Jesus Christus liebt jeden von uns

Primarvereinigung Leitfaden 3: Wähl das Rechte B, 1995


Zweck

Jedes Kind soll wissen, daß Jesus Christus alle Kinder überall liebhat und sie segnet.

Vorzubereiten

  1. 1.

    Lesen Sie gebeterfüllt Markus 10:13–16 und 3 Nephi 17.

  2. 2.

    Bereiten Sie für jedes Kind einen Kreis aus Papier wie folgt vor:

  3. 3.

    Bereiten Sie folgende Wortstreifen vor:

    Holland

    Fidschiinseln

    Mexiko

  4. 4.

    Sie sollen folgende Länder und Orte auf der Weltkarte zeigen: (a) Ihr eigenes Land, (b) Jerusalem, (c) Nord- und Südamerika, (d) die Niederlande, (e) die Fidschiinseln und (f) Mexiko.

  5. 5.

    Bereiten Sie sich vor, die Kinder das Lied „Kinder auf der ganzen Welt“ (Sing mit mir, Seite 23) zu lehren.

  6. 6.

    Sie brauchen:

    1. a)

      folgende Ausschneidefiguren von Kindern in Nationaltracht: „Holländischer Junge“ (3-7), „Mädchen von den Fidschiinseln“ (3-8) und „Zwei mexikanische Jungen“ (3-9 und 3-10)

    2. b)

      Bild 3-56, „Christus und die Kinder“ (62467; Bild 216 in Bilder zum Evangelium) Bild 3-57, „Jesus segnet die nephitischen Kinder“, und Bild 3-58, „Weltkarte“; Sie können auch einen Globus benutzen

  7. 7.

    Bereiten Sie weitere Aktivitäten aus dem Abschnitt „Zur Vertiefung“ vor, die Sie verwenden wollen. ):

Vorschlag für den Unterrichtsablauf

Bitten Sie ein Kind um das Anfangsgebet.

Falls Sie den Kindern letzten Sonntag einen Auftrag gegeben haben, so fragen Sie jetzt nach.

Jesus hat alle Kinder lieb

Aufmerksamkeit wecken

Zeigen Sie das Bild 3-58, „Weltkarte“, und zeigen Sie auf das Land, in dem Sie leben. Sagen Sie den Kindern, daß sie heute etwas über andere Länder auf der Welt lernen werden.

Zeigen Sie den Wortstreifen „Holland“ und die Ausschneidefigur 3-7. Zeigen Sie die Niederlande auf der Weltkarte. Sagen Sie, daß der größte Teil dieses Landes früher unter Wasser war. Die Leute pumpten das Wasser ab und bauten Deiche, damit das Meer nicht wieder zurückkommen konnte. Früher benutzte man Windmühlen, um die Pumpen anzutreiben. Die Leute, die dort leben, sind dafür bekannt, daß sie Tulpen und andere schöne Blumen züchten. Die Leute auf dem Dorf und in den Fischer- dörfern tragen oft Holzschuhe, die Klompen heißen. Diese Schuhe klappern laut auf dem Fußboden, aber sie schützen die Füße auf dem feuchten Boden besser als Lederschuhe.

Zeigen Sie den Wortstreifen „Fidschiinseln“ und die Ausschneidefigur 3-8. Zeigen sie die Fidschiinseln auf der Weltkarte. Erklären Sie, daß die Leute dort auf einer Insel mitten im Meer wohnen. Sie züchten Bananen, Kokosnüsse und Zuckerrohr. Sie haben tropisches Klima, d. h. es ist immer warm. Manche Leute nennen diese Inseln das „Land der herrlichen Sonnenaufgänge“, aber die Leute, die dort leben, nennen sie die glücklichen Inseln, weil sie ihre Heimat so lieben.

Zeigen Sie den Wortstreifen „Mexiko“ und die Ausschneidefiguren 3-9 und 3-10. Zeigen Sie Mexiko auf der Weltkarte. In Mexiko sprechen die Leute Spanisch. Seit langem wird dort Mais angebaut. Das ist ihr Hauptnahrungsmittel. An den neun Abenden vor Weihnachten kommen Nachbarn und Freunde zusammen und spielen die Geschichte von Maria und Josef auf der Reise nach Betlehem. Nachher bekommen die Kinder eine „Pinata“. Die Pinata ist ein Behälter aus Ton oder Pappmaché, der Tiergestalt hat und mit Süßigkeiten, Obst und Spielzeug gefüllt ist. Die Pinata wird an der Zimmerdecke aufgehängt. Den Kindern werden die Augen verbunden, und sie versuchen abwechselnd, die Pinata mit einem Stock zu zerschlagen. Wenn der Inhalt herausfällt, sammeln sie ihn möglichst schnell auf.

