Den Sabbat und das Abendmahl ehren

Lehren der Präsidenten der Kirche: Brigham Young, 1997


Am Tag nach seiner Ankunft im Salt Lake Valley sprach Präsident Brigham Young kurz zum Pionierlager über die Einhaltung des Sabbats. Schließlich galt es, die Wildnis zu zähmen, die Felder zu bestellen und andere dringende Arbeiten zu erledigen. So teilte er den Brüdern mit, „sie dürften am Sonntag nicht arbeiten, [täten sie es aber doch], würden sie fünfmal so viel verlieren, wie sie dadurch gewännen, und sie dürften an dem Tag nicht jagen oder fischen“. Er erklärte, „es werde, an diesem Ort und wo immer wir anhalten, an jedem Sabbat eine Versammlung geben“ (WWJ, 25. Juli 1847). Präsident Young ermahnte die Heiligen ständig, den Sabbat zu halten, „damit wir unseren Gott und unsere heilige Religion nicht vergessen“ (DBY, 165).

Lehren Brigham Youngs

Wenn wir den Sabbat halten, werden wir in zeitlicher und in geistiger Hinsicht gesegnet

Nehmt dieses Buch (das Buch Lehre und Bündnisse), und ihr werdet darin lesen, daß die Heiligen am Sabbattag zusammenkommen sollen [siehe LuB 59:9–16] … Von diesem Volk, Heilige der Letzten Tage genannt, wird durch die Offenbarungen des Herrn gefordert, daß es sich an diesem Tag versammelt. In diesem Gebot wird von uns gefordert, daß wir zur Erinnerung an Tod und Leiden unseres Herrn und Erretters zusammenkommen und von unseren Sünden umkehren und unsere Sünden bekennen und das [Abendmahl] nehmen. (DBY, 164.)

Wenn die Menschen zur Gottesverehrung zusammenkommen, sollen sie ihre weltlichen Sorgen dort lassen, wohin sie gehören, dann können sie den Herrn auf die rechte Weise verehren, ihn im Namen Jesu anrufen und seinen Heiligen Geist erlangen, damit sie alles hören und verstehen, wie es in der Ewigkeit ist, und damit sie die Vorsehung unseres Gottes begreifen können. Jetzt soll ihr Sinn offen sein, damit er das Unsichtbare sieht, das von Gott ist und das dieser durch seinen Geist offenbart. (DBY, 167.)

Jeder soll still sein, wenn wir hier zusammenkommen, um Gott zu verehren. Denkt daran, und versucht, ganz still zu bleiben, und flüstert nicht, redet nicht, scharrt auch nicht mit den Füßen. (DBY, 167f.)

Wenn wir eine Weile von unseren Feldern lassen, um uns zur Gottesverehrung zu versammeln, so kann ich euch versichern, eure Ernte wird besser sein, als wenn ihr eure ganze Zeit nur auf dem Feld zubringen würdet. Wir können zwar begießen und pflanzen und uns abmühen, aber Gott läßt wachsen. Und wenn wir zusammenkommen, wird es um unsere Gesundheit und um unseren Geist besser bestellt sein, wir werden besser aussehen, und die Dinge dieser Welt werden um uns herum zunehmen, und wir werden es besser verstehen, Freude daran zu haben. (DBY, 167.)

Halten wir [den Sabbat] um unserer eigenen zeitlichen und geistigen Wohlfahrt willen. Wenn ein Farmer so sehr in Eile ist, daß er seine Ernte einbringen, Heu machen, einen Zaun bauen oder sein Vieh am Sabbat eintreiben muß, so ist er, was mich betrifft, schwach im Glauben. Er hat seine religiöse Gesinnung mehr oder weniger verloren. Sechs Tage reichen zur Arbeit aus [siehe Exodus 20:9–11], und wenn wir uns vergnügen wollen, dann an den sechs Tagen, aber am siebten Tag wollen wir zum Ort der Gottesverehrung kommen. (DBY, 165.)

