Lektion 39: Stephanus, der Märtyrer

Leitfaden 7: Neues Testament, (1997), 138–41


Ziel

Jedem Kind ein besseres Verständnis von der Gottheit vermitteln.

Vorzubereiten

  1. 1.

    Studieren Sie gebeterfüllt Apostelgeschichte 6, 7:54–60, und Lehre und Bündnisse 130:22–23. Befassen Sie sich dann mit der Lektion, und überlegen Sie, wie Sie den Kindern die Abschnitte aus der Schrift vermitteln wollen. (Siehe „Die Unterrichtsvorbereitung“, Seite VI, und „Die Abschnitte aus den heiligen Schriften lehren“, Seite VII.)

  2. 2.

    Zusätzlicher Lesestoff: Apostelgeschichte 7:1–53 und Joseph Smith—Lebensgeschichte 1:17.

  3. 3.

    Überlegen Sie, welche Fragen und welche Vorschläge für Aktivitäten sich am besten dafür eignen, die Kinder in den Unterricht einzubeziehen, damit sie das Unterrichtsziel erreichen.

  4. 4.

    Sie brauchen:

    1. a.

      Die Bibel oder das Neue Testament für jedes Kind.

    2. b.

      Lehre und Bündnisse.

    3. c.

      Bild 7-40, „Die erste Vision“ (Bild 403 in Bilder zum Evangelium; 62470 150).

Vorschlag für den Unterrichtsablauf

Bitten Sie ein Kind um das Anfangsgebet.

Das Interesse wecken

Schreiben Sie Märtyrer an die Tafel. Bitten Sie ein Kind, nach vorn zu kommen.

  • (Name des Kindes), wärst du gern ein Märtyrer?

  • Weiß jemand von euch, was ein Märtyrer ist?

Erklären Sie, daß ein Märtyrer ein Mensch ist, der so fest an etwas glaubt, daß er sogar sein Leben gibt, um Zeugnis davon abzulegen.

In dieser Lektion geht es um einen Mann, der ein festes Zeugnis vom himmlischen Vater, von Jesus Christus und vom Heiligen Geist hatte, und der wegen dieses Zeugnisses den Märtyrertod erlitt.

Aus der heiligen Schrift

Erzählen Sie den Kindern anhand von Apostelgeschichte 6 und Apostelgeschichte 7 von Stephanus. (Vorschläge dazu siehe „Die Abschnitte aus den heiligen Schriften lehren“, Seite VII.)

Besprechen/Fragen

Lesen Sie bei der Unterrichtsvorbereitung die folgenden Fragen sowie die angegebenen Schriftstellen. Entscheiden Sie sich für die Fragen, die den Kindern Ihrer Ansicht nach die Schriftstellen am besten veranschaulichen und ihnen zeigen, wie sie die gelernten Grundsätze anwenden können. Wenn Sie die Schriftstellen im Unterricht gemeinsam lesen und besprechen, können die Kinder neue Erkenntnisse gewinnen.

  • Warum beriefen die Apostel sieben Männer, die ihnen helfen sollten? (Apostelgeschichte 6:1–4.) Wie wurden diese sieben Männer berufen? (Apostelgeschichte 6:3, 5–6.) Warum „legten ihnen [die Apostel] die Hände auf“? (Die Apostel gaben ihnen die Priestertumsvollmacht, die sie selbst von Jesus Christus erhalten hatten, damit sie bestimmte Aufgaben erfüllen konnten; alle, die das Priestertum empfangen, werden durch Händeauflegen ordiniert.)

  • Welche Eigenschaften besaß Stephanus, die ihm halfen, die Apostel zu unterstützen und den Menschen zu dienen? (Apostelgeschichte 6:5, 8.) Wie wurden andere durch ihn gesegnet?

  • Warum brachten die jüdischen Führer Stephanus vor einen Rat? (Apostelgeschichte 6:9–12.) Welche falschen Beschuldigungen brachten die Führer der Synagoge gegen Stephanus hervor? (Apostelgeschichte 6:13–14.

  • Als Stephanus zu den Mitgliedern des Rates sprach, was geschah da mit seinem Gesicht? (Apostelgeschichte 6:15.)

Erzählen Sie kurz, was Stephanus zu dem Rat sprach (siehe Apostelgeschichte 7:1–53). Vermitteln Sie den Kindern, daß Stephanus erläuterte und bezeugte, wie Gott das Volk Israel gesegnet hatte. Er sagte auch, daß die Menschen Gott nicht gehorchten, die Propheten verfolgten und töteten und den Messias verwarfen und töteten.

  • Wen sah Stephanus, als er zum Himmel blickte? (Apostelgeschichte 7:55.) Wer war bei Stephanus, als er vom himmlischen Vater und von Jesus Zeugnis gab? (Der Heilige Geist.)

  • Sahen die Menschen, die bei Stephanus waren, die Vision, die er sah? Was taten sie? (Apostelgeschichte 7:57–59.) Was sagte Stephanus, als sie ihn steinigten? (Apostelgeschichte 7:59–60.) Warum konnte Stephanus wohl den Menschen vergeben, die ihn töteten?

Zeigen Sie das Bild „Die erste Vision“.

  • Wer sah ebenfalls den himmlischen Vater und Jesus Christus in einer ähnlichen Vision? (Joseph Smith—Lebensgeschichte 1:17.)

  • Was erfahren wir aus den Visionen von Stephanus und Joseph Smith über den himmlischen Vater, Jesus Christus und den Heiligen Geist? (Sie können den 4. und 5. Vorschlag im Abschnitt „Zur Vertiefung“ verwenden, damit die Kinder mehr über die einzelnen Mitglieder der Gottheit erfahren.)

