Wenn wir das Abendmahl nehmen, denken wir an Jesus Christus

Primarvereinigung Leitfaden 3: Wähl das Rechte B, 1995


Zweck

Wenn die Kinder das Abendmahl nehmen, sollen sie immer an Jesus Christus und an ihr Taufbündnis denken.

Vorzubereiten

  1. 1.

    Lesen Sie 3 Nephi 18:1–11; 20:1–9 und Matthäus 26:17–30.

  2. 2.

    Bereiten Sie einen Beutel mit mehreren kleinen Gegenständen vor.

  3. 3.

    Lesen Sie noch einmal den Bericht von Jesus und den nephitischen Kindern in Lektion 30 unter der Überschrift „Jesus Christus liebt alle Kinder“.

  4. 4.

    Bereiten Sie sich vor, mit den Kindern das Lied I Feel My Savior’s Love [Ich spüre die Liebe meines Erretters] (Children’s Songbook) zu singen oder den Text zu sagen.

  5. 5.

    Sie brauchen:

    1. a)

      das Buch Mormon und ’Lehre und Bündnisse’

    2. b)

      Bild 3-57, „Jesus segnet die nephitischen Kinder“; Bild 3-22, „Das Abendmahl“ (62174; Bild 225 in Bilder zum Evangelium); Bild 3-1, „Johannes der Täufer tauft Jesus Christus“ (62133; Bild 208 in Bilder zum Evangelium); Bild 3-51, „Die Bergpredigt“ (62166; Bild 212 in Bilder zum Evangelium); Bild 3-56, „Christus und die Kinder“ (62467; Bild 216 in Bilder zum Evangelium); Bild 3-10, „Die erste Vision“ (62470; Bild 403 in Bilder zum Evangelium), und Bild 3-59, „Austeilen des Abendmahls“ (62021)

    3. c)

      nach Möglichkeit je ein Abendmahlstablett für Brot und Wasser

  6. 6.

    Bereiten Sie weitere Aktivitäten aus dem Abschnitt „Zur Vertiefung“ vor, die Sie verwenden wollen.

Vorschlag für den Unterrichtsablauf

Bitten Sie ein Kind um das Anfangsgebet.

Falls Sie den Kindern letzten Sonntag einen Auftrag gegeben haben, so fragen Sie jetzt nach.

Aufmerksamkeit wecken

Nehmen Sie nacheinander die kleinen Gegenstände aus dem Beutel. Beschreiben Sie jeden kurz. Lassen Sie die Kinder hinterher sagen, was Sie als erstes, zweites usw. herausgenommen haben.

Erklären Sie, daß die Kinder durch diese Aktivität gemerkt haben, wie gut sie sich an etwas erinnern können.

Zeigen Sie das Bild 3-57, „Jesus segnet die nephitischen Kinder“. Lassen Sie die Kinder erzählen, was sie noch darüber wissen. Loben Sie sie.

Bild/Besprechen

Erzählen Sie: Als Jesus mit seinen Aposteln in Jerusalem war, schickte er Petrus und Johannes aus, um ein besonderes Essen für ihn und die Zwölf Apostel vorzubereiten (siehe Matthäus 26:17–30).

Zeigen Sie das Bild 3-22, „Das Abendmahl“.

Jesus Christus sagte zu seinen Aposteln, daß das das letzte gemeinsame Mahl mit ihnen sein würde. Er wußte, daß er bald sterben würde. Nach dem Essen tat Jesus etwas, was noch niemand auf dieser Erde getan hatte. Er segnete das Abendmahl und teilte es aus. Er brach das Brot in Stücke und sagte seinen Aposteln, sie sollten immer an seinen Leib denken, wenn sie es äßen. Er gab ihnen Wein und sagte, sie sollten immer an sein Blut denken, daß für sie vergossen würde. Sie sollten daran denken, daß er sein Leben gab, damit sie für immer leben konnten.

Aus der Schrift

Erzählen Sie: Als Jesus die Nephiten besuchte, gab er ihnen auch das Abendmahl (siehe 3 Nephi 18:1–11). Wie in Jerusalem schickte Jesus die zwölf Jünger, um Brot und Wein zu holen. (Erklären Sie, daß wir heute Wasser anstatt Wein benutzen.) Während die Jünger unterwegs waren, gebot Jesus den Leuten, sich um ihn herum auf die Erde zu setzen.

Als die Jünger mit Brot und Wein zurückkamen, brach Jesus Christus das Brot in kleine Stücke und segnete es. Er gab jedem Jünger ein Stück Brot zu essen. Dann wies er die Jünger an, den übrigen Leuten Brot zu geben. Danach segnete Jesus den Wein und gab ihn seinen Jüngern. Dann ließ er sie dem Volk Wein geben. Er sagte, daß er ihnen die Vollmacht geben werde, das Abendmahl zu segnen und allen Mitgliedern seiner Kirche zu geben.

