Lektion 7: Jesus Christus wurde vom Satan versucht

Leitfaden 7: Neues Testament, (1997), 21–24


Ziel

Jedem Kind beibringen, wie es den Versuchungen des Satans widerstehen kann.

Vorzubereiten

  1. 1.

    Studieren Sie gebeterfüllt Matthäus 4:1–11, Markus 1:12–13, und Lukas 4:1–13. Befassen Sie sich dann mit der Lektion, und überlegen Sie, wie Sie den Kindern die Abschnitte aus der Schrift vermitteln wollen. (Siehe „Die Unterrichtsvorbereitung“, Seite VI, und „Die Abschnitte aus den heiligen Schriften lehren“, Seite VII).

  2. 2.

    Zusätzlicher Lesestoff: 1 Korinther 10:13; 2 Nephi 2:18; 2 Nephi 28:19–22; 3 Nephi 18:18; und Lehre und Bündnisse 10:5, 27; 11:12.

  3. 3.

    Überlegen Sie, welche Fragen und welche Vorschläge für Aktivitäten sich am besten dafür eignen, die Kinder in den Unterricht einzubeziehen, damit sie das Unterrichtsziel erreichen.

  4. 4.

    Sie brauchen:

    1. a.

      Die Bibel oder das Neue Testament für jedes Kind.

    2. b.

      Papier und Bleistift für jedes Kind.

    3. c.

      Die folgenden drei Wortstreifen:

      • entscheide dich

      • bete

      • höre auf den Heiligen Geist

    4. d.

      Bild 7-8, „Die Zinnen des Tempels“.

Vorschlag für den Unterrichtsablauf

Bitten Sie ein Kind um das Anfangsgebet.

Das Interesse wecken

Geben Sie jedem Kind ein Blatt Papier. Bitten Sie die Kinder, dreierlei aufzuschreiben, wie Kinder in ihrem Alter ihrer Meinung nach versucht werden können, etwas Falsches zu tun. Lassen Sie die Kinder sagen, was sie aufgeschrieben haben. Sie können ihre Antworten an die Tafel schreiben und über die Probleme sprechen, vor die sie in der heutigen Zeit gestellt sind. Sagen Sie ihnen, daß die-se Lektion ihnen dabei hilft, zu lernen, wie sie solchen Versuchungen widerstehen können.

Aus der heiligen Schrift

Erzählen Sie anhand der unter „Vorzubereiten“ aufgeführten Schriftstellen, wie JeSchrift sus versucht wurde. (Vorschläge dazu siehe „Die Abschnitte aus den heiligen Schriften lehren“, Seite VII.) Hinweis: In der Joseph-Smith-Übersetzung dieses Berichts wird einiges klargestellt. Erklären Sie den Kindern, daß es in der JosephSmith-Übersetzung heißt, daß Jesus vom Geist in die Wüste geht mit Gott zu sein und nicht, um vom Teufel versucht zu werden. Erklären Sie ihnen, daß Jesus sich nicht freiwillig in eine Situation begab, in der er versucht werden konnte. Und er möchte auch nicht, daß wir das tun. Sagen Sie ihnen ferner, daß es in der Joseph-Smith-Übersetzung heißt, daß Jesus vom Geist auf den Tempel und auf den hohen Berg geführt wurde und nicht vom Teufel, wie es in der Bibel steht.

Besprechen/Fragen

Lesen Sie bei der Unterrichtsvorbereitung die folgenden Fragen sowie die angegebenen Schriftstellen. Entscheiden Sie sich für die Fragen, die den Kindern Ihrer Ansicht nach die Schriftstellen am besten veranschaulichen und ihnen zeigen, wie sie die gelernten Grundsätze anwenden können. Wenn Sie die Schriftstellen im Unterricht gemeinsam lesen und besprechen, können die Kinder neue Erkenntnisse gewinnen.

  • Warum ging Jesus in die Wüste? (Um mit Gott zu sein.)

  • In der Joseph-Smith-Übersetzung von Matthäus 4:2 heißt es, daß Jesus, als er in der Wüste war, sich mit Gott beriet. Was bedeutet es, sich mit Gott zu beraten? Wie könnt ihr euch mit Gott beraten?

  • Vierzig Tage lang fastete Jesus und beriet sich mit Gott. Wie half ihm das wohl, bereit zu sein, der Versuchung zu widerstehen?