Erklären Sie, daß die Kinder in diesen verschiedenen Ländern auf manche Art gleich und auf andere Art wieder ganz verschieden sind. Aber es ist ganz egal, ob sie so aussehen und dasselbe tun wie wir. Der Vater im Himmel und Jesus haben sie genauso lieb wie euch. Sie lieben alle Kinder überall und behüten sie.

Lied

Lehren Sie die Kinder das Lied „Kinder auf der ganzen Welt“. Sie sollen es ein- oder zweimal singen.

In aller Welt, wenn es abends spät,
knien Gottes Kinder im Gebet.
Jedes dankt in seinen Worten ihm
und sagt danke, danke auf seine Weis’.
„Gracias“, „malo“, „wir danken schön“.
Der Vater kann alle die Sprachen verstehn.
Einer sagt „tak“, ein andrer „merci“,
„okansha shimasu“, „we thank thee“.
Der Vater im Himmel freut sich,
er höret jeden an. Der Vater dort im Himmel,
der kennt sie, liebt sie, allesamt.

Bild/Aus der Schrift

Zeigen Sie das Bild 3-56, „Christus und die Kinder“, und zeigen Sie Jerusalem auf der Weltkarte. Erzählen Sie, daß Jesus dort gelebt hat, als er auf der Erde war. Erzählen Sie in eigenen Worten die Begebenheit von Jesus, seinen Aposteln und den Kindern aus Markus 10:13–16. Heben Sie folgende Punkte hervor:

  1. 1.

    Viele Leute hatten sich um Jesus versammelt, um ihm zuzuhören.

  2. 2.

    Einige wollten ihre Kinder zu Jesus bringen, damit er sie segnen sollte.

  3. 3.

    Die Apostel wollten die Kinder wegschicken, weil sie dachten, Jesus sei zu müde.

  4. 4.

    Jesus sagte zu den Aposteln, sie sollten die Kinder zu ihm kommen lassen.

  5. 5.

    Jesus hatte die Kinder lieb und segnete sie.

Bild/Aus der Schrift

Zeigen Sie das Bild 3-57, „Jesus segnet die nephitischen Kinder“, und zeigen Sie Nord- und Südamerika auf der Weltkarte. Erzählen Sie in eigenen Worten die folgende Begebenheit aus 3 Nephi 17:

Nachdem Jesus gestorben und auferstanden und zum Himmel aufgefahren war, besuchte er die Nephiten in Amerika und lehrte sie vieles, was wichtig war.

Als er sie wieder verlassen wollte, begannen die Leute zu weinen, denn sie hatten ihn lieb und spürten auch, wie er sie liebte. Sie wollten gern, daß er noch länger bei ihnen bliebe.

Weil die Menschen an ihn glaubten und länger bei ihm sein wollten, blieb der Erretter noch bei ihnen.

Er sagte den Vätern und Müttern, sie sollten ihre kleinen Kinder zu ihm bringen. Bald waren alle um Jesus versammelt.

Er nahm jedes auf den Arm und segnete es. Dann betete er für die Kinder zum Vater im Himmel.

Nachher sagte er zu den Vätern und Müttern: „Seht eure Kleinen.“ (3 Nephi 17:23.) Die Eltern sahen, wie der Himmel sich öffnete und Engel herabkamen. Sie bildeten einen Kreis um die Kinder und waren dann mitten unter ihnen.

Erklären Sie: Genauso, wie Jesus Christus die Kinder in Jerusalem und in Amerika liebte und segnete, so hat er auch die Kinder lieb, die heute auf der Erde leben, und segnet sie.

Jesus liebt und segnet uns heute

Ausschneidefiguren/Erzählen

Zeigen Sie die vier Ausschneidefiguren. Sagen Sie, daß Sie jetzt Geschichten über Kinder aus verschiedenen Ländern erzählen werden, und darüber, wie der Vater im Himmel und Jesus sie gesegnet haben.

Lassen Sie ein Kind den holländischen Jungen auf der Weltkarte auf den Niederlanden befestigen. Erzählen Sie dann:

„Der elfjährige John Roothoof wohnte in Rotterdam in den Niederlanden. Früher war er gern zur Schule gegangen, hatte mit seinen Freunden gespielt und all das getan, was anderen Jungen auch Spaß macht. Aber ganz plötzlich bekam er eine Augenkrankheit, die sehr wehtat, und dann wurde er blind. Er konnte nicht mehr zur Schule gehen und nicht mehr lesen. Er konnte nicht einmal mehr mit seinen Freunden spielen. Jeden Tag hatte er nur Dunkelheit um sich und Schmerzen.

