Jesus hat es möglich gemacht, daß wir für immer leben können (Ostern)

Primarvereinigung Leitfaden 3: Wähl das Rechte B, 1995


Zweck

Jedes Kind soll verstehen: Weil Jesus uns so sehr liebt, hat er es möglich gemacht, daß wir für immer leben können.

Vorzubereiten

  1. 1.

    Lesen Sie gebeterfüllt Markus 10:13–16, den Bericht vom Tod und der Auferstehung Jesu Christi in Lukas 23 und 24 und den Bericht vom Besuch Jesu Christi bei den Nephiten in 3 Nephi 11.

  2. 2.

    Schreiben Sie auf einen Wortstreifen unsterblich.

  3. 3.

    Schreiben Sie den Namen der Kinder auf je einen Zettel.

  4. 4.

    Bereiten Sie sich vor, die Kinder das Lied „Christ ist erstanden“ (Sing mit mir, F-17) zu lehren oder ihnen den Text zu sagen.

  5. 5.

    Sie brauchen:

    1. a)

      die Bibel und das Buch Mormon

    2. b)

      einen weichen Ball oder einen Bohnensack

    3. c)

      Klebeband

    4. d)

      einen Handschuh

    5. e)

      Bild 3-71, „Die Kreuzigung“ (62505; Bild 230 in Bilder zum Evangelium); Bild 3-15, „Der auferstandene Jesus Christus“ (62187; Bild 239 in Bilder zum Evangelium); Bild 3-72, „Christus erscheint den Nephiten“ (62047; Bild 315 in Bilder zum Evangelium); Bild 3-56, „Christus und die Kinder“ (62467; Bild 216 in Bilder zum Evangelium); Bild 3-17, „Jesus lehrt in der westlichen Hemisphäre“ (62380; Bild 316 in Bilder zum Evangelium); Bild 3–73, „Samuel der Lamanit auf der Mauer“ (62370; Bild 314 in Bilder zum Evangelium); Bild 3-74, „Die Grablegung Jesu“ (62180; Bild 231 in Bilder zum Evangelium), und Bild 3-75, „Die Frauen am Grab“

  6. 6.

    Bereiten Sie weitere Aktivitäten aus dem Abschnitt „Zur Vertiefung“ vor, die Sie verwenden wollen.

Vorschlag für den Unterrichtsablauf

Bitten Sie ein Kind um das Anfangsgebet.

Falls Sie den Kindern letzten Sonntag einen Auftrag gegeben haben, so fragen Sie jetzt nach.

Weil Jesus uns liebhat, hilft er uns

Aufmerksamkeit wecken

Sagen Sie der Klasse, daß Jesus Christus Kinder liebt. Er ist bestimmt sehr froh, daß sie an diesem Ostermorgen alle in der PV sind.

Befestigen Sie das Bild 3-15, „Der auferstandene Jesus Christus“, an der Wand oder an der Tafel.

Erklären Sie, daß Sie den Namen der Kinder auf Zettel geschrieben haben und daß sie jetzt nacheinander nach vorn kommen sollen, um ihren Namen dicht bei dem Bild Jesu anzubringen. Sagen Sie dabei zu jedem Kind: „Jesus hat (Name des Kindes) lieb.“

Aus der Schrift

Erzählen Sie die folgende Begebenheit aus Markus 10:13–16 in eigenen Worten:

Als Jesus Christus auf der Erde lebte, brachten einige Mütter ihre kleinen Kinder zu ihm. Sie hofften, daß er sie segnen würde. Die Freunde, die bei Jesus waren, wollten aber, daß er sich ausruhen sollte. Darum sagten sie zu den Müttern, sie sollten mit ihren kleinen Kindern weggehen und Jesus in Ruhe lassen.

Als Jesus hörte, wie seine Freunde die Mütter wegschicken wollten, sagte er: „Laßt die Kinder zu mir kommen; hindert sie nicht daran.“ Dann nahm er die Kinder auf den Arm und segnete sie.

