Vergiß nicht, „Danke“ zu sagen

Primarvereinigung Leitfaden 2: Wähl das Rechte A, 1996


Zweck

Jedes Kind anregen, daß es immer daran denkt, anderen für ihre Freundlichkeit und Liebe zu danken.

Vorzubereiten

  1. 1.

    Lesen Sie gebeterfüllt Lukas 17:11–19 und LuB 78:19.

  2. 2.

    Bereiten Sie einen kurzen Dankesbrief wie folgt vor:

    thank you note
  3. 3.

    Sie brauchen:

    1. a)

      die Bibel und ’Lehre und Bündnisse’

    2. b)

      für jedes Kind ein Blatt Papier und Bunt- oder Wachsstifte

    3. c)

      Tafel, Kreide und Schwamm

    4. d)

      Bild 2-45, „Die zehn Aussätzigen“ (Bilder zum Evangelium 221; 62150)

  4. 4.

    Bereiten Sie weitere Aktivitäten aus dem Abschnitt „Zur Vertiefung“ vor, die Sie verwenden wollen.

Hinweis: Bemühen Sie sich während des Unterrichts, sich bei den Kindern zu bedanken, wenn es angebracht ist.

Vorschlag für den Unterrichtsablauf

Bitten Sie ein Kind um das Anfangsgebet.

Falls Sie den Kindern letzten Sonntag einen Auftrag gegeben haben, so fragen Sie jetzt nach.

Ein ganz besonderes Wort

Aufmerksamkeit wecken

Sagen Sie den Kindern, daß es ein ganz besonderes Wort gibt, das Sie ihnen mitteilen möchten. Jeder kann dieses besondere Wort benützen, aber es wird viel zu selten ausgesprochen. Flüstern Sie einem Kind „Danke“ zu, und lassen Sie das Kind einem anderen Kind ebenfalls „Danke“ zuflüstern. Fahren Sie fort, bis jedes Kind das Wort gehört hat. Das letzte Kind soll aufstehen und das Wort sagen.

• Wann sagen wir „Danke“?

Erklären Sie, daß es uns allen gefällt, wenn andere etwas Gutes für uns tun, daß wir aber manchmal vergessen, ihnen zu danken.

Geschichte aus der Schrift

Zeigen Sie Bild 2-45, „Die zehn Aussätzigen“. Bitten Sie die Kinder, zu erzählen, was sie aus der vorherigen Lektion noch über das Bild wissen. Sie können die Kinder die Geschichte von den zehn Aussätzigen auch nachspielen lassen (siehe Lukas 17:11–19).

Zeigen Sie auf dem Bild auf den Aussätzigen, der Christus dankt.

• Warum ist dieser Mann zu Jesus zurückgekommen?

• Was haben die anderen Männer gemacht?

Erinnern Sie die Kinder daran, daß Jesus Christus alle zehn Aussätzigen geheilt hat, doch nur einer daran gedacht hat, Jesus zu danken. Jesus muß sich sehr gefreut haben, daß einer sich daran erinnert hat; er muß aber auch traurig gewesen sein, daß die anderen nicht daran gedacht haben.

Besprechen

• Wofür sollen wir dem himmlischen Vater und Jesus Christus danken?

• Wem sollen wir sonst noch danken? (Unserer Familie, Freunden, jedem, der etwas für uns tut.)

Wir können anderen danken

Geschichte/Besprechen

Erzählen Sie die folgende Geschichte mit Ihren eigenen Worten. Veranschaulichen Sie die Geschichte mit einfachen Zeichnungen an der Tafel (beispielsweise eine Angel, ein Fisch, ein Kuchen):

Christian ging gern zelten und fischen und verbrachte fast jeden Samstag an einem nahegelegenen Fluß. Doch als sein Vater starb, änderte sich vieles für Christian. Niemand nahm ihn mehr zum Fischen mit.

Christian war traurig und fühlte sich einsam. Sein PV-Lehrer, Bruder Schneider, bemerkte, wie traurig er war und wollte ihn gerne aufmuntern. Bruder Schneider lud Christian ein, mit ihm fischen zu gehen.

Christian freute sich sehr, daß er fischen gehen konnte. Er war schon bereit und wartete, als Bruder Schneider ihn abholte. Sie verbrachten einen wunderschönen Tag am Fluß. Sie fingen mehrere Fische, die sie dann abends zusammen mit Christians Familie aßen.

Christian wollte Bruder Schneider gern danken.

• Was könnte Christian tun, um Bruder Schneider zu danken?

