Lektion 42: Die Bekehrung des Saulus

Leitfaden 7: Neues Testament, (1997), 150–52


Ziel

Jedes Kind ermutigen, sich noch vollständiger zu Jesus Christus zu bekehren.

Vorzubereiten

  1. 1.

    Studieren Sie gebeterfüllt Apostelgeschichte 7:57–60, 8:1–3, 9:1–30, 26:9–23, und Mosiah 5:2. Befassen Sie sich dann mit der Lektion, und überlegen Sie, wie Sie den Kindern die Abschnitte aus der Schrift vermitteln wollen. (Siehe „Die Unterrichtsvorbereitung“, Seite VI, und „Die Abschnitte aus den heiligen Schriften lehren“, Seite VII.)

  2. 2.

    Zusätzlicher Lesestoff: Apostelgeschichte 22:3–21.

  3. 3.

    Überlegen Sie, welche Fragen und welche Vorschläge für Aktivitäten sich am besten dafür eignen, die Kinder in den Unterricht einzubeziehen, damit sie das Unterrichtsziel erreichen.

  4. 4.

    Sie brauchen:

    1. a.

      Die Bibel oder das Neue Testament für jedes Kind.

    2. b.

      A glass filled with water.

    3. c.

      Bild 7-42, „Paulus auf der Straße nach Damaskus“.

Vorschlag für den Unterrichtsablauf

Bitten Sie ein Kind um das Anfangsgebet.

Das Interesse wecken

Was bedeutet „bekehren“? Erklären Sie, daß das Wort „bekehren“ von einem lateinischen Wort stammt, das „jemanden umkehren (umwenden)“ bedeutet.

  • Wie bekehren sich Menschen zum Evangelium Jesu Christi? Wie ändert sich ihr Leben, wenn sie sich bekehren?

Schreiben Sie das Wort bekehren an die Tafel. Erklären Sie, daß es in dieser Lektion um die wunderbare Bekehrung eines Mannes zum Evangelium Jesu Christi geht.

Aus der heiligen Schrift

Erzählen Sie anhand von Apostelgeschichte 9:1–20, wie Saulus sich zur Kirche Jesu Christi bekehrte. (Vorschläge dazu siehe „Die Abschnitte aus den heiligen Schriften lehren“, Seite VII.)

Besprechen/Fragen

Lesen Sie bei der Unterrichtsvorbereitung die folgenden Fragen sowie die angegebenen Schriftstellen. Entscheiden Sie sich für die Fragen, die den Kindern Ihrer Ansicht nach die Schriftstellen am besten veranschaulichen und ihnen zeigen, wie sie die gelernten Grundsätze anwenden können. Wenn Sie die Schriftstellen im Unterricht gemeinsam lesen und besprechen, können die Kinder neue Erkenntnisse gewinnen.

  • Wie verfolgte Saulus die Mitglieder der Kirche? (Apostelgeschichte 7:57–60; 8:1–3; 9:1–2.) Welche Gefühle brachten die Mitglieder der Kirche ihm wohl entgegen? Welche Gefühle hättet ihr, wenn euch jemand wegen eures Glaubens verfolgen würde? Wie sollen wir reagieren, wenn jemand das tut? Ermutigen Sie die Kinder, zu erzählen, ob sich schon einmal jemand wegen ihres Glaubens über sie lustig gemacht hat oder unfreundlich zu ihnen war.

  • Was geschah auf der Straße nach Damaskus, so daß Saulus erkannte, daß er von seinen Sünden umkehren mußte? (Apostelgeschichte 9:3–6.) Mit wem sprach Saulus in dieser Vision? (Apostelgeschichte 9:5.) Wie helfen der himmlische Vater und Jesus Christus uns, zu erkennen, daß wir umkehren müssen? (Durch Gefühle vom Heiligen Geist und durch Führung von unseren Eltern, dem Propheten und den heiligen Schriften.)

  • Warum kann es uns selbst am meisten schaden, wenn wir gegen das ankämpfen, was recht ist? Wie kann man sich schaden, wenn man gegen die Wahrheit kämpft? Erzählen Sie, wenn möglich, von einer eigenen Erfahrung.

  • Was tat Saulus, um umzukehren und sich Jesus Christus zuzuwenden? Was müssen wir tun, um von unseren Sünden umzukehren? Besprechen Sie die folgenden Punkte (Sie können Sie an der Tafel auflisten):

    • Er fastete und betete um Vergebung. (Apostelgeschichte 9:9, 11.)

    • Er ließ sich taufen. (Apostelgeschichte 9:18.)

    • Er bemühte sich, das Unrecht, das er begangen hatte, wiedergutzumachen. (Apostelgeschichte 9:20.)

    • Er änderte sich und verfolgte niemanden mehr.

    Erklären Sie, daß Saulus im Herzen kein schlechter Mensch war; er hatte sich nur täuschen lassen. Er mußte umkehren und sich taufen lassen.

  • Warum ist es wichtig, daß wir umkehren, wenn wir etwas Falsches getan haben? Wie fühlen wir uns, wenn wir umkehren?

  • Was gebot der Herr dem Hananias? Warum? (Apostelgeschichte 9:10–12.) (Er-klären Sie, daß dies nicht der Hananias war, der wegen seiner Unehrlichkeit gestorben war.) Warum fürchtete sich Hananias davor, das zu tun, was der Herr ihm gebot? (Apostelgeschichte 9:13–14.)

  • Warum nannte der Herr Saulus ein „auserwähltes Werkzeug“? (Apostelgeschichte 9:15–16.) Der himmlische Vater wollte, daß Saulus etwas Wichtiges tat. Was? (Apostelgeschichte 26:16, 18.) Was sollt ihr Wichtiges tun? Was erwartet der himmlische Vater von euch? Was können wir aus all dem lernen?