Lassen wir unsere Arbeit nicht auch den Sabbat ausfüllen – … sondern tun wir so wenig wie möglich. Wenn gekocht werden muß, dann tut es, aber es wäre besser, wenn man auch ohne das auskommen könnte. Und was die Einhaltung des Sabbats gemäß dem mosaischen Gesetz betrifft, das tue ich wirklich nicht, es überstiege nämlich fast meine Kraft. Trotzdem sollen wir auch unter dem neuen Bund daran denken, daß wir einen Tag in der Woche als Ruhetag heilig halten – zum Andenken an die Ruhe des Herrn und die Ruhe der Heiligen; auch zu unserem zeitlichen Nutzen, er ist nämlich ausdrücklich zum Nutzen des Menschen eingerichtet. In diesem Buch (der Bibel) steht geschrieben, der Sabbat ist für den Menschen da. Er ist ein Segen für ihn. An dem Tag soll so wenig gearbeitet werden wie möglich; er soll der Ruhe dienen, an ihm sollen wir uns gemäß der Offenbarung an dem dazu bestimmten Ort versammeln [siehe LuB 59:10–12], unsere Sünden bekennen, unseren Zehnten und unsere Opfergaben bringen und vor dem Herrn erscheinen, um an den Tod und das Leiden unseres Herrn Jesus Christus zu denken. (DBY, 164.)

Also, Brüder, denkt daran: Wer am Sabbat Schlittschuh läuft oder Ausflüge macht – und das geschieht häufig – der ist schwach im Glauben. Ganz allmählich, nach und nach, entschwindet ihm die religiöse Gesinnung aus dem Herzen und aus dem Sinn, und nach und nach findet er an seinen Brüdern, an der Lehre der Kirche und an der Organisation allerhand auszusetzen und verläßt schließlich das Gottesreich und geht der Vernichtung entgegen. Ich möchte wirklich, daß ihr daran denkt und es auch euren Nachbarn sagt. (DBY, 165.)

Ob wir arm sind oder reich – wenn wir unsere Gebete und unsere Abendmahlsversammlungen vernachlässigen, so vernachlässigen wir den Geist des Herrn, und ein finsterer Geist kommt über uns. (DBY, 170.)

Wir brauchen die Versammlungen am Sabbat und die Gemeindeversammlungen …, um zu unterrichten, zu sprechen, zu beten, zu singen und zu ermahnen. Wozu? Damit wir unseren Gott und unsere heilige Religion nicht vergessen. Ist dieser Brauch notwendig? Ja, weil wir so gern vergessen – so leicht irregehen, daß uns das Evangelium ein-, zwei-, gar dreimal in der Woche in den Ohren klingen muß, sonst, sieh da, wenden wir uns nämlich wieder unseren Götzen zu. (DBY, 165.)

Der Herr hat uns Göttlichkeit eingepflanzt, und dieser göttliche, unsterbliche Geist verlangt nach Nahrung. Kann irdische Nahrung einem solchen Zweck genügen? Nein, sie hält den Körper nur am Leben, solange der Geist darin wohnt, der es uns möglich macht, Gutes zu tun. Die Göttlichkeit in uns braucht Nahrung aus der Quelle, der sie entspringt. Sie ist nicht von der Erde, sondern vom Himmel. Allein die Grundsätze des ewigen Lebens, Gottes und der Gotteserkenntnis geben der unsterblichen Seele im Menschen Nahrung und verschaffen wahre Befriedigung. (DBY, 165.)

Es ist töricht, an einem Tag in der Woche in dieses Tabernakel zu kommen und den Willen Gottes zu tun und ansonsten nur unseren Willen zu tun; das ist sinnlos und verspottet den Gottesdienst. Wir sollen den Willen Gottes tun und all unsere Zeit damit zubringen, seine Absichten zu verwirklichen, ob wir im Tabernakel sind oder anderswo. (DBY, 166.)

Montag, Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag und Samstag müssen genauso wie der Sonntag dem Herrn zur Herrlichkeit verbracht werden, sonst erreichen wir das angestrebte Ziel nicht [siehe LuB 59:11]. (DBY, 166.)

