Das Zionslager marschiert nach Missouri

Primarvereinigung Leitfaden 5: Lehre und Bündnisse/Geschichte der Kirche, 1996


Ziel

Den Kindern vemitteln, daß Schwierigkeiten und Glaubensprüfungen uns stärken können, wenn wir treu und gehorsam sind.

Vorzubereiten

  1. 1.

    Studieren Sie gebeterfüllt Lehre und Bündnisse 103:1–6, 27–36 sowie die in der Lektion geschilderten geschichtlichen Ereignisse und Lehre und Bündnisse 105:1–13, 18–23. Befassen Sie sich dann mit der Lektion, und überlegen Sie, wie Sie den Kindern die Abschnitte aus der Schrift und die geschichtlichen Ereignisse vermitteln wollen. (Siehe „Unterrichtsvorbereitung“, Seite VI–VII, und „Die Abschnitte aus den heiligen Schriften und die geschichtlichen Ereignisse vermitteln“, Seite VII–IX.)

  2. 2.

    Zusätzlicher Lesestoff: Abraham 3:24–26 und die übrigen Verse von Lehre und Bündnisse 103 und 105.

  3. 3.

    Überlegen Sie, welche Fragen und welche Vorschläge für Aktivitäten sich am besten dafür eignen, die Kinder in den Unterricht einzubeziehen, damit sie das Unterrichtsziel erreichen.

  4. 4.

    Sie brauchen:

    1. a)

      Lehre und Bündnisse für jedes Kind.

    2. b)

      Die Köstliche Perle.

    3. c)

      Ein Blatt Papier und einen Bleistift für jedes Kind.

    4. d)

      Bild 5-27, „Der Herr beschützt das Zionslager“ (62033 150).

Vorschlag für den Unterrichtsablauf

Bitten Sie ein Kind um das Anfangsgebet.

Das Interesse wecken

Erklären Sie, daß sie heute eine Prüfung schreiben. Geben Sie jedem Kind ein Blatt Papier und einen Bleistift. Die Kinder sollen die Zahlen 1 bis 7 untereinander auf eine Seite des Blattes schreiben. Dann sollen sie entscheiden, ob die Aussagen, die Sie vorlesen werden, richtig oder falsch sind, und neben die entsprechende Zahl entweder R (richtig) oder F (falsch) schreiben. Lesen Sie dann die folgenden Aussagen vor:

  1. 1.

    Joseph Smith sah den himmlischen Vater und Jesus Christus. (R)

  2. 2.

    Der Engel Moroni sprach zu Joseph Smith. (R)

  3. 3.

    Joseph Smith übersetzte das Buch Mormon von silbernen Platten. (F; es waren goldene Platten)

  4. 4.

    Joseph Smith und Oliver Cowdery tauften sich gegenseitig, nachdem sie das Aaronische Priestertum empfangen hatten. (R)

  5. 5.

    Das Melchisedekische Priestertum wurde Joseph Smith und Oliver Cowdery von Abraham, Isaak und Jakob übertragen. (F; das Melchisedekische Priestertum wurde von Petrus, Jakobus und Johannes übertragen)

  6. 6.

    Die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage wurde am 6. April 1830 gegründet. (R)

  7. 7.

    Joseph Smith wurde von Gott als Prophet berufen. (R)

Besprechen Sie die Antworten kurz. Wenn die Kinder eine falsche Antwort haben, lassen Sie sie die Antwort korrigieren.

Sprechen Sie mit den Kindern über die Prüfungen, die sie in der Schule schreiben.

• Warum gibt es in der Schule Prüfungen? (Damit der Lehrer sieht, ob die Schüler sich ein bestimmtes Wissen angeeignet oder gelernt haben, wie man etwas macht, und damit die Schüler wissen, ob sie etwas gelernt haben.)

• Welche Prüfungen gibt es sonst noch im Leben?

