Selig, die Frieden stiften

Primarvereinigung Leitfaden 2: Wähl das Rechte A, 1996


Zweck

Jedes Kind ermutigen, in der Familie ein Friedensstifter zu sein.

Vorzubereiten

  1. 1.

    Lesen Sie gebeterfüllt Matthäus 5:1–12 (oder 3 Nephi 12:1-12) und 7:1–5,12 (oder 3 Nephi 14:1–5,12).

  2. 2.

    Fertigen Sie eine größere Kopie der folgenden Abbildung für jedes Kind und für sich selbst an (bewahren Sie Ihre Kopie für die Lektion 26 auf).

  3. 3.

    Besorgen Sie, wenn möglich, mehrere Bilder von Familien, die etwas Schönes miteinander unternehmen.

  4. 4.

    Schreiben Sie für jedes Kind oben auf ein Blatt Papier: Selig, die Frieden stiften.

  5. 5.

    Bereiten Sie sich vor, das Lied „Lächeln“ (Sing mit mir, D-5) zu singen oder den Text vorzutragen. Der Text steht hinten im Leitfaden.

  6. 6.

    Sie brauchen:

    1. a)

      die Bibel oder das Buch Mormon

    2. b)

      Bunt- oder Wachsstifte

    3. c)

      das WdR-Poster (siehe Lektion 1)

    4. d)

      Bild 2-37, „Die Bergpredigt“ (Bilder zum Evangelium 212; 62166); Bild 2-42, „Fröhliche Familie“

  7. 7.

    Bereiten Sie weitere Aktivitäten aus dem Abschnitt „Zur Vertiefung“ vor, die Sie verwenden wollen.

Vorschlag für den Unterrichtsablauf

Bitten Sie ein Kind um das Anfangsgebet.

Falls Sie den Kindern letzten Sonntag einen Auftrag gegeben haben, so fragen Sie jetzt nach.

Wir können zu Hause glücklich oder traurig sein

Aufmerksamkeit wecken

Geben Sie jedem Kind ein Gesicht aus Papier. Singen Sie mit den Kindern das Lied „Lächeln“, oder sagen Sie gemeinsam den Text auf, während die Kinder das Gesicht drehen, so daß es lächelt oder die Stirn runzelt.

Besprechen

Zeigen Sie Bild 2-42, „Fröhliche Familie“ und alle anderen Bilder, die Sie besorgen konnten, die zeigen, wie eine Familie etwas Schönes miteinander unternimmt. Bitten Sie die Kinder, mit dem Papiergesicht zu zeigen, wie sich die Leute auf den Bildern ihrer Meinung nach fühlen.

• Warum meint ihr, daß diese Leute glücklich sind?

Bitten Sie die Kinder, mit dem Papiergesicht zu zeigen, wie sich Familienmitglieder fühlen, wenn sie streiten.

• Warum macht es uns traurig, wenn wir streiten?

Beteiligung der Kinder

Die Kinder sollen mit dem Papiergesicht das traurige Gesicht zeigen. Lassen Sie jedes Kind etwas nennen, was eine Familie traurig macht. Dann dürfen die Kinder mit dem Papiergesicht das fröhliche Gesicht zeigen und etwas nennen, was ihre Familie glücklich macht.

• Gefällt es euch besser, wenn eure Familie glücklich ist oder wenn eure Familie traurig ist?

Sammeln Sie die Gesichter ein, damit die Kinder nicht abgelenkt werden. Teilen Sie sie nach dem Unterricht aus, damit die Kinder sie mit nach Hause nehmen können.

Jesus Christus hat uns aufgefordert, Friedensstifter zu sein

Besprechen

Zeigen Sie Bild 2-37, „Die Bergpredigt“. Lassen Sie die Kinder erzählen, was sie über das Bild wissen. Erklären Sie, daß Jesus Christus auf einen Berg gestiegen ist und die Menschen viel Wichtiges gelehrt hat, unter anderem auch wie wir unsere Familie glücklich machen können.

Lesen Sie Matthäus 5:9 (oder 3 Nephi 12:9) vor. Erklären Sie, daß Jesus die Menschen aufgefordert hat, Friedensstifter zu sein. Lassen Sie die Kinder das Wort Friedensstifter ein paarmal wiederholen.

• Was ist ein Friedensstifter?

Erklären Sie, daß ein Friedensstifter jemand ist, der anderen hilft, glücklich zu sein, anstatt sie zu ärgern. Frieden bedeutet Ruhe und Glücklichsein; ein Friedensstifter trägt also dazu bei, daß sein Zuhause ein friedlicher und fröhlicher Ort ist.

