Lektion 15: Jesus Christus nutzte seine Priestertumsvollmacht, um andere zu segnen

Leitfaden 7: Neues Testament, (1997), 50–53


Ziel

Jedem Kind mehr Verständnis für die Macht des Priestertums vermitteln.

Vorzubereiten

  1. 1.

    Studieren Sie gebeterfüllt Markus 4:35–41, 6:33–44, Lukas 9:37–43, Matthäus 14:23–33, Apostelgeschichte 10:38, und Lehre und Bündnisse 13, 27:12, 124:123. Befassen Sie sich dann mit der Lektion, und überlegen Sie, wie Sie den Kindern die Abschnitte aus der Schrift vermitteln wollen. (Siehe „Die Unterrichtsvorbereitung“, Seite VI, und „Die Abschnitte aus den heiligen Schriften lehren“, Seite VII.)

  2. 2.

    Zusätzlicher Lesestoff: Matthäus 8:23–27; Johannes 6:1–14, 16–21; und Grundbegriffe des Evangeliums, Kapitel 13.

  3. 3.

    Überlegen Sie, welche Fragen und welche Vorschläge für Aktivitäten sich am besten dafür eignen, die Kinder in den Unterricht einzubeziehen, damit sie das Unterrichtsziel erreichen.

  4. 4.

    Sie brauchen:

    1. a.

      Die Bibel oder das Neue Testament für jedes Kind.

    2. b.

      Bild 7-15, „Jesus stillt den Sturm“ (Bild 214 in Bilder zum Evangelium, 62139 150); Bild 7-16, „Die Speisung der Fünftausend“ (62143 150); Bild 7-17, „Jesus geht über das Wasser“.

Vorschlag für den Unterrichtsablauf

Bitten Sie ein Kind um das Anfangsgebet.

Das Interesse wecken

Schalten Sie das Licht im Klassenzimmer aus, oder knipsen Sie eine Taschenlampe an. Fragen Sie, was notwendig ist, damit das Licht oder die Lampe funktioniert. (Die Kraft des Stromes.) Lassen Sie die Kinder einige Gebrauchsgegenstände aufzählen, die Strom brauchen. Welche anderen Kräfte gibt es? Sagen Sie den Kindern, daß sie heute etwas über eine Kraft beziehungsweise Macht erfahren, die die größte von allen ist, sogar größer als die Naturgewalten. Es ist die Macht Gottes. Wir nennen sie das Priestertum.

Das Interesse wecken (zweiter Vorschlag)

Zeigen Sie den Kindern einen Magneten und mehrere Metallteilchen. Lassen Sie die Kinder den Magneten dazu verwenden, die Metallteilchen über den Tisch zu ziehen. Wenn Sie keinen Magneten haben, können Sie auch einen Luftballon aufblasen und an der Kleidung reiben, so daß er an der Wand oder an der Kleidung eines Kindes hängenbleibt. Sie können auch ein Kind bitten, sich mehrmals mit einem Kamm durch die Haare zu fahren und den Kamm dann dazu benutzen, kleine Papierschnipsel aufzulesen.

  • Was war die Ursache dafür, daß der Magnet das Metall anzog, der Luftballon an der Wand oder der Kleidung hängenblieb oder daß man mit dem Kamm Papierschnipsel auflesen konnte? (Die magnetische Kraft verursacht, daß das Me-tall vom Magneten angezogen wird. Statische Elektrizität hält den Luftballon an der Wand oder der Kleidung fest und verursacht, daß man mit dem Kamm Papierschnipsel auflesen kann.)

  • Was gibt es sonst noch für Kräfte? (Blitze, Elektrizität, Wind und so weiter.)

Erklären Sie den Kindern, daß sie etwas über eine Kraft beziehungweise Macht erfahren werden, die die größte von allen ist. Es ist die Macht Gottes, nämlich das Priestertum.

Aus der heiligen Schrifts/Besprechen/Fragen

Erzählen Sie, wie Jesus seine Macht nutzte; zeigen Sie dabei auch die entsprechenden Bilder. (Vorschläge dazu siehe „Die Abschnitte aus den heiligen Schriften lehren“, Seite VII.)

  1. 1.

