten zumute gewesen sein mußte, als Jesus sie heilte. Lesen Sie den letzten Teil von Vers 8 (ab denn ich sehe). Erinnern Sie die Kinder daran, daß es wichtig ist, Glauben an Jesus Christus zu haben.

  4. 4.

    Fertigen Sie für jedes Kind eine Kopie der Zeichnungen am Ende der Lektion. Geben Sie den Kindern Buntstifte, damit sie die Bilder anmalen können. Ermutigen Sie sie, mit Hilfe der Bilder ihrer Familie zu erzählen, wie kranke Menschen durch das Priestertum einen Segen erhalten können.