Wir kommen zusammen, um zu stärken und uns stärken zu lassen

Heute [am Sabbat] können wir zusammenkommen, um zueinander zu sprechen, um einander zu stärken und einander Gutes zu tun. (DBY, 167.)

Wenn wir zueinander sprechen dürfen, wollen wir tröstende Worte sprechen. Wenn ihr von dem heiligen und reinen Geist beeinflußt seid, so laßt euer Licht leuchten; wenn ihr aber vom Satan versucht und geprüft und geschlagen werdet, so behaltet eure Gedanken für euch – macht den Mund nicht auf. Reden trägt nämlich Frucht, entweder guter oder böser Natur. (DBY, 166.)

Wenn jemand eine Versammlung mit einem Gebet eröffnet oder schließt, so sollen jeder Mann, jede Frau und jedes Kind in der Versammlung, die sich als Heilige bekennen, keinen anderen Wunsch im Herzen und im Mund haben als das, was derjenige vorträgt, der für die ganze Versammlung spricht. (DBY, 170.)

Wenn ihr das Gefühl habt, es sei kein Gefühl in euren Versammlungen, wie ich es gelegentlich von manchen Brüdern höre, dann müßt ihr der Versammlung Leben einflößen und das eure tun, um bei euch in den Versammlungen den Geist und die Kraft Gottes zu mehren. (DBY, 170.)

Ich nehme mir die Freiheit heraus, meinen Brüdern, die zur Versammlung sprechen werden, zu empfehlen, die Predigten kurz zu halten; und wenn sie nicht von Leben und Geist erfüllt sind, sollen sie noch kürzer sein, wir haben nämlich auf dieser Konferenz nicht genug Zeit, um alle Ältesten lange predigen zu lassen. Wir haben Zeit, kurz Zeugnis zu geben, die Heiligen durch unseren Rat aufzumuntern, die Schwachen zu stärken, uns zu bemühen, die zu festigen, die schwanken, und so das Reich Gottes voranzubringen. (DBY, 167.)

Brüder und Schwestern, ich möchte euch um eins bitten. Wenn ihr sprecht, dann so, daß wir euch hören und verstehen können. … Wenn ihr nichts zu sagen habt, dann folgt meinem Rat und bleibt sitzen. Habt ihr etwas zu sagen, dann sagt es; und wenn ihr damit fertig seid, dann macht Schluß. Laßt eure Gefühle von den Grundsätzen des ewigen Lebens beherrschen, wie es Gottes Kindern zukommt, und freut euch an Wahrheit und Rechtschaffenheit. (DBY, 167.)Mein größter Wunsch an meinen Vater und Gott ist der, daß ich so sprechen kann, daß meine Ausführungen ihm angenehm und denen, dich mich hören, von Nutzen sind. (DBY, 168.)

Wenn ich es auf mich nehme, zu einer Versammlung zu sprechen, … bitte ich Gott, meinen himmlischen Vater, im Namen Jesu Christi, er möge mir seinen Geist schenken und mir das ins Herz geben, was ich sprechen soll. (DBY, 168.)

Ich brauche die Aufmerksamkeit der Gemeinde und den Glauben derer, die im Glauben stehen; ich brauche Gottes Weisheit und seinen Geist im Herzen, damit ich die Menschen durch das, was ich sage, aufbauen kann. Ich spreche zwar schon seit siebenunddreißig Jahren vor der Öffentlichkeit, aber meistens stehe ich mit kindlicher Beklommenheit vor einer Versammlung. Selbst wenn ich so alt werde wie Metuschelach, werde ich wohl nicht davon loskommen. Es gibt Gründe dafür, die mir einleuchten. Wenn ich intelligenten Wesen ins Gesicht sehe, so blicke ich auf das Ebenbild des Gottes, dem ich diene. Jeder hat ein gewisses Maß an Göttlichkeit in sich; und wenn wir auch mit einem Körper im Ebenbild unseres Gottes umkleidet sind, so scheut sich doch das Sterbliche vor dem Maß an Göttlichkeit, das wir von unserem Vater ererben. Daher auch meine Beklommenheit. (DBY, 168.)

