Wir haben eine besondere Familie

Primarvereinigung Leitfaden 2: Wähl das Rechte A, 1996


Zweck

Jedes Kind soll verstehen, daß der himmlische Vater es so vorgesehen hat, daß Kinder in einer Familie aufwachsen.

Vorzubereiten

  1. 1.

    Lesen Sie gebeterfüllt Lukas 1:26–38 und Matthäus 1:18–25.

  2. 2.

    Schneiden Sie die folgenden Buchstaben aus Papier aus, wobei jeder Buchstabe etwa acht bis zehn Zentimeter groß sein soll.

  3. 3.

    Bereiten Sie sich vor, das Lied „Eine glückliche Familie“ (Sing mit mir, D-1) zu singen oder den Text vorzutragen. Der Text steht hinten im Leitfaden.

  4. 4.

    Sie brauchen:

    1. a)

      die Bibel

    2. b)

      ein Bild von Ihrer Familie (freigestellt)

    3. c)

      Papier und Wachsstifte oder Buntstifte

    4. d)

      Bild 2-5, „Die Verheißung der Geburt Jesu“; Bild 2-6, „Die Geburt Christi“ (Bilder zum Evangelium 201; 62495)

  5. 5.

    Bereiten Sie weitere Aktivitäten aus dem Abschnitt „Zur Vertiefung“ vor, die Sie verwenden wollen.

Hinweis: Nehmen Sie auf die familiäre Situation der Kinder Ihrer Klasse Rücksicht. Helfen Sie den Kindern zu verstehen, daß das Wichtigste nicht die Größe der Familie ist, sondern daß die Familienmitglieder einander liebhaben und füreinander sorgen.

Vorschlag für den Unterrichtsablauf

Bitten Sie ein Kind um das Anfangsgebet.

Falls Sie den Kindern letzten Sonntag einen Auftrag gegeben haben, so fragen Sie jetzt nach. Sie können jedes Kind bitten, zu berichten, wie es in der vergangenen Woche das Rechte gewählt hat.

Die Familie ist Teil des Plans des himmlischen Vaters

Aufmerksamkeit wecken

• Wo habt ihr gelebt, ehe ihr auf die Erde gekommen seid?

Wiederholen Sie mit den Kindern, daß jeder von uns sich dafür entschieden hat, den Plan des himmlischen Vaters anzunehmen und zur Erde zu kommen. Sagen Sie den Kindern, daß der himmlische Vater, als wir auf die Welt gekommen sind, uns Menschen gegeben hat, die uns lieben und uns helfen.

Sagen Sie den Kindern, daß Sie ihnen Hinweise geben werden, damit sie raten können, was für Menschen das sind. Lassen Sie ein Kind nach dem anderen einen Buchstaben des Wortes Familie hochheben. Die Kinder sollen dabei ihren Buchstaben nennen. Geben Sie dann einen Hinweis, der mit demselben Buchstaben beginnt. Mögliche Hinweise wären:

  1. 1.

    Freude gehört dazu.

  2. 2.

    Alte und Junge gehören dazu.

  3. 3.

    Mutter gehört dazu.

  4. 4.

    Ich gehöre dazu.

  5. 5.

    Liebe gehört dazu.

  6. 6.

    Ihr gehört dazu.

  7. 7.

    Eltern gehören dazu.

Wenn Sie alle Hinweise gegeben haben, sagen Sie gemeinsam mit den Kindern das Wort Familie.

Besprechen

• Warum brauchen wir eine Familie?

Erklären Sie, daß wir als Baby jemand gebraucht haben, der für uns sorgt. Der himmlische Vater hat für jeden von uns vorgesehen, daß wir eine Familie haben, die uns liebt und für uns sorgt. Wenn wir dann älter werden, unterweisen uns unsere Eltern auch und helfen uns, richtige Entscheidungen zu treffen.

Der himmlische Vater hat auch für Jesus Christus eine Familie vorgesehen

Geschichte aus der Schrift/ Besprechen

Erklären Sie, daß der himmlische Vater auch für Jesus Christus eine Familie vorgesehen hatte. Der Mann und die Frau, die auserwählt wurden, Jesus zu lieben und für ihn zu sorgen, als er auf der Erde lebte, liebten den himmlischen Vater und hielten seine Gebote.

