Ich kann meine Dankbarkeit zeigen

Primarvereinigung Leitfaden 2: Wähl das Rechte A, 1996


Zweck

Jedes Kind ermutigen, dem himmlischen Vater dankbar zu sein und diese Dankbarkeit auch zum Ausdruck zu bringen.

Vorzubereiten

  1. 1.

    Lesen Sie gebeterfüllt Lukas 17:11–19 und 1 Thessalonicher 5:18.

  2. 2.

    Bereiten Sie sich vor, das Lied „Kinder auf der ganzen Welt“ (Mehr Lieder für Kinder, S. 23) zu singen oder den Text vorzutragen.

  3. 3.

    Sie brauchen:

    1. a)

      die Bibel

    2. b)

      eine kleine Tasse, einen großen Löffel, einen Behälter mit Wasser und eine Platte oder einen flachen Teller, der groß genug ist, daß man die Tasse und den Wasserbehälter daraufstellen kann

    3. c)

      Papier und Buntstifte für jedes Kind

    4. d)

      Bild 2-45, „Die zehn Aussätzigen“ (Bilder zum Evangelium 221; 62150)

  4. 4.

    Bereiten Sie weitere Aktivitäten aus dem Abschnitt „Zur Vertiefung“ vor, die Sie verwenden wollen.

Vorschlag für den Unterrichtsablauf

Bitten Sie ein Kind um das Anfangsgebet.

Falls Sie den Kindern letzten Sonntag einen Auftrag gegeben haben, so fragen Sie jetzt nach.

Wir haben viele Segnungen erhalten

Aufmerksamkeit wecken

Zeigen Sie die leere Tasse, den Löffel und den Behälter mit Wasser. Bitten Sie die Kinder, an die vielen Segnungen zu denken, die der himmlische Vater ihnen gegeben hat. Erklären Sie den Kindern, daß sie jedesmal, wenn sie eine Segnung nennen, einen Löffel voll Wasser aus dem Behälter holen und in die Tasse schütten dürfen.

Stellen Sie die Tasse und den Wasserbehälter auf die Platte oder den Teller, da es sein kann, daß etwas Wasser verschüttet wird, und stellen Sie die Platte oder den Teller auf den Tisch oder Boden. Vielleicht möchten Sie die folgenden Fragen stellen, um den Kindern beim Nachdenken zu helfen:

• Was hat der himmlische Vater für uns geschaffen?

• Mit welchen besonderen Menschen hat der himmlische Vater uns gesegnet?

• Was kann unser wunderbarer Körper alles tun?

Lassen Sie die Kinder abwechselnd eine Segnung nennen und einen Löffel voll Wasser in die Tasse schütten, bis die Tasse fast überläuft. Erklären Sie, daß der himmlische Vater uns liebt und uns viele Segnungen gegeben hat. Wenn wir an diese Segnungen denken, sind wir erfüllt von Dankbarkeit und Liebe für den himmlischen Vater. Der himmlische Vater hat uns so viele Segnungen gegeben, daß wir vor Liebe überfließen können, so wie die Tasse fast überfließt.

Wir sollen dankbar sein und es auch zeigen

Geschichte/Besprechen

Erzählen Sie die folgende Geschichte mit Ihren eigenen Worten:

Laura hatte bald Geburtstag. Ihre Großmutter wollte ihr etwas Besonderes schenken. Obwohl sie nur noch schlecht sah und es ihr schwerfiel, mit der Hand zu nähen, wollte sie Laura eine Puppe nähen. Sie verbrachte viele Stunden damit, eine Puppe mit geflochtenem Haar, einem aufgestickten Gesicht und einem wunderschönen Rüschenkleid fertigzustellen. An Lauras Geburtstag packte Lauras Großmutter die Puppe ein und brachte sie Laura.

