Wenn ich gehorsam bin, zeige ich, daß ich Glauben habe

Primarvereinigung Leitfaden 3: Wähl das Rechte B, 1995


Zweck

Jedes Kind soll verstehen, daß es seinen Glauben an den Vater im Himmel und an Jesus Christus dadurch zeigen kann, daß es die Gebote befolgt.

Vorzubereiten

  1. 1.

    Lesen Sie gebeterfüllt den Bericht von Lehi und seiner Familie in 1 Nephi 1 und 2.

  2. 2.

    Gegenstände oder Bilder, die zeigen, was Lehis Familie alles besaß und was sie zurücklassen mußte, als sie sich auf die Reise vorbereitete.

  3. 3.

    Bereiten Sie sich vor, das Lied „Glaube“ (Mehr Lieder für Kinder, Seite 2) zu singen oder den Text zu sagen.

  4. 4.

    Sie brauchen:

    1. a)

      das Buch Mormon

    2. b)

      Bild 3-39, „Lehi prophezeit dem Volk in Jerusalem“ (62527; Bild 300 in Bilder zum Evangelium); Bild 3-40, „Lehis Familie verläßt Jerusalem“ (62238; Bild 301 in Bilder zum Evangelium), und ein Bild des Präsidenten der Kirche

    3. c)

      WdR-Schild und -Ring

  5. 5.

    Bereiten Sie weitere Aktivitäten aus dem Abschnitt „Zur Vertiefung“ vor, die Sie verwenden wollen.

Vorschlag für den Unterrichtsablauf

Bitten Sie ein Kind um das Anfangsgebet.

Falls Sie den Kindern letzten Sonntag einen Auftrag gegeben haben, so fragen Sie jetzt nach.

Eine Möglichkeit, unseren Glauben zu zeigen, ist, daß wir gehorsam sind

Aufmerksamkeit wecken

Singen Sie das Lied „Glaube“ oder sagen Sie den Text. Bei jüngeren Klassen können Sie die vorgeschlagenen Bewegungen machen.

Glauben heißt, daß ich weiß,
daß morgen früh die Sonn’ aufgeht. (die Arme bilden einen Kreis über dem Kopf)
Glauben heißt, daß ich weiß,
der Herr hört immer mein Gebet. (Hand ans Ohr legen, dann die Hände falten)
Glauben gleicht dem Samenkorn, (die linke Hand wie zum Schöpfen formen, mit der rechten Hand einen Samen hineinpflanzen)
gesät, so wächst es schnell. (die rechte Hand zeigt, wie die Pflanze in der linken Hand wächst)
Glauben macht froh, (lächeln)
und wenn recht ich tu, (mit dem Zeigefinger nach oben weisen)
dann wird es in mir hell.

Wenn der Vater im Himmel und Jesus Christus uns etwas sagen, was wir tun sollen, dann nennt man das ein Gebot. Wenn wir die Gebote befolgen, dann zeigen wir dem Vater im Himmel und Jesus, daß wir ihnen vertrauen. Wir wissen, daß sie uns liebhaben und niemals etwas von uns verlangen würden, was nicht gut für uns ist. Wir zeigen unseren Glauben, wenn wir gehorchen.

Wir glauben an den Vater im Himmel und an Jesus, obwohl wir sie hier in unserem irdischen Leben noch nicht gesehen haben. Wir glauben dem Zeugnis anderer Menschen, die sie gesehen haben. Wir glauben auch daran, daß es den Heiligen Geist wirklich gibt. Er hat keinen Körper aus Fleisch und Knochen, sondern ist eine Person aus Geist in der Gestalt eines Menschen.

Glaubensartikel

Helfen Sie den Kindern, den ersten Glaubensartikel auswendig zu lernen.