Dann erfuhren die Heiligen der Letzten Tage in den Niederlanden, daß Präsident Joseph F. Smith sie besuchen würde. John dachte oft daran und sagte schließlich zu seiner Mutter: ,… Wenn du mich zu der Versammlung mitnimmst, so daß er mir in die Augen sehen kann, glaube ich, daß ich geheilt werde.‘

Am nächsten Sonntag schüttelte Präsident Smith nach der Versammlung allen Leuten die Hand. Schwester Roothoof führte John, dessen Augen verbunden waren, mit den anderen zum Präsidenten.

Präsident Smith gab dem blinden Jungen die Hand, schob ganz vorsichtig den Verband hoch und schaute John in die schmerzenden Augen. Der Prophet segnete John und versprach, daß er wieder sehen würde.

Als sie wieder zu Hause waren, nahm Johns Mutter den Verband ab, um die Augen zu baden, wie die Ärzte ihr gesagt hatten. Da rief John voller Freude: ,O Mama, meine Augen sind wieder gut! Ich kann wieder sehen! Ich sehe auch in die Ferne. Und meine Augen tun nicht mehr weh!‘“ („President Smith Took Him by the Hand“, Friend, August 1973.)

• Was geschah mit John? (Der Prophet segnete ihn, damit er wieder sehen konnte, und der Vater im Himmel heilte ihn.)

• Wie haben der Vater im Himmel und Jesus Christus gezeigt, daß sie John liebhatten?

Ausschneidefiguren/Erzählen

Lassen Sie ein Kind die beiden mexikanischen Kinder auf der Weltkarte in der Nähe von Mexiko befestigen. Stellen Sie die Kinder als Tomás und Miguel vor. Ihre Mutter verdient Geld, indem sie für andere Leute wäscht.

„Eines Tages hatte die Mutter die Wäsche ausgetragen und kam ganz mutlos nach Hause. Sie hatte so hart gearbeitet, aber an diesem Tag hatte niemand die Wäsche bezahlt, und nun hatte sie kein Geld, um Brot zu kaufen. Sie wußte, daß ihre Kinder sehr hungrig waren, weil sie seit dem Vorabend nichts gegessen hatten, und da hatten sie auch nur ein Stückchen Brot bekommen. Miguel, der älteste, hatte von seinem Brot María abgegeben, die noch Hunger hatte und zu klein war, um zu begreifen, warum es nicht mehr gab. Tomás sah, daß Mamá nichts gegessen hatte, und bot ihr etwas von seinem Brot an.

Miguel und Tomás wollten gern helfen. Miguel erinnerte sich daran, wie Mamá ihnen Geschichten von Jesus erzählt hatte, wo er den Leuten gesagt hatte, sie müßten um Hilfe beten. Miguel und Tomás brauchten Hilfe, darum knieten sie sich hin und beteten. Dann gingen sie zum Bäcker, Senor Alonzo, und fragten, ob sie für ihn arbeiten könnten. Senor Alonzo wußte ja nicht, wie hungrig die Jungen waren, und sagte, daß er keine Arbeit hätte.

Sie suchten weiter Arbeit. Bis zum Abend hatten sie ein bißchen Geld verdient, aber es war nicht genug für ein Brot.

Als sie enttäuscht und hungrig nach Hause gingen, fuhr ein Mann mit dem Fahrrad an ihnen vorbei. Als er über eine Bodenwelle fuhr, fiel etwas aus seinem Korb heraus. Miguel lief ihm nach und rief, aber der Mann fuhr weiter. Tomás hob das Bündel auf, um zu sehen, was er verloren hatte. Es war ein frisches Brot. Sie liefen zu Senor Alonzo zurück und erzählten, was passiert war. Senor Alonzo wußte, wer der Mann war, und sagte, er würde ihm beim nächstenmal ein neues Brot geben. Dann sagte er den Jungen, sie könnten das Brot zum halben Preis haben, weil es ein wenig eingedrückt war. Miguel und Tomás zählten schnell ihr Geld. Sie hatten gerade genug! Sie kauften das Brot und rannten nach Hause.

Mamá war erstaunt, als sie das Brot sah. Die Jungen erzählten ihr, wie ihr Gebet beantwortet worden war. An diesem Abend kniete sich eine hungrige Familie hin und dankte dem Vater im Himmel, daß sie etwas zu essen hatten.“ (Wandelt auf seinen Wegen: Grundkurs für Kinder, Teil B, Seite 27.)

• Wie haben der Vater im Himmel und Jesus Christus die beiden Jungen gesegnet? (Sie haben ihr Gebet beantwortet.)