Erklären Sie, daß der himmlische Vater und Jesus Christus Friedensstifter sind. Auch jeder von uns kann ein Friedensstifter sein. Jesus hat uns gesagt wie.

Lesen Sie Matthäus 7:12 (oder 3 Nephi 14:12) vor. Helfen Sie den Kindern zu verstehen, daß sie andere so behandeln sollen, wie sie selbst behandelt werden möchten. Dann sind sie Friedensstifter und tragen dazu bei, daß in ihrer Familie eine fröhliche Atmosphäre herrscht.

Rollenspiel

Beschreiben Sie verschiedene Situationen, und helfen Sie den Kindern, zu überlegen und dann darzustellen, wie sich ein Friedensstifter in der jeweiligen Situation verhalten würde. Helfen Sie den Kindern, Möglichkeiten zu überlegen, die alle Beteiligten zufriedenstellen. Sie können die folgenden Beispiele verwenden oder sich selbst Beispiele überlegen:

  1. 1.

    Ihr lest gerade ein Buch. Da kommt eure Schwester und reißt euch das Buch aus der Hand, weil sie es lesen will.

    • Wie würdet ihr in dieser Situation gern behandelt werden?

    • Was sagt oder tut ihr, wenn ihr ein Friedensstifter seid?

  2. 2.

    Ihr geht in die Küche, um einen eurer Lieblingskekse zu naschen. Euer Bruder rennt zur Keksdose, nimmt den letzten Keks und ißt ihn auf. Ihr seid wütend.

    • Wie würdet ihr in dieser Situation gern behandelt werden?

    • Was sagt oder tut ihr, wenn ihr ein Friedensstifter seid?

  3. 3.

    Ihr malt zusammen mit einer Freundin Bilder. Sie macht sich über euch lustig, weil ihr einen Baum lila gemalt habt. Eure Gefühle sind verletzt und am liebsten würdet ihr etwas Gemeines zu ihr sagen.

    • Wie würdet ihr in dieser Situation gern behandelt werden?

    • Was sagt oder tut ihr, wenn ihr ein Friedensstifter seid?

Schriftstelle

Lesen Sie noch einmal Matthäus 7:12 (oder 3 Nephi 14:12) vor, oder geben Sie den Vers mit Ihren eigenen Worten wieder.

WdR-Poster

Zeigen Sie das WdR-Poster. Sagen Sie den Kindern, daß sie Jesus Christus nachfolgen und das Rechte wählen, wenn sie andere so behandeln, wie sie selbst behandelt werden wollen. Sagen Sie gemeinsam mit den Kindern die Worte auf dem WdR- Poster auf.

Wir alle können Friedensstifter sein

Geschichte

Erzählen Sie die folgende Geschichte über einige Friedensstifter mit Ihren eigenen Worten:

Ein Bischof bat einige junge Leute, ihm zu helfen. Einen Monat lang sollten sie in ihrer Familie Friedensstifter sein, ohne jemand etwas darüber zu sagen. Er bat sie, freundlich und rücksichtsvoll und ein gutes Vorbild zu sein. Sie sollten mithelfen, Streit zu schlichten, und Möglichkeiten finden, wie sie anderen in der Familie ihre Liebe zeigen konnten. Nach einem Monat sollten die jungen Leute wieder zum Bischof kommen und erzählen, was geschehen war.

Nach einem Monat kamen alle wieder zusammen und erzählten, was sie getan hatten. Alle jungen Leute sagten, daß ihr Zuhause aufgrund ihrer Bemühungen, Friedensstifter zu sein, ein viel fröhlicherer Ort geworden war. (Siehe Franklin D. Richards, Ensign, Nov. 1974, S. 106.)

Besprechen

• Worum bat der Bischof die jungen Leute?

• Was geschah, als sie es taten?

• Wie könnt ihr in eurer Familie Friedensstifter sein?

Malen

Geben Sie jedem Kind ein Blatt Papier, auf das Sie geschrieben haben: Selig, die Frieden stiften. Lesen Sie die Worte auf dem Papier vor und lassen Sie die Kinder den Satz wiederholen. Geben Sie den Kindern Bunt- oder Wachsstifte, und lassen Sie sie ein Bild von ihrer Familie malen, die gerade fröhlich ist.

Ermutigen Sie die Kinder, das Bild zu Hause aufzuhängen, damit sie daran erinnert werden, Friedensstifter zu sein.

