Jesus Christus ist das größte Geschenk (Weihnachten)

Primarvereinigung Leitfaden 2: Wähl das Rechte A, 1996


Zweck

Jedem Kind bewußtmachen, was für ein großes Geschenk der himmlische Vater uns gemacht hat, als er seinen Sohn Jesus Christus zur Erde gesandt hat.

Vorzubereiten

  1. 1.

    Lesen Sie gebeterfüllt Matthäus 2:1–12 und Johannes 3:16.

  2. 2.

    Legen Sie, wenn möglich, Bild 2-41, „Die Geburt Jesu“ (Bilder zum Evangelium 200; 62116), in eine Schachtel, und packen Sie die Schachtel wie ein Geschenk ein. Schreiben Sie Johannes 3:16 auf ein Kärtchen, und befestigen Sie es an dem Geschenk.

  3. 3.

    Fertigen Sie für jedes Kind eine Karte an, indem Sie ein Blatt Papier in der Mitte falten. Schreiben Sie vorn auf die Karte Fröhliche Weihnachten. Bringen Sie, wenn möglich, auch Briefumschläge für die Karten mit.

  4. 4.

    Zeichnen Sie einen Stern, oder schneiden Sie einen Stern aus Papier aus, der den Stern darstellt, dem die Sterndeuter gefolgt sind (am Ende der Lektion ist ein Muster für einen Stern zu finden).

  5. 5.

    Bringen Sie einfache Kleidungsstücke mit (beispielsweise einen Schal oder Umhang), die als Requisiten für das Nachspielen der Geschichte von Maria, Josef und den Sterndeutern verwendet werden können. Falls Ihnen das nicht möglich ist, bringen Sie Namenskärtchen mit, damit ersichtlich ist, wer wen darstellt. Bringen Sie außerdem eine Puppe mit, die Jesus darstellen soll, sowie Gegenstände (wie eine Kiste, ein Glas und eine Vase), die die Geschenke der Sterndeuter darstellen.

  6. 6.

    Bereiten Sie sich vor, das Lied „Sein Sohn kam her“ (Kinderstern, April 1992) zu singen oder den Text vorzutragen. Der Text steht hinten im Leitfaden.

  7. 7.

    Sie brauchen:

    1. a)

      die Bibel

    2. b)

      eine Aufnahme von geistlicher Weihnachtsmusik (freigestellt)

    3. c)

      Bleistifte und Buntstifte

    4. d)

      Bild 2-7, „Die Sterndeuter“ (Bilder zum Evangelium 203; 62120)

  8. 8.

    Bereiten Sie weitere Aktivitäten aus dem Abschnitt „Zur Vertiefung“ vor, die Sie verwenden wollen.

Vorschlag für den Unterrichtsablauf

Bitten Sie ein Kind um das Anfangsgebet.

Falls Sie den Kindern letzten Sonntag einen Auftrag gegeben haben, so fragen Sie jetzt nach.

Die Geburt Jesu Christi war ein großes Geschenk

Aufmerksamkeit wecken

Zeigen Sie den Kindern das eingepackte Geschenk. Sagen Sie ihnen, daß die Schachtel etwas enthält, was uns an ein wunderbares Geschenk erinnert, das wir von jemand erhalten haben, der uns sehr liebt.

Jedes Kind darf das Geschenk einmal halten und raten, was wohl darin ist.

Sagen Sie den Kindern, daß sie auf dem Kärtchen einen Hinweis finden. Lesen Sie Johannes 3:16 vor. Fragen Sie die Kinder, ob sie wissen, um was für ein Geschenk es sich handelt (vielleicht sollten Sie die Kinder noch einmal darauf hinweisen, daß Gott ein anderer Name für den himmlischen Vater ist). Lassen Sie ein Kind das Geschenk auspacken und das Bild hochhalten, so daß jeder es sehen kann.

Besprechen

• Was ist das Geschenk?

• Von wem ist dieses Geschenk?

• Warum ist die Geburt Jesu Christi ein so wunderbares Geschenk?

Die Kinder sollen verstehen, daß ein Grund, warum die Geburt Christi ein so großartiges Geschenk ist, der ist, daß Jesus Christus gekommen ist, um uns zu lehren, wie wir leben sollen. Er hat uns gelehrt, daß es uns glücklich macht, wenn wir andere lieben und ihnen helfen. Indem der himmlische Vater Jesus zur Erde gesandt hat, hat er uns ein Geschenk gegeben, das uns hilft, nicht nur zur Weihnachtszeit, sondern immer glücklich zu sein.