Wenn jemand zu einer Versammlung spricht und er auch unfähig ist, mehr als ein halbes Dutzend Sätze zu sagen und die auch noch unbeholfen – wenn sein Herz vor Gott rein ist, so sind diese paar gebrochenen Sätze doch wertvoller als die größte Beredsamkeit ohne den Geist des Herrn und in den Augen Gottes, der Engel und aller guten Menschen von größerem wahren Wert. Wenn jemand betet und sein Herz rein ist vor Gott, so wird sein Beten mehr ausrichten als die Beredsamkeit eines Cicero [ein berühmter Redner im Rom des ersten Jahrhunderts vor Christus], auch wenn er nur wenige Worte macht und sich unbeholfen ausdrückt. Was interessiert den Herrn, der unser aller Vater ist, unsere Ausdrucksweise? Das einfache, aufrichtige Herz richtet beim Herrn mehr aus als aller Pomp und Stolz, alle Pracht und Beredsamkeit der Menschen. Wenn er auf ein Herz voll Aufrichtigkeit, Redlichkeit und kindlicher Einfachheit blickt, so sieht er einen Grundsatz, der für immer bestehen wird, nämlich – „Das ist der Geist meines Reichs – der Geist, den ich meinen Kindern gegeben habe.“ (DBY, 169.)

Ich glaube, es ist unsere Pflicht, alles zu übernehmen, was gut und liebenswert, würdig und lobenswert ist. Tun wir es doch den besten Sprechern gleich, und bemühen wir uns, einander unsere Gedanken in der besten und erwähltesten Sprache mitzuteilen, besonders dann, wenn wir den Menschen die erhabenen Grundsätze des Evangeliums vom Frieden mitteilen. Ich gebrauche im allgemeinen die beste Sprache, über die ich verfüge. (DBY, 169.)

Ich glaube [allerdings] …, wenn ich die Sprache auch so meisterhaft beherrschen würde, wie sie je ein Gelehrter beherrscht hat, so hätte ich doch mehr Freude an kindlichem Gespräch und an einfacher Sprache als am gebildetesten literarischen Stil. Eine einfache, klare Ausdrucksweise ist mir am liebsten. (DBY, 169.)

Der Fasttag ist dazu da, den Armen zu helfen und unser Zeugnis zu festigen

Ihr wißt, daß bei uns der erste Donnerstag im Monat [jetzt der erste Sonntag] Fasttag ist. Wem von euch hier ist der Ursprung dieses Tages bekannt? Ehe der Zehnte gezahlt wurde, wurden die Armen durch Spenden unterstützt. Sie kamen in Kirtland zu Joseph und baten um Hilfe, und er meinte, es solle einen Fasttag geben, und so wurde es auch beschlossen. Er sollte einmal im Monat gehalten werden, wie wir es auch heute noch tun, und alles, was man an dem Tag an Mehl, an Fleisch, an Butter, Obst oder anderem gegessen hätte, sollte zur Fastversammlung mitgebracht und jemandem übergeben werden, der dafür ausgewählt war, sich darum zu kümmern und es alles an die Armen auszuteilen. (DBY, 169.)

In unseren Fastversammlungen kommen die Heiligen zusammen, um ihren Gefühlen Ausdruck zu verleihen und einander im Glauben an das heilige Evangelium zu bestärken. (DBY, 169.)

Empfangt ihr nicht auch den Geist der Intelligenz, den Geist der Erkenntnis und den tröstlichen Einfluß des Heiligen Geistes, so daß die Menschen aufstehen und Zeugnis geben von dem, was von Gott ist und was sie kennen, was sie selbst erlebt haben? Ruft euch das nicht auf das lebhafteste die Güte des Herrn in den Sinn, der euch die Wahrheiten des Evangeliums offenbart? Stärkt das nicht euren Glauben und euer Vertrauen, und bezeugt es euch nicht, daß ihr Gottes Kind seid? Gewiß tut es das. Wenn also jemand von Gott Zeugnis gibt, so stärkt es seine Brüder, genauso wie in alter Zeit, als sie den Rat befolgten: „Sprecht oft zueinander“, „stärkt die Brüder“ usw. (DBY, 170.)

