Lektion 18: Jesus Christus heilt einen Mann, der blind geboren wurde

Leitfaden 7: Neues Testament, (1997), 60–62


Ziel

Jedem Kind vermitteln, daß wir Prönufungen und Schwierigkeiten überwinden können, indem wir zu Jesus Christus kommen.

Vorzubereiten

  1. 1.

    Studieren Sie gebeterfüllt Johannes 9. Befassen Sie sich dann mit der Lektion, und überlegen Sie, wie Sie den Kindern die Abschnitte aus der Schrift vermitteln wollen. (Siehe „Die Unterrichtsvorbereitung“, Seite VI, und „Die Abschnitte aus den heiligen Schriften lehren“, Seite VII.) Hinweis: Nehmen Sie beim Vorbereiten und Unterrichten der Lektion Rücksicht auf Kinder in Ihrer Klasse, deren Sehvermögen beeinträchtigt ist.

  2. 2.

    Überlegen Sie, welche Fragen und welche Vorschläge für Aktivitäten sich am besten dafür eignen, die Kinder in den Unterricht einzubeziehen, damit sie das Unterrichtsziel erreichen.

  3. 3.

    Sie brauchen:

    1. a.

      Die Bibel oder das Neue Testament für jedes Kind.

    2. b.

      Ein Stück Stoff, mit dem man jemand die Augen verbinden kann.

    3. c.

      Bild 7-14, „Jesus heilt einen Blinden“ (Bild 213 in Bilder zum Evangelium, 62145 150).

Vorschlag für den Unterrichtsablauf

Bitten Sie ein Kind um das Anfangsgebet.

Das Interesse wecken

Verbinden Sie einem Kind die Augen und bitten Sie es, einen Teil eines Gegenstandes, beispielsweise einen Teil eines Autos, an die Tafel zu zeichnen. Lassen Sie ein zweites Kind nach vorn kommen, verbinden Sie ihm die Augen, und lassen Sie es einen weiteren Teil desselben Gegenstandes zeichnen. Fahren Sie fort, bis mehrere Kinder einen Teil des Gegenstands gezeichnet haben. Besprechen Sie mit den Kindern, warum dies eine schwierige Aufgabe war.

  • Warum war es dadurch, daß ihr nicht sehen konntet, schwierig, das Bild zu zeichnen?

  • Wie würdet ihr euch fühlen, wenn ihr nie wieder sehen könntet?

Sagen Sie den Kindern, daß sie über zwei Arten von Blindheit sprechen wollen. Bitten Sie sie, auf die verschiedenen Arten von Blindheit zu achten, während Sie ihnen eine Geschichte aus der heiligen Schrift erzählen.

Aus der heiligen Schrift

Zeigen Sie das Bild von Jesus, der einen Blinden heilt. Erzählen Sie anhand von Johannes 9 wie Jesus einen Mann heilte, der blind geboren wurde. (Vorschläge dazu siehe „Die Abschnitte aus den heiligen Schriften lehren“, Seite VII.) Vermitteln Sie den Kindern dabei, daß die Pharisäer (die religiösen Herrscher der Juden) Angst hatten, ihr Ansehen beim Volk zu verlieren, wenn die Menschen an Jesus Christus glaubten. Deshalb versuchten sie oft, die Leute dazu zu bringen, daß sie an Jesus und seinen Taten und Lehren zweifelten. Sie erkannten die Evangeliumswahrheiten, die Jesus lehrte, nicht und waren daher geistig blind. Erklären Sie, daß wir geistig blind werden können, wenn wir zulassen, daß unsere selbstsüchtigen Interessen uns davon abhalten, dem Erretter zu folgen.

Besprechen/Fragen

Lesen Sie bei der Unterrichtsvorbereitung die folgenden Fragen sowie die angegebenen Schriftstellen. Entscheiden Sie sich für die Fragen, die den Kindern Ihrer Ansicht nach die Schriftstellen am besten veranschaulichen und ihnen zeigen, wie sie die gelernten Grundsätze anwenden können. Wenn Sie die Schriftstellen im Unterricht gemeinsam lesen und besprechen, können die Kinder neue Erkenntnisse gewinnen.

  • Was fragten die Jünger Jesus wegen des Mannes, der blind geboren wurde? (Johannes 9:2.) Warum meinen Menschen manchmal, jemand müsse Krankheit und Not erleiden, weil er gesündigt habe? Was gab Jesus als Grund für die Blindheit des Mannes an? (Johannes 9:3.)

