Ich kann anderen helfen, indem ich mit ihnen teile

Primarvereinigung Leitfaden 2: Wähl das Rechte A, 1996


Zweck

Die Kinder ermutigen, andere glücklicher zu machen, indem sie geben.

Vorzubereiten

  1. 1.

    Lesen Sie gebeterfüllt Markus 6:30–44 und Johannes 6:1–13.

  2. 2.

    Bereiten Sie für jedes Kind und für sich selbst eine Kleinigkeit zum Naschen vor. Falls Fastsonntag ist, bringen Sie nichts zu essen, sondern etwas anderes mit. Passen Sie dann die Lektion dementsprechend an.

  3. 3.

    Bereiten Sie sich vor, den dritten Vers von „Gib, singt das Bächlein froh“ (Sing mit mir, G-24) zu singen oder den Text vorzutragen. Der Text steht hinten im Leitfaden.

  4. 4.

    Sie brauchen:

    1. a)

      die Bibel

    2. b)

      Einige Gegenstände, die man abgeben oder teilen kann, beispielsweise einen Ball, ein Buch oder eine Orange. Legen Sie die Gegenstände in eine Papier- oder Stofftasche.

    3. c)

      Bild 2-47, „Die Speisung der Fünftausend“ (62143); Bild 2-48, „Das Hüpfseil“ (62523); Bild 2-49, „Zwei Jungen teilen sich einen Keks“; Bild 2-50, „Kinder spielen gemeinsam mit Bausteinen“

  5. 5.

    Bereiten Sie weitere Aktivitäten aus dem Abschnitt „Zur Vertiefung“ vor, die Sie verwenden wollen.

Vorschlag für den Unterrichtsablauf

Bitten Sie ein Kind um das Anfangsgebet.

Falls Sie den Kindern letzten Sonntag einen Auftrag gegeben haben, so fragen Sie jetzt nach.

Wir können anderen etwas geben und mit ihnen teilen

Zeigen Sie nacheinander die Gegenstände, die Sie in der Papier- oder Stofftasche mitgebracht haben, und sprechen Sie darüber, indem Sie die folgenden Fragen stellen:

• Wie viele Leute können sich an (den Gegenstand nennen) freuen, wenn ich ihn ganz allein benütze?

• Wie viele Leute können sich daran freuen, wenn ich ihn teile (oder abgebe)?

• Wie könnte ich ihn teilen (oder abgeben)?

Besprechen

Wenn Sie mit den Kindern über alle Gegenstände gesprochen haben, fragen Sie:

• Was habt ihr, was ihr mit anderen teilen könnt? Wie könnt ihr es teilen?

Ermutigen Sie die Kinder, konkret Dinge zu nennen und dabei zu sagen, mit wem und wie sie das Genannte teilen können.

Wenn die Kinder es nicht bereits erwähnt haben, dann sagen Sie, daß wir auch von unserer Zeit und unseren Talenten geben und andere am Evangelium teilhaben lassen können.

• Wie können wir von unserer Zeit geben?

• Wie können wir von unseren Talenten geben?

• Wie können wir andere am Evangelium teilhaben lassen?

Jesus Christus hat gelehrt, daß wir geben sollen

Geschichte aus der Schrift/ Besprechen

Zeigen Sie die Bibel. Sagen Sie, daß sie eine Geschichte von einem kleinen Jungen enthält, der Jesus Christus und vielen anderen Menschen geholfen hat, indem er geteilt hat. Erzählen Sie die Begebenheit aus Johannes 6:1–13 (siehe auch Markus 6:30–44). Zeigen Sie an einer passenden Stelle Bild 2-47, „Die Speisung der Fünftausend“.

• Wie viele Brote und Fische hatte der kleine Junge? (Siehe Johannes 6:9.)

• Was meint ihr, wie viele Menschen von fünf Broten und zwei Fischen satt werden können?

• Wie viele Menschen speiste Jesus Christus? (Siehe Johannes 6:10.)