    Jesus stillt den Sturm (Markus 4:35–41)

    • Wie war den Jüngern Jesu in dem Sturm zumute? (Markus 4:38.) Warum dachten sie, Jesus sorge sich nicht um sie? Woher wißt ihr, daß sich der himmlische Vater um euch sorgt?

    • Wie stillte Jesus den Sturm? (Markus 4:39.)

    • Welche Macht gebrauchte Jesus, um den Sturm zu stillen? (Seine Macht – die Macht Gottes.) Wie nennen wir die Macht und Vollmacht Gottes? (LuB 124:123. Das Priestertum.)

    • Was fragte Jesus seine Jünger, nachdem er den Sturm beruhigt hatte? (Markus 4:40.)

    • Was empfanden die Jünger für Jesus, nachdem er den Sturm besänftigt hatte? (Matthäus 8:27; Markus 4:41.)

  2. 2.

    Die Speisung der Fünftausend (Markus 6:33–44)

    • Warum folgten die Leute Jesus in die einsame Gegend? (Markus 6:33.) Was tat Jesus, ehe er das Wunder vollbrachte, die Fünftausend zu speisen? (Matthäus 14:14.) Welche Macht gebrauchte Jesus, um die Kranken zu heilen? (Die Macht des Priestertums.) Wer ist die Quelle der Macht, die uns in unserem Leben segnet? (Apostelgeschichte 10:38.)

    • Welche Macht gebrauchte Jesus, um genügend Nahrung für alle zu schaffen? Was war das Wunderbare an der Menge Essen, die zum Schluß übrig blieb? (Markus 6:42–44; Johannes 6:12–13.)

  3. 3.

    Jesus heilt einen besessenen Jungen (Lukas 9:37–43)

    • Was fehlte dem Sohn des Mannes? (Lukas 9:38–40.) Worum bat der Mann Jesus?

    • Was konnte Jesus für den Jungen tun? (Lukas 9:42.) Wie reagierten die Leute, die bei Jesus waren, auf dieses Wunder? (Lukas 9:43.)

    • Wen hatte der Mann sonst noch um Hilfe gebeten? (Lukas 9:40.) Warum konnten die Jünger dem Mann und seinem Sohn wohl nicht helfen? Warum nannte Jesus seine Jünger „ungläubig“? (Lukas 9:41.) Warum ist Glaube notwendig, damit die Macht des Priestertums wirken kann?

  4. 4.

    Der Gang Jesu auf dem Wasser (Matthäus 14:22–33)

    • Durch welche Macht ging Jesus auf dem Wasser zu dem Boot, in dem seine Jünger waren? Was dachten die Jünger zuerst, als sie ihn sahen? (Matthäus 14:26.) Was sagte Jesus zu ihnen? (Matthäus 14:27.)

Zusammenfassung/Besprechen/Fragen

Erklären Sie, daß Jesus diese vier Wunder durch seine Macht vollbrachte. Er wirkte auch viele weitere Wunder durch die Macht des Priestertums. Jesus hat diese Macht auch den Priestertumsträgern heute übertragen.

Petrus, Jakobus und Johannes empfingen die Schlüssel des Priestertums auf dem Berg der Verklärung (Matthäus 17:1–9). Diese Priestertumsschlüssel wurden Petrus, Jakobus und Johannes gegeben, damit sie die Macht des Priestertums hatten, nachdem Jesus gegangen war. Petrus sollte der Präsident der Kirche werden, nachdem Jesus auferstanden war, und er brauchte die Schlüssel des Priestertums, um die Kirche aufzubauen.

  • Welche Schlüssel des Priestertums erhielten Petrus, Jakobus und Johannes von Mose und Elija? (Mose gab ihnen die Schlüssel des Priestertums zur Sammlung Israels; Elija gab ihnen die Schlüssel der Siegelungsgewalt [siehe LuB 110:12–16].)

  • Wie gebrauchen wir heute die Schlüssel zur Sammlung? (10. Glaubensartikel. Missionsarbeit.) Wie könnt ihr euch schon jetzt an der Missionsarbeit beteiligen, und wie könnt ihr euch darauf vorbereiten, einmal eine Vollzeitmission zu erfüllen?

  • Wo gebrauchen wir heute die Schlüssel der Siegelungsgewalt? (Im Tempel.) Wie könnt ihr euch darauf vorbereiten, einmal in den Tempel zu gehen?

