Wichtige heilige Handlungen werden wiederhergestellt

Primarvereinigung Leitfaden 5: Lehre und Bündnisse/Geschichte der Kirche, 1996


Ziel

Den Kindern Dankbarkeit dafür vermitteln, daß sie sich taufen und konfirmieren lassen und am Abendmahl teilnehmen können.

Vorzubereiten

  1. 1.

    Studieren Sie gebeterfüllt Lehre und Bündnisse 20:37,41,72–79; 22 und 27:1–4 (einschließlich der Überschrift); 2 Nephi 31:17–21 sowie die in der Lektion geschilderten geschichtlichen Ereignisse. Befassen Sie sich dann mit der Lektion, und überlegen Sie, wie Sie den Kindern die Abschnitte aus der Schrift und die geschichtlichen Ereignisse vermitteln wollen. (Siehe „Unterrichtsvorbereitung“, Seite VI–VII, und „Die Abschnitte aus den heiligen Schriften und die geschichtlichen Ereignisse vermitteln“, Seite VII–IX.)

  2. 2.

    Zusätzlicher Lesestoff: Lehre und Bündnisse 58:42 und Joseph Smith – Lebensgeschichte 1:68–74.

  3. 3.

    Überlegen Sie, welche Fragen und welche Vorschläge für Aktivitäten sich am besten dafür eignen, die Kinder in den Unterricht einzubeziehen, damit sie das Unterrichtsziel erreichen.

  4. 4.

    Kopieren Sie den Irrgarten am Ende der Lektion für jedes Kind. Zeichnen Sie den Irrgarten vor dem Unterricht möglichst groß auf ein Blatt Papier oder an die Tafel, falls Sie keine Kopien machen können.

  5. 5.

    Sie brauchen:

    1. a)

      Lehre und Bündnisse für jedes Kind.

    2. b)

      Das Buch Mormon und die Köstliche Perle.

    3. c)

      Einen Bleistift für jedes Kind.

    4. d)

      Die Karte von New York/Ohio (siehe Ende der 1. Lektion).

Hinweis an den Lehrer/die Lehrerin: Wenn Sie über die Taufe und die Konfirmierung sprechen, nehmen Sie Rücksicht auf die Gefühle der Kinder in Ihrer Klasse, die nicht getauft und konfirmiert sind.

Vorschlag für den Unterrichtsablauf

Bitten Sie ein Kind um das Anfangsgebet.

Das Interesse wecken

Geben Sie jedem Kind einen Bleistift und eine Kopie des Irrgartens am Ende der Lektion. Bitten Sie die Kinder, den Weg vom Ausgangspunkt, der mit „Tor“ bezeichnet ist, zum Ende, das mit „Ewiges Leben“ bezeichnet ist, zu finden und zu markieren. (Wenn Sie nur ein großes Bild vom Irrgarten haben, lassen Sie die Kinder gemeinsam den Weg finden.)

Lassen Sie die Kinder die Irrgärten vergleichen und herausfinden, ob sie alle denselben Weg gefunden haben. Betonen Sie, daß es nur einen richtigen Weg durch den Irrgarten gibt. Auf allen anderen Wegen geht es irgendwann nicht mehr weiter.

Erklären Sie den Kindern, daß das Leben manchmal wie ein Irrgarten ist. Wir können viele verschiedene Entscheidungen treffen und viele verschiedene Wege gehen, aber nur ein Weg führt uns zum ewigen Leben mit dem himmlischen Vater und Jesus Christus. Dieser Weg ist das Evangelium Jesu Christi.

• Wenn der Weg durch den Irrgarten das Evangelium darstellt, was stellt dann wohl das „Tor“ dar?

Lesen Sie 2 Nephi 31:17 vor, oder lassen Sie ein Kind den Vers vorlesen. Erklären Sie, daß die Taufe, durch die man in die Kirche Jesu Christi aufgenommen wird, das „Tor“ ist, das uns auf den Weg zum ewigen Leben führt.