Machen Sie den Kindern bewußt, daß dies eine große Menschenmenge war. Vergleichen Sie die Anzahl der Menschen, die zu essen bekamen, mit einer Menschenmenge von etwa Fünftausend, die sich die Kinder eher vorstellen können (beispielsweise: „Jesus gab so vielen Menschen zu essen, wie in einer kleinen Stadt leben“ oder „Jesus gab so vielen Menschen zu essen, wie in ein kleines Stadion passen“).

Erklären Sie, daß der Junge das Essen auch selbst hätte essen können. Da er aber bereit war zu teilen, vollbrachte der Erretter ein Wunder, das Tausenden Menschen half.

• Was haben die Leute wohl empfunden, als der Junge seine Brote und Fische hergegeben hat?

• Wie hat sich der Junge wohl gefühlt?

Lied

Singen Sie den dritten Vers von „Gib, singt das Bächlein froh“, oder tragen Sie den Text vor.

Erinnern Sie die Kinder daran, daß Jesus Christus uns viel gegeben hat. Er möchte, daß auch wir geben.

Wir können uns und andere glücklicher machen, indem wir geben

Bild/Besprechen

Sagen Sie den Kindern: So wie zur Zeit Jesu ein kleiner Junge eine Möglichkeit gefunden hat, mit anderen zu teilen, so können auch wir viele Möglichkeiten finden, mit anderen zu teilen oder etwas abzugeben, um andere glücklicher zu machen. Zeigen Sie nacheinander die Bilder von Kindern, die etwas teilen oder gemeinsam spielen (Bild 2-48, 2-49 und 2-50). Stellen Sie bei jedem Bild die folgenden Fragen.

• Was tun die Kinder auf dem Bild?

• Was teilen sie miteinander?

• Wie fühlen sie sich dabei? Warum?

Die Kinder beteiligen

Lassen Sie die Kinder berichten, wie sie schon einmal etwas mit anderen geteilt haben und wie sie sich dabei gefühlt haben.

Heben Sie hervor: Wenn wir mit anderen teilen oder etwas abgeben, dann machen wir nicht nur andere glücklicher, sondern sind auch selbst glücklich.

Loben Sie die Kinder dafür, daß sie ihre Bereitschaft gezeigt haben, zu geben und mit anderen zu teilen. Sprechen Sie dann mit ihnen über die guten Gefühle, die dadurch entstehen. Betonen Sie, daß wir uns glücklicher fühlen, wenn wir etwas abgeben oder mit anderen teilen.

Geschichte

Erzählen Sie eine Geschichte von einem Kind, das glücklich war und andere glücklich gemacht hat, indem es etwas hergegeben oder geteilt hat. Vielleicht möchten Sie die folgende Geschichte verwenden:

David hatte neue Wachsmalkreiden bekommen und malte gerade ein schönes Bild, als seine Mutter seine kleine Schwester ins Zimmer brachte. Die Mutter bat David, seine Stifte mit Anna zu teilen und ihr beim Malen zu helfen. David wollte aber seine Stifte nicht abgeben. Anna konnte noch nicht gut malen, und er hatte Angst, sie könnte einen der Wachsstifte zerbrechen. Also gab David seiner Schwester eine Farbe, die er nicht besonders mochte.

Doch bald merkte David, daß er die Farbe brauchte, die er Anna gegeben hatte, also versuchte er, sie zurückzuholen. Anna begann zu weinen. David tat es leid, daß er seine Schwester zum Weinen gebracht hatte. Er erkannte, daß Anna ebenfalls gern malte, auch wenn sie es noch nicht so gut konnte. David sah seine Stifte an und entschied, daß er genug Stifte für beide hatte. Er ließ Anna eine Farbe aussuchen, und sie malte fröhlich an ihrem Bild weiter. Auch David war froh. (Nach: Marjorie A. Parker, „Inside the Lines“, Friend, Feb. 1993, S. 28,29.)

• Warum war Anna glücklich?

• Warum war David glücklich?

