Die Geburt Jesu Christi hat der Welt Freude gebracht

Primarvereinigung Leitfaden 2: Wähl das Rechte A, 1996


Zweck

Jedem Kind helfen, daß es die Freude spüren kann, die die Geburt Jesu Christi den Menschen gebracht hat.

Vorzubereiten

  1. 1.

    Lesen Sie gebeterfüllt Lukas 2:1–20.

  2. 2.

    Bringen Sie für den Beginn der Lektion einen Kalender mit oder zeichnen Sie eine Zeitlinie auf, indem Sie einen langen Papierstreifen in zwölf gleiche Abschnitte unterteilen und in jeden Abschnitt den entsprechenden Monat schreiben.

  3. 3.

    Finden Sie heraus, wann jedes Kind in Ihrer Klasse Geburtstag hat, indem Sie die PV-Sekretärin, den Gemeindesekretär oder die Eltern fragen.

  4. 4.

    Laden Sie, nachdem Sie die Genehmigung der PV-Leiterin eingeholt haben, eine Mutter (eventuell eine Mutter, die gerade ein Baby erwartet) ein, und bitten Sie sie, den Kindern ganz kurz zu erzählen, wie sie sich auf die Geburt eines Babys vorbereitet. Bitten Sie sie, auch ihre Vorfreude zu beschreiben.

  5. 5.

    Bereiten Sie sich vor, das Lied „Weit, weit entfernt, dort im Morgenland“ (Gesangbuch, Nr. 238) zu singen oder den Text vorzutragen.

  6. 6.

    Sie brauchen:

    1. a)

      die Bibel

    2. b)

      für jedes Kind einen kleinen Zettel und einen Stift

    3. c)

      Klebeband oder Klebestift

    4. d)

      Bild 2-6, „Die Geburt Christi“ (Bilder zum Evangelium 201; 62495)

  7. 7.

    Bereiten Sie weitere Aktivitäten aus dem Abschnitt „Zur Vertiefung“ vor, die Sie verwenden wollen.

Hinweis: Wenn Sie über die Geburt der Kinder sprechen, dann nehmen Sie Rücksicht auf die Gefühle von Kindern, die vielleicht adoptiert wurden oder Pflegekinder sind. Helfen Sie ihnen, auch ihre Geburt als ein freudiges Ereignis zu betrachten.

Vorschlag für den Unterrichtsablauf

Bitten Sie ein Kind um das Anfangsgebet.

Falls Sie den Kindern letzten Sonntag einen Auftrag gegeben haben, so fragen Sie jetzt nach.

Der Geburtstag ist etwas Besonderes

Aufmerksamkeit wecken

Sagen Sie den Kindern, daß Sie an einen ganz besonderen Tag denken. Erklären Sie ihnen, daß Sie ihnen einen Hinweis geben werden. Die Kinder sollen die Hand heben, wenn sie wissen, welcher Tag gemeint ist. Summen Sie ein bekanntes Geburtstags- lied, oder geben Sie einen anderen eindeutigen Hinweis.

• An was für einen besonderen Tag denke ich?

• Was gefällt euch an eurem Geburtstag am meisten?

Kalender oder Zeitlinie

Teilen Sie Zettel und Stifte aus. Lassen Sie jedes Kind seinen Namen auf einen kleinen Zettel schreiben. (Helfen Sie den Kindern, wenn nötig.)

Zeigen Sie den Kalender oder die Zeitlinie. Bitten Sie die Kinder, gemeinsam mit Ihnen die Monatsnamen zu sagen, während Sie sie vorlesen. Lesen Sie noch einmal einen Monatsnamen nach dem anderen vor, und bitten Sie die Kinder, die in diesem Monat Geburtstag haben, ihren Namenszettel auf den Kalender oder die Zeitlinie zu kleben.

• Wie hat sich eure Familie wohl gefühlt, als ihr geboren wurdet?

Gastsprecherin

Stellen Sie die Mutter vor. Lassen Sie sie erzählen, wie sie sich auf die Geburt eines Babys vorbereitet und freut.