Als dann alle das Abendmahl genommen hatten, erklärte Jesus Christus genau wie in Jerusalem, welchem Zweck es diente.

Schriftstelle/Besprechen

Lesen Sie den Kinder 3 Nephi 18:7 vor. Das sagte Jesus Christus, als er den Nephiten das Abendmahl gab. Heben Sie hervor: Wenn wir das Abendmahl nehmen, zeigen wir dem Vater im Himmel, daß wir immer an Jesus Christus denken wollen.

• Was haben die Nephiten wohl über Jesus Christus gedacht, als sie das Abendmahl nahmen?

Objektbezogener Unterricht

Zeigen Sie das Bild 3-59, „Austeilen des Abendmahls“.

Besprechen

Sie mit den Kindern, was während dem Abendmahl vorgeht. Stellen Sie Fragen, um folgende Gedanken herauszuarbeiten:

  1. 1.

    Wir singen ein Abendmahlslied.

  2. 2.

    Priestertumsträger (im allgemeinen Priester) brechen das Brot. Zeigen Sie den Kindern das Tablett für das Brot.

  3. 3.

    Ein Priestertumsträger (im allgemeinen ein Priester) kniet nieder und spricht das Abendmahlsgebet für das Brot. (Sie können das Gebet aus Moroni 4 und 5 oder LuB 20:77,79 vorlesen.)

  4. 4.

    Priestertumsträger (im allgemeinen die Diakone) teilen das Brot aus.

  5. 5.

    Ein Priestertumsträger (im allgemeinen ein Priester) kniet nieder und spricht das Abendmahlsgebet für das Wasser. (Zeigen Sie das Tablett.)

  6. 6.

    Priestertumsträger (im allgemeinen die Diakone) teilen das Wasser aus.

• Woran sollen wir denken, wenn das Abendmahl ausgeteilt wird? (An Jesus Christus und an seine Liebe.)

Wir sollen beim Abendmahl an Jesus Christus denken

Besprechen

• Was können wir tun, um beim Abendmahl an Jesus Christus zu denken?

• An welche Geschichten über den Erretter könnten wir beim Abendmahl denken?

• An welche Lieder könnten wir beim Abendmahl denken?

Beim Abendmahl können wir an alles denken, was wir über Jesus Christus wissen. Das hilft uns, ihn nicht zu vergessen und ihn liebzuhaben.

Lied

Singen Sie mit den Kindern das Lied I Feel My Savior’s Love [Ich spüre die Liebe meines Erretters] (Children’s Songbook), oder sagen Sie den Text.

• Was habt ihr beim Singen dieses Lied gefühlt?

• Was für ein Gefühl würdet ihr haben, wenn ihr beim Abendmahl über den Text dieses Lied nachdenken würdet?

Bild

besprechen Sagen Sie, daß Sie mehrere Bilder mitgebracht haben und mit den Kindern darüber sprechen wollen. Zeigen Sie die Bilder, und besprechen Sie jedes kurz. Bemühen Sie sich, alle Kinder zu beteiligen. Benutzen Sie Bild 3-1, „Johannes der Täufer tauft Jesus Christus“; Bild 3-51, „Die Bergpredigt“; Bild 3-56, „Christus und die Kinder“, und Bild 3-10, „Die erste Vision“.

Erinnern Sie die Kinder noch einmal daran, daß sie an Jesus Christus denken können, indem sie an Geschichten über ihn und an seine Liebe denken.

Rollenspiel/Besprechen

Jetzt kommt eine Aktivität, die die Kinder daran erinnern soll, wie sie sich beim Abendmahl verhalten sollen. Wählen sie immer zwei Kinder aus, die die folgenden Verhaltensweisen darstellen. Lassen Sie sie nach vorn kommen, und flüstern Sie jedem zu, was es tun soll. Die anderen Kinder sollen zuschauen und sagen, wie sie sich beim Abendmahl verhalten würden. Lassen Sie die beiden Darsteller sagen, woran sie gedacht haben. Besprechen Sie mit den Kindern, warum das gute Benehmen ihnen hilft, andächtiger an Jesus zu denken.

1. Tu so, als ob du ein Bild malst.

Sitz andächtig und denk an Geschichten über Jesus Christus.

2. Spiele, daß du deinem Nachbarn etwas zuflüsterst.

Sitz andächtig und denk daran, wie Jesus Christus dich liebhat.

3. Tu so, als ob du mit etwas spielst, was Lärm macht.

Nimm andächtig das Abendmahl, und gib es andächtig weiter.

