Ich kann rein und rechtschaffen sein

Primarvereinigung Leitfaden 3: Wähl das Rechte B, 1995


Zweck

Jedes Kind soll den Wunsch bekommen, rein und rechtschaffen zu sein.

Vorzubereiten

  1. 1.

    Lesen Sie gebeterfüllt 3 Nephi 27:27; Mormon 1:1–4, 13–17; 2:1, 16–19 und LuB 100:16.

  2. 2.

    Bereiten Sie sich vor, das WdR-Lied (Mehr Lieder für Kinder, Seite 72) mit den Kindern zu singen oder den Text zu sagen. Der Text steht hinten im Leitfaden.

  3. 3.

    Sie brauchen:

    1. a)

      für jedes Kind das Buch Mormon und ’Lehre und Bündnisse’, falls möglich

    2. b)

      je einen gefüllten Salz- und Pfefferstreuer

    3. c)

      WdR-Schild und -Ring

    4. d)

      Bild 3-34, „Mormon kürzt den Bericht ab“ (62520; Bild 306 in Bilder zum Evangelium)

  4. 4.

    Bereiten Sie weitere Aktivitäten aus dem Abschnitt „Zur Vertiefung“ vor, die Sie verwenden wollen.

Vorschlag für den Unterrichtsablauf

Bitten Sie ein Kind um das Anfangsgebet.

Falls Sie den Kindern letzten Sonntag einen Auftrag gegeben haben, so fragen Sie jetzt nach.

Mormon war rein und rechtschaffen

Aufmerksamkeit wecken

Zeigen Sie den Salz- und den Pfefferstreuer, die Sie mitgebracht haben. Streuen Sie etwas Salz auf die Hand, und zeigen Sie es der Klasse. Erklären Sie, daß Sie reines Salz auf der Hand haben. Es ist rein, weil es nichts anderes ist als gutes, sauberes Salz.

Streuen Sie nun etwas Pfeffer dazu. Erklären Sie, daß das Salz nun nicht mehr rein ist, weil es jetzt nicht mehr frei von anderen Dingen ist. Wenn man falschen oder unfreundlichen Gedanken Einlaß gewährt oder etwas Falsches oder Unfreundliches tut, ist man auch nicht mehr rein. Dann ist man wie eine Mischung von Salz und Pfeffer. Heben Sie hervor, daß reine Menschen sich immer bemühen, Gutes zu denken und Gutes zu tun.

Aus der Schrift

Sagen Sie, daß Sie jetzt von jemand aus dem Buch Mormon erzählen wollen, der rein und rechtschaffen war. Erzählen Sie das folgende in eigenen Worten:

Schon als kleiner Junge fiel Mormon als ein besonderer Mensch auf. Er war erst zehn Jahre alt, als ihm gesagt wurde, daß er als Erwachsener für die Platten Nephis verantwortlich sein sollte. Auf diesen Platten stand die Geschichte der Nephiten.

Er sollte beobachten, was geschah, und mit vierundzwanzig Jahren die Geschichte des Volkes aufschreiben. Helfen Sie den Kindern verstehen, wie groß diese Verantwortung war.

• Was für Eigenschaften hat Mormon wohl im Alter von zehn Jahren schon gehabt, so daß er als Berichtsführer ausgesucht wurde? Was für ein Kind war Mormon wohl? (Lassen Sie die Kinder die Antworten besprechen. Lesen Sie zur Unterstützung Mormon 1:1,2 vor. Die Kinder sollen verstehen, daß Mormon fleißig gelernt hat, denn er „fing an, entsprechend dem Wissen [seines] Volkes ein wenig belehrt zu sein“. Er war „ein ernsthaftes Kind“ und er war „geschickt im Beobachten“, das heißt, er hat alles beobachtet und wollte etwas darüber lernen. Mormon liebte den Vater im Himmel und befolgte seine Gebote, und dadurch blieb er rein und rechtschaffen. Der Vater im Himmel wußte, daß er Mormon die heiligen Berichte auf den Platten Nephis anvertrauen konnte.)

Erklären Sie: Als Mormon fünfzehn Jahre alt war, hatte er ein wunderbares Erlebnis. Der Herr Jesus Christus kam zu ihm (siehe Mormon 1:15).

• Wie hättet ihr euch an Mormons Stelle in der Gegenwart Jesu Christi gefühlt?

• Auf welche Weise war Mormon rein und rechtschaffen? (Sie können die Antworten an die Tafel schreiben.)

