Die Umkehr

Primarvereinigung Leitfaden 3: Wähl das Rechte B, 1995


Zweck

Jedes Kind soll den Grundsatz der Umkehr verstehen und auch, warum er für jeden so wichtig ist.

Vorzubereiten

  1. 1.

    Lesen Sie gebeterfüllt LuB 58:42 und 3 Nephi 9:22, und bereiten Sie sich vor, darüber zu sprechen.

  2. 2.

    Benutzen Sie das Plakat „Ein Mitglied der Kirche Jesu Christi werden“ aus Lektion 7 mit dem Wortstreifen „Der Glaube an Jesus Christus“ auf der ersten Stufe. Halten Sie auch den Wortstreifen „Die Umkehr“ bereit. (Es wäre auch gut, wenn Sie sich vorbereiten, den 4. Glaubensartikel mit den Kindern zu wiederholen, und den Kindern, die dazu imstande sind, zu helfen, den ganzen Glaubensartikel oder Teile daraus zu lernen, während Sie die einzelnen Grundsätze besprechen.)

  3. 3.

    Bereiten Sie die folgenden Wortstreifen vor (heben Sie sie auf, weil Sie sie in Lektion 22 noch einmal brauchen):

    Bereuen

    Um Vergebung bitten

    Wiedergutmachen

    Das Falsche nicht wieder tun

  4. 4.

    Bereiten Sie sich vor, mit den Kindern das Lied „Hilf mir, o Vater“ zu singen oder den Text zu sagen. Der Text steht hinten im Leitfaden.

  5. 5.

    Denken Sie daran, daß Kinder unter acht Jahren noch nicht verantwortlich sind. Man soll ihnen nicht das Gefühl geben, daß sie schuldig sind.

  6. 6.

    Sie brauchen:

    1. a)

      die Bibel, das Buch Mormon und ’Lehre und Bündnisse’

    2. b)

      Klebeband ein Pflaster

  7. 7.

    Bereiten Sie weitere Aktivitäten aus dem Abschnitt „Zur Vertiefung“ vor, die Sie verwenden wollen.

Vorschlag für den Unterrichtsablauf

Bitten Sie ein Kind um das Anfangsgebet.

Falls Sie den Kindern letzten Sonntag einen Auftrag gegeben haben, so fragen Sie jetzt nach.

Wir sollen umkehren, wenn wir eine falsche Entscheidung getroffen haben

Aufmerksamkeit wecken

Zeigen Sie den Kindern ein Pflaster.

• Habt ihr euch schon mal geschnitten?

• Was habt ihr dabei gefühlt?

• Was soll man tun, wenn man sich geschnitten hat? (Die Wunde säubern und ein Pflaster daraufkleben.)

• Warum sollen wir die Wunde säubern und ein Pflaster daraufkleben? (Damit sie schneller heilt.)

Wenn man etwas Falsches tut, ist es genauso, wie wenn man sich schneidet. Es tut uns innerlich weh und macht uns traurig, weil wir wissen, daß wir falsch gehandelt haben. Wenn wir einen Fehler gemacht haben, kann die Umkehr uns helfen. Sie kann eine geistige Wunde reinigen und heilen.

Befestigen Sie den Wortstreifen „Die Umkehr“.

Erzählen

Erzählen Sie die folgende Geschichte in eigenen Worten:

Rolf sollte für seine Mutter Garn kaufen. Auf dem Ladentisch stand ein Kasten mit Bonbons. Er hätte gern welche gehabt, hatte aber nicht genug Geld dafür. Als der Kaufmann wegging, um das Garn zu holen, steckte sich Rolf ein paar Bonbons in die Tasche. Als der Kaufmann zurückkam, bezahlte Rolf das Garn. Auf dem Heimweg aß er die Bonbons. Später fiel ihm ein, was seine Eltern ihn gelehrt hatten.

Lassen Sie ein Kind Exodus 20:15 vorlesen, oder lesen Sie es selbst vor.

