Alma tauft in den Wassern Mormon

Primarvereinigung Leitfaden 4: Das Buch Mormon, 1999


Zweck

Die Kinder verstehen die Bedeutung des Bündnisses, das sie bei der Taufe geschlossen haben, und sind sich bewußt, wie wichtig es ist, daß sie dieses Bündnis einhalten.

Vorzubereiten

  1. 1.

    Lesen Sie gebeterfüllt Mosia 17:2–4; 18. Arbeiten Sie anschließend die Lektion durch, und überlegen Sie, wie Sie den Kindern diesen Abschnitt aus der heiligen Schrift vermitteln wollen. (Siehe „Unterrichtsvorbereitung“, Seite VI, und „Aus der heiligen Schrift lehren“, Seite VII.)

  2. 2.

    Überlegen Sie, welche Fragen und welche Vorschläge für Aktivitäten Sie verwenden wollen, um die Kinder in den Unterricht einzubeziehen, damit sie das Unterrichtsziel auch erreichen.

  3. 3.

    Sie brauchen:

    1. a)

      Ein Buch Mormon für jedes Kind.

    2. b)

      Freigestellt: Ein Schloß und einen Schlüssel (beispielsweise ein Vorhängeschloß, ein abschließbares Tagebuch, eine Schmuckkassette oder einen Koffer).

    3. c)

      Einen Schlüssel aus Papier, auf dem „Bündnis“ steht. (Siehe Muster am Ende der Lektion.)

    4. d)

      Für jedes Kind eine Kopie des Handzettels „Mein Taufbündnis“ (siehe Muster am Ende der Lektion).

    5. e)

      Bild 4-23, „Alma tauft in den Wassern Mormon“ (Bild 309 in „Bilder zum Evangelium“ [62332 150]).

Vorschlag für den Unterrichtsablauf

Bitten Sie ein Kind, das Anfangsgebet zu sprechen.

Interesse wecken

Halten Sie einen Schlüssel hoch, und fragen Sie die Kinder, wozu man einen Schlüssel braucht. Sie können ein Kind auch mit dem Schlüssel ein Schloß öffnen lassen. Halten Sie jetzt den Papierschlüssel hoch, aber so, daß die Kinder das Wort „Bündnis“ nicht sehen können. Reißen Sie den Schlüssel dann in der Mitte durch, und erklären Sie, daß ein Schlüssel nicht mehr funktionstüchtig ist, wenn man nur eine Hälfte hat. Drehen Sie den Papierschlüssel jetzt um, so daß das Wort „Bündnis“ sichtbar wird. Fragen Sie die Kinder, ob sie wissen, was dieser Begriff bedeutet, und erklären Sie, was man im Evangelium darunter versteht, nämlich eine heilige Übereinkunft beziehungsweise ein Versprechen zwischen dem himmlischen Vater und seinen Kindern. Wenn wir unsere Bündnisse mit dem himmlischen Vater einhalten, erfüllt er auch seinen Teil. Aber wenn wir nicht das tun, was wir versprochen haben, haben wir unser Bündnis gebrochen. Bestimmte Segnungen und das ewige Leben können wir nur dadurch erlangen, daß wir unser Taufbündnis einhalten. Erklären Sie, was man unter ewigem Leben versteht, nämlich daß wir wie der himmlische Vater werden und für immer bei ihm leben. Sagen Sie den Kindern, daß es in dieser Lektion um Alma und sein Volk geht, aber auch um ihr Taufbündnis und darum, wie sie es besser einhalten können.

Aus der heiligen Schrift

Erzählen Sie den Kindern, wie Alma laut Mosia 17:2–4; 18 in den Wassern Mormon getauft hat. (Siehe auch „Aus der heiligen Schrift lehren“, Seite VII.)

Machen Sie deutlich, daß wir bei der Taufe ein Bündnis eingehen und dieses Bündnis unbedingt einhalten müssen. Zeigen Sie dazu das angegebene Bild.

Anwenden: Besprechen/Fragen

Lesen Sie bei der Unterrichtsvorbereitung die folgenden Fragen sowie die angegebenen Schriftstellen. Entscheiden Sie sich für die Fragen, die den Kindern Ihrer Ansicht nach die heilige Schrift am besten veranschaulichen und ihnen zeigen, wie sie die gelernten Grundsätze anwenden können. Wenn Sie die Schriftstellen im Unterricht gemeinsam lesen, werden die Kinder mit der heiligen Schrift vertraut.

• Wie hat Alma sich für die Taufe bereitgemacht? (Mosia 17:2–4; 18:1.) Wie habt ihr euch für eure Taufe bereitgemacht?

• Warum war der Ort, der Mormon genannt wurde, ein gutes Versteck? Dort konnte Alma die Menschen im Evangelium unterweisen. (Mosia 18:4,5.) Warum mußten sie sich überhaupt verstecken?

• Was empfand das Volk Almas, als es hörte, daß es getauft werden konnte? (Mosia 18:11.) Was habt ihr bei eurer Taufe empfunden? Was wißt ihr noch von eurer Taufe?

• Was haben wir alle bei der Taufe versprochen? Was hat der himmlische Vater uns versprochen? (Mosia 18:8–10.) Zeigen Sie den Handzettel „Mein Taufbündnis“, und besprechen Sie jedes Versprechen. Sagen Sie, daß niemand vollkommen ist, daß wir aber alles in unserer Macht Stehende tun müssen, um unser Taufbündnis einzuhalten.

• Wie können wir zeigen, daß wir den Namen Jesu Christi auf uns genommen haben und als Zeugen Gottes auftreten?

