An den Herrn Jesus Christus glauben

Primarvereinigung Leitfaden 3: Wähl das Rechte B, 1995


Zweck

Den Glauben der Kinder an den Herrn Jesus Christus zu stärken.

Vorzubereiten

  1. 1.

    Lesen Sie gebeterfüllt Mosia 4:21; Alma 32; Ether 2,3 und LuB 29:6. Sie sollen im Unterricht Ether 2:17, 23; 3:6 und LuB 29:6 lesen.

  2. 2.

    Besorgen Sie sich kleine, saubere Steine, oder schneiden Sie „Steine“ aus dickem Papier aus. Schreiben Sie auf die Unterseite „Glaube an den Herrn Jesus Christus“, auf jeden Stein einen Buchstaben, wie unten angegeben.

    stone sign

    Legen Sie die Steine mit den Buchstaben nach unten auf den Tisch oder den Fußboden.

  3. 3.

    Sie brauchen:

    1. a)

      möglichst für jedes Kind das Buch Mormon und ,Lehre und Bündnisse‘

    2. b)

      für jedes Kind einen Zettel und einen Farb- oder Bleistift

    3. c)

      einen interessanten Gegenstand (der sich möglichst auf die Lektion bezieht) unter einem Tuch versteckt

    4. d)

      Bild 3-55, „Jareds Bruder sieht den Finger des Herrn“ (62478; Bild 318 in Bilder zum Evangelium) 4. Bereiten Sie weitere Aktivitäten aus dem Abschnitt „Zur Vertiefung“ vor, die Sie verwenden wollen.

Vorschlag für den Unterrichtsablauf

Bitten Sie ein Kind um das Anfangsgebet.

Falls Sie den Kindern letzten Sonntag einen Auftrag gegeben haben, so fragen Sie jetzt nach.

Wir können an Jesus Christus glauben

Aufmerksamkeit wecken

Erzählen Sie in eigenen Worten folgende Geschichte:

Ein kleines Mädchen brachte seinem Vater das Essen. Der Vater arbeitete unten in einem Brunnen. Sie konnte ihren Vater nicht sehen, als sie hinuntersah, weil es drinnen ganz dunkel war. Als sie ihn aber rief, und er antwortete, wußte sie, daß er da war. Der Vater sagte, sie solle das Lunchpaket in den Brunnen werfen, und er werde es auffangen. Er fing das Päckchen auf und rief dann, daß er nicht soviel essen könne. Sie solle mit ihm essen. „Spring nur einfach“, sagte er, „und ich fange dich auf. Du kannst mich zwar nicht sehen, aber ich sehe dich, und ich werde dich sicher auffangen.“ Sie sprang in den dunklen Brunnen, und ihr Vater fing sie mit seinen starken Armen sicher auf. Das war eine schöne Mahlzeit.

Erklären Sie: Dies kleine Mädchen verließ sich darauf, daß ihr Vater sie auffing, obwohl sie ihn nicht sehen konnte. Dieses Vertrauen ist wie Glauben. Glauben bedeutet, daß man etwas zwar nicht sehen kann, aber doch fest davon überzeugt ist, daß es wahr ist (siehe Ether 12:6).

Objektbezogener Unterricht

Zeigen Sie den Kindern den Gegenstand, der von einem Tuch verdeckt wird.

• Glaubt ihr, daß unter diesem Tuch etwas liegt? Warum?

Lassen Sie die Kinder raten, was es sein könnte. Zeigen Sie dann den Gegenstand. Heben Sie hervor, daß sie den Gegenstand nicht sehen konnten, aber doch glaubten, daß er da sei.

Erklären Sie: Auch wenn wir Jesus Christus nicht sehen, glauben wir, daß er da ist. Wir sehen überall Beweise für seine Existenz, wenn wir uns in der Welt umsehen, die er geschaffen hat, wenn wir uns die Sterne am Himmel ansehen, und besonders, wenn wir in der Schrift lesen. Es gibt auch Propheten, die uns sagen, daß sie ihn gesehen haben. Heute wollen wir über jemand im Buch Mormon hören, der so starken Glauben hatte, daß er Jesus Christus tatsächlich sah.