  • Inwiefern waren die Pharisäer geistig blind? (Johannes 9:16.) Was hatten sie Jesus vorzuwerfen? Warum erkannten sie wohl nicht, daß Jesus der Sohn Gottes war?

  • Wie nannte der Mann, der blind geboren wurde, Jesus, als die Pharisäer ihn zum erstenmal fragten, was geschehen war? (Johannes 9:11.) Was sagte er darüber, wer Jesus war, als sie ihn zum zweitenmal fragten? (Johannes 9:17.)

  • Was geschah mit der geistigen und mit der physischen Sehkraft des Mannes? Was sagte der Mann, als er das drittemal nach Jesus gefragt wurde? (Johannes 9:30–33.)

  • Was geschah mit dem Mann, weil er von Jesus Zeugnis gab? (Johannes 9:22, 34.) Was tat Jesus, als er hörte, daß der Mann aus der Synagoge (dem Gotteshaus der Juden) hinausgestoßen worden war? (Johannes 9:35.) Was empfand der Mann wohl, als Jesus ihn traf und mit ihm sprach? Welches Zeugnis gab der Mann zuletzt von Jesus? (Johannes 9:35–38.) Was war mit seiner geistigen Sehkraft geschehen?

  • Warum lassen es der himmlische Vater und Jesus wohl zu, daß wir Prüfungen und Probleme haben? Wie können diese Prüfungen und Probleme dazu beitragen, daß wir von unserer geistigen Blindheit geheilt werden? Wie können uns der himmlische Vater und Jesus bei unseren Prüfungen und Problemen helfen? (Siehe den 4. Vorschlag im Abschnitt „Zur Vertiefung“.)

  • Seid ihr und eure Familie schon einmal in Prüfungen gesegnet worden? Ermutigen Sie die Kinder, diese Frage zu besprechen, achten Sie aber darauf, daß die Kinder nicht von vertraulichen Familienangelegenheiten erzählen.

Zur Vertiefung

Sie können einen oder mehrere der folgenden Vorschläge während des Unterrichts oder als Wiederholung, Zusammenfassung oder Auftrag verwenden.

  1. 1.

    Teilen Sie die Klasse in Gruppen ein. Geben Sie jeder Gruppe eine der folgenden Schriftstellen zu lesen. Die Kinder sollen sich in der Gruppe darüber unterhalten und dann der Klasse berichten, wie die Person oder die Personen aus der Schrift mit ihren Prüfungen umgegangen sind.

    Daniel 3:17–18, 23–25, 28

    1 Nephi 18:16, 20–22

    Mosiah 24:13–16

    Alma 14:8–11

  2. 2.

    Vermitteln Sie den Kindern, wie wichtig es ist, auf Menschen mit Behinderungen einzugehen. Sie können einen Erwachsenen mit einer körperlichen Behinderung (oder Eltern eines behinderten Kindes) bitten, in die Klasse zu kommen und darüber zu sprechen, wie man behinderten Menschen freundlich begegnen kann. Betonen Sie, daß wir uns nicht über Behinderte lustig machen; wir hänseln sie nicht. Wir können ihnen helfen, wenn sie Hilfe brauchen; wir können sie einladen, mit uns zu spielen; wir können ihr Freund sein. Wir müssen sie in unseren Kreis aufnehmen und sie an unseren Aktivitäten teilnehmen lassen.

  3. 3.

    Singen Sie „Ich geh mit dir“ (Lieberbuch für Kinder, Seite 78), oder sagen Sie den Text auf.

  4. 4.

    Lesen und besprechen Sie das folgende Zitat von Präsident Spencer W. Kimball:

    „Wenn alle Gebete sofort erhört werden würden … gäbe es wenig oder gar kein Leid, keinen Kummer, keine Enttäuschung, nicht einmal den Tod, und wenn es das alles nicht gäbe, dann gäbe es auch keine Freude, keinen Erfolg, keine Auferstehung und auch kein ewiges Leben und kein Gottestum.“ (Faith Precedes the Miracle, Seite 97).

Zum Abschluß

Zeugnis

Geben Sie Zeugnis, daß der Herr uns segnet und uns bei unseren Problemen und Prüfungen hilft, wenn wir seine Gebote befolgen, Glauben an Jesus Christus haben und uns bemühen, ihm ähnlicher zu werden.

Vorschlag für das Schriftstudium zu Hause

Bitten Sie die Kinder, zu Hause als Wiederholung Johannes 9:1–38 zu lesen.

Bitten Sie ein Kind um das Schlußgebet.