Erklären Sie, daß wir unter anderem deshalb auf die Erde gesandt worden sind, damit unser Glaube an Jesus Christus geprüft wird. Wir sind hier, um zu zeigen, daß wir so leben, wie der himmlische Vater und Jesus Christus es von uns erwarten (siehe Abraham 3:24, 25), und zwar trotz der Prüfungen und Schwierigkeiten, denen wir begegnen. Manchmal leben wir nicht so, wie der himmlische Vater und Jesus es erwarten, aber wir können umkehren, uns ändern und tun, was recht ist. Erklären Sie, daß sie in dieser Lektion etwas über das Zionslager erfahren werden, eine Erfahrung, die für manche frühen Mitglieder der Kirche eine Glaubensprüfung war.

Aus der heiligen Schrift/Geschichtliche Ereignisse

Erzählen Sie den Kindern anhand der folgenden Schilderung der geschichtlichen Ereignisse sowie anhand von Lehre und Bündnisse 103 und 105 von den Erfahrungen der Heiligen im Zionslager. Zeigen Sie zum passenden Zeitpunkt auch das Bild.

Im Winter 1833/1834 wurden die Heiligen im Kreis Jackson vom feindlichen Mob verfolgt und aus ihren Häusern verjagt. Die Heiligen hatten kaum etwas zu essen und waren dem kalten Winter schutzlos ausgeliefert. Der Gouverneur des Staates Missouri, Daniel Dunklin, versprach, den Heiligen dabei zu helfen, ihr Land und ihre Häuser zurückzuerhalten, wenn sie eine Gruppe Männer aufstellten, um sich vor dem Mob zu schützen. Also sandten die Führer der Kirche in Missouri Parley P. Pratt und Lyman Wight nach Kirtland, um den Propheten Joseph Smith um Hilfe und Führung zu bitten. Der Prophet empfing eine Offenbarung (LuB 103), in der er angewiesen wurde, eine Gruppe Männer aufzustellen, die nach Missouri marschieren und den Heiligen dort helfen sollten. Diese Gruppe, die das Zionslager genannt wurde, sollte den Heiligen in Missouri Nahrung, Kleidung und Geld bringen und ihnen helfen, ihre Häuser und ihr Land zurückzugewinnen.

Der Herr wollte, daß sich dem Zionslager fünfhundert Männer anschlossen, aber falls die Führer der Kirche keine fünfhundert Männer zusammenbringen konnten, sollten sie wenigstens hundert zusammenbringen (siehe LuB 103:30–34). Die Männer kamen nur langsam zusammen, aber als das Zionslager Missouri erreichte, umfaßte es knapp über zweihundert Mann, der jüngste sechzehn und der älteste neunundsiebzig Jahre alt. Auch einige Frauen und Kinder reisten mit dem Zionslager mit. Sie hatten fünfundzwanzig Wagen dabei, die sie aber mit Vorräten für die Heiligen in Missouri gefüllt hatten, so daß die Männer den größten Teil des Weges nach Missouri zu Fuß gehen mußten.

Ehe sich das Zionslager auf den Weg machte, teilte Joseph Smith die Männer in Abteilungen ein, setzte einen Hauptmann über jede Abteilung und legte die Regeln fest, an die sie sich halten sollten. Am 5. Mai 1834 begaben sich die Männer des Zionslagers auf den eintausendsechshundert Kilometer langen Fußmarsch von Kirtland nach Missouri. Die Männer beteten jeden Morgen und jeden Abend und kamen am Sonntag zusammen, um das Abendmahl zu nehmen und Predigten zuzuhören. Sie führten auch Übungskämpfe durch und trainierten, um sich auf Angriffe durch den Mob vorzubereiten. Joseph Smith sagte von dieser Reise: „Gott war mit uns, und seine Engel gingen vor uns her, und der Glaube unserer kleinen Gruppe war unerschütterlich.

Wir wissen, daß Engel uns begleiteten, denn wir sahen sie.“ (History of the Church, 2:73; siehe auch Lehre und Bündnisse 103:20.)

Der lange Marsch war schwierig, und die Männer wurden schwer geprüft. Es war heiß und feucht, und die Straßen waren schlecht. Die Männer bekamen wunde, blutige Füße voller Blasen. Sie hatten auch Schwierigkeiten, genügend Nahrung und Trinkwasser zu bekommen. Sie mußten oft verdorbene Nahrungsmittel essen und manchmal das Wasser sieben, um Insekten zu entfernen, ehe sie es tranken. Wegen dieser Bedrängnisse begannen einige Männer, miteinander zu streiten. Manche gaben auch Joseph Smith die Schuld an diesen Bedrängnissen.