Lehrer(in)

Erklären Sie den Kindern, daß der Vater im Himmel und Jesus Christus die Kinder auf der ganzen Welt segnen. Die wahre Kirche Jesu Christi ist überall auf der Welt dieselbe. Überall können die Kinder zur PV gehen, und dort singen sie in der ganzen Welt dieselben Lieder und hören dieselben Lektionen. Überall auf der Welt tragen die Kinder, die so alt sind wie ihr, den WdR-Ring, der sie daran erinnern soll, das Rechte zu wählen. Kinder in der Kirche können getauft werden, wenn sie acht Jahre alt sind, ganz gleich, wo sie leben. Sie können in einem Taufbecken in einem Gemeindehaus, in einem eiskalten See, im Meer, in einem kleinen Fluß oder in einem Teich getauft werden. Aber sie werden immer durch Untertauchen getauft, und immer von jemand, der das Priestertum trägt.

Zusammenfassung

Schriftstelle/Zeugnis

Lesen Sie 2 Nephi 26:33 ab „er lädt sie alle ein“ vor. Lassen Sie die Kinder dann nacheinander sagen, woher sie wissen, daß Jesus Christus sie liebhat.

Geben Sie Zeugnis, daß der Vater im Himmel alle Kinder liebt, ganz gleich, wer sie sind, wo sie leben oder welche Farbe ihr Haar, ihre Augen und ihre Haut haben. Der Vater im Himmel möchte, daß wir alle glücklich sind und wieder zu ihm zurückkehren, um bei ihm zu leben.

Lied

Lassen Sie die Kinder das Lied „Kinder auf der ganzen Welt“ singen oder den Text sagen.

Bitten Sie ein Kind um das Schlußgebet.

Papierkreis

Geben Sie jedem Kind einen Papierkreis mit der Aufschrift „Jesus Christus liebt mich“. Regen Sie die Kinder an, ihren Eltern zu erzählen, was sie darüber gelernt haben, daß Jesus die Kinder auf der ganzen Welt liebt.

Zur Vertiefung

Wählen Sie aus den folgenden Vorschlägen diejenigen aus, die sich am besten für die Kinder in Ihrer Klasse eignen. Sie können sie im Unterricht selbst oder als Wiederholung oder Zusammenfassung verwenden. Weitere Anregungen dazu siehe „Der Unterricht“ in „Für den/die Lehrer(in)“.

  1. 1.

    Bringen Sie eine leere Plastikflasche mit. Die Kinder sollen sich im Kreis auf den Fußboden setzen. Erklären Sie ihnen, daß Sie die Flasche drehen, und wenn sie liegenbleibt, soll das Kind, auf das die Flasche zeigt, etwas nennen, was ihm zeigt, daß Jesus es liebhat. Dann dreht dieses Kind die Flasche. Lassen Sie die Kinder, die schon eine Antwort gegeben haben, ein wenig aus dem Kreis rücken, so daß die anderen eine größere Chance bekommen.

  2. 2.

    Lehren Sie die Kinder das folgende Gedicht mit Bewegungen:

    Jesus liebt kleine Kinder

    Auf der Straße gibt’s Gedränge,
    Kinder schlüpfen durch die Menge. (Ellenbogen bewegen)
    Kleine Füße eilen schnell, (auf die Füße zeigen)
    laufen, laufen zu der Stell’, (am Platz laufen)
    wo Jesus und die Jünger steh’n,
    ihn möchten sie so gerne seh’n. (auf Zehenspitzen stehen und sich umschauen)
    Einige sagen: „Der Weg ist noch weit, (mit Händen Entfernung zeigen)
    Jesus hat für euch keine Zeit.“ (Stirn runzeln und Kopf schütteln)
    Doch Jesus sprach: „Bringt die Kinder her, (heranwinken)
    der Vater und ich, wir lieben sie sehr.“ (sich selbst in den Arm nehmen)
  3. 3.

    Mit größeren Kindern können Sie die folgenden Grundsätze besprechen, die zeigen, daß Jesus uns liebhat. Heben Sie hervor, daß diese Segnungen für alle sind, ganz gleich, wo sie sich befinden.

    • Jesus Christus hat uns Gebote gegeben, um uns zu führen.

    • Wir haben Propheten, die uns leiten.

    • Wir können umkehren, weil Jesus Christus für unsere Sünden gesühnt hat.

    • Wir können einen Priestertumssegen bekommen.

  4. 4.

    Lassen Sie die Kinder ein Bild von etwas malen, das zeigt, daß Jesus uns liebhat (wie Familie, Bäume, Blumen oder Tiere).

  5. 5.

    Regen Sie die Kinder an, in der kommenden Woche für jemand etwas Freundliches zu tun und nächsten Sonntag davon zu erzählen. Falls es möglich ist, könnten Sie sie unter der Woche daran erinnern.