Lehi zeigt seinen Glauben durch Gehorsam

Geschichte aus der Schrift/Bild

Wir sind die Kinder des Vaters im Himmel und können zeigen, daß wir an den Vater im Himmel und an Jesus Christus glauben. Im Buch Mormon hat ein Prophet, der Lehi heißt, durch seinen Gehorsam gezeigt, daß er an den Vater im Himmel und an Jesus glaubt.

Erzählen

Sie folgende Geschichte in eigenen Worten:

Vor ganz langer Zeit, sechshundert Jahre, bevor Jesus geboren wurde, lebte ein Prophet, der Lehi hieß, mit seiner Familie in Jerusalem. Seine Frau hieß Saria. Sie hatten vier Söhne, die Laman, Lemuel, Sam und Nephi hießen.

Lehi und seine Familie waren wohlhabend, und es ging ihnen gut. Lehi hatte den Vater im Himmel und Jesus lieb. Er belehrte auch seine Kinder, sie liebzuhaben und ihre Gebote zu halten.

Zeigen Sie das Bild 3-39, „Lehi prophezeit dem Volk in Jerusalem“.

Damals waren die Leute, die in Jerusalem lebten, sehr schlecht. Lehi bemühte sich, sie über den Vater im Himmel und Jesus und ihre Gebote zu belehren, aber die Leute wollten nichts von alledem hören.

Als Lehi eines Tages betete, hatte er einen Traum oder eine Vision. Er sah vieles, was wunderbar war. Er sah auch, daß Jerusalem zerstört werden würde, wenn die Leute nicht umkehrten. Lehi lobte den Vater im Himmel, denn er wußte, daß dieser die Leute in Jerusalem warnen wollte. Der Vater im Himmel gebot ihm, den Leuten zu sagen, was er gesehen hatte. Lehi tat das auch. Er sagte den Leuten, daß Jerusalem zerstört werden würde, wenn sie nicht umkehrten.

• Was hat Lehi in der Vision gesehen? (Vieles, darunter die Zerstörung Jerusalems; siehe 1 Nephi 1:13.)

• Wie hat sich Lehi nach dieser Vision wohl gefühlt? (Er lobte den Vater im Himmel; er war glücklich; siehe 1 Nephi 1:14,15.)

Lehi brauchte Mut, um den Leuten zu sagen, daß sie von ihrer Schlechtigkeit umkehren sollten. Er glaubte aber daran, daß der Vater im Himmel ihn beschützen würde, darum führte er seinen Auftrag aus. Doch die Leute wollten nicht auf ihn hören und verspotteten ihn, ja, sie versuchten sogar, ihn zu töten, weil sie nicht hören wollten, daß sie schlecht waren.

• Wodurch zeigte Lehi, daß er an den Vater im Himmel glaubte? (Er gehorchte und sagte den Leuten, daß sie umkehren sollten; siehe 1 Nephi 1:4,18.)

• Was taten die Leute, als Lehi ihnen sagte, daß sie umkehren sollten? (Sie lachten ihn aus und wollten ihn sogar töten; siehe 1 Nephi 1:19,20.)

• Wie hat Lehi sich wohl gefühlt, als die Leute ihm nicht zuhören wollten?

Schriftstelle/Besprechen

Einige Zeit später sprach der Vater im Himmel zu Lehi. Die Kinder sollen zuhören, was er ihm geboten hat. Lesen Sie 1 Nephi 2:1,2 vor.

• Was hat der Vater im Himmel Lehi geboten? (Er sollte Jerusalem verlassen und in die Wildnis ziehen.)

Erklären Sie: Eine Wildnis ist ein Platz, wo niemand wohnt und wo es weder Häuser noch Straßen gibt. Der Vater im Himmel gebot Lehi und seiner Familie, ganz allein an einen Ort zu gehen, wo außer ihnen niemand war.

• Warum sollte Lehi seine Familie aus Jerusalem wegführen? (Schlechte Menschen wollten Lehi töten, die Stadt sollte zerstört werden.)

Die Kinder sollen zuhören, was Lehi tat. Lesen Sie 1 Nephi 2:3,4.

