Wähl das Rechte

Primarvereinigung Leitfaden 3: Wähl das Rechte B, 1995


Zweck

Wenn wir das Rechte wählen, hilft uns das, Jesus Christus nachzufolgen.

Vorzubereiten

  1. 1.

    Bereiten Sie für sich und für jedes Kind ein leeres Namensschild vor. Schreiben Sie auf eins Ihren Namen, und lassen Sie die anderen unbeschriftet.

  2. 2.

    Bereiten Sie sich vor, das „WdR-Lied“ (Mehr Lieder für Kinder, Seite 72) zu singen oder den Text vorzulesen. Der Text steht hinten im Leitfaden.

  3. 3.

    Sie brauchen:

    1. a)

      die Bibel

    2. b)

      einen Farb- oder Bleistift für jedes Kind

    3. c)

      für jedes Kind ein Stück Klebeband oder eine Sicherheitsnadel

    4. d)

      für jedes Kind einen WdR-Schild, den es ausmalen kann (ein Muster ist vorn im Leitfaden)

    5. e)

      einen WdR-Ring für jedes Kind, das im vorigen Jahr noch keinen bekommen hat

    6. f)

      Bild 3-1, „Johannes der Täufer tauft Jesus Christus“ (62133; Bild 208 in Bilder zum Evangelium)

  4. 4.

    Bereiten Sie weitere Aktivitäten aus dem Abschnitt „Zur Vertiefung“ vor, die Sie verwenden wollen.

Vorschlag für den Unterrichtsablauf

Bitten Sie ein Kind um das Anfangsgebet.

Meinen Namen ehren

Aufmerksamkeit wecken

Stellen Sie sich den Kindern vor. Sagen Sie ihnen, wie Sie heißen, und zeigen Sie Ihr Namensschild.

Geben Sie jedem Kind ein Namensschild und einen Farb- oder Bleistift, und lassen Sie jedes seinen Namen darauf schreiben. Helfen Sie denen, die noch nicht schreiben können. Befestigen Sie die Schilder auf der Kleidung der Kinder mit einem Stück Klebeband oder einer Sicherheitsnadel.

• Warum ist ein Name so wichtig? (Die Kinder sollen verstehen, daß sie sich durch ihren Namen von anderen Menschen unterscheiden.)

Nennen Sie den Namen von mehreren Leuten, die die Kinder kennen und achten, wie den Namen ihrer Eltern, des Bischofs, eines Missionars und des Präsidenten der Kirche. Fragen Sie die Kinder, was sie denken, wenn sie einen von diesen Namen hören, und was sie von diesen Leuten halten. Die Kinder sollen verstehen, daß wir die Menschen an ihrem Namen erkennen. Wenn wir den Namen von jemand hören, den wir kennen, stellen wir uns vor, wie derjenige aussieht und wie er sich benimmt.

Lassen Sie jedes Kind seinen Namen sagen.

• Was möchtet ihr, daß die Leute denken, wenn sie euren Namen hören?

• Wie könnt ihr dafür sorgen, daß die Leute an etwas Gutes denken, wenn sie euren Namen hören?

Lassen Sie die Kinder aufzählen, wie sie ihren eigenen Namen in Ehren halten können: zu Hause helfen, liebevoll, höflich und ehrlich sein, ihren Eltern gehorchen, die Gebote befolgen und Regeln und Gesetze einhalten. Wir fühlen uns wohl, wenn wir das Rechte wählen, und die Leute denken dann etwas Gutes, wenn sie unseren Namen hören.

Wenn ich das Rechte wähle, hilft mir das, über meinen Namen gut zu denken

Aktivität

Zeigen Sie den WdR-Schild vorn im Leitfaden.

• Was bedeutet WdR? (Wähl das Rechte.)

Erklären Sie: Wenn die Kinder das Rechte wählen, werden sie sich gut fühlen, wenn sie ihren Namen hören. Sagen Sie zusammen mit den Kindern Wähl das Rechte.

Erzählen

Erzählen Sie die folgende Geschichte von einem Jungen, der eine wichtige Entschei- dung zu treffen hatte:

Rolf spielte mit seinem Freund David auf dem Hof der Nachbarn. Die Nachbarn waren nicht zu Hause, und die beiden Jungen spielten mit den Spielsachen der Nachbars- kinder. Als der eine den anderen auf der Schaukel anstieß, ging die Schaukel kaputt und fiel herunter. Rolf und David wußten nicht, was sie tun sollten. Sie liefen weg und hofften, daß niemand sie gesehen hatte.

Rolf hatte ein schlechtes Gewissen, weil er und David die Schaukel kaputtgemacht hatten. Er dachte den ganzen Tag über immer wieder daran, konnte sich aber nicht entschließen, was er tun sollte. Als Rolf am nächsten Morgen aufwachte, erinnerte er sich daran, was WdR bedeutet. Laut sagte er vor sich hin, was er in der PV gelernt hatte: „Wähl das Rechte.“ Dann fiel ihm wieder die Schaukel der Nachbarn ein.