Zur Zeit Mormons waren die meisten Leute sehr schlecht (siehe Mormon 1:13,14). Mormon wollte gern, daß die Leute umkehrten und sich taufen ließen, so daß sie rechtschaffen und froh sein konnten (siehe Mormon 3:2). Er sagte den Leuten, sie sollten umkehren, aber sie hörten nicht auf ihn.

• Wie war Mormon wohl zumute, als es nur noch so wenige Leute gab, die sich Mühe gaben, rechtschaffen zu sein?

Zeigen Sie das Bild 3-34, „Mormon kürzt die Berichte ab“.

Erzählen

Sie: Mormon schrieb die Geschichte seines Volkes auf Metallplatten, wie es ihm geboten worden war. Er kürzte auch die Berichte ab, die andere geschrieben hatten.

• Wo finden wir die Geschichte, die Mormon geschrieben hat?

Zeigen Sie das Buch Mormon, und weisen Sie auf den Namen Mormon im Titel. Erklären Sie, daß das Buch nach Mormon genannt wurde, weil er die Berichte abgekürzt hat und weil er ein rechtschaffener Mensch war.

Wir können in Gedanken, Worten und Taten rein sein

Schriftstelle besprechen

• Wie können wir rein sein?

Um diese Frage zu beantworten, lesen Sie den Kindern vor, was Jesus Christus in 3 Nephi 27:27 gesagt hat: „Was für [Leute] sollt ihr sein? Wahrlich, ich sage euch: So, wie ich bin.“

• Was für Leute sollen wir sein?

Erklären Sie den Kindern, daß Jesus Christus nur Gutes gedacht, gesagt und getan hat. Wenn wir so sein wollen wie er, müssen wir uns bemühen, das zu denken, zu sagen und zu tun, was Jesus unserer Meinung nach denken, sagen und tun würde. Immer, wenn wir in Versuchung geraten, etwas Falsches zu tun, sollen wir uns selbst fragen: „Was möchte Jesus, das ich tun soll?“ Das kann uns helfen, rein und rechtschaffen zu bleiben.

WdR-Schild und -Ring

Zeigen Sie den Kindern WdR-Schild und -Ring. Schild und Ring können sie daran erinnern, das zu tun, was Jesus möchte. Wenn sie frei von falschen Gedanken und Taten bleiben, weil sie immer das Rechte wählen, bleiben sie auch rein und rechtschaffen.

Lied

Singen Sie mit den Kindern das WdR-Lied, oder sagen Sie den Text.

Erzählen

Erzählen Sie folgende Geschichte von einem Mädchen, das das Rechte tat, obwohl es schwer war:

Dörtes Lieblingsonkel war sehr aufgebracht, als Dörte und ihre Familie sich der Kirche anschlossen. Ein ganzes Jahr lang wollte er sie nicht mehr besuchen. Als er schließlich doch kam, lud er Dörte zu einer Bergwanderung mit seiner Familie ein. Dörte war begeistert.

Am zweiten Tag der Wanderung ließ Dörte ihre Feldflasche fallen, und sie zerbrach. Die Sonne schien heiß, und Dörte blieb allmählich hinter den anderen zurück. Ihr Mund war ganz trocken, weil sie so durstig war.

Sie sah, daß die anderen weiter vorn stehengeblieben waren und tranken. Sie beeilte sich, um auch etwas zu trinken zu bekommen.

Als sie herankam, rief einer: „Komm und trink was, Dörte!“

Dann sah sie, daß er ihr eine Dose Bier hinhielt. Zuerst dachte Dörte nur daran, wie durstig sie war. Sie war ja getauft und kannte das Evangelium und wußte, daß sie kein Bier trinken sollte. Doch ihr Durst war so groß! Dörte wollte das Rechte tun.

Sie hatte sich seit ihrer Taufe immer viel Mühe gegeben und hatte auch darum gebetet, daß sie immer die Gebote befolgen könnte. Nun brauchte sie Hilfe, um stark zu bleiben.

„Ich trinke kein Bier, kann ich bitte etwas anderes haben?“ fragte Dörte.

Ihr Onkel Johann sah zuerst ärgerlich aus. Dann sagte er: „Dörte ist Mormonin, wir wollen ihr etwas anderes zu trinken geben.“ Dann sagte er noch: „Entschuldige bitte, Dörte.“ Dörte war dankbar, daß sie die Gebote befolgt hatte.

