Joseph Smiths Kindheit

Primarvereinigung Leitfaden 3: Wähl das Rechte B, 1995


Zweck

Jedes Kind soll dazu angeregt werden, dem Beispiel Joseph Smiths nachzueifern und wie er ein gutes Familienmitglied zu sein und Jesus nachzufolgen.

Vorzubereiten

  1. 1.

    Lesen Sie Joseph Smith – Lebensgeschichte 1:1–12.

  2. 2.

    Besorgen Sie einen Bogen Papier, der groß genug ist, um das Bild von Joseph Smith zu verdecken. Zerschneiden Sie ihn in so viele Stücke, daß sich für jedes Kind ein Puzzleteil ergibt. Legen Sie die Stücke auf das Bild, bis nichts mehr davon zu sehen ist. (Bei größeren Kindern schreiben Sie auf die Rückseite von jedem Puzzleteil eine Aussage über Joseph Smith.)

  3. 3.

    Bereiten Sie folgende Wortstreifen vor:

    Gehorchen

    Dienen

    Liebhaben

    In der Schrift lesen

    Beten

  4. 4.

    Singen Sie mit den Kindern das Lied „Wonne lächelt überall“ (Gesangbuch, Nr. 214.).

  5. 5.

    Sie brauchen:

    1. a)

      Klebeband

    2. b)

      Bild 3-6, „Der Prophet Joseph Smith“ (62002; Bild 401 in Bilder zum Evangelium); Bild 3-7, „Die Familie von Joseph Smith“; Bild 3-8, „Joseph Smith sucht Weisheit in der Bibel“ (Bild 402 in Bilder zum Evangelium) und Bild 3-9, „Jesus der Christus“ (62572; Bild 240 in Bilder zum Evangelium)

  6. 6.

    Bereiten Sie weitere Aktivitäten aus dem Abschnitt „Zur Vertiefung“ vor, die Sie verwenden wollen.

Vorschlag für den Unterrichtsablauf

Bitten Sie ein Kind um das Anfangsgebet.

Falls Sie den Kindern letzten Sonntag einen Auftrag gegeben haben, so fragen Sie jetzt nach.

Joseph Smith hatte eine gute Familie

Aufmerksamkeit wecken

Zeigen Sie den Kindern das verdeckte Bild von Joseph Smith. Sagen Sie, daß unter dem Papier das Bild von jemand ist, der den Vater im Himmel liebhatte und die Lehren Jesu Christi befolgte. Nennen Sie einen der nachfolgenden Punkte, und lassen Sie eins der Kinder ein Puzzleteil vom Bild abnehmen. Machen Sie so weiter, bis das Bild ganz zu sehen ist. (Größere Kinder können jeweils ein Stück Papier abnehmen und vorlesen, was auf der Rückseite steht.)

Aussagen über Joseph Smith:

  • Er spielte gern.

  • Er hatte blaue Augen.

  • Er ist am 23. Dezember geboren.

  • Seine Mutter hieß Lucy.

  • Seine Familie war nicht reich, aber glücklich.

  • Er arbeitete fleißig.

  • Er hatte denselben Vornamen wie sein Vater.

  • Er war ehrlich.

  • Er wurde von Engeln besucht.

  • Seine Frau hieß Emma.

  • Er war sehr stark.

Fragen Sie die Kinder dann:

  • Wer ist das?

  • Was wißt ihr noch über Joseph Smith?

Wenn die Kinder Fragen haben, sprechen Sie kurz darüber. Erklären Sie, daß er der erste Prophet und Präsident der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage war. Er war freundlich und liebevoll. Sagen Sie den Kindern, daß sie in einer anderen Lektion mehr über Joseph Smith lernen werden.

Bild/Erzählen

Zeigen Sie das Bild 3-7, „Die Familie von Joseph Smith“, und erzählen Sie folgendes über seine Kindheit:

Auf dem Bild ist Joseph Smith der Junge hier rechts mit dem weißen Hemd. Er hatte blaue Augen und hellbraunes Haar. Er hatte viele Geschwister. Joseph war ein fröhlicher Junge, der gern lachte, Ball spielte, Schlittschuh lief, mit anderen rang und spielte.

Als Joseph klein war, hielten seine Eltern die Schule zu Hause ab, weil es in der Nähe keine Schule gab. Später gingen Joseph und seine Geschwister zur Schule und lernten lesen, schreiben und rechnen.

Josephs Familie kaufte südlich von Palmyra im Staat New York ein Stück Land und machte einen Teil davon urbar. Sie bauten ein kleines Blockhaus mit kleinen Glasfenstern und einem Fußboden aus Holz. In der Küche stand ein großer Steinherd, der das ganze Haus heizte. Die Familie benutzte als Licht eine Talgkerze auf einem Kerzenständer aus Zinn, denn es gab noch kein elektrisches Licht, keinen Strom. Sie bauten Weizen, Mais, Bohnen und Flachs an. Lucy Smith und ihre Töchter webten aus dem Flachs Leinenstoff. Die Männer fällten die Bäume auf ihrem Land und ließen sie eine Weile liegen. Sobald das Holz trocken war, verbrannten sie es und verkauften die Holzasche, die zur Herstellung von Seife benutzt wurde. Sie flochten auch Stühle und Körbe. Lucy schrieb, daß sie sich ein behagliches, wenn auch bescheidenes Zuhause schaffen konnten, das „durch ihren eigenen Fleiß nett eingerichtet war“.