• Was hat Lehi getan? (Er hat alles eingepackt, was er in der Wildnis brauchte, und ist mit seiner Familie aus Jerusalem weggezogen.)

Geschichte aus der Schift/Bild

Zeigen Sie das Bild 3-40, „Lehis Familie verläßt Jerusalem“.

Lehi hatte zwar lange Zeit in Jerusalem gewohnt, aber er gehorchte sofort und zog weg. Er und seine Familie mußten ihr Haus, ihr Land, die meisten Kleider, ihr Gold und Silber und anderes, was ihnen gehörte, zurücklassen. Sie nahmen etwas zu essen, Kleidung, Zelte und andere Sachen mit, die sie brauchten. Wahrscheinlich haben sie das auf Kamele oder Esel geladen. Dann zogen sie in die Wildnis.

Weisen Sie darauf hin, daß es Lehi nicht leichtfiel, wegzugehen, aber er war bereit, dieses Gebot zu befolgen.

• Wodurch hat Lehi gezeigt, daß er an den Vater im Himmel und an Jesus Christus glaubte? (Er war gehorsam. Er warnte die schlechten Menschen, und er ließ sein Haus und seinen Besitz zurück und zog in die Wildnis, weil es ihm geboten wurde.)

Besprechen

Die Kinder sollen sich vorstellen, daß sie zu Lehis Familie gehören.

Sie sollen überlegen, was sie mitnehmen würden, wenn sie in die Wildnis gingen. Jeder soll sagen, was er mitnehmen würde und was er zurücklassen würde. Sie könnten verschiedene Gegenstände oder Bilder zeigen, die darstellen, worunter Lehis Familie wählen konnte. Beispiele: Ein Ring steht für Schmuck, eine Münze für Geld, ein Apfel für Nahrung. Die Kinder sollen sagen, was Lehis Familie brauchte. Erinnern Sie daran, daß sie nicht viel mitnehmen können.

Aktivität

Lassen Sie die Kinder aussuchen, was sie mitnehmen würden, wenn sie mit Lehi in die Wildnis gingen. Das erste Kind sagt: „Wenn ich mit Lehi in die Wildnis ginge, würde ich ____________________ mitnehmen.“ Das zweite Kind wiederholt, was das erste mitnehmen würde, und sucht dann selbst etwas aus. Jedes folgende Kind zählt zuerst alles auf, was die anderen mitgenommen hätten, und fügt dann selbst etwas hinzu. Fahren Sie fort, bis jedes Kind (und der/die Lehrer(in)) mindestens einmal an der Reihe war.

• Wie wäre euch wohl zumute, wenn ihr wüßtet, daß ihr eure Freunde und eure Sachen nie wiedersehen würdet?

• Wie hat Lehis Familie sich wohl gefühlt?

Es erforderte großen Glauben, dem Vater im Himmel zu gehorchen und Jerusalem zu verlassen. Lehi und seine Familie wurden gesegnet, weil sie gehorsam waren.

Wenn wir das Rechte wählen, sind wir gehorsam

Rollenspiel

Zeigen Sie WdR-Schild und -Ring.

• Was bedeuten die Buchstaben WdR? (Wähl das Rechte.)

Das Rechte wählen bedeutet, daß man das tut, was der Vater im Himmel und Jesus wünschen.

Erzählen

Sie die folgenden Geschichten in eigenen Worten. Die Kinder sollen sie darstellen:

  1. 1.

    Auf dem Heimweg kommt ihr mit euren Freunden am Garten eines Nachbarn vorbei. Da steht ein Kirschbaum mit herrlichen Kirschen. Eure Freunde wollen hineingehen und welche pflücken. Sie sagen, daß es so viele gibt, daß es nicht auffällt, wenn sie einige davon nehmen.

    • Was möchten der Vater im Himmel und Jesus, das ihr tun sollt?

