Das Abendmahl erinnert uns an unsere Bündnisse

Primarvereinigung Leitfaden 3: Wähl das Rechte B, 1995


Zweck

Jedes Kind soll verstehen, daß das Abendmahl es an die Taufbündnisse erinnern soll.

Vorzubereiten

  1. 1.

    Lesen Sie Moroni 4:3 und 5:2.

  2. 2.

    Helfen Sie den Kindern beim Lernen und Aufsagen des dritten Glaubensartikels.

  3. 3.

    Sie brauchen:

    1. a)

      das Buch Mormon

    2. b)

      WdR-Schild und -Ring

    3. c)

      Bild 3-13, „Ein Junge wird getauft“ (62018); Bild 3-58, „Austeilen des Abendmahls“ (62021), und Bild 3-9, „Jesus der Christus“ (62572; Bild 240 in Bilder zum Evangelium)

  4. 4.

    Bereiten Sie weitere Aktivitäten aus dem Abschnitt „Zur Vertiefung“ vor, die Sie verwenden wollen.

Vorschlag für den Unterrichtsablauf

Bitten Sie ein Kind um das Anfangsgebet.

Falls Sie den Kindern letzten Sonntag einen Auftrag gegeben haben, so fragen Sie jetzt nach.

Das Abendmahl erinnert uns an unsere Taufbündnisse

Aufmerksamkeit wecken

Die Kinder sollen jetzt gut zuhören. Wenn Sie etwas sagen, woran man beim Abendmahl denken oder was man tun soll, dann sollen sie aufstehen. Wenn Sie etwas sagen, was man beim Abendmahl nicht tun oder denken soll, dann sollen sie sich nach vorn beugen.

Lesen Sie die folgenden Aussagen einzeln vor, und geben Sie den Kindern Zeit zu reagieren.

  1. 1.

    Daran denken, daß der Vater im Himmel und Jesus Christus uns liebhaben. (Aufstehen.)

  2. 2.

    An ein Picknick denken. (Beugen.)

  3. 3.

    Daran denken, daß Jesus Christus Kranke heilt. (Aufstehen.)

  4. 4.

    Mit dem Nachbarn flüstern. (Beugen.)

  5. 5.

    Herumzappeln und mit den Füßen schlenkern. (Beugen.)

  6. 6.

    Zum Vater im Himmel beten. (Aufstehen.)

  7. 7.

    Malen oder spielen. (Beugen.)

  8. 8.

    An Geschichten über Jesus Christus denken. (Aufstehen.)

Bild

Zeigen Sie das Bild 3-13, „Ein Junge wird getauft“, und das Bild 3–59, „Austeilen des Abendmahls“. Lassen Sie die Kinder daran denken, wie sie zuletzt das Abendmahl genommen haben. Sie sollen versuchen, sich zu erinnern, woran sie gedacht und was sie gemacht haben. Sie sollen leise für sich die folgenden Fragen beantworten:

• Wart ihr beim Abendmahl andächtig?

• Habt ihr beim Abendmahl an den Erretter gedacht?

• Habt ihr den Abendmahlsgebeten zugehört?

Schriftstelle/Besprechen

Lesen Sie Moroni 4:3 vor, und lassen Sie die Kinder sagen, welche zwei Versprechen sie dem Vater im Himmel geben, wenn sie das Abendmahl nehmen. Betonen Sie die Worte nötigenfalls besonders, damit die Kinder sie finden.

Wir versprechen –

  1. 1.

    immer an Jesus Christus zu denken. (Lassen Sie ein Kind das Bild 3-9, „Jesus der Christus“, hochhalten.)

  2. 2.

    seine Gebote zu befolgen. (Lassen Sie ein Kind WdR-Schild und -Ring hochhalten.)

Fordern Sie die Kinder auf, den Abendmahlsgebeten jede Woche gut zuzuhören, damit sie die beiden Versprechen hören, die sie geben:

  1. 1.

    Immer an Jesus Christus zu denken.

  2. 2.

    Seine Gebote zu befolgen.

Erklären Sie, daß dies dieselben Versprechen sind, die wir auch bei der Taufe geben. Lassen Sie die Kinder beide Versprechen wiederholen. Heben Sie hervor: Der Vater im Himmel verläßt sich darauf, daß wir unsere Versprechen halten, und wir wissen, daß er selbst immer die Versprechen halten wird, die er uns gegeben hat.