Wenn wir am Abendmahl teilnehmen, denken wir an den Erretter und erneuern unseren Bund mit dem himmlischen Vater

Ich sage den Brüdern und Schwestern im Namen des Herrn: Es ist unsere Pflicht, und unser Vater im Himmel, der Geist unserer Religion und unsere Bündnisse mit Gott und miteinander fordern es von uns, nämlich daß wir die Verordnungen des Gotteshauses befolgen, ganz besonders, daß wir am Sabbat am Abendmahl des Herrn teilnehmen. Besucht die Gemeinde- und Kollegiumsversammlungen. (DBY, 171.)

In der heiligen Handlung [dem Abendmahl], an der wir hier … teilhaben, zeigen wir dem Vater, daß wir immer an Jesus Christus, unseren Ältesten Bruder, denken; wir bezeugen ihm, daß wir willens sind, seinen Namen auf uns zu nehmen. Wenn wir das tun, so wünsche ich mir, daß sowohl der Geist als auch der Körper hier anwesend sind. Ich wünsche mir, daß der ganze Mensch hier ist, wenn ihr zur Versammlung kommt. (DBY, 171.)

Ich möchte meine Brüder und Schwestern ermahnen: Empfangt diese heilige Handlung jeden Sabbat, wenn ihr zusammenkommt. … Ich bitte euch inständig, Brüder und Schwestern: Vertieft euch innig in diese heilige Handlung und geht den Herrn mit ganzem Herzen darum an, daß ihr durch Gehorsam den verheißenen Segen erlangt. Lehrt eure Kinder, sie einzuhalten; schärft ihnen ein, wie notwendig sie ist. Sie einzuhalten ist für unsere Errettung genauso notwendig wie alle übrigen Verordnungen und Gebote, die dazu eingerichtet worden sind, daß die Menschen sich heiligen, daß Jesus sie segnen und ihnen seinen Geist schenken und sie führen kann, so daß sie sich ewiges Leben sichern. Schärft euren Kindern ein, wie wichtig diese heilige Handlung ist. (DBY, 171f.)

Wir [nehmen das Abendmahl] zur Erinnerung an den Tod unseres Erretters; es wird von seinen Jüngern verlangt, bis er wiederkehrt, so lange das auch dauern mag. So viele Generationen auch noch kommen und gehen mögen, von dem, der an ihn glaubt, wird verlangt, daß er zur Erinnerung an seinen Tod und an sein Leiden Brot ißt und Wein trinkt [heute ist es Wasser], bis er wiederkehrt. Und warum wird das verlangt? Sie sollen dem Vater und Jesus und den Engeln bezeugen: Sie glauben an ihn und wollen ihm in der Wiedergeburt folgen, wollen seine Gebote halten, sein Reich aufbauen, seinen Namen ehren und von ganzem Herzen dienen, damit sie würdig seien, im Reich seines Vaters mit ihm zu essen und zu trinken. Deshalb nehmen die Heiligen der Letzten Tage am Abendmahl des Herrn teil. (DBY, 172.)

Welchen Nutzen ziehen wir aus dieser heiligen Handlung? Er liegt im Halten der Gebote des Herrn. Wenn wir die Gebote des himmlischen Vaters befolgen, so empfangen wir alle Segnungen, die mit dem Gehorsam zu seinen Geboten einhergehen, wenn wir die Verordnungen des Hauses Gottes recht verstehen. (DBY, 172.)

Eine der größten Segnungen, die uns zuteil werden können, ist die, vor Gott und vor die Engel und voreinander zu treten, um zu bezeugen, wir denken daran, daß der Herr Jesus Christus für uns gestorben ist. Das beweist dem Vater: Wir denken an unsere Bündnisse, wir lieben sein Evangelium, wir halten seine Gebote von Herzen gern, und wir ehren von Herzen gern auf der Erde den Namen des Herrn Jesus. (DBY, 172.)