Sagen Sie den Kindern, daß Sie ihnen zwei Möglichkeiten erzählen werden, wie die Geschichte ausgehen kann. Bitten Sie die Kinder, gut zuzuhören und zu entscheiden, welcher Schluß ihnen besser gefällt.

1. Schluß

Laura freute sich sehr über ihren Geburtstag und die Geschenke. Sie riß die Geschenke schnell auf. Als sie an Großmutters Geschenk kam, riß sie das Papier auf, schaute die Puppe kurz an und warf sie dann beiseite, um das nächste Geschenk aufzumachen.

• Meint ihr, daß die Puppe Laura gefallen hat?

• Wie hat sich wohl Lauras Großmutter gefühlt?

2. Schluß

Laura freute sich sehr über ihren Geburtstag und die Geschenke. Sie packte jedes Geschenk vorsichtig aus. Als sie das Geschenk ihrer Großmutter auspackte, empfand sie Dankbarkeit und Liebe. Sachte strich sie der Puppe über das geflochtene Haar, das gestickte Gesicht und das Rüschenkleid. Dann rannte sie zu ihrer Großmutter und umarmte sie ganz fest. „Vielen Dank, Oma“, flüsterte sie.

• Meint ihr, daß die Puppe Laura gefallen hat?

• Wie hat sich wohl Lauras Großmutter gefühlt?

• Bei welchem Schluß hat Laura ihrer Großmutter gezeigt, daß sie sie liebhat und dankbar ist für die vielen Stunden, die ihre Großmutter damit verbracht hat, die Puppe anzufertigen?

Besprechen

Schreiben Sie das Wort Dankbarkeit an die Tafel, und sagen Sie es mit den Kindern. Sagen Sie den Kindern: Wenn wir dankbar sind für etwas, was jemand für uns getan oder uns geschenkt hat, dann sollen wir unsere Dankbarkeit auch zeigen.

• Wie hat Laura im zweiten Schluß der Geschichte gezeigt, daß sie dankbar ist für die Puppe?

Erklären Sie, daß es uns glücklich macht, Dankbarkeit zu empfinden und zu zeigen. Und derjenige, dem wir danken, ist ebenfalls glücklich. Sprechen Sie über die Liebe und das Glück, das Laura und ihre Großmutter empfunden haben, weil Laura dankbar war und es auch gezeigt hat.

Geschichte aus der Schrift/Besprechen

Zeigen Sie Bild 2-45, „Die zehn Aussätzigen“. Erzählen Sie die Begebenheit aus Lukas 17:11–19.

Erklären Sie, daß die Aussätzigen eine Hautkrankheit hatten, die Lepra oder Aussatz genannt wird und die den ganzen Körper zerstört. Die Menschen hatten Angst vor den Aussätzigen, weil sie dachten, sie würden sich auch anstecken. Deshalb mußten die Aussätzigen ihrer Familie und ihren Freunden fern bleiben.

Weisen Sie darauf hin, daß die Aussätzigen, als sie das taten, was Jesus Christus ihnen gesagt hatte, geheilt waren. Sie konnten wieder bei ihrer Familie und ihren Freunden leben.

• Was würdet ihr empfinden, wenn Jesus Christus ein so großes Wunder für euch vollbracht hätte?

Lesen Sie Lukas 17:15–17 vor. Die Kinder sollen gut zuhören, damit sie herausfinden, wie die Aussätzigen ihre Dankbarkeit gezeigt haben.

• Wie viele Aussätzige wurden geheilt?

Die Kinder sollen zehn Finger hochstrecken.

• Wie viele Aussätzige kamen zurück, um Jesus zu danken?

Die Kinder sollen nun neun Finger nach unten biegen. Betonen Sie, daß von den zehn Aussätzigen nur ein einziger Mann Jesus für diese großartige Wunder gedankt hat.

• Warum meint ihr, daß nur ein Mann zurückgekehrt ist, um Jesus zu danken?

Wir können dem himmlischen Vater im Gebet danken

Schriftstelle/Besprechen

Lesen Sie 1 Thessalonicher 5:18 vor.