Lied

Singen Sie mit den Kindern das Lied „Sein Sohn kam her“, oder sagen Sie gemeinsam den Text auf.

Die Sterndeuter haben dem kleinen Jesus Geschenke gebracht

Geschichte aus der Schrift/Besprechen

Erklären Sie, daß der himmlische Vater wollte, daß jeder von seinem Geschenk für uns erfuhr. Deshalb ließ er einen wunderschönen neuen Stern am Himmel erscheinen.

Zeigen Sie Bild 2-7, „Die Sterndeuter“. Bitten Sie die Kinder, die Geschichte von den Sterndeutern zu erzählen, die dem Stern gefolgt sind, um Jesus zu finden (siehe Matthäus 2:1–12). Helfen Sie den Kindern, wenn sie manche Einzelheiten vielleicht vergessen haben.

Lesen Sie Matthäus 2:11 vor.

• Was für Geschenke haben die Sterndeuter dem kleinen Jesus gebracht?

Erklären Sie, daß Weihrauch und Myrrhe wohlriechende Räuchermittel waren, die in religiösen Zeremonien verwendet wurden. Alle drei Geschenke waren wertvoll und nicht leicht zu bekommen. Die Sterndeuter wollten Jesus die schönsten Geschenke bringen, die sie finden konnten.

• Warum brachten die Sterndeuter Jesus Geschenke? (Um zu zeigen, daß sie ihn liebten und verehrten.)

• Warum fielen die Sterndeuter nieder und huldigten Jesus, als sie ihn sahen? (Sie wußten daß er der Erretter war, der Sohn des himmlischen Vaters.)

Rollenspiel

Lassen Sie die Kinder die Geschichte von den Sterndeutern nachspielen. Geben Sie jedem Kind, das mitmachen möchte, eine Rolle. Die Kinder können Maria, Josef und die Sterndeuter darstellen (es kann so viele Sterndeuter geben, wie nötig sind, so daß alle Kinder beteiligt sind). Sie können auch ein Kind bitten, den Papierstern hochzuhalten. Helfen Sie den Kindern, die Kostüme anzuziehen oder das Namenskärtchen anzustecken.

Zusätzlich können Sie ganz leise geistliche Weihnachtsmusik im Hintergrund abspielen.

Erzählen Sie die Geschichte, indem Sie ausgewählte Verse aus Matthäus 2:1–12 vorlesen, vor allem Vers 2 und 9–11. Vielleicht möchten Sie die Sterndeuter gemeinsam Matthäus 2:2 aufsagen lassen. (Erklären Sie, wenn nötig, daß König der Juden ein anderer Name für Jesus Christus ist.)

Es macht Freude, etwas aus Liebe zu schenken

Geschichte

Erklären Sie: So wie die Sterndeuter Jesus ihre Geschenke gebracht haben, um ihre Liebe zu ihm zu zeigen, ebenso können auch wir anderen etwas schenken, was unsere Liebe für sie zum Ausdruck bringt.

Erzählen Sie die folgende Geschichte von einem Jungen namens S. Dilworth Young, der viele Jahre später eine Generalautorität der Kirche wurde:

An jenem Weihnachtsfest war S. Dilworth Young fünf Jahre alt. Im Schaufenster eines Ladens hatte er ein Puzzle gesehen. Es war ein Bild von einem alten Feuerwehrwagen, der noch von Pferden gezogen wurde. Dilworth wünschte sich zu Weihnachten nichts sehnlicher als dieses Puzzle.

Später erzählte Elder Young, was an diesem Weihnachtstag mit dem Puzzle geschah:

Als endlich der Weihnachtsmorgen kam, hing an meinem Stuhl ein Strumpf mit allerlei feinen Sachen darin. Doch als erstes entdeckte ich mein Puzzle. Es war in glänzendes Papier gewickelt, doch ich konnte es an der Form erkennen. Schnell öffnete ich die Schachtel und war schon bald eifrig damit beschäftigt, das Puzzle zusammenzusetzen.