  • Wie versuchte der Satan Jesus als erstes? (Matthäus 4:3.) Warum könnte es wohl schwer für ihn gewesen sein, dieser Versuchung zu widerstehen? (Matthäus 4:2.) Was antwortete Jesus dem Satan? Was meinte er damit? (Matthäus 4:4.)

  • Wie versuchte der Satan Jesus sonst noch? (Matthäus 4:5–6, 8–9.) Wie reagierte Jesus auf diese Versuchungen? (Matthäus 4:7, 10.) Meint ihr, daß dies das einzige Mal war, daß Jesus versucht wurde? (Lukas 4:13. „Für eine gewisse Zeit“ deutet darauf hin, daß dies nicht das einzige Mal war.)

  • Jesus hatte die heiligen Schriften studiert. Wie half ihm das, den Versuchungen zu widerstehen? (Matthäus 4:4, 6–7, 10.)

  • Was möchte der Satan jedem von uns antun? (2 Nephi 2:18; 2 Nephi 28:20–22; LuB 10:27.)

  • Wie kann der himmlische Vater euch helfen, Versuchungen zu widerstehen? Was könnt ihr schon jetzt tun, um zukünftige Versuchungen zu vermeiden?

  • Welche großartige Verheißung hat uns der Herr im Hinblick auf unsere Versuchungen gegeben? (1 Korinther 10:13.) Lesen Sie diese Schriftstelle gemeinsam.

Besprechen Sie dreierlei, was wir tun können, um Versuchungen zu vermeiden und zu widerstehen. Zeigen Sie die Wortstreifen, wenn Sie sie besprechen.

  1. 1.

    Entscheide dich, der Versuchung zu widerstehen, noch ehe du ihr ausgesetzt bist.

    Lesen und besprechen Sie das folgende Zitat von Präsident Spencer W. Kimball:

    „Die richtigen Entscheidungen zu treffen ist am einfachsten, wenn wir sie bereits lange im voraus treffen …

    Als ich noch jung war, entschloß ich mich … niemals Tee, Kaffee, Tabak oder Alkohol zu probieren …

    Wir müssen uns für … Ehrlichkeit entschieden haben, bevor uns ein Verkäufer zuviel Wechselgeld herausgibt. Wir müssen uns entschieden haben, keine Drogen zu nehmen, bevor uns ein Freund als Angsthase oder wegen unseres rechtschaffenen Verhaltens verspottet. Wir müssen uns jetzt dafür entscheiden, uns mit nichts Geringerem zufriedenzugeben als der Möglichkeit, ewig mit unserem himmlischen Vater zu leben.“ (“Decisions: Why It’s Important to Make Some Now,” New Era, April 1971, Seite 3).

  2. 2.

    Bete darum, daß du nicht in Versuchung gerätst (Markus 14:38) und daß du, wenn du versucht wirst, die Kraft und den Glauben hast zu widerstehen. Erklären Sie, daß es sehr hilfreich ist, wenn wir täglich beten, wenn wir uns bemühen, jegliche Versuchung zu meiden, und bestrebt sind, unseren Mitmenschen zu dienen und unsere Zeit mit lohnenden Unternehmungen zu verbringen.

  3. 3.

    Höre auf den Heiligen Geist. Erklären Sie, daß wir nach der Taufe die Gabe des Heiligen Geistes erhalten, die uns helfen kann, Versuchungen zu überwinden (siehe LuB 11:12).

Bitten Sie die Kinder zu erzählen, wie sie einmal versucht wurden. Sie sollen auch sagen, was sie getan haben, um die Versuchung zu meiden oder ihr zu widerstehen.

Verweisen Sie auf die Versuchungen, die zu Beginn der Lektion an die Tafel geschrieben wurden. Besprechen Sie einige davon, und lassen Sie die Kinder überlegen, wie ein junger Mensch die jeweilige Versuchung meiden oder ihr widerstehen kann. Bitten Sie die Kinder, still für sich eine Versuchung auszuwählen, auf die sie vorbereitet sein wollen, und zu planen, wie sie diese Versuchung meiden oder wie sie ihr widerstehen können.

Zur Vertiefung

Sie können einen oder mehrere der folgenden Vorschläge während des Unterrichts oder als Wiederholung, Zusammenfassung oder Auftrag verwenden.