• Was erhalten wir nach der Taufe, das uns hilft, richtige Entscheidungen zu treffen und auf dem Weg zum ewigen Leben zu bleiben? (Die Gabe des Heiligen Geistes.)

• Was tun wir jede Woche, um an diese wichtigen heiligen Handlungen, nämlich die Taufe und die Konfirmierung, erinnert zu werden? (Wir nehmen das Abendmahl.)

Erinnern Sie die Kinder daran, daß das Evangelium Jesu Christi nach dem Abfall vom Glauben nicht mehr auf der Erde war. Auch das Priestertum war nicht mehr auf der Erde, so daß niemand auf die richtige Weise getauft oder konfirmiert werden oder am Abendmahl teilnehmen konnte. Das Evangelium und das Priestertum mußten in den Letzten Tagen wiederhergestellt werden.

Aus der heiligen Schrift/Geschichtliche Ereignisse

Wiederholen Sie kurz, wie das Priestertum und die Kirche Jesu Christi in den Letzten Tagen wiederhergestellt worden sind (siehe Lektion 8 und 11). Erklären Sie den Kindern: Nachdem das Priestertum wiederhergestellt worden war, konnten die Männer, die das Priestertum trugen, taufen und konfirmieren und das Abendmahl segnen und austeilen. Seit dem Abfall vom Glauben war es das erstemal, daß diese heiligen Handlungen wieder mit der richtigen Vollmacht vollzogen wurden.

Erzählen Sie den Kindern anhand der unter „Vorzubereiten“ aufgeführten Schriftstellen, welche Anweisungen der Herr in bezug auf die Taufe, die Konfirmierung und das Abendmahl gegeben hat. Erzählen Sie ihnen anhand der folgenden Schilderung der geschichtlichen Ereignisse, wie die frühen Heiligen sich wünschten, getauft und konfirmiert zu werden. Zeigen Sie dabei auch die Karte.

Joseph Smith empfing eine Offenbarung, in der es hieß, daß alle Menschen, die sich der Kirche Jesu Christi anschließen wollten, von ihren Sünden umkehren, sich demütigen und bereit sein mußten, Jesus Christus zu dienen (siehe LuB 20:37). Dann konnten sie durch die Taufe in die Kirche aufgenommen werden, und ihre Sünden wurden ihnen vergeben.

In der Gründungsversammlung der Kirche wurden diejenigen, die bereits getauft waren, konfirmiert und als Mitglieder der Kirche bestätigt und erhielten die Gabe des Heiligen Geistes. Außerdem nahmen sie am Abendmahl teil. Nach der Versammlung wurden weitere getauft, darunter auch die Mutter und der Vater des Propheten, Lucy Mack Smith und Joseph Smith sen. Die Eltern des Propheten freuten sich sehr über ihre Taufe, und auch Joseph Smith war von Freude erfüllt. Lucy Mack Smith schrieb, daß Joseph am Ufer stand, als ihr Mann aus dem Wasser herauskam, seinen Vater an der Hand nahm und unter Freudentränen ausrief: „Gelobt sei mein Gott! Daß ich es erlebe, wie mein Vater getauft und in die wahre Kirche Jesu Christi aufgenommen wird!“ (Lucy Mack Smith, History of Joseph Smith, Seite 168.)

Die Kirche begann zu wachsen. Die Menschen hörten den Lehren von Joseph Smith, Oliver Cowdery und anderen Missionaren zu, und viele wollten sich der Kirche anschließen. Manche waren bereits in anderen Kirchen getauft worden und fragten sich, warum sie noch einmal getauft werden sollten. Joseph Smith befragte den Herrn und erhielt die Offenbarung, die in Lehre und Bündnisse 22 niedergeschrieben ist. In dieser Offenbarung erklärte der Herr, daß diejenigen, die in einer anderen Kirche getauft worden waren, nicht mit der richtigen Priestertumsvollmacht getauft worden waren und deshalb noch einmal von jemandem getauft werden mußten, der diese Vollmacht besaß.