Kurze Zeit später kam mein Vater ins Zimmer und erzählte meinem jüngeren Bruder, meiner älteren Schwester und mir, daß die Familie Jensen, die in derselben Straße wohnte, erst vor kurzem von Dänemark gekommen war. Er sagte uns, daß der Vater weder Geld noch Arbeit hatte. Dann schlug er vor, daß wir ihnen unser Weihnachts- essen brachten. Er bat auch jeden von uns, unser liebstes Spielzeug auszusuchen, um es einem Kind der Familie Jensen zu schenken. …

Ehe wir zu den Jensens gingen, verbrachte ich drei glückliche Stunden damit, mein Puzzle zusammenzusetzen und mich daran zu freuen. Ich wollte zuerst etwas anderes hergeben, aber ganz tief innen wußte ich, daß es nur ein Geschenk gab, das ich geben konnte.

Viertel vor zwölf machten wir uns auf den Weg. Vater trug den Truthahn auf einem Servierteller. Meine Mutter und meine Schwester Emily folgten mit Kartoffeln, Soße, Preiselbeeren und Dessert. Und ich hatte das Feuerwehr-Puzzle, sorgfältig verpackt, unter dem Arm.

Als wir bei der Familie Jensen ankamen, stellte Vater den Truthahn auf den kleinen leeren Tisch in der Ecke.

Dann übergab jeder von uns sein Geschenk. Emily gab dem Mädchen ihre wunderschöne Puppe. Ich trat einen Schritt nach vorn und sah den Jungen an, der ungefähr in meinem Alter war. ’Hier’, sagte ich und gab ihm das Puzzle. Er nahm es und lächelte. Dann gab mein Bruder dem jüngsten Kind sein Geschenk. Anschließend gingen wir nach Hause.

Es war seltsam, aber irgendwie schienen meine Füße nicht den Boden zu berühren, als wir die kurze Strecke zu unserem Haus zurück gingen. Ich hatte das Gefühl, als ob ich auf einer Wolke von guten Gefühlen fliegen würde, denn ich wußte, daß ich jemand glücklich gemacht hatte.

Selbst unser Weihnachtsessen – Bohnen aus der Dose, Brot, Butter und eingemachtes Obst – war an diesem besonderen Weihnachtstag etwas Besonderes und Unvergeßliches.“ (S. Dilworth Young, „Friend to Friend: A Special Christmas“, Friend, Dez. 1972, S. 20,21.)

Besprechen

• Was hat Dilworth so glücklich gemacht?

• Warum war er glücklich, nachdem er sein Lieblingsspielzeug hergegeben hatte?

• Habt ihr schon einmal jemand etwas gegeben, das ihn glücklich gemacht hat?

Lassen Sie die Kinder darüber sprechen, wie sie schon andere durch ein Geschenk glücklich gemacht haben.

Lehrer(in)

Erklären Sie, daß wir, wenn wir anderen Geschenke geben, ihnen unsere Liebe zeigen. Es kann uns zwar glücklich machen, Geschenke zu erhalten, aber genauso kann es uns glücklich machen, etwas zu schenken. Betonen Sie, daß unser Geschenk nicht teuer sein muß, wenn wir zeigen wollen, wie sehr wir jemand liebhaben. Jemand anderem zu dienen ist oft das größte Geschenk.

Geschichte

Erzählen Sie eine Geschichte von einem Kind, das anderen etwas geschenkt hat, indem es ihnen gedient hat. Vielleicht möchten Sie die folgende Geschichte verwenden:

Weihnachten rückte näher, und Britta wollte ihrer Familie etwas schenken, was ihnen zeigte, wie sehr sie sie liebte. Aber Britta hatte kein Geld. Sie dachte, sie könne ihrer Familie nichts schenken und war deshalb sehr traurig. Doch dann erinnerte sich Britta daran, daß ihr PV-Lehrer den Kindern einmal gesagt hatte, daß die besten Geschenke oft die waren, die man nicht mit Geld kaufen konnte. So entschloß sich Britta, den Mitgliedern ihrer Familie etwas ganz Besonderes zu schenken: sie wollte etwas für sie tun.

Britta schrieb für jeden in der Familie eine Karte. Auf jede Karte schrieb sie, was sie für den Betreffenden tun wollte. Auf die Karte für ihre jüngere Schwester schrieb sie, daß sie mit ihr ein Spiel spielen wollte, das ihrer Schwester gefiel. Auf die Karte ihres älteren Bruders schrieb sie, daß sie einmal für ihn das Geschirr abwaschen wollte. Ihrer Mutter versprach sie, auf das Baby aufzupassen, damit ihre Mutter einen Mittagsschlaf machen konnte, und ihrem Vater versprach sie, ihm bei der Gartenarbeit zu helfen. Das Geschenk, das sie ihrem Großvater machte, gefiel ihr selbst am besten: sie versprach ihm, ihn einen Monat lang als erste Tat am Morgen ganz fest in den Arm zu nehmen.