Besprechen

Halten Sie das Bild 3-56, „Christus und die Kinder“, hoch. Es soll so nahe vor den Kindern sein, daß sie es genau anschauen und seinen Geist spüren können. Stellen Sie die folgenden oder ähnliche Fragen, damit die Kinder spüren, wie lieb Jesus Christus sie hat:

  • Wie war den Kindern wohl zumute?

  • Stellt euch vor, ihr wärt dort gewesen. Was hättet ihr euch gewünscht, was Jesus zu euch sagen sollte?

  • Was hättet ihr zu Jesus gesagt, wenn ihr dabeigewesen wärt?

  • Wie fühlt ihr euch, wenn ihr hört, daß Jesus euch genauso liebhat wie diese Kinder?

Jesus Christus ist für uns gestorben

Aus der Schrift/Bilder

Halten Sie die Schriften hoch, und erklären Sie: Wenn wir in der Bibel und im Buch Mormon lesen, können wir erfahren, was Jesus Christus getan hat, um uns zu helfen. Erzählen Sie in eigenen Worten:

Jesus Christus lebte vor ganz langer Zeit. Der Vater im Himmel hat ihn auf diese Erde gesandt, um den Vätern und Müttern, den Jungen und Mädchen zu helfen, daß sie das Rechte tun. Die meiste Zeit lebte er in einem Land, das jetzt Israel genannt wird.

Jesus liebte alle Menschen. Manche Leute waren schlecht und mochten ihn nicht. Sie schlugen ihn an ein Kreuz.

Zeigen Sie das Bild 3-71, „Die Kreuzigung“.

Jesus Christus litt und starb. Die Leute, die ihn liebhatten, waren sehr traurig. Sie nahmen seinen Körper vom Kreuz herab und hüllten ihn in schöne, weiße Tücher. Dann trugen sie seinen Körper in ein Grab. Dieses Grab war wie eine Höhle. Sie legten ihn dort vorsichtig hin.

Zeigen Sie das Bild 3-74, „Die Grablegung Jesu“.

Dann verschlossen Jesu Freunde den Eingang zum Grab und rollten einen großen Stein davor.

Die Freunde Jesu Christi verstanden nicht, daß er wieder lebendig werden würde. Einige Soldaten bewachten das Grab, in dem sein Körper lag. Am dritten Tag, noch bevor die Sonne aufging, kamen Engel und rollten den Stein fort. Die Soldaten bekamen einen solchen Schrecken, daß sie sich eine Weile gar nicht rühren konnten. Sobald sie sich wieder bewegen konnten, liefen sie fort.

Zeigen Sie das Bild 3-75, „Die Frauen am Grab“.

An diesem Morgen kamen einige Frauen zum Grab. Sie hatten Jesus Christus lieb und waren gekommen, um seinen Körper mit wohlriechenden Salben einzureiben, wie das damals üblich war. Sie sahen, daß der Stein nicht mehr vor dem Grab lag.

Sie gingen in das Grab hinein und sahen dort einen weißgekleideten Engel. Da fürchteten sie sich. Der Engel sagte: „Fürchtet euch nicht! Er ist nicht hier; denn er ist auferstanden.“

Zeigen Sie auf das Bild des auferstandenen Christus.

• Wie war den Freunden Jesu Christi wohl zumute, als sie merkten, daß er auferstanden war?

Tafel/Besprechen

Erklären Sie: Als Jesus auferstand, vereinigte sich sein Geist wieder mit seinem Körper, aber der Körper war jetzt verändert.

Befestigen Sie den Wortstreifen unsterblich.

• Was bedeutet unsterblich?

Erklären Sie: Als der Körper des Erretters unsterblich wurde, war er so verändert, daß er nie wieder zu sterben brauchte und für immer leben konnte.

Als Jesus auferstand, wurde er unsterblich, und er hat es uns allen ermöglicht, auch aufzuerstehen und unsterblich zu werden. Das bedeutet, daß wir nie wieder sterben werden, wenn wir auferstanden sind. Wir können mit unserer Familie für immer leben.