Zwei Monate nach der Gründung der Kirche reisten Joseph und Emma Smith, Oliver Cowdery und andere nach Colesville, New York, da es dort einige Menschen gab, die sich taufen lassen wollten. Als sie in Colesville angekommen waren, bauten sie in einem Fluß einen Damm, um das Wasser für die Taufe zu stauen. Aber am Abend zerstörte ein feindlicher Mob den Damm. Der nächste Tag war ein Sonntag, und die Heiligen hielten eine Versammlung ab, in der Oliver Cowdery predigte und auch andere von der Umkehr, der Taufe und der Gabe des Heiligen Geistes Zeugnis gaben. Auch Leute vom Mob waren gekommen, um die Heiligen nach der Versammlung zu beschimpfen und zu belästigen.

Am Montagmorgen reparierten die Mitglieder der Kirche den Damm und hielten für Joseph Smiths Frau Emma und zwölf andere eine Taufversammlung ab. Als die Versammlung zu Ende war, hatte sich der Mob erneut gesammelt und bedrohte die Heiligen. Als die Heiligen zu einem nahegelegenen Haus gingen, folgte ihnen der Mob, aber der himmlische Vater beschützte die Heiligen, so daß der Mob ihnen kein Leid zufügte.

Für den Abend war eine Versammlung vorgesehen, in der diejenigen, die sich an dem Tag hatten taufen lassen, konfirmiert werden sollten, aber kurz vor der Versammlung kam ein Schutzmann und verhaftete Joseph Smith mit der Begründung, er sei eine „aufrührerische Person … und versetze das Land in Aufruhr, indem er das Buch Mormon predige“ (History of the Church, 1:88). Der Schutzmann wußte, daß der Mob vorhatte, Joseph Smith Schaden zuzufügen, deshalb nahm er ihn im Wagen mit und fuhr mit ihm weg. Aber unterwegs ging ein Wagenrad ab, und sie wurden beinahe wieder vom Mob umringt. Aber sie wechselten schnell das Rad und fuhren weiter. Der Schutzmann brachte Joseph Smith in eine andere Stadt. Die ganze Nacht schlief er mit geladenem Gewehr neben sich, falls es notwendig werden sollte, Joseph vor dem Mob zu beschützen.

Am nächsten Tag fand eine Verhandlung statt, aber Joseph Smith wurde freigesprochen, weil es keine Beweise gegen ihn gab. Er wurde aber sofort wieder von einem anderen Schutzmann verhaftet, der ihn in einer anderen Stadt vor Gericht stellte. Aber wieder gab es keine Beweise, so daß Joseph Smith schließlich nach Hause zurückkehren durfte.

In der Zwischenzeit hatten die Heiligen in Colesville dafür gebetet, daß Joseph sicher zu ihnen zurückkehren und sie als Mitglieder der Kirche konfirmieren konnte. Ende August kehrten Joseph Smith und Oliver Cowdery mit einigen anderen Männern nach Colesville zurück. Auf dem Weg stießen sie auf eine große Gruppe von Männern, die Straßenarbeiten verrichteten. Einige davon waren Feinde des Propheten, aber obwohl sie den Propheten und seine Freunde genau betrachteten, erkannten sie sie nicht und ließen sie vorbei. Dank diesem Wunder traf Joseph Smith sicher in Colesville ein, und die Mitglieder dort konnten konfirmiert werden und am Abendmahl teilnehmen.

Anfang August hatte Joseph Smith eine kleine Versammlung geplant, um seine Frau Emma und eine andere Frau zu konfirmieren. Als er Wein für das Abendmahl besorgen wollte, begegnete ihm ein Engel. Der Engel wies ihn an, von seinen Feinden keinen Wein zu kaufen (siehe LuB 27:3). Er sagte ihm auch, daß es nicht darauf ankam, was beim Abendmahl gegessen oder getrunken wurde, solange diejenigen, die das Abendmahl nahmen, an das Sühnopfer Christi dachten (siehe LuB 27:2).

