Lektion 36: Der Pfingsttag

Leitfaden 7: Neues Testament, (1997), 126–29


Ziel

Jedem Kind dabei helfen, mehr über die Gabe des Heiligen Geistes zu erfahren und zu verstehen, wie man die Eingebungen des Heiligen Geistes erkennt.

Vorzubereiten

  1. 1.

    Studieren Sie gebeterfüllt Apostelgeschichte 2:1–24, 32–33, 36–47 und Johannes 14:25–27. Befassen Sie sich dann mit der Lektion, und überlegen Sie, wie Sie den Kindern die Abschnitte aus der Schrift vermitteln wollen. (Siehe „Die Unterrichtsvorbereitung“, Seite VI, und „Die Abschnitte aus den heiligen Schriften lehren“, Seite VII.)

  2. 2.

    Zusätzlicher Lesestoff: Grundbegriffe des Evangeliums, chapters 7 und 21.

  3. 3.

    Überlegen Sie, welche Fragen und welche Vorschläge für Aktivitäten sich am besten dafür eignen, die Kinder in den Unterricht einzubeziehen, damit sie das Unterrichtsziel erreichen.

  4. 4.

    Sie brauchen:

    1. a.

      Die Bibel oder das Neue Testament für jedes Kind.

    2. b.

      Tafel und Kreide.

    3. c.

      Bild 7-39, „Der Pfingsttag“.

Vorschlag für den Unterrichtsablauf

Bitten Sie ein Kind um das Anfangsgebet.

Das Interesse wecken

Sagen Sie den Kindern, daß Jesus seine Apostel vieles lehrte, als er mit ihnen zusammen war. Er wußte, daß er nicht immer bei ihnen sein konnte und verhieß ihnen deshalb eine besondere Gabe, die ihnen helfen sollte.

Lesen Sie die folgenden Hinweise vor. Die Kinder dürfen aufstehen und Ihnen die Antwort ins Ohr flüstern, wenn sie zu wissen meinen, um welche Gabe es sich handelt. Wenn sie den Heiligen Geist als richtige Antwort erkannt haben, dürfen sie stehen bleiben.

  • Ich lehre die Wahrheit.

  • Ich bin ein Führer.

  • Ich schenke Trost.

  • Ich gebe Zeugnis von Jesus Christus.

  • Ich spreche gewöhnlich zu eurem Verstand und zu eurem Herzen.

  • Ich bin ein Mitglied der Gottheit.

  • Ich bin eine Person aus Geist, habe aber keinen physischen Körper.

Schreiben Sie Heiliger Geist an die Tafel. Lesen Sie Johannes 14:25–27 mit den Kindern. Gehen Sie noch einmal die Liste mit den Hinweisen durch, um den Kindern zu vermitteln, was der Heilige Geist für uns tut.

Schreiben Sie Pfingsten an die Tafel. Erklären Sie, daß das Wort Pfingstenauf einem griechischen Wort beruht, das „fünfzig“ bedeutet. Der Pfingsttag war ein jüdischer Festtag, der jedes Jahr fünfzig Tage nach dem Paschafest begangen wurde. Jesus gab seinen Jüngern beim letzten Mahl, das zur Zeit des Paschafestes eingenommen wurde, das Abendmahl. Fünfzig Tage nach diesem letzten Mahl empfingen seine Jünger die Gabe des Heiligen Geistes. Schreiben Sie Gabe des Heiligen Geistes an die Tafel.

Aus der heiligen Schrift

Erzählen Sie den Kindern, was am Pfingsttag geschah (Apostelgeschichte 2:1–24, 32–33, 36–47). (Vorschläge dazu siehe „Die Abschnitte aus den heiligen Schriften lehren“, Seite VII.) Zeigen Sie das Bild vom Pfingsttag zum passenden Zeitpunkt.

Besprechen/Fragen

Lesen Sie bei der Unterrichtsvorbereitung die folgenden Fragen sowie die angegebenen Schriftstellen. Entscheiden Sie sich für die Fragen, die den Kindern Ihrer Ansicht nach die Schriftstellen am besten veranschaulichen und ihnen zeigen, wie sie die gelernten Grundsätze anwenden können. Wenn Sie die Schriftstellen im Unterricht gemeinsam lesen und besprechen, können die Kinder neue Erkenntnisse gewinnen.

  • Wie kam der Heilige Geist am Pfingsttag zu den Aposteln Jesu? (Apostelgeschichte 2:1–4.)