Erklären Sie, daß es nicht leicht ist, immer an unsere Versprechen zu denken. Wenn wir jeden Sonntag das Abendmahl nehmen und den Abendmahlsgebeten zuhören, hilft uns das, an die Versprechen zu denken, die wir dem Vater im Himmel gegeben haben.

Glaubensartikel

Helfen Sie den Kindern, den dritten Glaubensartikel aufzusagen. Betonen Sie, daß wir nur dann zum Vater im Himmel und zu Jesus Christus zurückkehren können, wenn wir die Gebote befolgen.

Erzählen

Erzählen Sie in eigenen Worten die Geschichte von Jonathan, der spürte, wie wichtig das Abendmahl ist:

Jonathan lebte mit seinen Eltern auf einem großen Bauernhof. Er hatte ein eigenes Pony, und er half seinem Vater oft, die anderen Pferde zu versorgen. Eines Tages fiel Jonathan von seinem Pony und verletzte sich den Rücken. Der Arzt untersuchte ihn und sagte schließlich, daß Jonathan wieder gesund werden würde, doch müsse er viele Wochen im Bett liegen.

Jonathan war gerade zwei Wochen vor diesem Unfall getauft worden. Er hatte mit dem Vater im Himmel ein Bündnis geschlossen, daß er die Gebote befolgen wolle. Jedesmal, wenn er das Abendmahl nahm, erinnerte er sich an sein Bündnis. Er hörte den Abendmahlsgebeten immer genau zu und war ganz andächtig, wenn das Abendmahl ausgeteilt wurde. Jedesmal wartete er auf die Worte, die seine Bündnisse beschrieben – immer an Jesus zu denken und seine Gebote zu befolgen. Wenn Jonathan „amen“ sagte und das Abendmahl nahm, bedeutete das für ihn, daß er sich bemühen wollte, seine Bündnisse mit dem Vater im Himmel zu halten.

Nun mußte Jonathan im Bett bleiben, er konnte nicht zur Kirche gehen und er konnte das Abendmahl nicht nehmen. Jonathan vermißte diese ruhigen, andachtsvollen Augenblicke, wenn das Abendmahl gesegnet und ausgeteilt wurde. Er wußte, es war wichtig, oft an die Bündnisse erinnert zu werden, die er geschlossen hatte.

Er wollte den Geist des Vaters im Himmel bei sich haben. Jonathan entschloß sich, den Bischof zu fragen, ob das Abendmahl sonntags zu ihm nach Hause gebracht werden könnte.

Der Bischof freute sich, als er hörte, daß Jonathan das Abendmahl nicht versäumen wollte und daß er an die Bündnisse erinnert werden wollte, die er mit dem Vater im Himmel und Jesus geschlossen hatte. Er sorgte dafür, daß jeden Sonntag zwei Priestertumsträger zu Jonathan kamen und ihm das Abendmahl gaben.

• Warum war Jonathan traurig, daß er nicht zur Kirche gehen konnte? (Er wollte das Abendmahl nehmen.)

• Warum wollte er das Abendmahl nehmen? (Er wollte an seine Taufbündnisse erinnert werden und an das Versprechen, daß der Geist des Vaters im Himmel immer bei ihm sein würde.)

Wenn wir an unser Taufbündnis denken, hilft uns das, die Lehren Jesu Christi zu befolgen

Beispiele/Besprechen

Erklären Sie: Wenn wir jeden Tag an Jesus Christus denken, ist es leichter, uns seine Lehren zu merken und auch das Versprechen, daß wir ihm gehorchen wollen. Lassen Sie die Kinder die folgenden Situationen spielen und entscheiden, was in jeder zu tun ist:

  1. 1.

    Anna und Gretchen sind Schwestern. Annas Freundin kommt zum Spielen. Gretchen möchte mitspielen, aber Anna will das nicht. Was sollte Anna tun?

    • Wie könnte es Anna helfen, ein Gebot zu befolgen, wenn sie an Jesus Christus denkt?

    • Welches Gebot würde sie befolgen?

  2. 2.

    Dirk zog das Hemd seines Bruders an, ohne zu fragen, und es kam ein Fleck darauf. Was sollte Dirk tun?