Besprechen

• Was hat Dörte getan, um rein und rechtschaffen zu bleiben?

• Wie hat Dörte sich wohl gefühlt, als sie das Rechte gewählt hatte?

• Wie war Dörte ein Vorbild für ihren Onkel?

Geschichten/Besprechen

Sagen Sie, daß Sie jetzt drei Geschichten von Kindern erzählen, die in Gedanken, Worten und Taten rein und rechtschaffen bleiben wollten.

  1. 1.

    Als im Haus neben Rick neue Nachbarn einzogen, freundete Rick sich mit einem gleichaltrigen Jungen namens Tim an. Sie spielten fast jeden Tag zusammen. Eines Tages spielten sie mit anderen Jungen aus der Nachbarschaft Ball. Tim wurde wütend, weil seine Mannschaft verlor. Er fluchte und rief der anderen Mannschaft Schimpfwörter zu. Die Jungen gingen weg, weil sie nicht mehr mit Tim spielen wollten. Rick blieb zurück, um mit Tim zu reden. Er erklärte Tim, daß ihre Eltern ihnen beigebracht hatten, daß es nicht richtig sei, solche Wörter zu benutzen. Er sagte, daß sie solche Wörter nicht gern hörten. Wenn Tim weiterspielen wolle, ohne zu fluchen und zu schimpfen, würde Rick die anderen Jungen bitten, wieder zurückzukommen und weiterzuspielen.

    • Wie hat Rick gezeigt, daß er rein und rechtschaffen war? (Er hat nicht geflucht, und er hat versucht, einem anderen Jungen zu erklären, daß das nicht richtig ist.)

    • Warum ist es falsch zu fluchen? (Erklären Sie, daß der Vater im Himmel und Jesus möchten, daß wir freundlich sprechen. Sie wollen nicht, daß man ihren Namen zum Fluchen benutzt. Wir nennen das „den Namen Gottes mißbrauchen“. Fluch- und Schimpfwörter geben ein schlechtes Beispiel. Sie können uns schlechte Gedanken in den Kopf und schlechte Gefühle ins Herz bringen.)

  2. 2.

    Als Carsten einmal draußen spielte, rief ein Junge ihn und seine Freunde in eine Ecke des Spielplatzes. Der Junge hatte Zigaretten in der Tasche und wollte, daß die anderen mit ihm rauchten. Die Jungen schauten einander an und wußten nicht, was sie tun sollten. Schließlich sagte Carsten, daß er nicht rauchen wolle. Da sagten die anderen Jungen, daß sie das auch nicht wollten.

    • Wie hat Carsten gezeigt, daß er rein und rechtschaffen war? (Er hat nicht geraucht.)

    • Wie hat das den anderen Jungen geholfen?

    • Was hättet ihr gemacht, wenn ihr dabeigewesen wärt?

  3. 3.

    Gerd war bei seinem Freund zu Besuch. Sie schauten sich Zeitschriften an. Gerds Freund fand in einer schlechte Bilder und wollte, daß Gerd sie auch ansah. Gerd fühlte sich gar nicht wohl, als er merkte, was für Bilder in der Zeitschrift waren. Er wußte, daß Jesus Christus solche Bilder nicht anschauen würde. Er sagte, er wolle die Bilder nicht ansehen, und schlug vor, daß sie draußen spielten sollten.

    • Wie hat Gerd gezeigt, daß er rechtschaffen war? (Er hat die schlechten Bilder nicht angeschaut.)

    Weisen Sie darauf hin, daß es Zeitschriften, Bücher, Filme und Fernsehsendungen gibt, die nicht rechtschaffen sind und uns böse Gedanken eingeben können. Heben Sie hervor, wie wichtig es ist, daß unser Gemüt rein und voller rechtschaffener Gedanken bleibt, so wie es bei Gerd war.

Besprechen

Erklären Sie, daß die Filme und Fernsehprogramme, die wir anschauen, uns und das, was wir tun, beeinflussen. Diese Programme können uns Gedanken ins Herz geben, die sonst nicht da wären. Je nach Programm können es gute oder schlechte Gedanken sein.

• Habt ihr schon mal gespielt, daß ihr jemand seid, den ihr im Fernsehen oder in einem Film gesehen habt?

Es macht Spaß, jemanden nachzuahmen, den man im Film oder im Fernsehen gesehen hat.

• Gibt es Filme und Fernsehsendungen, die nicht gut für uns sind? (Ja.)

• Gibt es gute Filme und Fernsehsendungen? (Ja.)

