Lektion 16: Jesus Christus vollbrachte Wunder

Leitfaden 7: Neues Testament, (1997), 54–56


Ziel

Den Kindern helfen, ihren Glauben an Jesus Christus zu stärken, indem sie lernen, daß Wunder gemäß dem Willen des himmlischen Vaters geschehen, wenn wir Glauben haben.

Vorzubereiten

  1. 1.

    Studieren Sie gebeterfüllt Markus 2:1–12, 5:21–43, und 1 Nephi 7:12. Befassen Sie sich dann mit der Lektion, und überlegen Sie, wie Sie den Kindern die Abschnitte aus der Schrift vermitteln wollen. (Siehe „Die Unterrichtsvorbereitung“, Seite VI, und „Die Abschnitte aus den heiligen Schriften lehren“, Seite VII.)

  2. 2.

    Zusätzlicher Lesestoff: Matthäus 9:1–8, 18–31; 17:20; Lukas 8:41–56; Ether 12:6, 12, 16, 18; und Grundbegriffe des Evangeliums, Kapitel 18.

  3. 3.

    Überlegen Sie, welche Fragen und welche Vorschläge für Aktivitäten sich am besten dafür eignen, die Kinder in den Unterricht einzubeziehen, damit sie das Unterrichtsziel erreichen.

  4. 4.

    Sie brauchen:

    1. a.

      Die Bibel oder das Neue Testament für jedes Kind.

    2. b.

      Bild 7-18, „Jesus und die Tochter des Jaïrus“ (Bild 215 in Bilder zum Evangelium, 62231 150).

Vorschlag für den Unterrichtsablauf

Bitten Sie ein Kind um das Anfangsgebet.

Das Interesse wecken

Fragen Sie die Kinder, ob sie schon einmal sehr krank waren. Lassen Sie sie erzählen, wie das war und was ihre Familie für sie tat, damit sie sich wieder besser fühlen konnten. Die Kinder, die einen Priestertumssegen erhalten haben, können den anderen Kindern von dieser Erfahrung erzählen. Machen Sie den Kindern bewußt, daß sie, wenn sie krank sind oder Probleme haben, ihren Glauben an Jesus Christus dadurch zeigen, daß sie beten und um einen Priestertumssegen bitten.

Erklären Sie den Kindern, daß in dieser Lektion von Menschen berichtet wird, die von Jesus geheilt wurden, weil sie großen Glauben an ihn hatten.

Aus der heiligen Schrifts und Besprechen/Fragen

Erzählen Sie anhand der unter „Vorzubereiten“ aufgeführten Schriftstellen, wie Jesus die Kranken heilte. (Vorschläge dazu siehe „Die Abschnitte aus den heiligen Schriften lehren“, Seite VII.)

  1. 1.

    Jesus heilt den gelähmten Mann (Markus 2:1–12)

    • Was sagte Jesus als erstes zu dem Gelähmten? (Markus 2:5.) Wie reagierten die Schriftgelehrten auf seine Worte? (Markus 2:7.) Was ist Gotteslästerung? (Keine Achtung vor Gott zeigen oder fälschlich behaupten, man sei Gott.) Lästerte Jesus Gott? Vermitteln Sie den Kindern, daß Jesus Sünden vergeben kann, weil er der Sohn Gottes ist; die Schriftgelehrten glaubten aber nicht, daß er der Sohn Gottes war.

    • Was sagte Jesus zu den Schriftgelehrten? (Markus 2:8–9.) Was sagte er zu dem Gelähmten? (Markus 2:10–11.)

    • Wie reagierten die Leute, als der Gelähmte geheilt war? (Markus 2:12.) Warum wurde dieser Mann wohl geheilt?

  2. 2.

    Die Auferweckung der Tochter des Jaïrus (Markus 5:21–24, 35–43)

    Zeigen Sie Bild 7-18, „Jesus und die Tochter des Jaïrus“.

    • Wer war Jaïrus? Woher wissen wir, daß er Glauben an Jesus hatte? (Markus 5:22–23.) Wie half Jesus Jaïrus, seinen starken Glauben zu bewahren? (Markus 5:35–36.)

    • Was taten die Leute, als Jesus und Jaïrus am Haus von Jaïrus eintrafen? (Markus 5:38. Erklären Sie, daß es damals ublich war, daß die Trauernden großen Lärm machten, wenn jemand gestorben war.) Was war der Unterschied zwischen dem, was die Trauernden taten, und dem, was Jaïrus getan hatte?

    • Warum schickte Jesus wohl die Ungläubigen hinaus, ehe er in das Zimmer des Mädchens ging, um es zu heilen? (Markus 5:40.)

  3. 3.

    Jesus heilt die Frau, die an Blutungen litt (Markus 5:25–34)

    • Wie zeigte die Frau, die das Gewand Jesu berührte, daß sie Glauben an Jesus hatte? (Markus 5:27–28.)

    • Woher wußte Jesus, daß die Frau sein Gewand berührt hatte? (Markus 5:30.) Warum war es ungewöhnlich, daß er bemerkte, daß ihn jemand berührt hatte? (Markus 5:31.)