• Was bedeutet es, daß einer des anderen Last tragen und mit den Trauernden trauern soll? Wie hat Jesus Christus uns und anderen Menschen gedient, als er hier auf der Erde lebte? Wie können wir seinem Beispiel nacheifern und unseren Mitmenschen dienen?

• Welche Gebote hat Alma seinem Volk gegeben, um sicherzustellen, daß es sein Taufbündnis auch einhielt? (Mosia 18:21–23,27–29.) Wie können auch wir so leben wie Almas Volk?

• Wodurch erneuern wir jeden Sonntag unser Taufbündnis? Sie können den Kindern erklären, daß man statt erneuern auch neu beginnen sagen könnte. Gehen Sie mit den Kindern die Abendmahlsgebete durch, und arbeiten Sie die darin enthaltenen Bündnisse heraus. (Moroni 4:3; 5:2.) Geben Sie jedem Kind eine Kopie des Handzettels, und besprechen Sie noch einmal das Taufbündnis.

Zur Vertiefung

Sie können einen oder mehrere der folgenden Vorschläge während des Unterrichts verwenden, und zwar als Wiederholung, Zusammenfassung oder Auftrag.

  1. 1.

    Bitten Sie ein Kind, ein nicht allzu leichtes Buch nur mit einer Hand und ausgestrecktem Arm zu halten, während Sie über das Taufbündnis sprechen. Das Kind soll das Buch solange halten, bis ihm der Arm müde wird. Dann darf es das Buch einem anderen Kind geben. Erklären Sie dazu, daß wir bei der Taufe versprechen, „einer des anderen Last zu tragen, damit sie leicht sei“. Besprechen Sie, welche Last ein Kind beispielsweise zu tragen hat: es wird von anderen gehänselt, es ist krank, es hat Schwierigkeiten mit seinen Eltern, es fühlt sich ausgeschlossen oder es hat Probleme in der Schule. Fragen Sie, was die anderen Kinder in einem solchen Fall tun können, um dem Kind die Last leichter zu machen.

  2. 2.

    Fragen Sie die Eltern der Kinder vor dem Unterricht, wie ihr Kind einmal jemandem geholfen hat. Erzählen Sie diese Beispiele dann im Unterricht, und loben Sie die Kinder dafür. Machen Sie deutlich, daß sie damit einem anderen Menschen die Last leichter gemacht haben.

  3. 3.

    Sagen Sie den Kindern, daß wir bei der Taufe auch versprechen, den Namen Jesu Christi auf uns zu nehmen und ein wahrer Christ zu sein, ein wahrer Jünger Christi. Wir müssen so leben, daß wir seines Namens würdig sind. Erzählen Sie das folgende Beispiel von Präsident George Albert Smith, dem achten Präsidenten der Kirche; die Kinder sollen dabei überlegen, wie gut sie den Namen Jesu Christi in Ehren halten.

    „Vor einigen Jahren war ich sehr krank. … Ich war so schwach, daß ich mich kaum noch bewegen konnte.

    Eines Tages … verlor ich das Bewußtsein und dachte, ich sei auf die andere Seite hinübergegangen. …

    Ich begann, meine Umgebung zu erkunden, … und als ich eine ganze Zeit durch einen Wald gegangen war, … sah ich einen Mann auf mich zukommen. Ich sah, daß er sehr groß war. Dann erkannte ich in ihm meinen Großvater und lief schnell auf ihn zu. … Ich weiß noch, wie sehr ich mich gefreut habe, als ich ihn sah. Ich trug nämlich seinen Namen und war darauf sehr stolz.

    Als Großvater kurz vor mir stand, blieb er stehen. … Dann sah er mich mit ernster Miene an und sagte:

    ’Ich möchte gerne wissen, was du mit meinem Namen gemacht hast.’

    In diesem Augenblick lief alles, was ich bis dahin getan hatte, wie ein Film vor meinem inneren Auge ab. … Mein ganzes Leben zog an mir vorüber. Dann lächelte ich, schaute Großvater an und sagte:

    ’Ich habe niemals etwas mit deinem Namen gemacht, dessen du dich schämen müßtest.’

    Großvater trat einen Schritt vor und schloß mich in die Arme. Da erlangte ich das Bewußtsein wieder. Mein Kissen war so naß, als ob man Wasser darauf gegossen hätte, nämlich naß von Tränen der Dankbarkeit, daß ich meinem Großvater hatte antworten können, ohne mich schämen zu müssen.“ („Your Good Name“, Improvement Era, März 1947, Seite 139.)

    Sagen Sie den Kindern, daß sie den Namen Jesu Christi in Ehren halten, wenn sie bereitwillig die Gebote befolgen und ihren Mitmenschen dienen.

  4. 4.

    Singen Sie mit den Kindern das Lied „Taufe“ (Sing mit mir, B-4), oder sagen Sie gemeinsam den Text auf.

Zum Abschluß

Zeugnis

Geben Sie Zeugnis, daß wir lernen, einander besser zu dienen und Christus ähnlicher zu werden, wenn wir unser Taufbündnis einhalten.

Vorschlag für das Schriftstudium zu Hause

Fordern Sie die Kinder auf, zu Hause als Wiederholung Mosia 18:1–11,30–35 zu lesen.

Bitten Sie ein Kind, das Schlußgebet zu sprechen.

Hinweis: Wenn Sie im nächsten Unterricht die erste der im Abschnitt „Zur Vertiefung“ aufgeführten Aktivitäten durchführen wollen, müssen Sie die entsprechenden Aufträge mindestens eine Woche im voraus verteilen.