Jareds Bruder und die Jarediten hatten Glauben

Aus der Schrift/Besprechen

Erinnern Sie die Kinder daran, daß sie schon über die Nephiten und Lamaniten im Buch Mormon gehört haben. Erklären Sie, daß es dort noch eine andere Gruppe von Leuten gab. Sie kamen viel eher als Lehis Familie. Sie wurden Jarediten genannt, denn ihr Führer hieß Jared. Jared hatte einen Bruder, der besonders gläubig war. Jesus Christus hörte die Gebete von Jareds Bruder und segnete das Volk.

Er sagte den Jarediten, daß sie ihre Familie und ihren Besitz sammeln sollten, dazu auch ihr Vieh und Samen von jeder Art. Wenn sie alles beisammen hätten, wollte er sie in ein auserwähltes Land führen.

Die Jarediten waren gläubig und gehorchten Jesus. Er sprach aus einer Wolke zu Jareds Bruder und führte die Jarediten in die Wildnis. Sie überquerten viele Gewässer und kamen an das große Meer.

Erinnern Sie die Kinder daran, daß Jareds Bruder gesegnet wurde, weil er so großen Glauben hatte. Er zeigte seinen Glauben dadurch, daß er den Vater im Himmel um Hilfe bat und dann das tat, was der Vater im Himmel gebot.

Fahren Sie mit der Erzählung von Jareds Bruder fort:

Jesus Christus wies Jareds Bruder an, acht Schiffe zu bauen, die die Jarediten übers Meer in das verheißene Land tragen sollten. Die Jarediten befolgten seine Anleitung und bauten die Schiffe.

Der Erretter sagte zu Jareds Bruder, daß die Schiffe manchmal unter Wasser fahren würden, deshalb mußten sie so gebaut werden, daß kein Wasser eindringen konnte.

Schriftstelle

Helfen Sie den Kindern, die lesen können, Ether 2:17 im Buch Mormon aufzuschlagen. Lesen Sie gemeinsam wie darin die Schiffe der Jarediten beschrieben werden.

Lassen Sie die Kinder ihre Hände zusammenlegen wie ein Schiff und sie erst auf die eine und dann auf die andere Seite drehen, um zu zeigen, wie die Schiffe sich auf beide Seiten legen konnten – wie eine Schüssel, die dicht auf einer anderen liegt.

Zeichnen

Geben Sie den Kindern Papier und Farb- oder Bleistifte. Sie sollen die Schiffe malen, wie sie meinen, daß sie der Beschreibung nach aussehen, die sie gerade gelesen haben. Lesen Sie sie nötigenfalls noch einmal, während die Kinder zeichnen.

Lassen Sie die Kinder ihre Bilder zeigen. Sammeln Sie dann die Bilder und die Exemplare des Buches Mormon ein. Sagen Sie, daß Sie die Bilder nach der PV zurückerhalten. Erklären Sie auch, daß wir nicht genau wissen, wie die Schiffe ausgesehen haben.

Jareds Bruder hat Jesus Christus gesehen

Erklären Sie: Die Schiffe waren so dicht geschlossen, daß es drinnen ganz dunkel war, und die Menschen und Tiere, die darin waren, konnten auch keine frische Luft bekommen. Die Menschen fragten sich, wie sie sehen oder atmen könnten, während sie über das Meer fuhren. Jesus Christus gab ihnen die Anweisung, oben und unten in jedes Schiff ein Loch zu schneiden. Diese Löcher konnte man verschließen. So konnten die Jarediten, wenn sie auf dem Wasser waren, das Loch öffnen und frische Luft hereinlassen. Wenn Wasser eindrang, konnten sie das Loch wieder verschließen.

Jareds Bruder wußte, daß sie noch kein Licht in den Schiffen hatten. Er betete und fragte, wie sie Licht bekommen könnten.

Schriftstelle/Besprechen

Lesen Sie Ether 2:23 vor, und erklären Sie, was Jesus Christus zu Jareds Bruder gesagt hat. Jesus forderte ihn auf, selbst etwas vorzuschlagen, was er tun könne.

• Was hättet ihr an der Stelle von Jareds Bruder vorgeschlagen?

Aus der Schrift/Steine

Erzählen Sie, daß Jareds Bruder auf einen Berg stieg und sechzehn kleine, durchsichtige Steine aus einem Felsen schmolz.

Zeigen Sie auf die Steine (oder Papierstücke), die Sie hingelegt haben. Sagen Sie, daß die Steine von Jareds Bruder hell und klar wie Glas waren.