Zeigen Sie Bild 2-5, „Die Verheißung der Geburt Jesu“. Erzählen Sie, wie der Engel Gabriel zu Maria kam, wie es in Lukas 1:26–38 geschildert wird.

• Wer ist die Frau auf dem Bild? (Siehe Lukas 1:27.)

• Wer ist der Mann auf dem Bild? (Siehe Lukas 1:26.)

Erklären Sie, daß Maria überrascht und auch etwas ängstlich war, als sie den Engel sah, aber sie war bereit, alles zu tun, was der himmlische Vater von ihr wünschte (siehe Lukas 1:29,38).

• Was hat der Engel zu Maria gesagt? (Siehe Lukas 1:31,32.)

• Wer würde der Vater des Babys sein? (Der himmlische Vater.)

Zeigen Sie Bild 2-6, „Die Geburt Christi“.

• Wer ist der Mann auf dem Bild?

Sagen Sie den Kindern, daß Josef ein rechtschaffener Mann war, den der himmlische Vater dazu ausersehen hatte, daß er die Mutter Jesu heiratete und Jesus liebte und für ihn sorgte. Erklären Sie, daß Josef vor der Geburt Jesu ebenfalls ein Engel erschienen war. Berichten Sie ganz kurz, was in Matthäus 1:18–25 geschildert wird. Lesen Sie vor, was der Engel zu Josef gesagt hat (Matthäus 1:21).

• Was sagte der Engel zu Maria und Josef über den Namen des Babys?

Erklären Sie, daß der Name Jesus „Erretter“ bedeutet. Jesus Christus sollte uns alle von unseren Sünden erretten und uns helfen, wieder zum himmlischen Vater zurückzukehren, um für immer bei ihm zu leben. Die Propheten, die auf der Erde lebten, ehe Jesus geboren wurde, sagten voraus, daß der Name des Erretters Jesus Christus sein würde. Das Wort Christus bedeutet „Gesalbter“, was bedeutet „auserwählt vom himmlischen Vater“.

• Warum brauchte Jesus eine Familie?

Unsere Familie liebt uns

Lehrer(in)

Erklären Sie, daß jede Familie anders ist. In manchen Familien gibt es beide Eltern, in anderen Familien gibt es nur den Vater oder die Mutter. Manche Familien haben viele Kinder, andere nur wenige oder nur ein Kind. Manche Familien bestehen aus Kindern, Eltern, Großeltern, Tanten und Onkeln, die alle zusammen wohnen. Manche Kinder leben bei Erwachsenen, die nicht mit ihnen verwandt sind, die sie aber dennoch lieben und für sie sorgen. Jede Familie unternimmt etwas anderes miteinander und zeigt auch auf unterschiedliche Weise ihre Liebe füreinander. Wichtig ist aber, daß die Familienmitglieder einander lieben und füreinander sorgen. Jeder braucht eine Familie.

Besprechen

• Was hat eure Familie für euch getan, als ihr ein Baby wart?

• Was tut eure Familie jetzt für euch?

• Was tut ihr für andere in der Familie?

Die Kinder beteiligen

Zeigen Sie das Bild von Ihrer Familie, wenn Sie ein Bild mitgebracht haben. Zeigen Sie auf die einzelnen Mitglieder Ihrer Familie, und sagen Sie, warum jeder Ihnen viel bedeutet. Lassen Sie die Kinder von ihrer Familie erzählen. Bitten Sie sie zu erzählen, wie sie einmal sehr glücklich waren, weil sie wußten, daß ihre Familie sie liebt.

Unsere Familie hilft uns

Besprechen

Bitten Sie die Kinder, gut zuzuhören, wenn Sie jetzt Beispiele davon erzählen, wie man in der Familie einander helfen und liebhaben kann. Fragen Sie die Kinder nach jedem Beispiel, wie die Menschen in dem Beispiel ihre Liebe füreinander gezeigt haben. Schildern Sie die folgenden oder eigene Beispiele:

• Kevins kleiner Bruder Sascha hatte nachts oft Angst. Deshalb half ihm Kevin, zu beten, damit er sich sicher fühlte. Dann sang Kevin ihm ein Lied vor, damit Sascha besser einschlafen konnte.