  1. 1.

    Spielen Sie das Spiel „Was wäre wenn“. Schreiben Sie Fragen, die mit „Was wäre, wenn“ beginnen und Versuchungen beschreiben, denen die Kinder ausgesetzt sein können, jeweils auf einen Zettel, wie etwa die untenstehenden Fragen. Ein Kind nimmt eine Frage aus einer Schachtel oder einem Glas und beantwortet sie. Dann darf das Kind jemand aussuchen, der die nächste Frage aus der Schachtel nehmen darf. Betonen Sie, daß es eine große Hilfe ist, sich im voraus zu entscheiden. Dann ist es leichter, Versuchungen zu widerstehen.

    • Was wäre, wenn du etwas finden würdest, was einem anderen gehört?

    • Was wäre, wenn du deinem Vater versprochen hättest, ihm zu helfen, dann aber dein Freund käme, der dich zum Spielen abholen will?

    • Was wäre, wenn deine Freunde sich über dich lustig machen würden, weil du nicht rauchen (oder keinen Alkohol trinken oder keine Drogen nehmen) willst?

    • Was wäre, wenn du wüßtest, daß du Schwierigkeiten bekommst, wenn du die Wahrheit sagst?

  2. 2.

    Lassen Sie die Kinder im Rollenspiel oder pantomimisch darstellen, wie sie Versuchungen widerstehen.

  3. 3.

    Bereiten Sie mehrere „Versuchungs-Karten“ vor. Schreiben Sie Versuchungen, denen die Kinder ausgesetzt sein können, beispielsweise lügen, schummeln, stehlen, unanständige Ausdrücke gebrauchen und so weiter jeweils auf eine kleine Karte oder einen Zettel. Schreiben Sie dann auf andere Karten, nämlich die „Hilfe-Karten“: Glaube an Jesus Christus, Eltern, Lehrer, gute Freunde, Gebet, Fasten, Kirchenführer, heilige Schriften, der Heilige Geist, Versuchungen meiden und anderes, das uns hilft, Versuchungen zu widerstehen.

    Legen Sie die „Versuchungs-Karten“ mit der Schrift nach unten auf einen Stapel, und die „Hilfe-Karten“ ebenfalls mit der Schrift nach unten auf einen zweiten Stapel. Ein Kind darf nun eine „Hilfe-Karte“ und eine „Versuchungs-Karte“ vom Stapel nehmen und den anderen sagen, was darauf steht. Lassen Sie die Kinder besprechen, wie das, was auf der „Hilfe-Karte“ steht, es ihnen leichtermachen kann, dem, was auf der „Versuchungs-Karte“ steht, zu widerstehen und es zu meiden. Lassen Sie jedes Kind an die Reihe kommen, die Karten vom Stapel zu nehmen.

  4. 4.

    Lesen Sie das folgende Zitat von Präsident Joseph Fielding Smith vor: „Gewohnheiten formen sich schnell. Es ist ebenso leicht, sich gute Gewohnheiten anzueignen, als sich schlechte anzueignen.“ (New Era, Juli 1972, Seite 23). Sie können dieses Zitat mit den Kindern auswendig lernen.

  5. 5.

    Bitten Sie die Kinder, einige Entscheidungen aufzuzählen, die sie bereits getroffen haben und die ihnen helfen, in der Zukunft Versuchungen zu meiden.

  6. 6.

    Lernen Sie mit den Kindern Matthäus 4:4auswendig.

  7. 7.

    Singen Sie mit den Kindern eines oder mehrere der folgenden Lieder, oder sagen Sie den Text auf: „Der Heilige Geist“ (Liederbuch für Kinder, Seite 56); „Halt’ die Gebote“ (Kinderstern, September 1994).

Zum Abschluß

Zeugnis

Geben Sie Zeugnis, daß wir die Macht haben, den Versuchungen zu widerstehen, die uns begegnen. Bringen Sie Ihre Liebe für Jesus zum Ausdruck, der uns ein Beispiel gegeben hat, indem er den Versuchungen des Satans widerstand.

Vorschlag für das Schriftstudium zu Hause

Bitten Sie die Kinder, zu Hause als Wiederholung Matthäus 4:1–11 zu lesen.

Bitten Sie ein Kind um das Schlußgebet.