An einem Abend kam es zu einem Streit zwischen Sylvester Smith (der nicht mit dem Propheten verwandt war) und einigen anderen Männern. Sie baten Joseph Smith, den Streit zu schlichten. Da Sylvester Smith und einige andere so aufrührerisch waren, sagte ihnen der Prophet, sie würden noch viel mehr Probleme bekommen, noch ehe sie ihren derzeitigen Lagerplatz verließen. Am nächsten Morgen waren fast alle Pferde krank. Joseph Smith sagte den Männern, daß die Pferde wieder gesund werden würden, wenn die Männer umkehrten und sich vor dem Herrn demütigten. Die Männer kehrten um, und am Mittag waren alle Pferde wieder gesund. Nur das Pferd, das Sylvester Smith gehörte, ging ein.

Als das Zionslager Missouri erreichte, sandte Joseph Smith Parley P. Pratt und Orson Hyde in die Hauptstadt, um dort Gouverneur Dunklin aufzusuchen. Als die beiden zurückkamen, berichteten sie, daß der Gouverneur seine Meinung geändert hatte und sich nun weigerte, den Heiligen dabei zu helfen, ihre Häuser und ihren Besitz zurückzuerlangen. Der Gouverneur schlug vor, die Heiligen sollten ihren Besitz in Missouri aufgeben und sich an einem anderen Ort niederlassen. Trotz dieser entmutigenden Neuigkeiten setzte das Zionslager seinen Marsch zum Kreis Jackson fort.

Unterwegs wurde die Männer des Zionslagers von Teilen des Mobs aus Missouri ausspioniert und belästigt. Ein Anführer des Mobs namens James Campbell schwor: „Die Adler und die Truthahngeier sollen mein Fleisch fressen, wenn ich nicht Joe Smith und seine Armee fertigmache … noch ehe zwei Tage um sind.“ Campbell und seine Kameraden versuchten, den Missouri zu überqueren, aber ihr Boot sank in der Mitte des Flusses, und James Campbell und sechs weitere Männer ertranken. Campbells Körper trieb flußabwärts, und Adler, Geier und andere Vögel fraßen sein Fleisch, ehe seine Überreste gefunden wurden. (Siehe History of the Church, 2:99f.)

An einem Abend machte das Zionslager am Fishing River Rast. Als die Männer das Lager errichteten, ritten fünf bewaffnete Männer, die dem Mob angehörten, in das Lager und bedrohten sie. Sie drohten ihnen, der Mob werde sie angreifen. Manche Männer des Zionslagers wollten gegen den Mob kämpfen, aber Joseph Smith sagte ihnen, sie sollten auf den Schutz des Herrn vertrauen. Bald darauf erhob sich ein fürchterlicher Sturm. Es regnete und hagelte, und die Erde bebte. Blitze zuckten über den Himmel, und lauter Donner knallte. Der Regen durchnäßte die Munition des Mobs, der Sturm erschreckte ihre Pferde, so daß sie davonliefen, zerriß ihre Hüte und zerbrach sogar einige ihrer Gewehre. Durch den Regen stieg der Wasserstand des Flusses so hoch, daß der Mob den Fluß nicht überqueren und somit die Männer des Zionslagers nicht angreifen konnte.

Schon zu Beginn der Reise hatte Joseph Smith eine prophetische Warnung ausgespro- chen. Er hatte den Leuten im Zionslager gesagt, daß sie, wenn sie stritten und murrten und die Gebote des Herrn nicht hielten, von einer Geißel (einer schweren Bedrängnis oder Krankheit) heimgesucht werden würden. Joseph Smith hatte sogar prophezeit, daß einige Leute aufgrund dieser Geißel sterben würden. Er hatte aber auch gesagt, daß die Geißel größtenteils abgewendet werden würde, wenn die Leute sich demütigten und umkehrten.