  • Was ermöglichte es den Jüngern, in Zungen zu reden und von Menschen, die eine andere Sprache sprachen, verstanden zu werden? (Apostelgeschichte 2:4.) Wie hilft diese geistige Gabe, die durch den Heiligen Geist gegeben wird, auch heute bei den missionarischen Bemühungen der Kirche? (Indem sie vielen Missionaren hilft, eine Fremdsprache zu lernen. Die Gabe der Zungen kann auch Menschen, mit denen die Missionare reden, helfen, die Evangeliumsbotschaft zu verstehen, auch wenn ein Missionar die Sprache nicht so gut beherrscht.)

  • Was war die Ursache dafür, daß es die Menschen mitten ins Herz traf, nachdem Petrus von der Kreuzigung und der Auferstehung Jesu Zeugnis gegeben hatte? (Apostelgeschichte 2:33, 36–37. Der Heilige Geist.) Was ist gemeint, wenn es heißt, daß es die Menschen mitten ins Herz traf? (Sie empfanden wohl Kummer und Reue.) Wie kann der Heilige Geist uns helfen, für etwas, was wir getan haben, Reue zu empfinden?

  • Wie hilft uns der Heilige Geist zu wissen, was wir tun sollen? Vermitteln Sie den Kindern, daß man die Hilfe des Heiligen Geistes auf vielerlei Weise spüren kann, beispielsweise als friedliches Gefühl oder als starken Eindruck, daß etwas richtig ist; oder man versteht die heiligen Schriften oder ein bestimmtes Thema besser; man findet die Lösung zu einem Problem in den heiligen Schriften, hört in der Kirche eine Ansprache oder einen Unterricht, der einem hilft, und so weiter. Wenn Sie es für angebracht halten, können Sie erzählen, wie Sie einmal den Heiligen Geist gespürt haben.

  • Was sagte Petrus den Leuten darüber, was sie tun mußten, um die Gabe des Heiligen Geistes zu empfangen? (Apostelgeschichte 2:38.) Was müssen wir tun, um die Gabe des Heiligen Geistes zu empfangen?

  • Wer von euch hat die Gabe des Heiligen Geistes erhalten? Vermitteln Sie den Kindern, daß es möglich ist, schon vor der Taufe Eingebungen des Heiligen Geistes zu empfangen; die Gabe des Heiligen Geistes empfangen wir jedoch erst, wenn wir nach der Taufe als Mitglied der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage konfirmiert werden. Wenn wir rechtschaffen sind, haben wir durch die Gabe des Heiligen Geistes Anspruch darauf, den Heiligen Geist als ständigen Begleiter bei uns zu haben (siehe LuB 121:45–46).

  • Was taten die dreitausend Menschen nach ihrer Taufe, damit der Heilige Geist sie weiterhin führen konnte? (Apostelgeschichte 2:42–47.) (Sie können die Kinder die Antwort in der heiligen Schrift suchen lassen und sie an die Tafel schreiben.)

  • Was müssen wir tun, um den Heiligen Geist bei uns zu haben? (Umkehren, uns taufen lassen, die Gabe des Heiligen Geistes empfangen, rechtschaffen leben, um die Führung des Heiligen Geistes beten, still sein und zuhören und den Eingebungen, die wir erhalten, folgen.)

Lesen Sie das folgende Zitat vor:

„Betet zum himmlischen Vater, daß er euch immer mit seinem Geist segnet. … Der Heilige Geist ist ein Geschenk vom himmlischen Vater. … Er flüstert euch mit einer leisen, feinen Stimme zu, daß ihr das Rechte tun sollt. Wenn ihr Gutes tut dann fühlt ihr euch auch gut; dann spricht der Heilige Geist zu euch. Der Heilige Geist ist ein wunderbarer Begleiter. Er ist immer da, um euch zu helfen.“ (Ezra Taft Benson, Der Stern, Juli 1989, Seite 84).

Bitten Sie die Kinder, zu erzählen, wie sie einmal die Eingebungen des Heiligen Geistes gespürt haben (oder jemand aus ihrer Familie). Ermutigen Sie die Kinder, auf die Eingebungen des Heiligen Geistes zu achten und sich zu bemühen, diesen Eingebungen zu folgen. (Siehe den 6. Vorschlag im Abschnitt „Zur Vertiefung“.)

Zur Vertiefung

Sie können einen oder mehrere der folgenden Vorschläge während des Unterrichts oder als Wiederholung, Zusammenfassung oder Auftrag verwenden.

  1. 1.