Vorführen/Besprechen

Zeigen Sie den Kindern ihre Hand, und sagen Sie, daß wir Geist genannt wurden, als wir vor unserer Geburt beim Vater im Himmel lebten. Wir konnten uns bewegen (bewegen Sie die Finger) und denken und lernen.

Als unser Geist hier auf die Erde kam, erhielten wir einen irdischen Körper. (Ziehen Sie den Handschuh an.) Wir konnten uns immer noch bewegen (bewegen Sie wieder die Finger) und denken und lernen, aber der Vater im Himmel gab uns einen Körper, für den wir sorgen sollten.

Wenn wir sterben, muß der Geist den Körper verlassen (ziehen Sie den Handschuh aus). Der Körper allein kann sich nicht bewegen (zeigen Sie auf den Handschuh), aber der Geist lebt noch.

Wenn wir auferstehen, wird der Körper vollkommen und wird wieder mit dem Geist vereint (ziehen Sie den Handschuh wieder an). Wenn wir auferstanden sind, werden wir nie wieder sterben. Das bedeutet, daß der Körper und der Geist nie wieder getrennt werden können.

Heben Sie hervor, daß Jesus Christus für uns gestorben ist, weil er uns so liebhat. Er war der erste, der auferstanden ist. Er hat es uns möglich gemacht, aufzuerstehen und wieder beim Vater im Himmel zu leben. Wenn wir an Ostern denken, dann sollen wir an das erste Ostern denken und daran, wie sehr Jesus Christus uns liebhat. Er hat sein Leben für uns gegeben. Er ist auferstanden. Nun lebt er im Himmel beim himmlischen Vater.

Weisen Sie darauf hin, daß die Auferstehung Jesu Christi etwas so Herrliches ist, daß wir jedes Jahr Ostern feiern, um ihm zu zeigen, wie dankbar wir sind, weil er das für uns getan hat.

Aktivität

Werfen Sie den Kindern nacheinander den kleinen, weichen Ball oder den Bohnensack zu und lassen sie jedes etwas erzählen, was es aus der Lektion behalten hat.

Jesus Christus hat nach seiner Auferstehung die Nephiten besucht

Aus der Schrift/Bilder

Sagen Sie den Kindern: Wir wissen, daß Jesus Christus auferstanden ist, weil wir in der Schrift lesen, daß viele seiner Jünger und Anhänger ihn nach der Auferstehung gesehen haben.

Die rechtschaffenen Nephiten und Lamaniten, die in Amerika lebten, haben Jesus Christus gesehen, und das Buch Mormon berichtet davon. Nachdem Jesus in Jerusalem auferstanden war, besuchte er dieses Volk. Sie durften ihn sehen, hören und berühren.

Die Propheten hatten den Nephiten schon viele Jahre lang gesagt, daß Jesus Christus sie eines Tages besuchen würde.

Zeigen Sie das Bild 3-73, „Samuel der Lamanit auf der Mauer“.

Ein Prophet, der Samuel der Lamanit hieß – er lebte einige Jahre, bevor Jesus Christus geboren wurde – sagte den Leuten, wie sie erkennen konnten, wann Jesus in Jerusalem gekreuzigt werden und wieder auferstehen würde. Wenn Jesus starb, sollte es im Land ganz finster werden, und zwar drei Tage lang, bis er wieder auferstand.

Alles geschah so, wie Samuel der Lamanit prophezeit hatte. Als Jesus Christus in Jerusalem starb, wurde es in Amerika ganz dunkel. Die schlechten Menschen wurden vernichtet, und viele rechtschaffene Menschen versammelten sich, um zu besprechen, was geschehen war und was sie tun sollten. Während sie so sprachen, hörten sie plötzlich eine Stimme, die aus dem Himmel zu kommen schien. Es war eine sanfte, liebevolle Stimme. Die Kinder sollen zuhören, was die Stimme sagte. Lassen Sie ein Kind 3 Nephi 11:7 lesen, oder lesen Sie es selbst vor.