Danken Sie den Kindern, nachdem sie geantwortet haben, für ihre Vorschläge. Erzählen Sie dann, wozu Christian sich entschlossen hat:

Christian wollte etwas für Bruder Schneider tun, um ihm zu danken. Er half seiner Mutter, einen Kuchen zu backen, und brachte den Kuchen am nächsten Tag zu Bruder Schneider. Als er ihm den Kuchen gab, sagte er: „Danke, daß sie mich zum Fischen mitgenommen haben.“

• Was hat Bruder Schneider wohl empfunden, als Christian ihm den Kuchen gebracht hat?

• Wie hat sich Christian wohl gefühlt?

Schriftstelle

Lesen Sie LuB 78:19 vor. Erklären Sie, daß in dieser Schriftstelle steht, daß wir glücklich sein werden, wenn wir dankbar sind.

• Wie fühlt ihr euch, wenn ihr jemand „Danke“ sagt?

• Wie fühlt ihr euch, wenn jemand zu euch „Danke“ sagt?

Die Kinder beteiligen

Ermuntern Sie die Kinder, zu erzählen, wie ihnen einmal jemand gedankt hat für etwas, was sie getan haben, und dabei auch zu sagen, wie sie sich dabei gefühlt haben. Vielleicht möchten Sie auch von einem persönlichen Erlebnis berichten.

Wir können auf vielerlei Weise „Danke“ sagen

Geschichte

Erzählen Sie die folgende Geschichte mit Ihren eigenen Worten:

Schwester Walter war PV-Lehrerin. Sie unterrichtete gern und hatte die Kinder in ihrer Klasse sehr lieb. Sie bemühte sich, für jeden Sonntag einen guten Unterricht vorzubereiten. Sie liebte den himmlischen Vater und Jesus Christus und erzählte den Kindern von ihrem Zeugnis und wie sehr Jesus jedes von ihnen liebte. Sie zeigte den Kindern in ihrer Klasse ihre Liebe und schenkte ihnen Aufmerksamkeit. Sie vergaß nie einen Geburtstag oder einen anderen besonderen Tag.

An einem Sonntagnachmittag klingelte es bei Schwester Walter an der Tür. Es war Rebekka, eine ihrer Schülerinnen. Rebekka überreichte Schwester Walter einen hübschen rosa Briefumschlag.

• Könnt ihr erraten, was in dem Briefumschlag war?

Holen Sie den kurzen Dankesbrief hervor, den Sie vorbereitet haben, und lesen Sie ihn vor.

• Wie hat sich Schwester Walter wohl gefühlt, als sie den Brief las?

Besprechen

• Wie hat Rebekka ihrer Lehrerin „Danke“ gesagt?

• Wie können wir sonst noch unsere Dankbarkeit ausdrücken?

• Wer alles tut etwas für euch?

Schreiben Sie die Antworten der Kinder auf die letzte Frage an die Tafel. Nachdem jedes Kind die Möglichkeit hatte, die Frage zu beantworten, verweisen Sie auf die Liste an der Tafel, und fragen Sie die Kinder, wofür sie der jeweiligen Person danken können. Fragen Sie beispielsweise:

• Wofür könnt ihr den Mitgliedern der Bischofschaft danken?

• Wofür könnt ihr der Musikleiterin oder Organistin in der PV danken?

Malen

Geben Sie den Kindern Papier und Stifte, damit sie einen kurzen Dankesbrief schreiben können. Lassen Sie sie Danke schreiben (oder tun Sie es für sie) und dann den Dankesbrief bunt verzieren.

Erklären Sie den Kindern, daß sie diesen Brief jemandem geben können, dem sie danken möchten. Lassen Sie die Kinder sagen, wem sie den Brief geben wollen. Erinnern Sie die Kinder: Wenn wir jemand danken, dann machen wir nicht nur ihn glücklich, sondern sind auch selbst glücklich.

Zusammenfassung

Lehrer(in)

Danken Sie kurz vor Unterrichtsende jedem Kind für etwas, was es während des Unterrichts getan hat. Tun Sie es aufrichtig und konkret. Sie können einem Kind beispielsweise dafür danken, daß es –

  • im Unterricht still gesessen hat

  • zugehört hat

  • das Anfangsgebet gesprochen hat

  • freundlich war zu anderen

  • beim Eröffnungsteil mitgesungen hat

  • • sich gemeldet hat, ehe es geredet hat

  • eine Frage beantwortet hat

  • während des Unterrichts ein fröhliches Gesicht gemacht hat Zeugnis Drücken Sie Ihre Dankbarkeit für jedes Kind in Ihrer Klasse aus. Erinnern Sie die Kinder daran, wie glücklich ein einfaches „Danke“ jemand machen kann.

Ermutigen Sie die Kinder, in der kommenden Woche darauf zu achten, wievielmal sie das besondere Wort „Danke“ zu jemand in ihrer Familie oder zu Freunden sagen können.

Bitten Sie ein Kind um das Schlußgebet.