• Was ist bei euch zu Hause so ähnlich wie bei Joseph Smith?

• Was ist bei euch zu Hause anders als bei Joseph Smith?

Joseph Smiths Vater machte viele Arbeiten, um Geld zu verdienen, unter anderem war er Bauer. Joseph arbeitete mit seinem Vater zusammen schwer, um Getreide, Obst und Gemüse anzubauen. Die Familie hatte auch Kühe, Schweine, Hühner und Gänse. Sie stellten Fässer, Eimer und Besen her. Josephs Mutter und seine Schwestern arbeiteten auch fleißig. Sie kochten, nähten, putzten, paßten auf die kleineren Kinder auf, machten Butter und Käse, bearbeiteten den Garten und melkten die Kühe. In einem Jahr gewann die Familie Smith sogar einen Preis dafür, daß sie den besten Ahornsirup im ganzen Kreis hergestellt hatte.

• Welche Arbeit macht ihr zusammen mit eurer Familie?

• Wie könnt ihr eurer Familie helfen?

Als Joseph Smith klein war, gab es nur wenige Krankenhäuser und wenig Medizin. Die Ärzte kamen zu den Kranken, um sie zu behandeln.

Joseph Smith wurde als Junge einmal sehr krank. Sein Bein war entzündet und schwoll an. Das tat sehr weh. Die Schmerzen wurden noch schlimmer, als der Arzt das Bein aufschneiden mußte, um den Infektionsherd zu entfernen. Es gab kein Krankenhaus in der Gegend, darum mußte Joseph zu Hause operiert werden. Es gab damals noch keine Narkose, und Joseph bekam keine Medikamente, um seine Schmerzen zu stillen.

Die Infektion kam jedoch wieder, und Josephs Bein blieb geschwollen und schmerzte sehr. Schließlich erkannte der Arzt, daß das Bein nicht heilen würde. Er hielt es für das beste, das Bein zu amputieren, sonst könnte die Infektion sich auf den übrigen Körper ausbreiten, und Joseph könnte sogar daran sterben. Josephs Familie war natürlich sehr besorgt. Seine Mutter betete darum, daß etwas getan werden könnte, um das Bein zu erhalten. Dann bat sie den Arzt, noch einmal den infizierten Teil herauszuschneiden. Der Arzt war einverstanden.

Weil es keine Medizin gab, um die Schmerzen zu lindern, wollte der Arzt Joseph Alkohol zu trinken geben, damit er die Schmerzen leichter ertragen konnte. Aber Joseph wollte nicht davon trinken. Der Arzt wollte Joseph am Bett festbinden, damit er während der Operation ruhig liegenblieb. Aber Joseph wollte sich nicht festbinden lassen.

Er wollte lieber, daß sein Vater ihn in den Arm nahm und festhielt. Er bat seine Mutter, nicht bei der Operation zuzusehen, sondern aus dem Raum zu gehen. Er wollte nicht, daß sie sah, wie er litt.

Während der langen und schmerzhaften Operation hielt Josephs Vater ihn ganz fest im Arm. Hinterher war Joseph schwach und erschöpft, aber die Infektion war weg. Sein Bein war gerettet.

• Wie hat Joseph Smith seiner Familie gezeigt, daß er sie liebhatte? Wie haben sie ihm gezeigt, daß sie ihn liebhatten?

• In welcher Hinsicht ist eure Familie so ähnlich wie die von Joseph Smith?

• Möchtet ihr auch so sein wie Joseph Smith? Wie?

Joseph Smith befolgte die Lehren Jesu Christi

Aktivität mit Wortstreifen

Die Familie von Joseph Smith war wahrscheinlich auf vielerlei Art ähnlich wie eure. Sie beteten und sangen oft zusammen. Sie gingen gemeinsam zur Kirche und lasen miteinander in der Schrift. Sie bemühten sich, die Lehren Jesu zu befolgen.

Legen Sie die Wortstreifen auf den Tisch oder den Fußboden. Lassen Sie ein größeres Kind einen Wortstreifen aussuchen und vorlesen oder an der Tafel befestigen. Sagen Sie den Kindern, daß auf diesen Wortstreifen steht, wie Joseph Smith die Lehren Jesu befolgt hat. Sagen Sie bei jedem Wortstreifen, wie Joseph diese Lehre befolgt hat, und besprechen Sie mit den Kindern, wie sie auch Jesus Christus folgen können.