Besprechen

Sprechen Sie mit den Kindern darüber, was ihre Familie wohl getan hat, um sich auf ihre Geburt vorzubereiten, beispielsweise: dafür beten, daß sie gesund zur Welt kommen; einen Namen aussuchen; Babykleidung und anderes kaufen, was ein Baby braucht; einen Schlafplatz für sie vorbereiten. Vermitteln Sie den Kindern das Gefühl, daß ihre Geburt ein freudiges und aufregendes Ereignis war. Wenn Sie selbst Kinder haben, können Sie auch erzählen, was Sie getan und gefühlt haben, als Sie ein Baby bekommen haben.

Erinnern Sie die Kinder daran, daß geboren zu werden und einen Körper zu erhalten ein wichtiger Teil des Planes ist, den der himmlische Vater für uns vorgesehen hat.

Die Geburt Jesu Christi war ein wunderbarer Tag

Lehrer(in)

Sagen Sie den Kindern, daß sie etwas über die Geburt eines Babys lernen werden, auf das die Menschen schon viele Jahre gewartet hatten. Vor langer Zeit hatten die Propheten gesagt, daß eines Tages ein Erretter auf die Welt kommen würde. Durch ihn könnten die Menschen zum himmlischen Vater zurückkehren, um wieder mit ihm zu leben. Die Menschen warteten und warteten auf die Geburt dieses Babys.

• Wer war dieses Baby? (Jesus Christus.)

Betonen Sie, daß niemand genau wußte, wann Jesus auf die Welt kommen würde. Manche Eltern lehrten ihre Kinder, sich auf dieses große Ereignis zu freuen, weil sie wußten, daß Jesus ihnen den rechten Weg zeigen und es ihnen ermöglichen würde, zum himmlischen Vater zurückzukehren. Ohne Jesus, unseren Erretter, könnte niemand wieder mit dem himmlischen Vater leben.

Vorbereitung auf das Nachspielen einer Geschichte

Bitten Sie die Kinder, sich vorzustellen, daß sie vor langer Zeit lebten, noch vor der Geburt Jesu Christi. Sagen Sie ihnen, daß sie Kinder sind, die in der Nähe von Betlehem wohnen. Ihre Eltern haben sie gelehrt, sich auf die Geburt des Erretters zu freuen. Heute abend sind sie draußen auf dem Feld und helfen ihrem Vater, die Schafe zu hüten.

• Was nehmt ihr mit, wenn ihr mit eurem Vater aufs Feld geht, um die Schafe zu hüten? (Mögliche Antworten: warme Kleidung oder etwas zu essen.)

Die Kinder sollen die Augen schließen und sich folgendes vorstellen:

Der Abend bricht an. Die Hirten treiben ihre Schafe in den Pferch, wo sie bis zum Morgen ruhig schlafen können. Die Nacht ist klar und man kann bereits die ersten Sterne sehen. Schon bald ist der Himmel mit leuchtenden Sternen übersät. Alles ist friedlich und ruhig. (Vielleicht möchten Sie es im Klassenzimmer etwas dunkler machen, um die Nacht darzustellen.)

Nachspielen der Geschichte aus der Schrift

Erzählen Sie, wie der Engel den Hirten erschienen ist, wie es in Lukas 2:8–18 geschildert wird. Lesen Sie, während Sie die Geschichte erzählen, einige Verse aus der Bibel vor.

Betonen Sie, daß die Hirten Angst hatten, als sie den Engel sahen, doch der Engel sprach zu ihnen: „Fürchtet euch nicht, denn ich verkünde euch eine große Freude.“ (Lukas 2:10.)

Lassen Sie die Kinder nachspielen, wie sie sich fürchten, als sie den Engel sehen, und wie sie sich dann über das freuen, was der Engel ihnen sagt.

Erklären Sie, daß der Engel den Hirten von der Geburt Jesu berichtete (siehe Lukas 2:11) und ihnen sagte, wo sie das Baby finden konnten (siehe Lukas 2:12). Dann hörten die Hirten plötzlich ganz viele Engel, die Gott lobten und sprachen: „Verherrlicht ist Gott in der Höhe, und auf Erden ist Friede bei den Menschen seiner Gnade.“ (Lukas 2:13,14.)

Lied

Singen Sie den ersten Vers von „Weit, weit entfernt, dort im Morgenland“, oder tragen Sie den Text vor. Bitten Sie die Kinder mitzusingen, wenn sie den Text kennen.