Besprechen/Fragen

Lesen Sie bei der Unterrichtsvorbereitung die folgenden Fragen sowie die angegebenen Schriftstellen. Entscheiden Sie sich für die Fragen, die den Kindern Ihrer Ansicht nach die Schriftstellen am besten veranschaulichen und ihnen zeigen, wie sie die gelernten Grundsätze anwenden können. Wenn Sie die Schriftstellen im Unterricht gemeinsam lesen und besprechen, können die Kinder selbst neue Erkenntnisse gewinnen.

• Warum werden wir getauft? (Zur Sündenvergebung und um Mitglied der Kirche Jesu Christi zu werden; siehe LuB 20:37.) Wie müssen wir uns auf die Taufe vorbereiten? (LuB 20:37.) Was ist uns im Hinblick auf unsere Sünden verheißen, wenn wir wahrhaftig umgekehrt und getauft worden sind? (Sie werden uns vergeben; siehe LuB 58:42.)

• Welche Vollmacht bzw. welches Priestertum braucht man, um die Taufe vollziehen zu können? (JSLg 1:69.) Wie haben Joseph Smith und Oliver Cowdery dieses Priestertum empfangen? (JSLg 1:68–71.) Warum nahm der Herr die Taufen, die in anderen Kirchen vollzogen wurden, nicht an? (LuB 22.)

• Wie werden wir nach der Taufe konfirmiert? (LuB 20:41.) Welche Priestertumsvollmacht ist für diese heilige Handlung notwendig? (JSLg 1:70,72.) Welche Gabe erhalten wir, wenn wir als Mitglied der Kirche konfirmiert werden? Wie müssen wir leben, um der Gabe des Heiligen Geistes immer würdig zu sein?

• Warum hat sich Joseph Smith wohl so gefreut, als seine Eltern sicht taufen ließen? Warum seid ihr dankbar, daß ihr durch die Taufe in die wahre Kirche Jesu Christi aufgenommen worden seid?

• Wie wollten die Feinde der Kirche verhindern, daß die Heiligen in Colesville getauft wurden? Warum konnten die eben getauften Heiligen nicht am selben Tag konfirmiert werden? Wie wurde Joseph Smith vor dem Mob beschützt?

• Warum waren viele Heiligen wohl bereit, Gefahren auf sich zu nehmen, um getauft und konfirmiert zu werden? Was für ein Gefühl hatten sie wohl, als sie getauft und konfirmiert wurden? Was für ein Gefühl habt ihr, wenn ihr das Rechte tut?

• Was sagte der Engel zu Joseph Smith darüber, was wir beim Abendmahl verwenden sollen? (LuB 27:2.) Was verwenden wir heute? (Siehe die Überschrift zu LuB 27.) Woran sollen wir denken, wenn wir das Abendmahl nehmen? (LuB 27:2.)

• Was versprechen wir, wenn wir das Abendmahlsbrot nehmen? (LuB 20:77.) Was versprechen wir, wenn wir das Wasser trinken? (LuB 20:79.) Was bedeutet es, den Namen Jesu Christi auf uns zu nehmen? Was bedeutet es, immer an ihn zu denken? Wie könnt ihr die Woche über an Jesus denken?

• Inwiefern erinnert uns das Abendmahl an die Bündnisse, die wir bei der Taufe eingegangen sind?

Zur Vertiefung

Sie können einen oder mehrere der folgenden Vorschläge während des Unterrichts oder als Wiederholung, Zusammenfassung oder Auftrag verwenden.

  1. 1.

    Lassen Sie ein Kind oder mehrere Kinder Mosia 18:8–10 und ein anderes Kind Lehre und Bündnisse 20:37 vorlesen.

