Unsere Suche nach der Wahrheit und nach einem Zeugnis

Lehren der Präsidenten der Kirche: Brigham Young, 1997


Präsident Brigham Youngs Suche nach der Wahrheit Gottes fand ein Ende, als er das aufrichtige und schlichte Zeugnis eines Mannes ohne Beredsamkeit hörte, … der nur sagen konnte: „‚Ich weiß, durch die Macht des Heiligen Geistes, daß das Buch Mormon wahr ist, daß Joseph Smith ein Prophet des Herrn ist.‘“ „Da erleuchtete mir der Heilige Geist, der aus diesem Menschen drang, den Verstand, und Licht, Herrlichkeit und Unsterblichkeit waren vor mir.“ (DNW, 9. Februar 1854, 4.) Sein Leben lang war er bemüht, nach den Wahrheiten des Evangeliums zu leben. Er sagte: „Ich hoffe, während ich älter werde, auch in der wahren Erkenntnis Gottes und des göttlichen Wesens voranzuschreiten. Ich hoffe, an der Macht des Allmächtigen und an Einfluß zuzunehmen, damit ich auf der Erde Frieden und Rechtschaffenheit aufrichten und alle, … die auf die Grundsätze der Rechtschaffenheit hören wollen, zur wahren Erkenntnis Gottes und des göttlichen Wesens, ihrer selbst und der Beziehung, die sie zum Himmel und zu den himmlischen Wesen haben, bringen kann. … Ich bete, dies möge nicht nur bei mir selbst, sondern bei allen Heiligen der Fall sein, damit wir an Gnade und an Erkenntnis der Wahrheit zunehmen und vor ihm vollkommen gemacht werden.“ (DNW, 10. Juni 1857, 3.)

Lehren Brigham Youngs

Viele wünschen sich, die Wahrheit zu finden, aber nicht alle nehmen sie an

Der größere Teil der Erdenbewohner ist geneigt, das Rechte zu tun. Das stimmt. Es gibt in jedem Menschen einen Mahner, der dort triumphierend herrschen würde, wenn ihm das gestattet wäre, und der zu Wahrheit und Tugend führen würde [siehe Moroni 7:15–17]. (DBY, 423.)

Die ehrlichen Herzen wünschen sich auf der ganzen Welt, den rechten Weg zu erkennen. Sie haben danach gesucht und suchen noch immer danach. Es hat auf der Erde schon immer Menschen gegeben, die sich eifrig und von ganzem Herzen bemüht haben, die Wege des Herrn zu erkennen. Diese Menschen haben Gutes hervorgebracht, soweit sie das konnten. (DBY, 421.)

Bis sie den Tag der Gnade hinweggesündigt haben, gibt es in allen Menschen etwas, das sich gern erheben und das Böse verwerfen und die Wahrheit annehmen würde. Es gibt auf der Erde keinen Menschen, der so verdorben wäre, daß er, wenn er in sein Herz blickt, nicht den Mann Gottes und die Frau Gottes ehren würde – die Tugendhaften und Heiligen – und der seine Kameraden im Übeltun, die so sind wie er, nicht verachten würde. Es gibt auf der Erde, diesseits der errettenden Gnade, keinen Menschen, der, außer wenn er so weit gesündigt hat, daß der Geist des Herrn sich nicht mehr mit ihm abmüht und ihm nicht mehr den Sinn erleuchtet, sich nicht am Guten, an der Wahrheit und am Tugendhaften erfreut. (DBY, 421.)

Es steht geschrieben, daß manche Augen haben, um zu sehen, und nicht sehen, Ohren, um zu hören, und nicht hören; ein Herz haben sie, aber sie verstehen nicht. Ihr, die ihr geistig gesinnt seid, die ihr aufgeschlossen seid, … könnt verstehen, daß die Macht, die euch die körperlichen Gefühle verliehen hat, die Macht desselben Gottes ist, der euch die Wahrheit verstehen läßt [siehe LuB 88:11–13]. Die letztere Macht ist eine innere. … Tausende um Tausende wissen, mit ihrer inneren und unsichtbaren Gefühlswahrnehmung, Dinge, die gewesen sind, Dinge, die sind, und Dinge, die in der Zukunft liegen, so wie sie die Farbe eines Stücks Tuch mit ihrem äußeren, körperlichen Blick wahrnehmen. Wenn ihnen dieses innere Licht genommen wird, werden sie finsterer, als sie es vorher waren; sie können das, was von Gott ist, nicht verstehen und wenden sich davon ab. (DBY, 421f.)