  • Wie können wir wissen, daß es den himmlischen Vater und Jesus Christus wirklich gibt? Was müssen wir tun, damit wir würdig sind, den Heiligen Geist als unseren Begleiter zu haben? Vermitteln Sie den Kindern, daß wir durch den Heiligen Geist ein Zeugnis vom himmlischen Vater und von Jesus Christus erhalten können, wenn wir die Gebote halten.

Zur Vertiefung

Sie können einen oder mehrere der folgenden Vorschläge während des Unterrichts oder als Wiederholung, Zusammenfassung oder Auftrag verwenden.

  1. 1.

    Lesen Sie Johannes 17:20–21 und besprechen Sie, inwiefern der himmlische Vater, Jesus Christus und der Heilige Geist in ihren Absichten „eins“ sind. Sie können als Beispiel anführen, wie ein Vater, eine Mutter und die Kinder für einen bestimmten Zweck zusammenarbeiten.

    Sie können auch erklären, welche Rolle jedes Mitglied der Gottheit in unseren Gebeten spielt: Wir beten im Namen Jesu Christi zum himmlischen Vater, und die Antworten erhalten wir durch den Heiligen Geist.

  2. 2.

    Erklären Sie, daß es außer Stephanus noch weitere mutige, glaubenstreue Menschen gab, die wegen ihres Zeugnisses und ihres Glaubens an den himmlischen Vater und Jesus Christus zu Märtyrern wurden. Verwenden Sie Beispiele aus den heiligen Schriften wie die folgenden:

    Joseph Smith wurde verfolgt, als er anderen von seiner Vision erzählte, und Joseph und sein Bruder Hyrum erlitten später den Märtyrertod.

    Viele der ersten Jünger und Apostel der Kirche wurden verfolgt und manche von ihnen wurden zu Märtyrern. Jakobus erlitt den Märtyrertod (Apostelgeschichte 12:2), ebenso Paulus, und nach mündlichen Überlieferungen starben äuch Petrus, Markus und Matthäus den Märtyrertod.

    Lassen Sie die Kinder erzählen, was sie aus dem Beispiel dieser glaubenstreuen Menschen lernen können.

  3. 3.

    Wiederholen Sie den fünften Glaubensartikel. Besprechen Sie, wie Kirchenführer heute Menschen zu Amtern in der Kirche berufen, so wie Stephanus beru fen wurde, um den frühen Aposteln zu helfen. Erklären Sie, daß jemand, der berufen wird, durch Händeauflegen eingesetzt wird und die Vollmacht erhält, bestimmte Aufgaben zu erfüllen. Vermitteln Sie den Kindern, daß junge Männer und junge Damen, die in der Präsidentschaft eines Priestertumskollegiums oder einer JD-Klasse dienen, auf die gleiche Weise berufen und eingesetzt werden.

  4. 4.

    Lesen und besprechen Sie Lehre und Bündnisse 130:22–23. Erklären Sie den Kindern, daß der himmlische Vater und Jesus Christus einen verherrlichten Körper aus Fleisch und Knochen haben. Unser physischer Körper ist als Abbild des himmlischen Vaters und Jesu geschaffen. Der Heilige Geist ist eine Person aus Geist und hat keinen Körper aus Fleisch und Knochen.

  5. 5.

    Zeigen Sie die folgenden Wortstreifen, oder schreiben Sie die Begriffe an die Tafel:

    • Die Gottheit

    • Der himmlische Vater:

    • Jesus Christus:

    • Der Heilige Geist:

    Schreiben Sie die folgenden Aussagen, die die Mitglieder der Gottheit beschreiben, jeweils auf einen Zettel. Beachten Sie, daß Sie zwei Zettel mit der Aussage „hat einen verherrlichten Körper aus Fleisch und Knochen“ brauchen.

    • Der himmlische Vater:

      • der Vater unseres Geistes

      • der Vater des sterblichen Körpers von Jesus

      • hat einen verherrlichten Körper aus Fleisch und Knochen

      • wir beten zu ihm

    • Jesus Christus:

      • unser Erretter und Erlöser

      • unser Erretter und Erlöser

      • erschuf die Welt

      • hatte eine sterbliche Mutter

    • Der Heilige Geist:

      • eine Person aus Geist

      • gibt Zeugnis vom himmlischen Vater und von Jesus

      • offenbart von allem, ob es wahr ist (Moroni 10:5)

      • kann unser ständiger Begleiter sein

    Besprechen Sie die Rolle eines jeden Mitglieds der Gottheit, indem Sie die Kinder jeweils einen der Zettel ziehen lassen, die Sie vorbereitet haben. Jedes Kind darf die Aussage vorlesen, entscheiden, auf welches Mitglied der Gottheit sie sich bezieht und den Zettel unter der richtigen Überschrift befestigen.

  6. 6.

    Singen Sie „O wie lieblich war der Morgen“ (Gesangbuch,Nr. 16) oder sagen Sie den Text auf.

Zum Abschluß

Zeugnis

Geben Sie Zeugnis von Ihrem Wissen über die Gottheit, und sagen Sie den Kindern, wieviel Ihnen dieses Wissen bedeutet. Erzählen Sie den Kindern von Ihrer Liebe für den himmlischen Vater, für Jesus Christus und den Heiligen Geist.

Vorschlag für das Schriftstudium zu Hause

Bitten Sie die Kinder, zu Hause als Wiederholung Apostelgeschichte 7:54–60 und Lehre und Bündnisse 130:22–23 zu lesen.

Bitten Sie ein Kind um das Schlußgebet.