Geschichten, Musik und Bilder verwenden, um die Lehre darzulegen

Auf die Weise des Erretters lehren


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Als Gott die Erde schuf, füllte er sie mit den unterschiedlichsten Tieren und Pflanzen und schuf vielfältige Landschaften, um uns das Leben reich und schön zu machen. Halten Sie nach Möglichkeiten Ausschau, wie Sie Ihren Evangeliumsunterricht vielseitiger gestalten können. Die Lernerfahrung wird dadurch bereichert und verschönert, und Sie können die Lernenden mit ihren verschiedenen Bedürfnissen besser erreichen. Überlegen Sie sich, wie Sie mithilfe von Musik, Geschichten, Bildern und anderen Kunstformen den Geist einladen, die Evangeliumsgrundsätze auf einprägsame Art und Weise verdeutlichen und den Lernenden dabei helfen können, das Evangelium auf ihr tägliches Leben zu beziehen. Vergessen Sie nicht, dass diese Hilfsmittel nicht im Mittelpunkt des Unterrichts stehen sollen, sondern lediglich als Werkzeuge dienen sollen, die Evangeliumsgrundsätze eindringlicher zu vermitteln.

Nutzen Sie Musik, um den Geist einzuladen und die Lehre darzulegen

Die Erste Präsidentschaft hat gesagt: „Die Musik kann unendlich viel dazu beitragen, dass die Geistigkeit in [uns] und die Hingabe an das Evangelium gestärkt werden.“1 Wenn ein Kirchenlied angehört oder gesungen wird, kann dies die Andacht fördern und den Geist einladen. Darüber hinaus können durch Kirchenlieder auch Evangeliumsgrundsätze vermittelt werden. Durch das Kirchenlied „Christus ist mein Herr“ (Gesangbuch, Nr. 82) oder das „Halleluja“ von Georg Friedrich Händel könnte zum Beispiel ein Gespräch darüber angeregt werden, welche Rollen der Erretter als Gott ausfüllt und welche Titel er in Verbindung damit trägt. Überlegen Sie sich, wie Sie Musik zu einem Teil Ihres Unterrichts machen können. Sie könnten beispielsweise eine Aufnahme eines Kirchenlieds abspielen oder eine Familie oder einige PV-Kinder in Ihrer Klasse singen lassen.

Fragen zum Nachdenken. Welchen Einfluss hatte heilige Musik auf mein Zeugnis? Wie kann sie meinen Schülern ein Segen sein?

Beispiel aus den heiligen Schriften. Was sind mögliche Gründe dafür, dass Jesus und seine Jünger ein Loblied sangen, ehe sie nach Getsemani aufbrachen? (Siehe Matthäus 26:30; Kolosser 3:16; LuB 25:12.)

Nutzen Sie Geschichten und Beispiele, um Evangeliumsgrundsätze aufzuzeigen

Der Erretter hat oft Geschichten und Gleichnisse erzählt, um seinen Zuhörern begreiflich zu machen, welchen Bezug die Evangeliumsgrundsätze zu ihrem täglichen Leben hatten. In seinen Lehren nimmt er häufig Bezug auf Fische, Samen, Schlüssel, Kelche und viele andere Alltagsgegenstände. Denken Sie während Ihrer Unterrichtsvorbereitungen an Beispiele und Geschichten aus Ihrem Leben und aus dem Alltag der Unterrichtsteilnehmer, durch die Sie Evangeliumsgrundsätze lebendig werden lassen können. Sie können zum Beispiel darüber sprechen, inwiefern der Heilige Geist wie ein Kompass, eine Taschenlampe oder eine warme Decke ist. Auch erbauliche Zitate aus guten Büchern können eine Lektion bereichern. Lassen Sie die Lernenden so oft es geht von Begebenheiten aus ihrem Leben und eigenen Erfahrungen berichten.

Fragen zum Nachdenken. Welche Erfahrungen aus meinem Leben haben mir geholfen, Evangeliumsgrundsätze zu verstehen? Wie kann ich die Lernenden dazu anregen, von ihren Erfahrungen zu berichten?

Beispiel aus den heiligen Schriften. Warum hat der Erretter Gleichnisse wie die in Matthäus 13:44-48 verwendet?

Nutzen Sie Kunst, um die Lernenden anzusprechen

Kunst, zum Beispiel Bilder, Videos oder schauspielerische Darstellungen, kann dazu beitragen, die Aufmerksamkeit der Lernenden – besonders derer, die am besten visuell lernen – zu wecken. Außerdem kann man sich dadurch Berichte aus den heiligen Schriften besser einprägen. Die von Ihnen eingesetzten Kunstobjekte sollen mehr sein als bloß Dekoration; durch sie sollen den Lernenden Evangeliumsgrundsätze nahegebracht werden. Im Bildband zum Evangelium und in der Mediathek auf LDS.org findet man viele Bilder und Videos, die den Lernenden Begriffe und Ereignisse veranschaulichen können. Beispielsweise regt das Gemälde Das Zweite Kommen von Harry Anderson die Lernenden vielleicht zum Nachdenken darüber an, was sie bei der Rückkehr des Erretters empfinden werden. Durch Nachspielen des Gleichnisses vom verlorenen Sohn können die Lernenden besser nachvollziehen, was es bedeutet, jemandem zu vergeben, der vom rechten Weg abgekommen ist.

Frage zum Nachdenken. Wie kann ich Kunst einsetzen, damit die Unterrichtsteilnehmer in Zukunft noch mehr aus dem Unterricht mitnehmen?

Beispiel aus den heiligen Schriften. Wie hat der Erretter visuelle Bilder verwendet, wenn er lehrte? (Siehe zum Beispiel Matthäus 6:28-30; 22:16-21; Markus 12:41-44.)

Christ showing coin to Jews

Für den Gesprächsleiter

Sich austauschen und beraten. Ermuntern Sie die Lehrer zunächst, zu berichten, welche Erfahrungen sie in letzter Zeit im Unterricht gemacht haben, und Fragen in Bezug auf das Lehren zu stellen.

Gemeinsam lernen. Besprechen Sie gemeinsam mit den Lehrern mindestens eine der Anregungen aus diesem Abschnitt.

Üben. Überlegen Sie, wie Sie Musik, Geschichten und Kunst in das Forumsgespräch einbinden können, um die in diesem Abschnitt behandelten Grundsätze vorzuführen. Beispielsweise können Sie die Lehrer vor der Zusammenkunft darum bitten, sich vorzubereiten und Musik, Geschichten oder Kunstgegenstände mitzubringen, die sie schon einmal verwendet haben, um einen Evangeliumsgrundsatz zu vermitteln, oder die sie dazu nutzen könnten. Nach den Beiträgen der Lehrer können Sie sie darüber sprechen lassen, wie die von ihnen genannten Beispiele einen behandelten Grundsatz untermauern und das Lernen der Unterrichtsteilnehmer verbessern können.

Vorbereiten. Wählen Sie gemeinsam ein Thema für die nächste Zusammenkunft aus und bitten Sie die Lehrer, sich darauf vorzubereiten.

Quellenangaben anzeigen

  1. „Vorwort der Ersten Präsidentschaft“, Gesangbuch, Seite VIII