Zusammenfassung

Schriftstelle

Erklären Sie den Kindern, daß sie beim Abendmahl und auch die ganze Woche über an Jesus Christus denken sollen. Lesen Sie noch einmal den Satz aus 3 Nephi 18:7: „Und wenn ihr immer an mich denkt, dann wird mein Geist mit euch sein.“

Zeugnis

Geben Sie Zeugnis, daß der Vater im Himmel sich über uns freut, wenn wir uns bemühen, an Jesus Christus zu denken und seine Lehren zu befolgen. Fordern Sie die Kinder auf, nächstesmal beim Abendmahl an Jesus Christus zu denken.

Bitten Sie ein Kind um das Schlußgebet.

Zur Vertiefung

Wählen Sie aus den folgenden Vorschlägen diejenigen aus, die sich am besten für die Kinder in Ihrer Klasse eignen. Sie können sie im Unterricht selbst oder als Wiederholung oder Zusammenfassung verwenden. Weitere Anregungen dazu siehe „Der Unterricht“ in „Für den/die Lehrer(in)“.

  1. 1.

    Beschaffen Sie, wenn möglich, für jedes Kind ein kleines Bild von Jesus Christus, und schreiben Sie eine kurze Notiz für jedes auf die Rückseite. Sagen Sie den Kindern, daß sie es an einem Ort aufbewahren sollen, wo es sie immer an Jesus und seine Liebe erinnert.

  2. 2.

    Lesen oder singen Sie das Lied „Erzähl mir Geschichten von Jesus“ (Sing mit mir, B-46).

    Alle Geschichten von Jesus hör’ ich so gern,
    vieles würd’ ich ihn wohl fragen, säh’ ich den Herrn.
    Bitte erzähl mir, was einst geschah,
    dann ist mir Jesus heut wieder nah.
    Sag mir zuerst, wie die Kinder kamen zu ihm,
    wie er sie küßte und herzte mit güt’gem Sinn.
    Dann werd’ ich denken, ich sei dabei,
    spür’ seinen Segen heute aufs neu.
    Sag mir, wie einstmals die Jünger waren bedroht,
    wie auf den stürmischen Wellen schwankte das Boot,
    und wie der Heiland, gütig und lind,
    glättet’ die Wogen, stillte den Wind.
  3. 3.

    Fordern Sie jedes Kind auf, ehe es hinausgeht, Ihnen ins Ohr zu flüstern, woran es nächstesmal beim Abendmahl denken will. Wenn die Kindern flüstern, können sie nicht einfach nachsagen, was die anderen sagen, und sie verlassen den Raum dann andächtiger.

  4. 4.

    Erzählen Sie den Kindern folgende Geschichte von einem Jungen, dem es half, an Jesus zu denken:

    „Stefan und seine Familie waren gerade in eine andere Stadt gezogen. Am Tag, nachdem sie eingezogen waren, wurde er acht Jahre alt, aber er hatte keine Freunde zum Spielen, und seine Großeltern und seine Vettern konnten auch nicht zu Besuch kommen.

    Seine Mutter sagte: ,Sei nicht traurig, Stefan! Nächste Woche fängt die Schule wieder an, da wirst du viele neue Freunde finden.‘

    Die Schule fing auch an, aber Stefan fühlte sich eigentlich noch einsamer. Alle Jungen schienen schon Freunde zu haben. Sie lachten und spielten miteinander, aber sie fragten Stefan nicht, ob er mitspielen wolle. Er schaute ihnen zu, und wenn die Schule aus war, ging er allein nach Hause. …

    Später dachte Stefan an diese Zeit zurück und sagte: ,Bevor ich umzog, gab meine PV-Lehrerin mir ein kleines Bild von Jesus in einem Rahmen. Ich stellte es neben mein Bett. Immer, wenn ich das Bild ansah, fühlte ich mich besser. Mir fiel ein, daß Jesus die Kinder liebt. Ich spürte, daß er mich liebte und wußte, wie mir zumute war.‘“

    • Wie hat es Stefan geholfen, wenn er an Jesus dachte?

    • Wie kann es uns helfen, wenn wir an Jesus denken? 5. Fordern Sie die Kinder auf, eine Minute lang still zu sein und an Jesus zu denken.

  5. 6.

    Lesen oder singen Sie das Lied „An Jesus denken“ (Sing mit mir, B-55).

    Es ist nicht so schwer, ganz leise zu sein,
    an Jesus zu denken, an all seine Pein,
    an das, was der Heiland für mich hat getan;
    ich sitze ganz ruhig und denke daran.
    Es ist nicht so schwer, bin ich auch noch ganz klein,
    an Jesus zu denken, an ihn nur allein.