Zusammenfassung

Teilen

Zeigen Sie die Süßigkeiten oder Geschenke, die Sie mitgebracht haben.

• Wie wäre euch zumute, wenn ich alles für mich behalten würde?

• Was möchte Jesus, daß ich damit tue?

Teilen Sie das, was Sie mitgebracht haben, zwischen zwei Kindern auf, und fragen Sie sie:

• Was möchte Jesus, daß ihr damit tut?

Die beiden Kinder sollen das, was sie bekommen haben, mit allen anderen in der Klasse teilen. Sagen Sie den Kindern, wie Ihnen zumute ist, nachdem Sie mit ihnen geteilt haben, und wie Ihnen zumute gewesen wäre, wenn Sie alles für sich behalten hätten.

Fragen Sie die beiden Kinder, die die Süßigkeiten oder Geschenke verteilt haben, wie sie sich dabei gefühlt haben. Fragen Sie dann die übrigen Kinder, was sie empfunden haben, als sie auch etwas bekommen haben.

Zeugnis

Bezeugen Sie den Kindern, daß Geben Freude bringt. Vielleicht möchten Sie erzählen, wie das Geben Ihnen einmal Freude bereitet hat.

Ermutigen Sie jedes Kind, in der kommenden Woche etwas abzugeben oder mit jemand zu teilen.

Bitten Sie ein Kind um das Schlußgebet. Erinnern Sie das Kind, den himmlischen Vater auch zu bitten, daß er den Kindern hilft, daß sie bereit sind, zu geben und zu teilen.

Zur Vertiefung

Wählen Sie aus den folgenden Vorschlägen diejenigen aus, die sich am besten für die Kinder in Ihrer Klasse eignen. Sie können sie im Unterricht selbst oder als Wiederholung oder Zusammenfassung verwenden. Weitere Anregungen dazu siehe „Der Unterricht“ in „Für den/die Lehrer(in)“.

  1. 1.

    Sagen Sie den Kindern, daß einer der Glaubensartikel der Kirche aussagt, daß wir daran glauben, gütig zu sein. Wenn wir gütig sind, dann teilen wir mit anderen und zeigen ihnen unsere Liebe durch unsere guten Taten. Helfen Sie den Kindern, einen Teil des dreizehnten Glaubensartikels auswendig zu lernen: „Wir glauben daran, … gütig zu sein.“

  2. 2.

    Singen Sie das Lied „Ein Gebet“ (Sing mit mir, A-7). Erinnern Sie die Kinder daran, daß der himmlische Vater uns viele wunderbare Segnungen gegeben hat und sich freut, wenn wir auch andere an unseren Segnungen teilhaben lassen.

    Vater im Himmel, am heutigen Tag
    hilf mir, daß beim Spielen ich glücklich sein mag!
    Laß mich freundlich und aufrichtig sein,
    teilen mit andren die Segnungen mein.
  3. 3.

    Bringen Sie Salzteig mit, und helfen Sie den Kindern, etwas anzufertigen, was sie einem Freund oder jemand aus der Familie schenken können (ein Rezept für Salzteig ist auf Seite 43 zu finden).

  4. 4.

    Zeigen Sie einen Kasten mit Wachs- oder Buntstiften. Erklären Sie, daß Sie nur einen Kasten mit Stiften haben, Sie aber möchten, daß alle Kinder ein Bild malen. Geben Sie einem Kind den Kasten.

    • Was kann (Name des Kindes) mit den Wachsstiften (oder Buntstiften) tun, damit alle malen können?

    Geben Sie jedem Kind ein Blatt Papier. Die Kinder sollen die Stifte miteinander teilen und ein Bild von sich selbst malen, wie sie mit anderen teilen.

  5. 5.

    Lassen Sie die Kinder pantomimisch darstellen, daß sie Missionare sind (an der Tür klingeln, in der Schrift lesen, Menschen lehren und so weiter).

    • Was tun Missionare?

    • Wie ist den Missionaren wohl zumute, wenn sie anderen das Evangelium bringen?