Der Geist, der diese irdische Hülle bewohnt, liebt von Natur aus die Wahrheit, er liebt von Natur aus Licht und Intelligenz, er liebt von Natur aus die Tugend, Gott und das göttliche Wesen; da er aber so eng mit dem Fleisch verbunden ist, ist seine Zuneigung getrübt; da nun ihre Verbindung notwendig ist, damit beide eine Fülle der Freude haben können [siehe LuB 93:33, 34], ist der Geist tatsächlich dem Einfluß der Sünde auf den sterblichen Leib unterworfen und kann von diesem Einfluß und von der Macht des Teufels überwunden werden, wenn er nicht ständig von jenem Geist erleuchtet wird, der jeden Menschen erleuchtet, der in die Welt kommt, ebenso von der Macht des Heiligen Geistes, die durch das Evangelium vermittelt wird. (DBY, 422f.)

Überall, wo das Evangelium Jesu Christi verkündet wird, ob in diesen oder in früheren Tagen, stößt es auf eine Klasse von Menschen, denen die Wahrheit wundervoll und göttlich erscheint und denen der Geist, der ihnen innewohnt, eingibt, daß sie sie annehmen sollen; aber sie stellen fest, daß sie in der Welt schon so vorteilhaft etabliert sind, und es stehen für sie, wenn sie es annehmen, so viele Interessen auf dem Spiel, daß sie zu dem Schluß kommen, daß sie es nicht tun wollen, und da haben wir den Konflikt wieder. Einige wenige setzen sich über die Argumente des Fleisches hinweg und folgen dem Gebot des Geistes; die große Mehrheit dieser Klasse von Menschen aber läßt sich von den niedrigen Überlegungen überwältigen und hält an ihren Götzen fest. (DBY, 434.)

Joseph Smith reading Bible

Joseph Smith, der aufmerksam in der Bibel las, bat Gott um Weisung.

Jeder von uns muß sich um Erkenntnis und um ein Zeugnis von der Wahrheit bemühen

Wozu sind wir hier? Daß wir lernen, mehr zu bekommen, und daß wir uns mehr Erkenntnis und Erfahrung aneignen. (DBY, 87.)

Wir werden nie aufhören zu lernen, solange wir nicht vom Glauben abfallen. … Könnt ihr das verstehen? (DNW, 27. Februar 1856, 2.)

Wenn wir dürfen, werden wir unseren Sinn mit Erkenntnis erfüllen, werden wir diese sterbliche Behausung mit den reichen Schätzen himmlischer Weisheit erfüllen. (MS, Oktober 1862, 630.)

Alle unsere Bildungsbestrebungen sind in den Dienst Gottes gestellt, denn all diese Arbeit ist dazu da, die Wahrheit auf der Erde zu etablieren, und dazu, daß wir an Erkenntnis, Weisheit, Einsicht in die Macht des Glaubens und in die Weisheit Gottes zunehmen, damit wir fähig werden, in einem höheren Daseinszustand und auf einer höheren Ebene der Intelligenz zu leben, als wir es jetzt tun. (DNSW, 25. Oktober 1870, 2.)

Es ist möglich, daß ein Mensch, der die Welt liebt, diese Liebe überwindet und daß er Erkenntnis und Einsicht erlangt, bis er die Dinge sieht, wie sie wirklich sind, und dann wird er nicht die Welt lieben, sondern sie so sehen, wie sie ist. (DNW, 28. November 1855, 2.)

Suchen wir doch von ganzem Herzen den Herrn, dann werden wir nämlich der Welt entwöhnt; niemand wird dies, jenes oder etwas anderes lieben, außer um damit Gutes zu tun, die ewigen Interessen der Menschheit zu fördern und sie darauf vorzubereiten, in Unsterblichkeit erhöht zu werden. … Ihr und ich, wir sollen Weisheit erlangen, damit wir uns auf die Erhöhung und das ewige Leben in Reichen vorbereiten, die jetzt in der Ewigkeit bestehen. (DNW, 14. Mai 1853, 3.)

Ein Mann oder eine Frau, die die Wahrheit zu erkennen wünschen, sollten, wenn sie hören, wie das Evangelium des Gottessohns in Wahrheit und Einfachheit verkündet wird, den Vater im Namen Jesu fragen, ob es wahr ist. Wenn sie nicht so vorgehen, versuchen sie, sich die Vorstellung einzureden, sie wären so ehrlich, wie irgend jemand auf dem Erdboden nur sein kann; aber das sind sie nicht, sie sind nicht auf das bedacht, was in ihrem besten Interesse ist. (DBY, 430.)

Wartet, bis ihr gesucht und geforscht und die Weisheit erlangt habt, das, was wir verkünden, zu verstehen. … Wenn es das Werk Gottes ist, wird es Bestand haben [siehe Apostelgeschichte 5:38, 39]. (DBY, 435.)