  • Wie wurde Saulus blind? (Apostelgeschichte 9:8; 22:11.) Was geschah, als Hananias Saulus segnete? (Apostelgeschichte 9:17–18.)

  • Warum glaubten weder das Volk noch die Jünger Saulus, als er nach seiner Bekehrung predigte? (Apostelgeschichte 9:21, 26.) Warum mußte Saulus das Land verlassen? (Apostelgeschichte 9:23, 29–30.)

  • Was tut der himmlische Vater, wenn wir von unseren Sünden umkehren? (LuB 58:42.) Wie können wir anderen helfen, die sich bemühen, umzukehren und Jesus zu folgen?

  • Welches Zeugnis gab Saulus von Jesus Christus? (Apostelgeschichte 9:20; 26:22–23.) Woher wissen wir, daß wir uns wahrhaftig zum Evangelium Jesu Christi bekehrt haben? (Mosiah 5:2.)

Besprechen Sie das folgende Zitat von Präsident Ezra Taft Benson, dem dreizehnten Präsidenten der Kirche: „Wenn wir diese mächtige Wandlung erlebt haben, die nur durch Glauben an Jesus Christus und durch das Wirken des Geistes in uns bewirkt wird, dann ist es so, als wären wir ein neuer Mensch geworden. … Sie haben ein sündiges Leben hinter sich gelassen … und sind rein geworden. Sie haben kein Verlangen mehr danach, zu ihren alten Wegen zurückzukehren. Sie sind wahrhaftig ein neuer Mensch geworden.“ (The Teachings of Ezra Taft Benson, Seite 470). (Sie können den 1. Vorschlag im Abschnitt „Zur Vertiefung“ verwenden, um die Kinder aufzufordern, das zu erleben, was Präsident Benson beschreibt.)

Zur Vertiefung

Sie können einen oder mehrere der folgenden Vorschläge während des Unterrichts oder als Wiederholung, Zusammenfassung oder Auftrag verwenden.

  1. 1.

    Bitten Sie die Kinder, aufzuzählen, wovon Kinder in ihrem Alter vielleicht umkehren müssen, beispielsweise wenn sie lügen, mogeln, wütend sind, schlechte Wörter gebrauchen oder ihren Eltern nicht gehorchen. Schreiben Sie jede Antwort an die Tafel. Sagen Sie den Kindern, daß Sie nun auf die einzelnen Punkte an der Tafel deuten werden und die Kinder sich jedesmal fragen sollen: „Muß ich davon umkehren?“ Dann sollen sie still für sich die Frage mit „ja“ oder „nein“ beantworten. Wiederholen Sie die Schritte, die Saulus bei seiner Umkehr durchlief.

  2. 2.

    Schreiben Sie jeden Buchstaben des Satzes „Kehrt um und wendet euch Gott zu“ (Apostelgeschichte 26:20) jeweils auf einen Zettel oder eine Karte. Legen Sie die Zettel mit der Schrift nach unten in der richtigen Reihenfolge auf den Tisch. Die Kinder dürfen nun abwechselnd einen Buchstaben aus dem Alphabet raten. Nennt ein Kind einen Buchstaben, der in dem Satz vorkommt, wird der entsprechende Zettel umgedreht. Erklären Sie, daß wir uns bekehren, wenn wir umkehren und uns Gott zuwenden.

  3. 3.

    Besprechen Sie den vierten Glaubensartikel, und lernen Sie ihn mit den Kindern auswendig.

  4. 4.

    Laden Sie, nachdem Sie zuvor die Genehmigung der PV-Leitung eingeholt haben, ein neubekehrtes Mitglied oder einen zurückgekehrten Missionar in Ihre Klasse ein. Er oder sie soll erzählen, wie sich das Leben eines Menschen geändert hat, der zum Glauben an Christus gekommen ist, umgekehrt ist und sich taufen lassen hat. Er oder sie soll auch zum Ausdruck bringen, welche Freude und welches Glück es mit sich bringt, nach den Lehren des Evangeliums zu leben.

  5. 5.

    Bitten Sie ein Kind, eine Straße an die Tafel zu zeichnen, die sich in zwei Straßen gabelt. Ein anderes Kind darf ans Ende der einen Straße den Namen einer Stadt schreiben, die es gern besuchen würde.

    • Was würdet ihr tun, wenn ihr die falsche Abzweigung nehmen würdet und feststellen müßtet, daß ihr auf der falschen Straße seid?

    • Könntet ihr von dort die Stadt erreichen?

    • Was müßtet ihr jetzt tun, um die Stadt zu erreichen, die ihr besuchen wolltet?

    • Wie kann man die Umkehr damit vergleichen, daß man zurückfährt, um auf die richtige Straße zu kommen?

  6. 6.

    Singen Sie „Sei immer treu!“ (Liederbuch für Kinder, Seite 80) oder „Bei meiner Taufe“ (Liederbuch für Kinder, Seite 53).

Zum Abschluß

Zeugnis

Geben Sie Zeugnis davon, wie wichtig die Umkehr in unserem Leben ist und wie wichtig es ist, sich wahrhaftig zum Evangelium Jesu Christi zu bekehren. Bringen Sie Ihre Liebe für das Evangelium zum Ausdruck.

Vorschlag für das Schriftstudium zu Hause

Bitten Sie die Kinder, zu Hause als Wiederholung Apostelgeschichte 9:1–20 zu lesen.

Bitten Sie ein Kind um das Schlußgebet.