• Was steht in dieser Schriftstelle darüber, was wir tun sollen?

Erinnern Sie die Kinder daran, daß der himmlische Vater jedem von uns viele Segnungen gegeben hat. Er freut sich, wenn wir ihm für die Segnungen danken.

• Wie können wir dem himmlischen Vater für die vielen Segnungen danken, die er uns gegeben hat?

Lied

Singen Sie das Lied „Kinder auf der ganzen Welt“, oder tragen Sie den Text vor.

In aller Welt, wenn es abends spät,
knien Gottes Kinder im Gebet.
Jedes dankt in seinen Worten ihm
und sagt danke, danke auf seine Weis.
Gracias, malo, wir danken schön.
Der Vater kann alle die Sprachen verstehn.
Einer sagt tak, ein andrer merci,
okansha shimasu, we thank thee.
Der Vater im Himmel freut sich,
er höret jeden an.
Der Vater dort im Himmel,
der kennt sie, liebt sie, allesamt.

Besprechen

• Wann beten wir?

Sprechen Sie über die verschiedenen Anlässe, zu denen wir beten, und über das, wofür wir dem himmlischen Vater jeweils danken können. Wenn wir beispielsweise vor dem Essen beten, können wir dem himmlischen Vater danken, daß er uns zu essen gibt. Betonen Sie, wie wichtig es ist, in unseren Gebeten dem himmlischen Vater zu danken.

Wir können unsere Dankbarkeit durch unser Verhalten zeigen

Besprechen

Erklären Sie, daß wir unsere Dankbarkeit auch durch unser Verhalten zeigen können. Wenn wir die Gebote halten und das tun, was der himmlische Vater von uns erwartet, dann zeigen wir, daß wir den himmlischen Vater lieben und dankbar sind für alles, was er uns gegeben hat.

Beschreiben Sie verschiedenen Situationen, wie man durch sein Verhalten seine Dankbarkeit zeigen kann. Die Kinder sollen sagen, wie die betreffende Person ihre Dankbarkeit zeigen kann, indem sie dem himmlischen Vater gehorcht. Verwenden Sie die folgenden oder eigene Beispiele:

  1. 1.

    Marion ist das älteste Kind in der Familie. Sie hat zwei jüngere Brüder und zwei jüngere Schwestern. Sie ist dankbar für ihre Familie.

    • Wie kann Marion dem himmlischen Vater zeigen, daß sie dankbar ist für ihre Familie? (Indem sie mit ihren Eltern und Geschwistern liebevoll und freundlich umgeht.)

  2. 2.

    Jürgen macht für seinen Nachbarn Einkäufe, um ein bißchen Geld zu verdienen. Er ist dankbar, daß der himmlische Vater ihm geholfen hat, diese Arbeit zu finden.

    • Wie kann Jürgen dem himmlischen Vater seine Dankbarkeit zeigen? (Indem er von dem verdienten Geld den Zehnten zahlt.)

  3. 3.

    Kim spielt gerne Fußball. Sie ist dem himmlischen Vater dankbar, daß er ihr einen starken und gesunden Körper gegeben hat.

    • Was kann Kim tun, um dem himmlischen Vater zu zeigen, daß sie für ihren Körper dankbar ist? (Das Wort der Weisheit befolgen; sich gesund ernähren und ihren Körper gut pflegen.)

  4. 4.

    Die Missionare haben Benjamins Familie das Evangelium gelehrt. Benjamin ist den Missionaren sehr dankbar.

    • Was kann Benjamin tun, um dem himmlischen Vater seine Dankbarkeit zu zeigen? (Sich darauf vorbereiten, eine Mission zu erfüllen, wenn er älter ist.)

  5. 5.

    Anna freut sich jede Woche auf den Sonntag. Sie geht gern in die PV. Sie ist dankbar für die Kirche.