Etwa drei Wochen später erfüllte sich diese Prophezeiung, als eine verheerende Krankheit, die Cholera, das Zionslager heimsuchte. Die Krankheit traf die Gehorsamen ebenso wie diejenigen, die gestritten und gemurrt hatten. Sogar der Prophet Joseph Smith und sein Bruder Hyrum wurden krank. Joseph und Hyrum waren so krank, daß sie dachten, sie müßten sterben, und sie versuchten mehrmals, um Hilfe zu beten. Plötzlich sprang Hyrum auf und rief: „Joseph, wir werden zu unserer Familie zurückkehren. Ich habe in einer Vision gesehen, wie Mutter unter einem Apfelbaum kniete. Gerade jetzt bittet sie Gott unter Tränen, unser Leben zu verschonen. … Der Geist gibt Zeugnis, daß ihre und unsere Gebete erhört werden.“ (Zitiert in: Lucy Mack Smith, History of Joseph Smith, Seite 229.)

Nachdem die Krankheit das Zionslager acht Tage lang heimgesucht hatte, traf sich Joseph Smith mit einem Großteil der Gruppe und erklärte, die Cholera werde sofort weichen, wenn sie sich vor dem Herrn demütigten und gelobten, seine Gebote zu halten. Die Männer hoben die Hand und gelobten es dem Herrn, und die Krankheit hörte auf. Etwa achtundsechzig Menschen waren erkrankt, und vierzehn waren gestorben.

Ende Juni 1834 empfing Joseph Smith vom Herrn eine Offenbarung (LuB 105), in der den Männern des Zionslagers geboten wude, nicht gegen den Mob in Missouri zu kämpfen. Einige Männer des Zionslagers kehrten auf Mission zurück, wo sie zuvor gedient hatten, und manche blieben in Missouri, aber die meisten gingen nach Hause zu ihrer Familie. Auch wenn das Zionslager den Heiligen in Missouri nicht half, ihre Häuser und ihr Land zurückzuerlangen, diente es doch einem wichtigen Zweck, nämlich als Glaubensprüfung für alle Beteiligten. Sie mußten lernen, dem Propheten Joseph Smith ohne Murren zu folgen und alle Hindernisse, denen sie begegneten, zu überwinden. Die Männer, die diese Prüfung bestanden und treu blieben, wurden starke Führer in der Kirche: der Großteil der ersten Mitglieder des Kollegiums der Zwölf Apostel und des Ersten Siebzigerkollegiums wurde aus dieser Gruppe ausgewählt.

Besprechen/Fragen

Lesen Sie bei der Unterrichtsvorbereitung die folgenden Fragen sowie die angegebenen Schriftstellen. Entscheiden Sie sich für die Fragen, die den Kindern Ihrer Ansicht nach die Schriftstellen am besten veranschaulichen und ihnen zeigen, wie sie die gelernten Grundsätze anwenden können. Wenn Sie die Schriftstellen im Unterricht gemeinsam lesen und besprechen, können die Kinder selbst neue Erkenntnisse gewinnen.

• Warum stellte Joseph Smith das Zionslager auf? (LuB 103:1.) Wozu wurde diese Gruppe ursprünglich aufgestellt? Wie viele Männer sollte das Zionslager gemäß dem Wunsch des Herrn umfassen? (LuB 103:30.) Warum war der Herr bereit, sich auch mit einhundert Mann zufriedenzugeben? (Er wußte, daß nicht alle Männer, die gefragt wurden, auch bereit waren zu helfen (LuB 103:31–34.)

• Welche Prüfungen mußten die Männer des Zionslagers bestehen? (Siehe den 1. Vorschlag im Abschnitt „Zur Vertiefung“.) Wie verursachten sie einige dieser Probleme selbst? Wie verursachen wir manchmal unsere Probleme selbst? Warum wurden auch die Gehorsamen geprüft und nicht nur diejenigen, die stritten und murrten? Warum begegnen wir manchmal Prüfungen und Schwierigkeiten, obwohl wir gehorsam waren? (Mögliche Antworten: damit wir daraus lernen und wachsen, um geprüft zu werden, durch einen Unfall, weil andere Menschen die Entscheidungsfreiheit haben und eine falsche Entscheidung treffen können, die auch uns betrifft u.a.)

• Woher wußten die Männer des Zionslagers, daß der Herr über sie wachte? Woher wissen wir, daß der Herr über uns wacht? Was können wir tun, um nach der Hilfe des Herrn zu trachten?