Er zog sich schnell an und lief nach nebenan. Eine Weile stand er vor der Tür, weil der Angst hatte, anzuklopfen. Schließlich klopfte er doch.

Als die Nachbarin an die Tür kam, sagte er ihr, was geschehen war. Sie hörte ihm wortlos zu, als er von der kaputten Schaukel erzählte. Dann legte sie ihm die Hand auf die Schulter und fragte nach seinem Namen. Er antwortete: „Rolf.“ Sie blickte ihn an und sagte: „Rolf, immer wenn ich dich sehe oder deinen Namen höre, werde ich daran denken, daß du ein ehrlicher Junge bist.“

• Wofür hat sich Rolf entschieden?

• Was hat ihm bei dieser Entscheidung geholfen?

Zeigen Sie den Kindern den WdR-Schild.

• Rolf hat das Rechte gewählt. Wie hat ihm das geholfen, seinen Namen in Ehren zu halten?

Lied

Singen Sie mit den Kindern das „WdR-Lied“, oder lesen Sie den Text vor.

Jesus Christus möchte, daß ich das Rechte wähle

Besprechen

Sagen Sie den Kindern, daß Sie jetzt an einen anderen Namen denken. Es ist der Name von jemand, der möchte, daß sie das Rechte wählen. Die Kinder sollen den Namen erraten. Geben Sie ihnen dazu Hinweise wie:

  1. 1.

    Er hat uns lieb.

  2. 2.

    Er hat uns gelehrt, wie wir das Rechte wählen können.

Sagen Sie den Kindern, daß Sie an Jesus Christus denken. Er hat uns gelehrt, daß wir immer das Rechte wählen sollen. Er hat uns gelehrt, daß wir auf die gleiche Weise getauft werden sollen wie er.

• Was wißt ihr darüber, wie Jesus getauft worden ist?

Bild besprechen

Zeigen Sie das Bild 3–1, „Johannes der Täufer tauft Jesus Christus“. Lesen Sie Matthäus 3:16 vor bis zu den Worten aus dem Wasser gestiegen. Erklären Sie, daß Jesus durch Untertauchen getauft worden ist.

• Wie sollt ihr nach dem Wunsch des Vaters im Himmel und Jesu Christi getauft werden? (Durch Untertauchen, genau wie Jesus.)

Fragen Sie die Kinder, wie alt sie sind. Wenn sie acht Jahre alt sind, dann sind sie alt genug, um sich taufen zu lassen. Dann tragen sie auch die Verantwortung für ihre Entscheidungen. Wenn sie sich taufen lassen und die Gebote befolgen, wählen sie das Rechte.

• Warum ist es so wichtig, daß man getauft wird?

• Wie zeigt man dadurch, daß man sich taufen läßt, daß man den richtigen Weg gewählt hat?

Wenn die Kinder sich dafür entscheiden, sich taufen zu lassen, dann entscheiden sie sich dafür, ein Mitglied der Kirche Jesu Christi zu werden und den Namen Jesu auf sich zu nehmen. Sie versprechen, daß sie ihn durch ihren eigenen Namen vertreten werden. Sie versprechen, daß sie sich bemühen wollen, so wie er zu sein und das zu tun, was er tun würde. Die Kinder sollen verstehen: Wenn sie das Rechte wählen, dann ehren sie den Namen Jesu Christi und den Namen seiner Kirche.

Zeugnis

Geben Sie den Kindern Zeugnis, wie wichtig es ist, immer das Rechte zu wählen.

Lied/Ring

Singen Sie mit den Kindern das „WdR-Lied“. Geben Sie dann denjenigen Kindern einen WdR-Ring, die im vorigen Jahr keinen erhalten haben.

Bitten Sie ein Kind um das Schlußgebet.

Zur Vertiefung

Wählen Sie aus den folgenden Vorschlägen diejenigen aus, die sich am besten für die Kinder in Ihrer Klasse eignen. Sie können sie im Unterricht selbst oder als Wiederholung oder Zusammenfassung verwenden. Weitere Anregungen dazu siehe „Der Unterricht“ in „Für den/die Lehrer(in)“.

  1. 1.

    Lassen Sie die Kinder von Begebenheiten erzählen, wo sie das Rechte gewählt haben, und dann beschreiben, wie ihnen danach zumute war.

  2. 2.

    Lassen Sie jedes Kind eine Kopie des WdR-Schilds, den Sie vorn im Leitfaden finden, anmalen.

  3. 3.

    Lassen Sie die Kinder Bilder malen, die zeigen, wie sie das Rechte wählen.

  4. 4.

    Lassen Sie die Kinder nacheinander vorführen, wie sie zu Hause eine Arbeit tun, die ihre Eltern ihnen aufgetragen haben. Sie sollen auch erklären, wieso sie damit das Rechte wählen.