    • Was kann Anna tun, um dem himmlischen Vater zu zeigen, wie dankbar sie ist? (Alle Versammlungen besuchen; in der Kirche andächtig sein.)

Zusammenfassung

Malen

Geben Sie den Kindern Papier und Stifte. Lassen Sie sie ein Bild von etwas malen, wofür sie dankbar sind. Ermuntern Sie die Kinder, den anderen zu erzählen, was sie gemalt haben.

Zeugnis

Sagen Sie den Kindern, wie dankbar Sie sind, daß Sie ihr(e) Lehrer(in) sind. Erklären Sie, wie Sie dem himmlischen Vater für diese Segnung danken. Bezeugen Sie, daß der himmlische Vater uns viele Segnungen gegeben hat und sich freut, wenn wir dankbar sind und ihm für unsere Segnungen danken.

Regen Sie die Kinder an, daß sie in der kommenden Woche immer daran denken, dem himmlischen Vater im Gebet und durch ihr Verhalten für ihre Segnungen zu danken.

Fragen Sie die Kinder, während sie sich auf das Schlußgebet vorbereiten, wofür sie im Schlußgebet dem himmlischen Vater danken könnten. Bitten Sie dann ein Kind um das Schlußgebet.

Zur Vertiefung

Wählen Sie aus den folgenden Vorschlägen diejenigen aus, die sich am besten für die Kinder in Ihrer Klasse eignen. Sie können sie im Unterricht selbst oder als Wiederholung oder Zusammenfassung verwenden. Weitere Anregungen dazu siehe „Der Unterricht“ in „Für den/die Lehrer(in)“.

  1. 1.

    Fragen Sie die Kinder, was ihr Lieblingstier ist oder welches Obst oder Gemüse sie am liebsten essen. Betonen Sie, daß der himmlische Vater dies alles geplant und Jesus Christus dies alles für uns erschaffen hat. Wir dürfen nicht vergessen, unsere Dankbarkeit für das alles zu zeigen.

  2. 2.

    Zeigen Sie Bilder von Tieren. Sprechen Sie darüber, was die Tiere alles brauchen, wie Wasser, Nahrung, Pflege und Liebe. Erklären Sie: Wenn wir gut für Tiere oder Pflanzen sorgen, dann zeigen wir dem himmlischen Vater, daß wir dankbar dafür sind.

  3. 3.

    Singen Sie „Unsrem Vater danken wir“ (Sing mit mir, A-3), „Kann ein kleines Kind wie ich“ (Sing mit mir, B–86) oder „Ich dank’ dir, o Vater“ (Sing mit mir, A-8), oder tragen Sie den Text vor. Der Text von „Ich dank’ dir, o Vater“ steht hinten im Leitfaden.

    Sagen Sie den Kindern, daß wir dem himmlischen Vater auch mit einem Lied danken können. Erklären Sie, daß ein Lied, in dem wir den himmlischen Vater preisen, wie ein Gebet ist (siehe LuB 25:12).

    Unsrem Vater danken wir

    Unsrem Vater danken wir für die vielen Gaben,
    denn er gibt uns alles hier, alles, was wir haben.
    Augen, Ohren gab er mir, nichts hat er vergessen,
    was ich brauche, find ich hier, Kleidung und auch Essen.
    Vater, Mutter, Baby klein, die mit mir hier leben,
    Brüderchen und Schwesterlein hat er mir gegeben.
    Unsrem Vater danken wir für die vielen Gaben,
    denn er gibt uns alles hier, alles, was wir haben.

    Kann ein kleines Kind wie ich

    Kann ein kleines Kind wie ich
    danken Gott ganz inniglich?
    Ja, wenn freundlich ich und wahr,
    hilfreich, gut bin immerdar;
    niemals über andre klag’
    und von ganzem Herzen sag’:
    Vater, wir danken,
    Vater, wir danken,
    Vater im Himmel, wir danken dir!