• Katrins Mutter war über Nacht weg. Katrin schnitt aus Papier ein Herz aus und schrieb auf das Herz, wie sehr sie ihre Mutter liebhatte. Dann legte sie das Herz auf das Kopfkissen ihrer Mutter, damit sie es fand, wenn sie heimkam.

• Marcs Großmutter nahm sich jede Woche Zeit, um Marc bei der Rechtschreibung zu helfen. Ihre Hilfe und ihr Lob ermutigten ihn, die Wörter, die er lernen mußte, richtig zu schreiben.

• Tobias nahm sich vor, das Buch Mormon noch vor seiner Taufe zu lesen. Jeden Abend setzte sich seine ältere Schwester zu ihm und hörte zu, wie er las. Sie half ihm bei den schwierigen Wörtern. Mit der Hilfe seiner Schwester erreichte Tobias sein Ziel.

• Hannah hörte, wie einige ihrer Klassenkameradinnen ihren jüngeren Bruder ärgerten. Er war den Tränen nahe. Hannah nahm ihn mit und spielte mit ihm. Später sagte sie ihren Klassenkameradinnen, daß sie keine kleinen Kinder ärgern sollten.

Anschauungsunterricht

Heben Sie die Hand hoch, und strecken Sie die Finger. Erklären Sie, daß die Mitglieder einer Familie ebenso zusammenarbeiten können wie die Finger und der Daumen. Bitten Sie die Kinder, ihre heiligen Schriften oder einen anderen Gegenstand mit einer Hand aufzuheben, ohne daß sie den Daumen benützen. Erklären Sie, daß es ihnen zwar vielleicht gelingt, den Gegenstand nur mit den Fingern aufzuheben, es jedoch viel einfacher ist, wenn sie dazu den Daumen und die Finger benutzen. Sagen Sie den Kindern, daß jeder in der Familie wichtig ist. Die Familie kann vieles errei- chen, wenn alle zusammenarbeiten.

Malen

Geben Sie den Kindern Papier und Wachsstifte oder Buntstifte, und lassen Sie sie ein Bild von ihrer Familie malen. Schreiben Sie unter jedes Bild Meine Familie liebt mich.

Zusammenfassung

Lied

Singen Sie mit den Kindern das Lied „Eine glückliche Familie“, oder sagen Sie gemeinsam den Text auf.

Zeugnis

Bezeugen Sie: Der himmlische Vater möchte, daß jeder von uns eine Familie hat, die ihn liebt und für ihn sorgt. Erinnern Sie die Kinder daran, daß jede Familie anders ist und daß jede Familie wichtig ist. Bezeugen Sie den Kindern, daß sie vieles tun können, um ihre Familie glücklich zu machen.

Ermuntern Sie die Kinder, ihrer Familie das Bild zu zeigen, das sie gemalt haben, und ihnen zu sagen, wie sehr sie sie liebhaben.

Bitten Sie ein Kind um das Schlußgebet. Bitten Sie es, dem himmlischen Vater für die Familie zu danken.

Zur Vertiefung

Wählen Sie aus den folgenden Vorschlägen diejenigen aus, die sich am besten für die Kinder in Ihrer Klasse eignen. Sie können sie im Unterricht selbst oder als Wiederholung oder Zusammenfassung verwenden. Weitere Anregungen dazu siehe „Der Unterricht“ in „Für den/die Lehrer(in)“.

  1. 1.

    Wenn es von Bedeutung ist, dann lassen Sie die Kinder sich darauf vorbereiten, den anderen zu erzählen, wie ihr Vorname ausgewählt wurde. Dies können Sie tun, indem Sie den Kindern am Ende der Lektion 5 einen Zettel mit nach Hause geben, auf dem die Eltern gebeten werden, ihrem Kind zu erzählen, wie sein Vorname ausgewählt wurde (siehe Seite 21). Sagen Sie dann im Unterricht, daß unsere Familie, als wir auf die Welt gekommen sind, einen Namen für uns ausgesucht hat. Lassen Sie die Kinder berichten, wie ihr Name ausgesucht wurde. (Wenn möglich, können Sie auch die Eltern während der Woche anrufen, um sie daran zu erinnern, daß sie ihrem Kind erzählen, wie sein Vorname ausgewählt wurde.)