    • Warum wurde die Frau geheilt? (Markus 5:34.) Erklären Sie, daß das Gewand Jesu nichts Magisches an sich hatte. Die Frau wurde geheilt, weil sie Glauben an Jesus hatte und weil es der Wille des himmlischen Vaters war. Was für Wunder geschehen in unserem Leben durch einfache, kleine Taten?

Zusammenfassung/Besprechen/Fragen

  • Warum hat Jesus wohl Wunder vollbracht? (Matthäus 9:29–30; Markus 1:41; 2:5, 10; 5:36. Um zu beweisen, daß er der Sohn Gottes war; um den Glauben derer zu stärken, die an ihn glaubten; weil er die Menschen, die Hilfe brauchten, liebte und Mitleid mit ihnen hatte und wegen des Glaubens derer, die glaubten.)

  • Was für Wunder geschehen heute in unserem Leben?

Vermitteln Sie den Kindern, daß wir gemäß dem Willen Gottes Wunder erleben, wenn wir Glauben an Jesus Christus haben und rechtschaffen leben (siehe 1 Nephi 7:12).

  • Erklären Sie, daß man nicht immer von einer Krankheit oder Behinderung geheilt wird, auch wenn darum gebetet wird. Bedeutet das, daß wir keinen Glauben haben? Warum? Warum könnte es Gottes Willen sein, daß jemand nicht geheilt wird? (Gott möchte vielleicht den Glauben der Familie des Betreffenden prüfen; er möchte vielleicht, daß der Betreffende Geduld lernt und so weiter.)

Weisen Sie auf das folgende Zitat von Präsident Spencer W. Kimball hin: „Der Herr heilt die Kranken nicht immer und rettet uns auch nicht immer aus gefährlichen Situationen. Nicht immer erlöst er uns von Leid und Schmerz, denn selbst diese scheinbar nicht wünschenswerten Umstände können Teil eines zweckmäßigen Planes sein.“ (Tragedy or Destiny, Seite 5).

  • Was bedeutet es, Glauben an Jesus Christus zu haben? (Daran glauben, daß Jesus Christus der Sohn Gottes und der Erretter der Welt ist und alle Macht besitzt; darauf vertrauen, daß der himmlische Vater und Jesus das tun, was für uns am besten ist; den Willen Gottes anerkennen; den Wunsch haben, Gottes Gebote zu befolgen.)

  • Was bedeutet es, Glauben an Jesus Christus zu haben? (Daran glauben, daß Jesus Christus der Sohn Gottes und der Erretter der Welt ist und alle Macht besitzt; darauf vertrauen, daß der himmlische Vater und Jesus das tun, was für uns am besten ist; den Willen Gottes anerkennen; den Wunsch haben, Gottes Gebote zu befolgen.)

Zur Vertiefung

Sie können einen oder mehrere der folgenden Vorschläge während des Unterrichts oder als Wiederholung, Zusammenfassung oder Auftrag verwenden.

  1. 1.

    Wiederholen Sie den vierten Glaubensartikel, und fragen Sie die Kinder, warum „der Glaube an den Herrn Jesus Christus“ der erste Grundsatz des Evangeliums ist. Lassen Sie die Kinder den Vers auswendig aufsagen, oder lernen Sie ihn mit ihnen auswendig.

  2. 2.

    Lernen Sie mit den Kindern 1 Nephi 7:12auswendig, beginnend mit „daß der Herr nach seinem Willen …“.

  3. 3.

    Bitten Sie die Kinder zu erklären, woher wir wissen, daß Jesus Christus heute lebt. Sie können Wortstreifen von den folgenden und weiteren Antworten vorbereiten, die Ihnen einfallen. Sie können auch Stichwörter an die Tafel schreiben.

    Von Propheten geschriebene heilige Schriften berichten uns von Jesus.

    Andere haben Zeugnis von ihm gegeben.

    Wir können seine Liebe spüren.

    Joseph Smith sah ihn und wurde angewiesen, seine Kirche wiederherzustellen.

    Wenn wir gebeterfüllt sind, bezeugt uns der Heilige Geist, daß Jesus lebt.

  4. 4.

    Singen Sie „Glaube“ (Liederbuch für Kinder, Seite 50), oder sagen Sie den Text auf.

  5. 5.

    Bitten Sie die Kinder, Matthäus 17:20 zu lesen. Erklären Sie, daß ein Senfkorn sehr klein ist, jedoch zu einem großen buschähnlichen Baum heranwachsen kann. Wenn unser Glaube so stark ist wie die Fähigkeit des Senfkorns, zu einem Baum heranzuwachsen, können wir Großes vollbringen.

Zum Abschluß

Zeugnis

Bezeugen Sie, daß wir wie die Menschen zur Zeit Christi Wunder erleben können, wenn wir Glauben an Jesus Christus haben. Sie können von einem Wunder aus Ihrem Leben erzählen oder die Kinder bitten, von einem Wunder zu erzählen, das sie erlebt haben.

Vorschlag für das Schriftstudium zu Hause

Bitten Sie die Kinder, zu Hause als Wiederholung Markus 2:1–12 zu lesen.

Bitten Sie ein Kind um das Schlußgebet.