• Warum vollendete das Zionslager nicht seinen ursprünglichen Auftrag, nämlich die Häuser und das Land der Heiligen in Missouri zurückzugewinnen? (LuB 105:1–6.) Was müssen die Heiligen tun, ehe Zion in Missouri aufgerichtet werden kann? (LuB 105:9–11.) Weisen Sie darauf hin, daß die Errichtung Zions in Missouri noch in der Zukunft liegt. Dies wird sich kurz vor dem Zweiten Kommen des Erretters ereignen.

• Warum wollte der Herr, daß diese Männer die Erfahrungen im Zionslager durchlebten, obwohl er ihnen später gebot, nicht wie geplant gegen den Mob zu kämpfen? (LuB 105:19.) Was bedeutet „ihren Glauben prüfen“? Weisen Sie darauf hin, daß viele Männer im Zionslager bewiesen, daß sie treu bleiben konnten. Sie murrten nicht, stritten nicht und verloren auch nicht die Beherrschung. Ihr Glaube wurde gestärkt, und sie lernten viel darüber, wie man ein guter Führer ist, während sie dem Propheten zuhörten und ihn beobachteten.

• Wie wird unser Glaube an den himmlischen Vater und an Jesus Christus geprüft? Welche Glaubensprüfungen habt ihr schon erlebt? Wie haben diese Prüfungen euch zu einem stärkeren Menschen gemacht?

• Lassen Sie ein Kind Lehre und Bündnisse 105:23 vorlesen. Welche Eigenschaften verlangte der Herr von den Heiligen? Wie können diese Eigenschaften, nämlich treu zu sein, viel zu beten und demütig zu sein, uns stärken und uns helfen, wenn unser Glaube geprüft wird? (Siehe den 4. Vorschlag im Abschnitt „Zur Vertiefung“.)

Zur Vertiefung

Sie können einen oder mehrere der folgenden Vorschläge während des Unterrichts oder als Wiederholung, Zusammenfassung oder Auftrag verwenden.

  1. 1.

    Bringen Sie ein kleines Stück rauhes, zersplittertes Holz und ein Blatt Schleifpapier mit (oder einen spitzen oder zackigen Stein und einen glatten Stein, und passen Sie die Aktivität dann entsprechend an).

    • Mit welchen Problemen mußten die Männer des Zionslagers fertig werden? (Mögliche Antworten: Krankheit, Verfolgung durch Feinde, Streit, mangelnde Selbstbeherrschung, verdorbenes Essen, verunreinigtes Wasser, wunde Füße usw.)

    Reichen Sie, während die Kinder die Probleme aufzählen, das rauhe Holz herum, damit sie es befühlen können. Vergleichen Sie das rauhe, zersplitterte Holz mit Gottes Kindern, ehe sie durch Schwierigkeiten und Probleme geprüft werden.

    • Wolltet ihr einen Gegenstand (etwa einen Löffel oder Bleistift) benutzen, der aus diesem Stück Holz gefertigt wurde? Warum nicht?

    • Was für Prüfungen können sich uns im Leben stellen?

    Schreiben Sie die Antworten der Kinder an die Tafel.

    • Wie können wir diese Prüfungen bestehen?

    Schleifen Sie, während Sie besprechen, was für Prüfungen sich uns stellen und wie wir sie bestehen können, das Holz mit dem Schleifpapier, bis zumindest ein Teil des Holzes glatt ist. Vergleichen Sie das mit den Auswirkungen, die es auf uns hat, wenn wir uns unseren Problemen stellen und sie überwinden. Wenn wir Probleme überwinden, werden unsere Mängel „weggeschliffen“, und wir werden zu einem besseren Menschen, der dem himmlischen Vater und Jesus Christus besser nützen kann.

    Reichen Sie das Stück Holz noch einmal herum, damit die Kinder den Unterschied zwischen dem rauhen und dem glatten Teil spüren können.

  2. 2.

    Zeichnen Sie zwei große Kreise an die Tafel. Schreiben Sie über den einen Vorirdisches Dasein und über den anderen Das Leben auf der Erde. Lesen Sie gemeinsam mit den Kindern Abraham 3:24–26. Erklären Sie, daß unser erster Stand das vorirdische Dasein war, unser Leben, ehe wir auf die Welt kamen.