Jareds Bruder trug die Steine hinauf auf den Berg und betete. Er sagte, er wisse, wenn der Herr die Steine berührte, dann würden sie leuchten. So hätten sie dann Licht in ihren Schiffen, wenn sie übers Meer fuhren. Als er gebetet hatte, geschah etwas Wunderbares.

Schriftstelle

Lesen Sie Ether 3:6 vor (bis: „er sah den Finger des Herrn“).

• Was hat Jesus Christus mit den Steinen gemacht?

Bild/Aus der Schrift

Zeigen Sie das Bild 3-55, „Jareds Bruder sieht den Finger des Herrn“.

Wie Jareds Bruder sah, daß der Finger Jesu Christi die Steine berührte, war er so erstaunt, daß er zu Boden fiel. Als der Herr ihn fragte, warum er zu Boden gefallen sei, antwortete er, er habe nicht gewußt, daß der Herr einen Finger wie ein Mensch habe. Dann fragte Jesus Jareds Bruder, ob er alles glaubte, was der Herr gesagt hatte. Jareds Bruder sagte ja, und der Herr sagte, daß er sich ihm zeigen könne, weil er so großen Glauben habe. Dann zeigte Jesus sich Jareds Bruder und sagte ihm, daß noch nie jemand so großen Glauben bewiesen habe wie er.

• Warum hat sich Jesus Christus Jareds Bruder gezeigt? (Weil Jareds Bruder so großen Glauben hatte.)

Erklären Sie: Jareds Bruder wußte, daß die Steine leuchten würden, wenn Jesus sie berührte, und sie taten es.

Die Jarediten hatten auch großen Glauben an Jesus Christus. Sie stiegen in ihre Schiffe, und weil sie so starken Glauben hatten, wurden sie sicher in das verheißene Land geführt.

Wir können Glauben wie Jareds Bruder haben

Lehrer(in)

Erklären Sie, daß wir heute auch so starken Glauben wie Jareds Bruder haben können. Glauben bedeutet, daß man dem Vater im Himmel und Jesus Christus vertraut.

Wir zeigen unseren Glauben, wenn wir gehorsam sind und beten. Es ist uns verspro- chen worden, daß unsere Gebete beantwortet werden, wenn wir gläubig um das bitten, was recht ist (siehe Mosia 4:21).

Glaubensartikel

Helfen Sie den Kindern, möglichst viel vom vierten Glaubensartikel aufzusagen.

Situationen/Besprechen

Lesen Sie LuB 29:6 vor.

Erklären Sie, daß wir Glauben brauchen, wenn wir zum Vater im Himmel beten. Der Vater im Himmel hat uns versprochen, daß er unsere Gebete beantwortet, wenn wir gläubig beten. Es genügt nicht, daß wir einfach nur beten. Wir müssen auch glauben, daß er unsere Gebete so beantwortet, wie es am besten für uns ist.

Beispiele/Besprechen

Lesen Sie der Klasse die folgenden Situationen vor. Die Kinder sollen sagen, wie man in jeder Situation Glauben zeigen kann.

  1. 1.

    Bernd hatte seinen WdR-Ring auf dem Spielplatz verloren. Sein bester Freund, Rüdiger, sagte, daß er ihn im Sand und zwischen dem Gras bestimmt nicht wiederfinden würde. Bernd wußte, daß er besondere Hilfe brauchte. Er wollte seinen Ring wiederfinden. Am Abend betete er und bat den Vater im Himmel um Hilfe. Danach hatte er ein ruhiges Gefühl. Er spürte, daß der Vater im Himmel und Jesus Christus und der Heilige Geist ihm helfen würden, seinen Ring wiederzufinden. Am nächsten Tag fand er den Ring.

    • Wie hat Bernd gezeigt, daß er an Jesus Christus glaubte?

    • Wie wurde sein Glaube belohnt?

  2. 2.

    Susi sollte am nächsten Sonntag in der PV eine Ansprache halten. Sie hatte das noch nie getan und hatte Angst. In der Woche bereitete Susi fleißig ihre Ansprache vor. Aber am Sonntag hatte sie immer noch Angst und war unsicher. Bevor sie zur Kirche ging, kniete sie sich vor ihr Bett und bat den Vater im Himmel, ihr zu helfen, daß sie ruhig sein könne. Sie wußte, daß sie sich gut vorbereitet hatte, und sie spürte, daß der Vater im Himmel ihr helfen würde.