• Wie hat Rolf sich wohl gefühlt? (Schlecht.)

• Was hat Rolf falsch gemacht? (Er hat Bonbons gestohlen.)

• Was kann Rolf tun, um das traurige Gefühl loszuwerden? (Umkehren.)

Lassen Sie ein Kind den Wortstreifen „Bereuen“ unter „Die Umkehr“ befestigen.

Erklären Sie: Wenn wir merken, daß wir etwas falsch gemacht haben, sollen wir zugeben, daß es falsch war, und bereuen, daß wir es getan haben. Der Vater gibt uns dieses Gefühl, damit wir merken, daß wir etwas Falsches getan haben.

Als nächstes muß Rolf für das, was er getan hat, um Vergebung bitten. Lassen Sie ein anderes Kind den Wortstreifen „Um Vergebung bitten“ befestigen.

• Wen muß Rolf um Vergebung bitten? (Den Vater im Himmel und den Verkäufer.)

Wenn wir von unserer falschen Entscheidung umkehren, müssen wir den Vater im Himmel um Vergebung bitten und auch denjenigen, dem wir Unrecht getan haben. Wir müssen zugeben, daß wir falsch gehandelt haben, und dann um Vergebung dafür bitten.

• Wie bitten wir den Vater im Himmel um Vergebung? (Beim Beten.)

Drittens muß Rolf das, was er falsch gemacht hat, wiedergutmachen. Lassen Sie ein anderes Kind den Wortstreifen „Wiedergutmachen“ unter den anderen beiden befestigen. Die Kinder müssen verstehen, daß wir uns bemühen müssen, alles wiedergutzumachen, was wir durch unsere falsche Entscheidung verursacht haben. Manchmal können wir es nicht richtig wiedergutmachen (wenn wir beispielsweise etwas kaputtgemacht haben), aber wir müssen tun, was möglich ist.

• Wie könnte Rolf seinen Fehler wiedergutmachen? (Er könnte in den Laden gehen und die Bonbons bezahlen oder für den Kaufmann arbeiten.)

Erinnern Sie die Kinder dann daran, daß Rolf nun noch etwas tun muß: Er muß sich vornehmen, das, was er falsch gemacht hat, nicht wieder zu tun. Lassen Sie ein anderes Kind den Wortstreifen „Das Falsche nicht wieder tun“ unter den anderen befestigen. Rolf muß sich also vornehmen, nie wieder etwas zu stehlen. Er weiß, daß er wirklich umgekehrt ist, wenn er das Falsche, was er getan hat, bereut und es zugibt, wenn er um Vergebung bittet, sich bemüht, das Falsche wiedergutzumachen, und sich vornimmt, das nie wieder zu tun. Zeigen Sie bei jedem Schritt auf den entsprechenden Wortstreifen.

Lied

Singen Sie das Lied „Hilf mir, o Vater“, oder sagen Sie den Text.

Die Umkehr ist ein Schritt, um ein Mitglied der wahren Kirche zu werden

Plakat besprechen

Erklären Sie: Jesus Christus möchte, daß wir wissen, wie man umkehrt, damit wir von unseren Fehlern umkehren können, wenn wir ein Mitglied seiner Kirche sind.

Zeigen Sie das Plakat „Ein Mitglied der Kirche Jesu Christi werden“ aus Lektion 7.

Erinnern Sie die Kinder daran, daß sie schon über einen Schritt gesprochen haben, wie man ein Mitglied der wahren Kirche wird. Dieser Schritt ist der Glaube an Jesus Christus. Nehmen Sie den Wortstreifen „Die Umkehr“, und befestigen Sie ihn auf dem Plakat.

Die Kinder sollen nun diese beiden Schritte nennen, die nötig sind, um ein Mitglied der wahren Kirche zu werden – Der Glaube und die Umkehr.