Am Weihnachtsabend gab Britta jedem sein Geschenk. Sie freuten sich alle über Brittas Geschenke. Sie wußten, daß Britta sie liebte, weil sie ihnen ein so wunderbares Geschenk gemacht hatte.

Karten

Geben Sie jedem Kind eine Karte und einen Bleistift oder Buntstifte. Sagen Sie den Kindern, daß sie mit dieser Karte jemand ein besonderes Geschenk machen können, indem sie etwas für ihn tun, so wie Britta es getan hat.

Sprechen Sie darüber, was die Kinder tun könnten, beispielsweise dem Bruder oder der Schwester das Bett machen, den Tisch decken, mit dem jüngeren Bruder oder der jüngeren Schwester spielen oder für die Eltern eine Besorgung machen. Helfen Sie jedem Kind, jemand auszusuchen, für den Sie etwas Bestimmtes tun können.

Helfen Sie jedem Kind, auf die Innenseite der Karte oben zu schreiben: Das werde ich für Dich tun:

Lassen Sie dann die Kinder ein Bild davon malen, was sie für den Betreffenden tun wollen.

Wenn Sie Umschläge mitgebracht haben, geben Sie jedem Kind einen Umschlag, in den es die Karte stecken kann. Helfen Sie den Kindern, den Namen des Empfängers auf den Umschlag oder vorn auf die Karte zu schreiben.

Fordern Sie die Kinder auf, die Karte am Weihnachtsabend zu überreichen, wenn alle die Geschenke auspacken.

Vielleicht möchten Sie vorschlagen, daß die Kinder zu Hause noch für andere Familienmitglieder oder Freunde solch ein Geschenk vorbereiten.

Zusammenfassung

Lehrer(in)

Erinnern Sie die Kinder daran, daß Jesus Christus das bedeutendste Geschenk ist, das der himmlische Vater uns gegeben hat, und zwar deshalb, weil Jesus es uns ermöglicht, eines Tages wieder mit ihm und dem himmlischen Vater zu leben. Erklären Sie: So wie der himmlische Vater seine Liebe für uns gezeigt hat, indem er Jesus zur Erde gesandt hat, ebenso können auch wir unsere Liebe für andere zeigen, indem wir ihnen ein besonderes Geschenk machen.

Zeugnis

Bezeugen Sie, daß Jesus Christus unser Erretter ist. Sagen Sie den Kindern, was Sie empfinden, wenn Sie darüber nachdenken, wie sehr der himmlische Vater und Jesus Christus jeden von uns lieben. Sagen Sie den Kindern auch, was Sie empfinden, wenn Sie anderen etwas schenken.

Ermutigen Sie die Kinder, an Weihnachten an den himmlischen Vater und Jesus Christus zu denken.

Bitten Sie ein Kind um das Schlußgebet.

Zur Vertiefung

Wählen Sie aus den folgenden Vorschlägen diejenigen aus, die sich am besten für die Kinder in Ihrer Klasse eignen. Sie können sie im Unterricht selbst oder als Wiederholung oder Zusammenfassung verwenden. Weitere Anregungen dazu siehe „Der Unterricht“ in „Für den/die Lehrer(in)“.

  1. 1.

    Singen Sie mit den Kindern den ersten Vers von „Stille Nacht, heilige Nacht“ (Gesangbuch, Nr. 231), oder sagen Sie gemeinsam den Text auf.

    Stille Nacht, heilige Nacht,
    alles schläft, einsam wacht
    nur das traute hochheilige Paar,
    holder Knabe im lockigen Haar,
    schlaf in himmlischer Ruh,
    schlaf in himmlischer Ruh!
  2. 2.

    Singen Sie das Lied „Im Stroh in der Krippe“ (Sing mit mir, F-1), „Des Heilands Wiegenlied“ (Sing mit mir, F-10) oder „Sei still, kleiner Liebling“ (Sing mit mir, F-5), oder tragen Sie den Text vor. Die Texte stehen hinten im Leitfaden.

  3. 3.

    Lesen Sie Matthäus 2:1,2,9–11 vor. Sprechen Sie darüber, wie wichtig der Stern für die Sterndeuter war. Helfen Sie den Kindern, zwei Dreiecke aus Papier auszuschneiden und sie zu einem Stern zusammenzukleben (siehe Muster). Die Kinder dürfen dann ihren Stern mit nach Hause nehmen.