    Erzählen Sie die folgende Geschichte über Präsident Harold B. Lee, den elften Präsidenten der Kirche:

    „Ich war etwa acht Jahre oder noch etwas jünger, als mein Vater mich zu einer etwas entlegenen Farm mitnahm. Während er arbeitete, beschäftigte ich mich mit Dingen, die ein kleiner Junge normalerweise tut. Der Tag war heiß und staubig, und ich spielte, bis ich müde war. Auf der anderen Seite des Zauns stand eine verfallene Hütte, die meine Neugier weckte. Ich stellte mir diese Hütte als Burg vor, die ich erforschen wollte, und ich ging zum Zaun und setzte an, darüber zu klettern. Da hörte ich eine Stimme, die mir etwas sehr eindringlich sagte: ,Harold, geh nicht da hinüber!‘ Ich wandte mich um, um zu sehen, wer mich beim Namen genannt hatte. Mein Vater war weit weg am anderen Ende des Feldes. Er konnte nicht sehen, was ich tat. Ich konnte niemanden entdecken, der gesprochen haben könnte. Dann wurde mir klar, daß jemand, den ich nicht sehen konnte, mich davor warnte, in jene Hütte zu gehen. Was in dieser Hütte war, werde ich nie erfahren, aber ich lernte schon früh, daß es unsichtbare Wesen gibt, die zu uns sprechen können.“ (Mein Reich wird die Erde füllen, Frankfurt am Main, 1979, Seite 225.)

  2. 2.

    Schreiben Sie die folgenden Schriftstellenangaben jeweils auf einen Zettel. (Sie können noch weitere Schriftstellen über den Heiligen Geist hinzufügen.) Sie können die Kinder die Zettel aus einem Behälter ziehen lassen. Das Kind schlägt dann die Schriftstelle auf, die auf dem Zettel steht, und sagt, was dieser Vers über den Heiligen Geist aussagt.

    Johannes 14:26 (Der Heilige Geist wird der Beistand genannt; er lehrt uns alles und hilft uns, uns zu erinnern.)

    Johannes 15:26 (Der Heilige Geist ist der Geist der Wahrheit; er legt Zeugnis für Christus ab.)

    Johannes 16:13 (Der Heilige Geist führt uns in die ganze Wahrheit und zeigt uns Zukünftiges.)

    Apostelgeschichte 4:31 (Der Heilige Geist hilft uns, das Wort Gottes freimütig zu verkünden.)

    Apostelgeschichte 5:32 (Gott gibt denen den Heiligen Geist, die ihm gehorchen.)

    Galatians 5:22 (Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte und Treue kommen durch den Geist.)

  3. 3.

    Lesen Sie das folgende Zitat vor. Sie können für jedes Kind eine Kopie davon anfertigen.

    „Nach der Taufe wird man als Mitglied der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage konfirmiert, und bei dieser kurzen Verordnung empfängt man die Gabe des Heiligen Geistes. Danach haben wir – Männer, Frauen und sogar kleine Kinder – das ganze Leben lang ein Anrecht auf inspirierte Führung, die uns leitet, nämlich persönliche Offenbarung!“ (Boyd K. Packer, „Personal Offenbarung—Available to All,” Friend, June 1990, inside front cover).

  4. 4.

    Kopieren Sie die folgende Aussage für jedes Kind:

    Wenn ich rechtschaffen lebe, kann mir die Gabe des Heiligen Geistes helfen, indem der Heilige Geist mich lehrt, führt, tröstet, beschützt, vor Gefahr warnt und mir Zeugnis von der Wahrheit gibt.

  5. 5.

    Bitten Sie die Kinder, so viele Namen des Heiligen Geistes zu nennen, wie ihnen einfallen. Führen Sie auch die folgenden Namen an, wenn die Kinder sie nicht nennen: der Geist Gottes, der Geist des Herrn, Beistand, und der Geist.

  6. 6.

    Singen Sie „Der Heilige Geist“ (Liederbuch für Kinder, Seite 56), oder sagen Sie den Text auf.

    Sie können die Aussagen des Liedes „Der Heilige Geist“ an die Tafel schreiben. Heben Sie hervor, daß wir als getaufte Mitglieder der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage diese Hilfe in unserem Leben in Anspruch nehmen können. Vermitteln Sie den Kindern, daß sie Führung, Warnungen und Trost erhalten können, wenn sie rechtschaffen leben und auf die Eingebungen des Heiligen Geistes achten.

Zum Abschluß

Zeugnis

Geben Sie Zeugnis, daß Jesus jeden von uns liebt und es uns deshalb ermöglicht hat, die Gabe des Heiligen Geistes zu erhalten, damit der Heilige Geist uns helfen, lehren, trösten und führen kann.

Vorschlag für das Schriftstudium zu Hause

Bitten Sie die Kinder, zu Hause als Wiederholung Apostelgeschichte 2:1–8, 36–41 zu lesen.

Bitten Sie ein Kind um das Schlußgebet.