    • Woher wissen wir, daß wir die Prüfung dort bestanden haben? (Wir haben unseren ersten Stand bewahrt – wir sind zur Erde gekommen.)

    Erklären Sie, daß unser zweiter Stand das Leben auf der Erde ist.

    • Was müssen wir tun, um die Prüfung hier zu bestehen und zu zeigen, daß wir „alles tun werden, was auch immer der Herr, [unser] Gott, [uns] gebietet“?

    Helfen Sie den Kindern, an der Tafel aufzulisten, was Gott ihnen geboten hat (beispielsweise den Zehnten zu zahlen, zur Kirche zu gehen, einander zu lieben). Jedes Kind soll ein, zwei Grundsätze aussuchen, an denen es in der kommenden Woche arbeiten will, und sie auf die Rückseite seines Prüfungsblatts vom Beginn des Unterrichts schreiben.

    Machen Sie den Kindern bewußt, daß wir unser Leben lang geprüft werden – wir können die Gebote nicht einen Tag lang oder eine Woche lang halten und dann meinen, wir hätten die Prüfung bestanden. Andererseits haben wir nicht für immer versagt, wenn wir ein Gebot brechen. Wenn wir umkehren und in Zukunft die Gebote halten, sind wir immer noch würdig, zum himmlischen Vater zurückzukehren.

  3. 3.

    Wählen Sie einen Abschnitt der geschichtlichen Ereignisse aus, den die Kinder nachspielen können. Sie können für die Kinder Dialoge schreiben oder die Geschichte erzählen und die Kinder im Rollenspiel darstellen lassen, was die einzelnen Personen vielleicht in dieser Situation sagen würden.

  4. 4.

    Besprechen Sie die Grundsätze in Lehre und Bündnisse 105:23,24, die sich auf die Kinder beziehen, beispielsweise treu zu sein, viel zu beten und demütig zu sein und nicht mit dem zu prahlen, woran wir glauben oder was wir tun. Schreiben Sie diese Grundsätze auf. Machen Sie den Kindern bewußt, wie diese Grundsätze ihnen helfen können, wenn sie sie auch in Zeiten der Prüfung befolgen. Die Kinder sollen überlegen, was sie diese Woche tun können, um besser nach diesen Grundsätzen zu leben.

  5. 5.

    Gründen Sie als Klasse ein „Zionslager“, und besprechen Sie, was die Klasse tun kann, um Mitgliedern in der Gemeinde beziehungsweise im Zweig zu helfen, beispielsweise eine Witwe besuchen, beim Geheindehausputz helfen oder ein weniger aktives Mitglied der Klasse zur PV einladen. Wählen Sie dann, nachdem Sie die Genehmigung Ihres Priestertumsführers eingeholt haben, ein Dienstprojekt aus, und führen Sie es durch.

  6. 6.

    Singen Sie mit den Kindern das „Lied der Fröhlichen Mädchen“ (Fröhliche Mädchen B), oder sagen Sie gemeinsam den Text auf.

Zum Abschluß

Zeugnis

Erzählen Sie, was es Ihnen bedeutet, daß Sie auf die Erde kommen konnten, und erzählen Sie von Ihrem Wunsch, würdig zu sein, eines Tages wieder beim himmlischen Vater und Jesus Christus zu leben. Erinnern Sie die Kinder daran, daß sie sich dieser großen Segnung würdig erweisen, wenn sie auch in schwierigen Zeiten treu und gehorsam sind.

Vorschlag für das Schriftstudium zu Hause

Bitten Sie die Kinder, zu Hause als Wiederholung Lehre und Bündnisse 105:1–6,9,10 zu lesen.

Vorschlag für die Beteiligung der Familie

Fordern Sie die Kinder auf, ihrer Familie etwas von dem zu berichten, was sie heute gelernt haben, indem sie zu Hause eine Geschichte erzählen, eine Frage stellen, eine Aktivität durchführen oder mit der Familie die Schriftstellen lesen, die für das Schriftstudium zu Hause vorgeschlagen wurden.

Bitten Sie ein Kind um das Schlußgebet.