Gehorchen. Joseph wußte, daß in der Bibel steht: „Ehre deinen Vater und deine Mutter.“ (Exodus 20:12.) Joseph ehrte seine Eltern, indem er ihnen gehorchte und sie liebhatte.

• Was können wir tun, um zu zeigen, daß wir unsere Eltern liebhaben und ihnen gehorchen?

Dienen. Jesus hat gelehrt, daß wir anderen dienen sollen. Joseph Smith arbeitete fleißig und bemühte sich immer, seinen Teil der Arbeit zu tun, ohne sich zu beklagen. Er diente seiner Familie, indem er hilfsbereit war und hart arbeitete.

• Wie habt ihr in dieser Woche eurer Familie gedient?

Lieben. Einer von Josephs besten Freunden war sein Bruder Hyrum, der sechs Jahre älter war als er. Die Geschwister spielten alle viel miteinander. Sie bemühten sich, einander zu zeigen, daß sie sich liebten.

Singen Sie das Lied „Wonne lächelt überall“, oder sagen Sie den Text gemeinsam:

Wonne lächelt überall,
wo die Liebe wohnt,
Freude jauchzt in jedem Schall,
wo die Liebe wohnt,
da wohnt die Zufriedenheit,
still versüßend alles Leid.
Wonnevoll entflieht die Zeit,
wo die Liebe wohnt.

• Wann habt ihr euren Eltern zum letztenmal gesagt, daß ihr sie liebhabt? Und euren Geschwistern?

• Wie zeigt ihr allen in eurer Familie, daß ihr sie liebhabt?

In der Schrift lesen. Joseph wußte, daß die Lehren Jesu Christi wichtig sind. Er dachte oft über den Vater im Himmel und über Jesus nach. Er wollte mehr über sie erfahren, darum las er oft in der Bibel und betete. Zeigen Sie Bild 3-8, „Joseph Smith sucht Weisheit in der Bibel“.

• Warum ist es wichtig, daß man in der Schrift liest?

Beten. Als Joseph Smith krank war, betete seine Mutter und bat den Vater im Himmel um Hilfe. Der Vater im Himmel beantwortete ihr Gebet und half Joseph, wieder gesund zu werden.

• Wobei kann der Vater im Himmel euch helfen? Worum könnt ihr ihn bitten?

• Was könnt ihr beim Beten noch zum Vater im Himmel sagen?

Zusammenfassung

Bilder

Zeigen Sie den Kindern Bild 3-6, „Der Prophet Joseph Smith“. Zeigen Sie ihnen auch den WdR-Schild, und erinnern Sie sie an ihren WdR-Ring. Joseph Smith ist ein gutes Beispiel für jemand, der das Rechte wählt. Er war gut zu seiner Familie und befolgte die Lehren Jesu. Zeigen Sie Bild 3-9, „Jesus der Christus“. Wenn wir das Rechte wählen, folgen wir Jesus, wie Joseph Smith es tat.

Zeugnis

Geben Sie Zeugnis, daß Joseph Smith seine Familie liebhatte und ein großer Prophet war. Er wählte das Rechte und diente dem Vater im Himmel.

Bitten Sie ein Kind um das Schlußgebet. Es soll dem Vater im Himmel für das gute Vorbild von Joseph Smith danken und ihn bitten, daß er sie daran erinnert, diese Woche seinem Beispiel zu folgen.

Zur Vertiefung

Wählen Sie aus den folgenden Vorschlägen diejenigen aus, die sich am besten für die Kinder in Ihrer Klasse eignen. Sie können sie im Unterricht selbst oder als Wiederholung oder Zusammenfassung verwenden. Weitere Anregungen dazu siehe „Der Unterricht“ in „Für den/die Lehrer(in)“.

Suchen Sie unter den folgenden Aktivitäten diejenigen aus, die für die Kinder am besten geeignet sind. Sie können sie im Verlauf des Unterrichts oder auch als Rückblick oder Zusammenfassung benutzen. Weitere Hinweise finden Sie unter „Klassenzeit“ im Abschnitt „Für den/die Lehrer(in)“.

  1. 1.

    Lassen Sie die Kinder eine Möglichkeit aussuchen, wie sie diese Woche dem Beispiel Joseph Smiths folgen wollen. Geben Sie ihnen Papier und Farb- oder Bleistifte, während sie darüber nachdenken. Die Kinder sollen dann oben auf ihrem Blatt Papier ihren Namen schreiben und das, was sie sich ausgesucht haben. Helfen Sie ihnen nötigenfalls. (Beispiel: „Ich will diese Woche freundlich sein.“) Dann sollen sie ein Bild davon malen.

    Regen Sie die Kinder an, das Blatt mit nach Hause zu nehmen und ihren Eltern zu zeigen. Dann sollen sie das Blatt an einem Ort aufbewahren, wo sie es die ganze Woche über oft sehen.

  2. 2.

    Singen Sie das „WdR-Lied“.