Erklären Sie, daß die Segnungen der Kirche und das Priestertum nach dem Tod Jesu und der Apostel von der Erde genommen wurden. Darum war es notwendig, daß das Priestertum auf der Erde wiederhergestellt wurde. Jesus stellte seine Kirche und das Priestertum durch Joseph Smith wieder her, damit wir heute die Segnungen des Priestertums empfangen können.

  • Warum ist es wichtig, daß die Kirche heute das Priestertum hat? Wie heißen die beiden Priestertümer? Wie wurde das Aaronische Priestertum wiederhergestellt? (LuB 13.) Wie wurde das Melchisedekische Priestertum wiederhergestellt? (LuB 27:12.)

Vermitteln Sie den Kindern, daß würdige Jungen mit zwölf Jahren dasselbe Priestertum empfangen können, das Johannes der Täufer Joseph Smith und Oliver Cowdery übertrug. Erklären Sie, daß ein Junge, der das Aaronische Priestertum empfängt, die Macht erhält, im Namen Gottes zu handeln, um die Mitglieder seiner Gemeinde oder seines Zweiges zu segnen. (Siehe den 5. Vorschlag im Abschnitt „Zur Vertiefung“.)

  • Welche Segnungen erhalten wir durch die Macht des Priestertums? (Babys erhalten einen Namen und einen Segen; die Taufe; die Konfirmierung; das Abendmahl; die Siegelungen im Tempel und so weiter.) Welche persönlichen Segnungen können wir durch das Priestertum empfangen? (Einen Krankensegen; einen Väterlichen Segen; Heimlehrer.)

  • Wie seid ihr schon durch das Priestertum gesegnet worden?

Zur Vertiefung

Sie können einen oder mehrere der folgenden Vorschläge während des Unterrichts oder als Wiederholung, Zusammenfassung oder Auftrag verwenden.

  1. 1.

    Schreiben Sie Taufe und Konfirmierung, Krankensegen, Väterlicher Segen, Tempelehe und das Abendmahl jeweils auf einen Zettel, den Sie dann zusammenfalten. Legen Sie die Zettel in eine Schachtel oder einen Briefumschlag mit der Aufschrift „Verordnungen und Segnungen des Priestertums“. Bitten Sie ein Kind, einen Zettel herauszunehmen und der Klasse vorzulesen. Besprechen Sie, welche Rolle das Priestertum bei dieser Segnung oder Verordnung spielt. Tun Sie dasselbe mit den anderen Zetteln. Bitten Sie die Kinder, zu erzählen, was sie im Zusammenhang mit diesen Verordnungen und Segnungen erlebt haben.

  2. 2.

    Wiederholen Sie den fünften Glaubensartikel, und lernen Sie ihn mit den Kindern auswendig.

  3. 3.

    Singen Sie („Meister, es toben die Winde“ Gesangbuch, Nr. 66.), oder sagen Sie den Text auf.

  4. 4.

    Erklären Sie, daß ein Junge in der Kirche, der zwölf Jahre alt wird, das Aaronische Priestertum empfangen und zum Amt eines Diakons ordiniert werden kann, wenn er würdig ist. Bereiten Sie die folgenden Wortstreifen vor:

    teilt das Abendmahl aus

    sammelt das Fastopfer ein

    dient dem Bischof als Bote

    hält das Eigentum des Herrn in Ordnung

Bitten Sie die Kinder, die Pflichten eines Diakons aufzuzählen. Zeigen Sie den entsprechenden Wortstreifen, wenn die Kinder eine richtige Antwort geben. Helfen Sie ihnen, alle Pflichten zu nennen, indem Sie ihnen gegebenenfalls Hinweise geben.

Zum Abschluß

Zeugnis

Geben Sie Zeugnis von der Macht des Priestertums, die Jesus besaß. Geben Sie außerdem Zeugnis, daß die würdigen Männer und Jungen in der Kirche heute dieselbe Priestertumsvollmacht haben und daß wir bestimmte Segnungen nur durch das Priestertum empfangen können.

Vorschlag für das Schriftstudium zu Hause

Bitten Sie die Kinder, zu Hause als Wiederholung Markus 4:35–41 zu lesen.

Bitten Sie ein Kind um das Schlußgebet.