Zur Vertiefung

Wählen Sie aus den folgenden Vorschlägen diejenigen aus, die sich am besten für die Kinder in Ihrer Klasse eignen. Sie können sie im Unterricht selbst oder als Wiederholung oder Zusammenfassung verwenden. Weitere Anregungen dazu siehe „Der Unterricht“ in „Für den/die Lehrer(in)“.

  1. 1.

    Bitten Sie die Kinder, aufzustehen und die Stühle so aufzustellen, daß sie Platz haben, um ihren Stuhl herumzulaufen.

    Singen Sie mit den Kindern den ersten Vers und den Refrain von „Ich habe zwei Ohren“ (Lieder und Gedichte für Aktivitäten, S. 38), oder tragen Sie den Text vor. Machen Sie mit den Kindern dabei die folgenden Bewegungen:

    Zwei Ohren, die die Wahrheit hör’n (auf die Ohren zeigen),
    zwei Augen Gutes sehn (auf die Augen zeigen).
    Zwei Füße, die mich tragen stets, wohin sie sollen gehn (um den Stuhl herumlaufen).
    Ich will sie richtig brauchen, tags und in der Nacht (mit den Armen die auf- und untergehende Sonne andeuten).
    Ich dank’ dir, lieber Vater, daß du mich so gemacht (sich setzen, die Arme verschränken und den Kopf neigen)!
  2. 2.

    Fädeln Sie einen Knopf oder einen Ring auf ein Stück Schnur oder Wolle auf, das so lang ist, daß alle Kinder sich daran festhalten können. Verknoten Sie dann die Enden der Schnur. Die Kinder sitzen im Kreis und halten mit beiden Händen die Schnur fest. Nun geben die Kinder den Knopf oder Ring so lange von einem Kind zum anderen weiter, bis Sie „Halt“ sagen. Das Kind, das dann den Knopf oder Ring hat, sagt: „Ich bin (Name einer Person) dankbar für (etwas).“ Fahren Sie mit dem Spiel fort, bis jedes Kind zumindest einmal an die Reihe gekommen ist.

  3. 3.

    Tragen Sie den Text von „Ich bin dankbar, daß ich so bin, wie ich bin“ vor.

    Wenn abends wach ich lieg im Bett,
    mach ich die Augen zu
    und seh’ vor mir, was Gott mir gibt,
    wofür ich dankbar bin.
    Ich sehe Menschen, die mich lieben,
    die mir Freunde sind. Dann bin ich dankbar, daß ich leb’
    und so bin, wie ich bin.
    („I’m Thankful to Be Me“, Children’s Songbook, S.11.)
  4. 4.

    Bereiten Sie einen Salzteig zu. Lassen Sie die Kinder etwas formen, wofür sie dankbar sind (das Rezept für den Salzteig ist auf Seite 43 zu finden). Bitten Sie die Kinder, das, was sie geformt haben, an dem Ort aufzubewahren, wo sie morgens und abends beten. Dann werden sie daran erinnert, daß sie dem himmlischen Vater beim Beten für ihre Segnungen danken.

  5. 5.

    Erzählen Sie von den Jarediten, die mit Schiffen über das Meer fuhren (siehe Ether 2:16–18 und 6:4–11). Sie können die Schiffe veranschaulichen, indem Sie zwei passende Schüsseln aneinanderhalten, Rand auf Rand.

    Bitten Sie die Kinder, sich vorzustellen, der Herr hätte ihnen und ihrer Familie geboten, Schiffe zu bauen wie die der Jarediten. Sie sollen sich vorstellen, sie seien nun schon seit fast einem Jahr in diesen kleinen Schiffen auf dem Meer. Sie sind von den Wellen hin- und hergeworfen und manchmal sogar völlig vom Wasser begraben worden. In den Schiffen sind auch viele Tiere.

    • Wie würde euch eine solche Reise gefallen?

    Lesen Sie Ether 6:9 vor, um festzustellen, wie die Jarediten diese Reise empfanden. Machen Sie deutlich, daß wir sogar in schwierigen Zeiten vieles haben, wofür wir dankbar sein können. Wenn wir beispielsweise krank sind, können wir dankbar sein, daß es Menschen gibt, die sich um uns kümmern. Wenn wir immer darauf achten, wofür wir dankbar sein können, dann erkennen wir unsere vielen Segnungen.

  6. 6.

    Schicken Sie den Kindern in Ihrer Klasse im Lauf der nächsten Woche jeweils einen kurzen Dankesbrief. Schreiben Sie jedem Kind, wie dankbar Sie sind, es in Ihrer Klasse zu haben. Erwähnen Sie bei jedem Kind auch etwas ganz Bestimmtes, was es getan hat, um der Klasse zu helfen.