    • Wie könnte es Dirk helfen, ein Gebot zu befolgen, wenn er an Jesus Christus denkt?

    • Welches Gebot würde er befolgen?

  3. 3.

    Jan hat vor dem Haus ein kleines Auto gefunden. Er möchte es gern behalten, ist aber ziemlich sicher, daß es seinem Freund Jörg gehört, der drei Häuser weiter wohnt. Was sollte Jan tun?

    • Wie könnte es Jan helfen, ein Gebot zu befolgen, wenn er an Jesus Christus denkt?

    • Welches Gebot würde er befolgen?

  4. 4.

    Jakob läuft nach draußen, um zu spielen. Seine Mutter putzt gerade das Haus. Jakob fällt auf, daß sie sehr müde aussieht. Was sollte Jakob tun?

    • Wie könnte es Jakob helfen, ein Gebot zu befolgen, wenn er an Jesus Christus denkt?

    • Welches Gebot würde er befolgen?

Danken Sie den Kindern für die guten Ideen.

Zusammenfassung

Erinnern Sie die Kinder: Wenn wir getauft werden, versprechen wir, immer an Jesus Christus zu denken (halten Sie den Zeigefinger hoch). Wir versprechen auch, seine Gebote zu halten (halten Sie Zeige- und Mittelfinger hoch). Wenn sie ihre Hand mit dem WdR-Ring ansehen, können die beiden Finger daneben sie daran erinnern, daß sie zwei Versprechen geben, wenn sie getauft werden.

Wiederholen Sie aus Lektion 32 die Begebenheit, wie Jesus Christus das Abendmahl austeilt und segnet.

Zeugnis

Geben Sie den Kindern Zeugnis, daß Jesus Christus uns liebt und möchte, daß wir immer an ihn denken. Fordern Sie sie auf, sich auf die Bündnisse vorzubereiten, die sie bei der Taufe schließen werden, indem sie beim Abendmahl andächtig sind, beim Abendmahlsgebet zuhören und an Jesus denken. Wenn sie dann getauft sind, zeigen sie dem Vater im Himmel jedesmal, wenn sie das Abendmahl nehmen, daß sie ihre Versprechen halten wollen.

Bitten Sie ein Kind um das Schlußgebet.

Zur Vertiefung

Wählen Sie aus den folgenden Vorschlägen diejenigen aus, die sich am besten für die Kinder in Ihrer Klasse eignen. Sie können sie im Unterricht selbst oder als Wiederholung oder Zusammenfassung verwenden. Weitere Anregungen dazu siehe „Der Unterricht“ in „Für den/die Lehrer(in)“.

  1. 1.

    Wenn die Kinder zur Abendmahlsversammlung gehen, sollen sie sich vornehmen, beim Abendmahl stillzusitzen und daran zu denken, wie sehr der Vater im Himmel und Jesus sie liebhaben.

    Lehren Sie die Kinder den folgenden Vers:

    Ich falt’ die Hände, senk’ den Kopf,
    und bin dabei ganz still,
    weil ich an dich beim Abendmahl
    andächtig denken will.

    Wiederholen Sie den Vers dann, und falten Sie dabei die Hände und senken den Kopf.

    • Was falten wir? (Die Hände.)

    • Was senken wir? (Den Kopf.)

    • Sollen wir beim Abendmahl still oder laut sein?

    • An wen sollen wir beim Abendmahl denken? (An Jesus.)

    Sagen Sie den Vers so lange mit den Kindern, bis sie ihn können.

  2. 2.

    Fragen Sie die Kinder, was sie alles über Jesus Christus wissen. An das alles können sie beim Abendmahl denken. Zeigen Sie das Bild 3-46, „Jesus betet im Garten Getsemani“, und erzählen Sie den Kindern, was dort geschah (siehe Matthäus 26:36–46). Lassen Sie sich dabei vom Geist leiten.

  3. 3.

    Verteilen Sie Scheren, Klebstoff und Kopien des unten abgedruckten Textes. Lesen Sie gemeinsam den oberen Teil.

    Weisen Sie die Kinder an, die unteren Wörter an den gestrichelten Linien auseinanderzuschneiden und in die richtige Reihenfolge zu bringen: „immer an Jesus Christus zu denken“ und „seine Gebote zu befolgen“. Dann sollen sie die Wörter an der richtigen Stelle aufkleben.