    Schreiben Sie an die Tafel:

    Bei der Taufe bezeugen (versprechen) wir, daß wir folgendes tun werden:

    unseren Mitmenschen dienen

    die Gebote halten

    allzeit als Zeugen Gottes auftreten

    den Namen Jesu Christi auf uns nehmen

    Besprechen Sie kurz, was jedes dieser Bündnisse (Versprechen) bedeutet.

    Lassen Sie zwei andere Kinder aus Lehre und Bündnisse 20:77,79 die Abendmahlsgebete vorlesen. Die Kinder sollen gut zuhören und die Hand heben, wenn sie etwas über einen Bündnis hören, das dem Taufbündnis gleich oder ähnlich ist.

    Sprechen Sie darüber, daß wir, wenn wir dem Abendmahlslied und den Abendmahlsgebeten zuhören, besser an die Versprechen denken können, die wir bei der Taufe gegeben haben.

  2. 2.

    Machen Sie den Kindern bewußt, wie wichtig es ist, auch nach der Taufe weiterhin die Gebote zu halten (siehe 2 Nephi 31:17–20). Schreiben Sie schon vor dem Unterricht auf mehrere Zettel Aussagen darüber, wie wir nach der Taufe auf dem engen und schmalen Pfad bleiben können (beispielsweise beten, die heiligen Schriften lesen, den Zehnten zahlen und den Eltern gehorchen), und Aussagen darüber, wie wir von diesem Pfad abkommen können (beispielsweise mit den Geschwistern streiten, Lügen erzählen oder uns nicht an das Wort der Weisheit halten).

    Erklären Sie den Kindern, daß das Evangelium Jesu Christi manchmal als der „enge und schmale Pfad“ bezeichnet wird (siehe 2 Nephi 31:18). Legen Sie ein langes Stück Schnur, Seil oder Band auf den Boden, um den engen und schmalen Pfad darzustellen.

    Ein Kind darf sich nun an das eine Ende der Schnur, des Seiles oder des Bandes stellen, das auf dem Boden liegt. Geben Sie jedem Kind eine oder mehrere der Aussagen, die Sie vorbereitet haben. Die Kinder lesen nun nacheinander die Aussagen vor, und das Kind auf dem Pfad entscheidet, ob diese Aussage ihm hilft, auf dem engen und schmalen Pfad zu bleiben. Wenn ja, darf es einen kleinen Schritt nach vorn gehen. Wenn nicht, macht es einen Schritt zur Seite. Wenn dann eine andere positive Aussage vorgelesen wird, darf es wieder zurück auf den Pfad gehen. Fahren Sie fort, bis das Kind das andere Ende der Schnur oder des Bandes erreicht hat.

    Erinnern Sie die Kinder daran, daß wir uns, indem wir die Gebote befolgen und das tun, was Jesus Christus von uns erwartet, darauf vorbereiten, in Ewigkeit bei ihm und dem himmlischen Vater zu leben. Sie können den Kindern Papier und Bleistifte geben und sie bitten, ein, zwei Punkte aufzuschreiben, die sie diese Woche tun wollen, um auf dem engen und schmalen Pfad zu bleiben.

  3. 3.

    Lassen Sie ein Kind Lehre und Bündnisse 20:37 vorlesen, und schreiben Sie an die Tafel, welche Eigenschaften jemand auszeichnen, der für die Taufe bereit ist. Die Liste kann folgendes enthalten:

    • ist demütig

    • hat ein reuiges Herz

    • hat einen zerknirschten Geist

    • ist bereit, den Namen Jesu Christi auf sich zu nehmen

    • ist wahrhaftig umgekehrt

    • ist entschlossen, dem Herrn bis ans Ende zu dienen

    • zeigt durch seine Werke, daß er aufrichtig ist

    Sprechen Sie mit den Kindern über diese Eigenschaften und darüber, wie wir sie auch nach der Taufe weiterentwickeln können. Bitten Sie die Kinder, während der Woche Lehre und Bündnisse 20:37 zu lesen und darüber nachzudenken, um sich so auf das Abendmahl vorzubereiten.

  4. 4.