Anregungen für das Studium

Wenn wir den Sabbat halten, werden wir in zeitlicher und in geistiger Hinsicht gesegnet

  1. Was verlangt der Herr als Sabbatheiligung? Welchen Nutzen bringt es uns, wenn wir den Sabbat heilig halten? (Siehe auch LuB 59:9–16.)

  2. Präsident Young hat gesagt: „Wir brauchen die Versammlungen.“ Was sollen wir tun, wenn wir uns zur Gottesverehrung versammeln? Was kann uns davon abhalten, uns am Sabbat zu versammeln, um Gott zu verehren?

  3. Was geschieht, laut Präsident Young, „ganz allmählich“, wenn wir das Gebot, den Sabbat heilig zu halten, nicht befolgen? Welche Fragen können wir uns, in Anlehnung an die Aussagen von Präsident Young, stellen, um zu ermitteln, ob etwas für den Sabbat geeignet ist? (Zum Beispiel: Nutzt es unserem geistigen Wohlergehen? Festigt es unseren Glauben? Hilft es uns, etwas für andere zu tun?)

  4. Warum sollen wir den Herrn jeden Tag verehren, nicht nur am Sabbat? (Siehe auch LuB 59:11.) Inwiefern unterscheidet sich die Gottesverehrung in der Woche von der am Sonntag? Inwiefern unterscheidet sie sich nicht davon? Wie können wir jeden Tag „dem Herrn zur Herrlichkeit verbringen“?

Wir kommen zusammen, um zu stärken und uns stärken zu lassen

  1. Warum ist es wichtig, daß wir am Sabbat zusammenkommen, um Gott zu verehren? Was soll unsere Absicht sein, wenn wir einander begrüßen, wenn wir in unseren Sabbatversammlungen sprechen und wenn wir unterrichten? (Siehe auch LuB 43:8, 9.) Wie hilft Ihnen das Zusammensein mit anderen Heiligen der Letzten Tage?

  2. Welchen Rat gibt Präsident Young denen, die aufgefordert sind, in einer Versammlung der Kirche zu sprechen? Warum ist der Einfluß des Heiligen Geistes wichtiger als der Gebrauch schöner Worte? Was erwartete Präsident Young von den Zuhörern? Wie können wir unseren Versammlungen auf die rechte Weise „Leben einflößen“? (Siehe auch LuB 50:21–24.)

Der Fasttag ist dazu da, den Armen zu helfen und unser Zeugnis zu festigen

  1. Warum wurde, laut Präsident Young, der Fasttag eingeführt?

  2. Welchen Einfluß hat das Spenden eines großzügigen Fastopfers auf den Spender?

  3. Am Fastsonntag können wir einander Zeugnis geben. Was bedeutet es, Zeugnis zu geben? Warum ist es so wesentlich, daß wir Zeugnis geben und daß wir das Zeugnis anderer hören? Wie beeinflussen wir einander, wenn wir von dem, was von Gott ist, Zeugnis geben? Wie werden wir dabei beeinflußt? Wie hat das Zeugnis eines anderen Ihr Zeugnis schon gestärkt?

Wenn wir am Abendmahl teilnehmen, denken wir an den Erretter und erneuern unseren Bund mit dem himmlischen Vater

  1. Das Wichtigste, das wir in unseren Sonntagsversammlungen tun, ist, daß wir am Abendmahl teilnehmen. Warum verlangt der Herr, daß wir mit den Gedanken dabei sind, wenn wir am Abendmahl teilnehmen? (Siehe auch LuB 27:2.)

  2. Was geloben wir, wenn wir am Abendmahl teilnehmen? (Siehe die Abendmahlsgebete in LuB 20:75–79 und in Moroni 4 und 5.) Was bedeutet es, daß wir den Namen Christi auf uns nehmen? Was verheißt der Herr denen, die mit voller Absicht am Abendmahl teilnehmen? Wie können wir die verheißenen Segnungen erlangen?

  3. Inwiefern kann die Teilnahme am Abendmahl unsere Verpflichtung gegenüber dem Erretter an allen Tagen der Woche stärken? (Siehe auch LuB 59:9–12.)