• Wer sprach dort? (Der Vater im Himmel.)

Die Leute blickten zum Himmel auf und sahen einen Mann in einem weißen Gewand herabkommen. Sie dachten, daß sie einen Engel sähen.

Zeigen Sie das Bild 3-72, „Christus erscheint den Nephiten“.

• Wer kam in Wirklichkeit aus dem Himmel? (Jesus Christus.)

Lesen Sie 3 Nephi 11:9,10 vor. Erklären Sie: Als Jesus Christus den Leuten sagte, wer er war, erinnerten sie sich daran, daß die Propheten ihnen ja gesagt hatten, daß er sie besuchen werde. Sie waren glücklich. Jesus sagte den Menschen, sie sollten näherkommen und die Nägelmale in seinen Händen und Füßen und die Wunde an seiner Seite befühlen. Er wollte, daß sie wirklich merkten, daß er derselbe Jesus war, der gekreuzigt worden und auferstanden war.

Zeigen Sie das Bild 3-17, „Jesus lehrt in der westlichen Hemisphäre“.

• Wie haben sich die Leute wohl gefühlt, als sie da bei Jesus waren?

Erklären Sie, daß die Menschen so dankbar und froh waren, daß sie riefen: „Hosanna! Gesegnet sei der Name Gottes, des Allerhöchsten!“ (3 Nephi 11:17.) Sie fielen auf die Knie und beteten Jesus an.

Jesus empfand so große Liebe zu diesem Volk, daß er bei ihnen blieb und ihre Kranken heilte, ihre Kinder segnete und sie belehrte. Im Buch Mormon lesen wir, daß es niemals ein glücklicheres Volk auf der Erde gegeben hat als dieses.

Lied

Singen Sie mit den Kindern das Lied „Christ ist erstanden“, oder sagen Sie den Text:

Christ ist erstanden,
Christus der Herr. Lasset uns preisen
den König hehr! Freude erfüllt das Herz
zur Osterzeit, Christ ist erstanden,
er lebt noch heut! Christ ist erstanden,
er lebt noch heut!

Zusammenfassung

Zeugnis

Geben Sie Zeugnis, und drücken Sie Ihre Liebe und Dankbarkeit dafür aus, daß Jesus Christus uns so sehr geliebt hat, daß er es uns möglich gemacht hat, aufzuerstehen und unseren Körper für immer zu behalten.

Fordern Sie die Kinder auf, zu Hause zu erzählen, was der Erretter getan hat, damit wir unseren Körper für immer behalten können.

Bitten Sie ein Kind um das Schlußgebet.

Zur Vertiefung

Wählen Sie aus den folgenden Vorschlägen diejenigen aus, die sich am besten für die Kinder in Ihrer Klasse eignen. Sie können sie im Unterricht selbst oder als Wiederholung oder Zusammenfassung verwenden. Weitere Anregungen dazu siehe „Der Unterricht“ in „Für den/die Lehrer(in)“.

  1. 1.

    Fertigen Sie für jedes Kind eine Kopie des Kreises an, den Sie im Anschluß an diese Lektion finden.

    Geben Sie jedem Kind eine Kopie, einen Bleistift und Buntstifte. Helfen Sie jedem, seinen Namen oben rechts in die Ecke zu schreiben.

    Lesen Sie gemeinsam den Text im Kreis. Jedes Kind soll sich selbst in den Kreis malen. Schreiben Sie „Jesus Christus liebt mich“ an die Tafel. Die Kinder sollen den Satz auf ihren Zettel unter den Kreis schreiben.

  2. 2.

    Lassen Sie die Kinder aufstehen und den folgenden Vers mit Ihnen sagen:

    Hier ist der Ort, wo Jesus lag. (zeigen)
    Sieh doch, der Stein ist nicht mehr da. (wieder zeigen)
    Bück dich (bücken) und schau, (mit Hand Augen schirmen)
    er ist nicht hier.
    Christ ist erstanden, wie froh sind wir! (leise in die Hände klatschen)