    Zeigen Sie das Bild von Johannes dem Täufer, der Jesus tauft (Bild 208 in Bilder zum Evangelium oder 62133 150 in der Gemeindehausbibliothek).

    • Wo wurde Jesus Christus getauft?

    • Wo seid ihr getauft worden?

    Erklären Sie, daß die meisten Menschen heute in einem Taufbecken mit warmem, klarem Wasser getauft werden. Aber man kann überall getauft werden, wo es genügend Wasser gibt, so daß man vollständig untergetaucht werden kann. Heute wie in früheren Zeiten werden Menschen in einem Fluß, einem See, im Meer, in einem Wassertank oder einem Schwimmbecken getauft. Joseph Smith wurde in einem Fluß getauft, und viele andere Präsidenten der Kirche wurden in einem Fluß, einem Teich oder einem Kanal getauft. Howard W. Hunter wurde in einem Schwimmbecken getauft. (Siehe William G. Hartley, „Our Prophets’ Outdoor Baptisms“, Friend, März 1988, Seite 30f. und „President Howard W. Hunter: The Lord’s ’Good and Faithful Servant’“, Ensign, April 1995, Seite 9.)

    • Macht es etwas aus, wo jemand getauft wird?

    • Worauf kommt es bei der Taufe an?

    Erinnern Sie die Kinder daran, daß es wichtig ist, daß man von jemandem, der die richtige Priestertumsvollmacht hat, durch Untertauchen getauft wird; der Ort spielt dabei keine Rolle.

  5. 5.

    Erklären Sie den Kindern, daß viele Menschen, die sicht aufen lassen wollen, auf Schwierigkeiten stoßen. Beispielsweise werden manche nicht von ihrer Familie und ihren Freunden unterstützt. In manchen Ländern, wo die Kirche gerade erst zu wachsen beginnt, kann es schwierig sein, einen Ort zu finden, wo jemand getauft werden kann.

    Erzählen Sie von jemandem, der Schwierigkeiten überwunden hat, um sich taufen zu lassen. Sie können auch folgendes erzählen:

    In der Republik Kenia in Afrika mußten die Mitglieder der Kirche viele Vorbereitungen treffen, ehe eine Taufe stattfinden konnte. Sie mußten aus einem Nachbarland einen Wassertank besorgen. Dann verbrachten sie fünf Stunden damit, Wasser aus einem Brunnen zu pumpen und es zum Kirchengebäude zu tragen, das über sechs Kilometer von dem Brunnen entfernt war. Der Wasserstand im Tank war nicht hoch genug, um jemand vollständig untertauchen zu können, also stellten sich zehn Leute in den Tank, damit das Wasser höher stieg. (Siehe E. Dale LeBaron, „Pioneers in East Africa“, Ensign, Oktober 1994, Seite 22.)

  6. 6.

    Lernen Sie mit den Kindern den vierten Glaubensartikel auswendig, oder wiederholen Sie ihn.

Singen Sie mit den Kindern „Taufe“ (Sing mit mir, B-4), oder sagen Sie gemeinsam den Text auf.

Zum Abschluß

Zeugnis

Erklären Sie, wie dankbar Sie für die Taufe, die Konfirmierung und das Abendmahl und für die Segnungen sind, die Sie aufgrund dieser heiligen Handlungen erhalten.

Vorschlag für das Schriftstudium zu Hause

Bitten Sie die Kinder, zu Hause als Wiederholung Lehre und Bündnisse 20:72–79 und 2 Nephi 31:17–21 zu lesen.

Vorschlag für die Beteiligung der Familie

Fordern Sie die Kinder auf, ihrer Familie etwas von dem zu berichten, was sie heute gelernt haben, indem sie zu Hause eine Geschichte erzählen, eine Frage stellen, eine Aktivität durchführen oder mit der Familie die Schriftstellen lesen, die für das Schriftstudium zu Hause vorgeschlagen wurden.

Bitten Sie ein Kind um das Schlußgebet.