Lassen Sie die Kinder ihre Lieblingssendungen aufzählen. Dann sollen sie an den Darsteller denken, den sie am liebsten mögen.

Lassen Sie sie dann folgende Fragen beantworten:

• Befolgt euer Filmheld immer die Gesetze?

• Flucht euer Filmheld manchmal?

• Handelt er immer rechtschaffen?

• Zieht er sich immer anständig an und benimmt sich anständig?

Wenn die Kinder eine dieser Fragen mit „nein“ beantwortet haben, sollten sie sich vielleicht lieber einen Helden suchen, der rechtschaffener ist.

Schlagen Sie den Kindern vor, mit ihren Eltern über die Filme und Fernsehsendungen zu sprechen, die sie ansehen. Wenn ein Programm etwas Schlechtes enthält, können sie auf ein anderes Programm umschalten, den Fernseher abschalten oder aus dem Kino gehen.

Erinnern Sie die Kinder daran, daß der Heilige Geist uns helfen kann zu erkennen, ob etwas richtig oder falsch ist. Wenn wir ein schlechtes oder unbehagliches Gefühl haben, sagt der Heilige Geist uns, daß etwas falsch ist.

Zusammenfassung

Zeugnis

Geben Sie Zeugnis, wie wichtig es ist, unsere Gedanken, Worte und Taten rein und rechtschaffen zu erhalten. Sie könnten ein Erlebnis erzählen, wie Sie trotz einer Versuchung rein und rechtschaffen geblieben sind. Die Kinder sollen verstehen, daß es Freude bringt, rechtschaffen zu sein, auch wenn es schwer ist.

Fordern Sie die Kinder auf, immer, wenn sie nicht genau wissen, was das Rechte ist, zu überlegen, was Jesus Christus von ihnen erwartet.

Schriftstelle

Lesen Sie LuB 100:16 vor. Erklären Sie, daß wir das Volk sind, das der Vater im Himmel erweckt hat, um rein und rechtschaffen zu sein.

Bitten Sie ein Kind um das Schlußgebet.

Zur Vertiefung

Wählen Sie aus den folgenden Vorschlägen diejenigen aus, die sich am besten für die Kinder in Ihrer Klasse eignen. Sie können sie im Unterricht selbst oder als Wiederholung oder Zusammenfassung verwenden. Weitere Anregungen dazu siehe „Der Unterricht“ in „Für den/die Lehrer(in)“.

  1. 1.

    Erklären Sie: Jesus Christus möchte, daß wir so sind wie Mormon, auch wenn die Leute um uns herum nicht rechtschaffen sind. Verwenden Sie das Plakat mit dem dreizehnten Glaubensartikel, und lassen Sie die Kinder ihn gemeinsam aufsagen bis zu den Worten Gutes zu tun. Erklären Sie, daß alle diese Wörter bedeuten, daß man rein und rechtschaffen ist.

    Fordern Sie die Kinder auf, oftmals an diesen Glaubensartikel zu denken.

  2. 2.

    Erklären Sie, daß es leichter ist, ein schlechtes Fernsehprogramm zu vermeiden, wenn Eltern und Kinder die Fernsehsendung vorher gemeinsam aussuchen.

    Nennen Sie den Kindern verschiedene Fernsehprogramme und Filme, und fragen Sie sie, ob sie das Rechte wählen, wenn sie sie anschauen.

  3. 3.

    Singen Sie mit den Kindern das Lied „Ich habe zwei Ohren“ (Lieder und Gedichte für Aktivitäten, Seite 38), oder sagen Sie den Text mit Bewegungen dazu.

    Zwei Ohren, die die Wahrheit hör’n, (auf die Ohren zeigen)
    zwei Augen Gutes sehn. (auf die Augen zeigen)
    Zwei Füße, die mich tragen stets, wohin sie sollen gehn. (am Platz gehen)
    Ich will sie richtig brauchen, (nicken)
    tags und in der Nacht. Ich dank dir, lieber Vater, (Hände falten)
    daß du mich so gemacht.
    Zwei Lippen sprechen freundlich stets, (auf Lippen zeigen)
    zwei Hände helfen hier, (Hände hochhalten)
    und alle diese Helfer gab mein guter Vater mir. (auf sich selbst zeigen)
    Ich will sie richtig brauchen, (nicken)
    tags und in der Nacht. Ich dank dir, lieber Vater, (Hände falten)
    daß du mich so gemacht.