Zusammenfassung

Lied

Verteilen Sie die Papiergesichter, und singen Sie dazu noch einmal das Lied „Lächeln“, oder tragen Sie den Text vor. Erinnern Sie die Kinder daran, daß sie ein mißmutiges Gesicht in ein lächelndes Gesicht verwandeln können, wenn sie Friedensstifter sind.

Zeugnis

Bezeugen Sie, daß der himmlische Vater und Jesus Christus möchten, daß wir Friedensstifter sind. Erinnern Sie die Kinder daran, daß sie und ihre Familie glücklicher sind, wenn sie sich bemühen, zu Hause Friedensstifter zu sein.

Ermutigen Sie jedes Kind, sich während der kommenden Woche zu bemühen, in seiner Familie ein Friedensstifter zu sein. Bitten Sie die Kinder, darauf vorbereitet zu sein, im nächsten Unterricht von ihren Erlebnissen zu berichten.

Bitten Sie ein Kind um das Schlußgebet. Schlagen Sie vor, daß das Kind den himmlischen Vater darum bittet, daß er ihnen hilft, in ihrer Familie Friedensstifter zu sein.

Zur Vertiefung

Wählen Sie aus den folgenden Vorschlägen diejenigen aus, die sich am besten für die Kinder in Ihrer Klasse eignen. Sie können sie im Unterricht selbst oder als Wiederholung oder Zusammenfassung verwenden. Weitere Anregungen dazu siehe „Der Unterricht“ in „Für den/die Lehrer(in)“.

  1. 1.

    Zeigen Sie Bild 2-3, „Jesus der Christus“ oder ein anderes Bild von Jesus. Bitten Sie die Kinder, sich vorzustellen, daß Jesus Christus sie zu Hause besucht. Sie sollen sich vorstellen, wie sehr sie sich über seinen Besuch freuen würden.

    • Wie bereitet ihr euch darauf vor?

    • Wie verhaltet ihr euch, wenn Jesus kommt?

    Lassen Sie die Kinder darstellen, was sie tun würden, wenn Jesus sie besuchen würde. Erklären Sie: Wenn Jesus bei ihnen zu Hause wäre, würden sie sich sicher sehr anstrengen, ein Friedensstifter zu sein. Sie würden teilen, freundlich zueinander sein und nicht streiten. Dann könnten sie das gute Gefühl genießen, das Jesus in ihr Zuhause bringen würde.

    Sagen Sie den Kindern: Eine Möglichkeit, festzustellen, wie man ein Friedensstifter sein kann, ist die, daß man sich überlegt, wie man sich verhalten würde, wenn Jesus selbst da wäre.

  2. 2.

    Singen Sie das Lied „Eine glückliche Familie“ (Sing mit mir, D-1), oder tragen Sie den Text vor. Der Text steht hinten im Leitfaden.

    Erinnern Sie die Kinder daran, daß sie dazu beitragen, daß ihre Familie glücklich ist, wenn sie Friedensstifter sind.

  3. 3.

    Singen Sie das Lied „Wenn du fröhlich bist, dann klatsch mal in die Hand“ („If you’re happy and you know it, clap your hands“), wobei Sie dann klatsch mal in die Hand durch andere „Taten“ ersetzen, die die Kinder vorschlagen.

    Wenn du fröhlich bist, dann klatsch mal in die Hand,
    wenn du fröhlich bist, dann klatsch mal in die Hand,
    wenn du fröhlich bist, dann zeig es,
    daß es alle Leute sehen,
    wenn du fröhlich bist, dann klatsch mal in die Hand.
  4. 4.

    Um den Kindern zu zeigen, daß sie ihre Reaktion auf das Verhalten anderer selbst bestimmen können, lassen Sie zwei Kinder sich gegenüberstehen. Ein Kind soll sich bemühen, ein ernstes Gesicht zu machen, während das andere Kind versucht, es zum Lächeln oder Lachen oder zu irgendeinem anderen Gesichtsausdruck zu bringen. Lassen Sie alle Kinder an die Reihe kommen, die gern mitmachen wollen.

    Erklären Sie den Kindern, daß sie sich bemühen sollen, ihre eigene Reaktion zu kontrollieren, wenn jemand anders etwas tut, was den Frieden in der Familie stört. Wenn z. B. ein Bruder oder eine Schwester sie anschreit, dann wollen sie vielleicht gleich zurückschreien; wenn sie sich aber bemühen, Friedensstifter zu sein, dann finden sie eine bessere Lösung, wie sie reagieren können.