    • Wie hat Susi ihren Glauben gezeigt?

    • Wie wurde ihr Glaube wohl belohnt?

Erinnern Sie die Kinder daran, daß ihr Gebet beantwortet werden kann, wenn sie gläubig bitten. Manchmal wird unser Gebet nicht so beantwortet, wie wir es uns wünschen. Aber wenn wir an den Vater im Himmel und an Jesus Christus glauben, wissen wir, daß wir die Antwort bekommen, die für uns am besten ist.

Zusammenfassung

Spiel

Spielen Sie mit den Steinen oder Papierstücken das folgende Spiel. Lassen Sie die Kinder abwechselnd Buchstaben nennen. Wenn ein Kind einen Buchstaben nennt, der auf den Steinen steht, drehen Sie den oder die Steine um, auf denen der betreffende Buchstabe steht. Wenn alle Steine umgedreht sind, lesen Sie mit der Klasse, was darauf steht, und fragen dann:

• Wie können wir zeigen, daß wir an den Vater im Himmel und an Jesus Christus glauben?

Zeugnis

Geben Sie zum Abschluß Zeugnis, daß der Vater im Himmel unsere Gebete hört und beantwortet, wenn wir Glauben haben. Sie können ein eigenes Erlebnis erzählen, wie ein Gebet beantwortet wurde. Regen Sie die Kinder an, stärkeren Glauben zu entwickeln.

• Wie hat Jareds Bruder seinen Glauben gestärkt? (Mögliche Antworten: er hat um Hilfe gebetet; er hat auf das gehört, was Jesus Christus sagte; er hat an die Gebote geglaubt, die er erhielt, und hat sie befolgt.)

Geben Sie den Kindern am Ende der PV die Bilder von den Schiffen zurück.

Bitten Sie ein Kind um das Schlußgebet.

Zur Vertiefung

Wählen Sie aus den folgenden Vorschlägen diejenigen aus, die sich am besten für die Kinder in Ihrer Klasse eignen. Sie können sie im Unterricht selbst oder als Wiederholung oder Zusammenfassung verwenden. Weitere Anregungen dazu siehe „Der Unterricht“ in „Für den/die Lehrer(in)“.

  1. 1.

    Geben Sie jedem Kind einen der Steine zur Erinnerung daran, daß sein Glaube so stark sein kann wie der von Jareds Bruder. Sie können jedes Kind das Wort Glauben auf seinen Stein schreiben lassen.

  2. 2.

    Lassen Sie die Kinder den ersten Teil des vierten Glaubensartikels sagen: „Wir glauben, daß die ersten Grundsätze und Verordnungen des Evangeliums sind: erstens der Glaube an den Herrn Jesus Christus.“

  3. 3.

    Singen Sie mit den Kindern das Lied „Glaube“ (Mehr Lieder für Kinder, Seite 2), oder sagen Sie den Text:

    Glauben heißt, daß ich weiß,
    daß morgen früh die Sonn’ aufgeht. (mit den Armen einen Halbkreis über dem Kopf bilden)
    Glauben heißt, daß ich weiß, der Herr hört immer mein Gebet. (Hand ans Ohr legen)
    Glauben gleich dem Samenkorn, (mit der rechten Hand etwas in die linke
    Hand pflanzen) gesät, so wächst es schnell. (rechte Hand zeigt, wie die Pflanze wächst)
    Glauben macht froh, und wenn recht ich tu, (Zeigefinger aufwärts richten) dann wird es in mir hell.
  4. 4.

    Zeigen Sie den Kindern ein Samenkorn. Fragen Sie, was geschieht, wenn man es in die Erde steckt und begießt. Sie können auch jedes Kind einen Samen in einen kleinen Blumentopf oder einen Pappbecher mit Erde pflanzen lassen. Fordern Sie die Kinder auf, den Samen gut zu pflegen.

    • Wie müssen wir den Samen pflegen, damit er wächst?

    Erklären Sie: So, wie wir glauben, daß dieser Same wächst, wenn er gut gepflegt wird, glauben wir auch daran, daß der Vater im Himmel unsere Gebete beantwortet, wenn wir seine Gebote halten und gläubig beten.