Weit, weit entfernt, dort im Morgenland,
haben die Hirten den Herrn erkannt:
Ehre sei Gott, Ehre sei Gott,
Ehre sei Gott in der Höhe,
Fried und Freude aller Welt,
wie’s den Menschen wohlgefällt.

Nachspielen der Geschichte aus der Schrift (Fortsetzung)

Erklären Sie, daß die Hirten, nachdem die Engel in den Himmel zurückgekehrt waren, das Kind suchen wollten (siehe Lukas 2:15). Die Kinder sollen so tun, als gingen sie mit ihrem Vater nach Betlehem, um den kleinen Jesus zu sehen (Sie können mit den Kindern in einen anderen Bereich des Klassenzimmers gehen).

Zeigen Sie Bild 2-6, „Die Geburt Christi“.

• Wer sind die Menschen auf dem Bild?

Sagen Sie, daß die Hirten das Baby genauso vorfanden, wie der Engel es ihnen gesagt hatte. Es war in Windeln gewickelt und lag in einer Krippe. Die Hirten waren dankbar für alles, was sie sehen und erfahren durften, und sie erzählten anderen, was sie gesehen und über Jesus gehört hatten (siehe Lukas 2:17,18).

Zusammenfassung

Die Kinder beteiligen

Lassen Sie jedes Kind aufstehen und von einem der Ereignisse berichten, die sich in der Nacht, als die Hirten ihre Schafe hüteten, zugetragen hatten. Betonen Sie, daß viele Menschen sehr glücklich waren, nachdem sie so lange auf die Geburt des Erretters gewartet hatten.

Zeugnis

Sagen Sie den Kindern, wie glücklich Sie sind, daß Jesus Christus auf die Welt gekommen ist. Bezeugen Sie, daß Jesus der Erretter der Welt ist. Sagen Sie den Kindern, daß wir, wenn wir die Lehren Jesu befolgen, einmal zum himmlischen Vater zurückkehren können.

Ermuntern Sie die Kinder, zu Hause ihrer Familie zu erzählen, was sie über die Geburt Jesu Christi gelernt haben.

Bitten Sie ein Kind um das Schlußgebet. Schlagen Sie vor, daß das Kind seine Dankbarkeit für die Geburt Jesu ausdrückt.

Zur Vertiefung

Wählen Sie aus den folgenden Vorschlägen diejenigen aus, die sich am besten für die Kinder in Ihrer Klasse eignen. Sie können sie im Unterricht selbst oder als Wiederholung oder Zusammenfassung verwenden. Weitere Anregungen dazu siehe „Der Unterricht“ in „Für den/die Lehrer(in)“.

  1. 1.

    Helfen Sie den Kindern, die Ereignisse um die Geburt Jesu nachzuspielen. Vielleicht möchten Sie ein paar einfache Utensilien mitbringen wie einen Schal oder eine Puppe.

  2. 2.

    Helfen Sie den Kindern, den Vers „Einst war ich ein Baby“ zu sagen und die entsprechenden Bewegungen auszuführen (die Worte können auch zur Melodie von „War einmal ein Schneemann“, Sing mit mir, G-13, gesungen werden). Kauern Sie sich beim ersten Vers nieder, und strecken Sie sich beim zweiten Vers immer höher.

    Einst war ich ein Baby, Baby, Baby,
    einst war ich ein Baby – winzigklein.
    Jetzt werd’ ich immer größer, größer, größer,
    jetzt werd’ ich immer größer – riesengroß.
  3. 3.

    Singen Sie das Lied „Im Stroh in der Krippe“ (Sing mit mir, F-1), „Des Heilands Wiegenlied“ (Sing mit mir, F-10) oder „Sei still, kleiner Liebling“ (Sing mit mir, F-5), oder tragen Sie den Text vor. Die Texte stehen hinten im Leitfaden.

  4. 4.

    Fertigen Sie für jedes Kind eine Kopie der Abbildung von Jesus und der Krippe (am Ende der Lektion) an. Lassen Sie die Kinder die Krippe anmalen und etwas Heu oder Wolle darankleben, damit das Baby ein weiches Bett hat. Dann dürfen die Kinder den kleinen Jesus anmalen. Helfen Sie ihnen, das Bild von Jesus auszuschneiden und auf die Krippe zu kleben.