Erklären Sie: Wenn wir getauft sind, sollen wir unser ganzes Leben lang immer umkehren, wenn wir uns falsch entschieden haben. Der Erretter hat uns versprochen, daß er uns immer vergeben wird, wenn wir ehrlich umkehren, und daß er dann nicht mehr an unsere Sünden denken wird.

Lesen Sie LuB 58:42 vor.

• Welches Versprechen gibt Jesus uns, wenn wir umkehren?

Lehrer(in)

Erklären Sie, daß die Umkehr in unserem Leben sehr wichtig ist. Wenn man acht Jahre alt wird, ist man selbst für die Entscheidungen verantwortlich, die man trifft. Jesus weiß, daß wir uns nicht immer richtig entscheiden werden. Er hat uns lieb und hat uns eine Möglichkeit gegeben, wie wir unsere Fehler überwinden können. Er hat uns gesagt, daß wir umkehren müssen, damit wir wieder zu ihm und zum Vater im Himmel zurückkehren können.

Zusammenfassung

Schriftstelle erklären

Lassen Sie ein größeres Kind den ersten Satz aus 3 Nephi 9:22 vorlesen, oder lesen Sie ihn selbst vor.

Erklären Sie, daß die Umkehr eine sehr wichtige Segnung ist, die uns hilft, uns auf die Zeit vorzubereiten, wo wir wieder beim Vater im Himmel sein werden. Wenn wir alles getan haben, was in unserer Macht steht, um das wiedergutzumachen, was wir falsch gemacht haben, vergibt uns der Vater im Himmel, aber nur deshalb, weil Jesus Christus für uns das Sühnopfer vollbracht hat (siehe 2 Nephi 25:23).

Zeugnis

Geben Sie Zeugnis vom Grundsatz der Umkehr, und fordern Sie die Kinder auf, sich zu Hause die Umkehr noch einmal von ihren Eltern erklären zu lassen. Drücken Sie Ihren Dank dafür aus, daß der Vater im Himmel und Jesus es möglich gemacht haben, daß wir unsere Fehler in Ordnung bringen können, damit wir hier auf der Erde Freude haben und schließlich zu ihnen zurückkehren können, um für immer bei ihnen zu leben.

Bitten Sie ein Kind um das Schlußgebet.

Zur Vertiefung

Wählen Sie aus den folgenden Vorschlägen diejenigen aus, die sich am besten für die Kinder in Ihrer Klasse eignen. Sie können sie im Unterricht selbst oder als Wiederholung oder Zusammenfassung verwenden. Weitere Anregungen dazu siehe „Der Unterricht“ in „Für den/die Lehrer(in)“.

  1. 1.

    Bereiten Sie für jedes Kind ein Blatt Papier nach dem folgenden Muster vor. Die Kinder sollen die vier Schritte der Umkehr daraufschreiben. Für kleinere Kinder zeichnen Sie die Kreise für die beiden Gesichter, und lassen die Kinder die Gesichter selbst malen. Die Kinder sollen das Blatt mit nach Hause nehmen und an einer Stelle aufbewahren, wo sie es oft sehen und daran erinnert werden, daß sie durch die Umkehr traurige Gefühle in frohe verwandeln können.

  2. 2.

    Lassen Sie die Kinder darstellen, wie sie traurig sind und jemand um Vergebung bitten, weil sie etwas Falsches getan haben. Betonen Sie, daß wir ehrlich sein müssen, wenn wir um Vergebung bitten. Man hört oft an unserer Stimme, ob wir wirklich ehrlich sind. Führen Sie den Kindern vor, wie man unaufrichtig und aufrichtig um Vergebung bittet, und lassen Sie sie üben, es im richtigen Ton und mit der richtigen Haltung zu tun. 3. Erzählen Sie in eigenen Worten die Geschichte von der Bekehrung Almas des Jüngeren und der vier Söhne Mosias (siehe Mosia 27). Verweisen Sie dabei auf die einzelnen Schritte der Umkehr.