  2. 2.

    Sorgen Sie dafür, daß jedes Kind ein Bild von seiner Familie von zu Hause mitbringt (sammeln Sie sie zu Beginn des Unterrichts ein, damit es keine Ablenkung gibt). Lassen Sie die Kinder der Reihe nach die Bilder zeigen und dabei sagen, was ihnen an ihrer Familie gefällt. (Wenn Sie den ersten und den zweiten Vorschlag durchführen wollen, können Sie die Bitte um ein Familienbild ebenfalls auf den Zettel schreiben, der den Kindern am Ende der Lektion 5 mit nach Hause gegeben wird.)

  3. 3.

    Singen Sie mit den Kindern „Hier sind wir beisammen“ (Lieder und Gedichte für Aktivitäten, S. 46), oder sagen Sie gemeinsam den Text auf, wobei Sie die verschiedenen Familienmitglieder nennen:

    Hier sind wir beisammen, beisammen, beisammen. Hier sind wir beisammen als Familie. Mit Vater und Mutter und Schwester und Bruder. Hier sind wir beisammen, hier sind wir so gern.

    Singen Sie zusätzliche Verse mit Oma, Opa, Tante und Onkel, so daß alle Mitglieder einer Familie erwähnt werden.

    Erinnern Sie die Kinder daran, daß der himmlische Vater es so vorgesehen hat, daß sie in einer Familie leben, die sie liebt und ihnen hilft.

  4. 4.

    Lassen Sie jedes Kind den Umriß seiner Hand auf Papier aufzeichnen. Auf die Finger sollen die Kinder Gesichter malen, die die Mitglieder der Familie darstellen. In der Mitte können sie ein Herz malen, das die Liebe darstellt. Erinnern Sie die Kinder daran, daß die Mitglieder einer Familie wie die Finger einer Hand sind: jeder ist wichtig.

  5. 5.

    Lassen Sie die Kinder im Rollenspiel verschiedene Situationen darstellen, die zeigen, wie man sich in der Familie gegenseitig helfen kann. Sie können die Beispiele aus der Lektion verwenden oder sich eigene ausdenken.

  6. 6.

    Lassen Sie die Kinder die entsprechenden Bewegungen zu dem folgenden Vers machen, während Sie die Worte vortragen:

    Meine Familie

    Wie der Vogel, der über den Bäumen fliegt (die Arme wie Flügel bewegen),
    hab auch ich eine Familie, die mich liebt (auf sich selbst deuten).
    Sie geben mir zu essen (so tun, als ob man ißt),
    sie spielen mit mir (in die Höhe springen),
    ja, ich lieb’ meine Familie und bin glücklich mit ihr (lächeln).
  7. 7.

    Sagen Sie den folgenden Text auf, oder singen Sie ihn zu einer beliebigen passenden Melodie (z. B. „Oh, du lieber Augustin“), während sich alle Kinder an der Hand halten und im Kreis gehen:

    Deine Familie liebt dich sehr,
    liebt dich sehr, liebt dich sehr,
    Deine Famile liebt dich sehr,
    O ja, wie sehr!

    Bitten Sie ein Kind, sich in die Mitte des Kreises zu stellen, während Sie den nächsten Vers singen:

    Die Familie hat ’nen Vater,
    ’nen Vater, ’nen Vater,
    die Familie hat ’nen Vater,
    seht, da steht er.

    Wiederholen Sie den Vers, wobei Sie Vater durch Mutter ersetzen und ein weiteres Kind in die Mitte des Kreises stellen. Fahren Sie so mit den anderen Familienmitgliedern fort, bis alle Kinder in der Mitte stehen. Singen Sie dann zum Abschluß noch einmal den ersten Vers.