    Sagen Sie den Kindern: Wenn sie das Rechte wählen, dann sind sie gehorsam und zeigen, daß sie an den Vater im Himmel und an Jesus glauben.

  2. 2.

    Ihr möchtet mit eurem Lieblingsspielzeug spielen, aber euer Bruder hat es.

    • Was möchten der Vater im Himmel und Jesus, das ihr tun sollt?

    Erklären Sie: Wenn wir das tun, was der Vater im Himmel und Jesus wünschen, wählen wir das Rechte.

    Wenn Sie noch Zeit haben, können Sie das Bild des Präsidenten der Kirche zeigen und die Kinder einiges aufzählen lassen, wozu er uns aufgefordert hat. Besprechen Sie, wie wir gesegnet werden können, wenn wir diese Gebote befolgen.

Zusammenfassung

Zeigen Sie noch einmal WdR-Schild und -Ring, und erinnern Sie die Kinder daran, daß sie immer das Rechte wählen sollen. Wenn sie das Rechte wählen, dann sind sie gehorsam. Wenn sie gehorchen, dann zeigen sie dem Vater im Himmel und Jesus Christus ihren Glauben.

Bitten Sie ein Kind um das Schlußgebet.

Zur Vertiefung

Wählen Sie aus den folgenden Vorschlägen diejenigen aus, die sich am besten für die Kinder in Ihrer Klasse eignen. Sie können sie im Unterricht selbst oder als Wiederholung oder Zusammenfassung verwenden. Weitere Anregungen dazu siehe „Der Unterricht“ in „Für den/die Lehrer(in)“.

  1. 1.

    Lassen Sie ein Gemeindemitglied erzählen, wie Gehorsam ihm geholfen hat. Geeignet wäre ein zurückgekehrter Missionar, ein neugetauftes Mitglied oder jemand, der kürzlich durch den Tempel gegangen ist. Bitten Sie um die Genehmigung der PV-Leiterin und Ihres Priestertumsführers, bevor Sie jemand einladen.

  2. 2.

    Bringen Sie einige Gegenstände mit, die Schutz bieten: Schuhe, Mütze, Regenschirm usw. Es sollen genug Gegenstände für alle Kinder in der Klasse sein. Die Kinder sollen nacheinander einen Gegenstand aussuchen und erzählen, wie er uns schützt (Schuhe schützen die Füße usw.). Sagen Sie den Kindern, daß wir auch Schutz haben, wenn wir unseren Eltern und unseren Führern gehorchen. Sprechen Sie über einige Regeln und darüber, wie sie uns schützen können.

  3. 3.

    Halten Sie die Hände hoch, und zeigen Sie den Kindern, wie Sie die Finger bewegen können. Erklären Sie, daß Sie Ihre eigenen Finger und Hände bewegen können, aber nicht die von jemand anders. Lassen Sie die Kinder die Hände hochhalten, die Finger bewegen und zur Faust öffnen und schließen. Die Kinder sollen verstehen, daß ihre Hände ihnen gehorchen, wenn sie ihnen befehlen, das Rechte zu wählen.

  4. 4.

    Singen Sie die zweite Strophe des Liedes „Ich hab zwei kleine Hände“, oder sagen Sie den Text.

    Lieber Vater, ich dank für die Hände recht schön.
    Bitte, segne sie beide, bis sie einst verstehn,
    daß es immer nur Freude und Glück gibt für’s Kind,
    wenn die zwei kleinen Hände gehorsam stets sind. (Sing mit mir, B-74.)
  5. 5.

    Finden Sie alle Möglichkeiten, das Rechte zu wählen, die im dreizehnten Glaubensartikel enthalten sind. Beteiligen Sie die Kinder. Lassen Sie sie die Möglichkeiten zählen, darauf zeigen oder sie wiederholen. Regen Sie die Kinder an, eine oder zwei Textstellen auswendig zu lernen, die ihnen wichtig erscheinen.