Die Heiligen der Letzten Tage müssen und dürfen wissen, daß ihre Religion wahr ist. (DBY, 429.)

Jedermann soll selbst zu der Erkenntnis gelangen, daß dieses Werk wahr ist. Wir wollen nicht, daß ihr sagt, es sei wahr, bis ihr das wißt; und wenn ihr es wißt, dann ist diese Erkenntnis für euch genauso gültig, als käme der Herr herab und sagte es euch. (DBY, 429.)

Es ist ein besonderer Vorzug und Segen des heiligen Evangeliums, daß jeder wahre Gläubige die Wahrheit selbst erkennen kann. (DBY, 429.)

Ich möchte nicht, daß sich die Menschen wegen eines Zeugnisses von diesem Werk an mich oder an meine Brüder wenden; laßt sie vielmehr die heiligen Schriften mit der göttlichen Wahrheit zur Hand nehmen, dort wird ihnen der Weg so deutlich gezeigt, wie überhaupt jemals ein Wegweiser einem erschöpften Wanderer den Weg gewiesen hat. Dort werden sie angewiesen, sich nicht an … irgendeinen Apostel oder Ältesten in Israel zu wenden, sondern im Namen Jesu an den Vater, und um die Information zu bitten, die sie brauchen. Kann jemand, der ehrlich und aufrichtig diesen Weg geht, Informationen erhalten? Wird der Herr sich von dem ehrlichen Herzen, das nach der Wahrheit sucht, abwenden? Nein, das wird er nicht; er wird sie ihm beweisen – durch die Offenbarungen seines Geistes wird er ihm die dazugehörigen Fakten übermitteln. Und wenn der Sinn offen ist für die Offenbarungen des Herrn, erfaßt er sie rascher und besser als etwas, was man mit dem natürlichen Auge sieht. Nicht was wir mit den Augen sehen – sie lassen sich täuschen – sondern das, was der Herr aus dem Himmel offenbart, ist gewiß und beständig und bleibt für immer. (DBY, 429f.)

Wir müssen das Zeugnis des Herrn Jesus haben, damit wir zwischen Wahrheit und Irrtum, Licht und Finsternis unterscheiden können, auch zwischen dem, der von Gott ist, und dem, der nicht von Gott ist, und damit wir wissen, wie wir alles dort einordnen können, wo es hingehört. … Es gibt keine andere Methode, keine andere Vorgehensweise, die einen Menschen tatsächlich dahin bringt, daß er ein Heiliger Gottes werden kann, und die ihn auf eine celestiale Herrlichkeit vorbereitet; er muß das Zeugnis des Geistes des Evangeliums in sich haben. (DBY, 429.)

Ihr und ich, wir alle müssen das Zeugnis Jesu in uns haben, sonst nützt es uns wenig, wenn wir vorgeben, wir wären Diener Gottes. Wir müssen dieses lebendige Zeugnis in uns haben. (DBY, 430.)

Die Wahrheit empfiehlt sich jedem ehrlichen Menschen selbst, so einfach sie auch erzählt wird, und wenn wir sie annehmen, kommt es uns so vor, als hätten wir sie schon unser Leben lang gekannt. Die meisten Heiligen der Letzten Tage bezeugen, daß ihnen das Evangelium, als sie es zum ersten Mal hörten, auch wenn es für sie völlig neu war, … so vorkam, als verständen sie es schon und als hätten sie von Anfang an „Mormonen“ sein müssen [siehe Johannes 10:27]. (DBY, 432.)

Der Heilige Geist gewährt uns Erkenntnis der Wahrheit

Es stehen hier Menschen auf und sagen, sie wüßten, daß dies das Werk Gottes ist, daß Joseph ein Prophet war, daß das Buch Mormon wahr ist, daß die Offenbarungen, die durch Joseph Smith ergangen sind, wahr sind und daß dies die letzte Evangeliumszeit und die Fülle der Zeiten ist, in der Gott von neuem die Hand ausgestreckt hat, um Israel zum letzten Mal zu sammeln und um Zion zu erlösen und aufzubauen. … Woher wissen sie das? Die Menschen erkennen und verstehen vieles durch die Kundgebungen des Geistes, und das wird auch weiterhin so sein; aufgrund des Aufbaus unserer irdischen Hülle ist es unmöglich, auf andere Weise etwas zu übermitteln. Viele der wichtigsten Informationen erhält man einzig und allein durch die Macht und das Zeugnis des Heiligen Geistes. … Das ist die einzige Möglichkeit, wie ihr von den unsichtbaren Dingen Gottes Kenntnis erlangen könnt [siehe 1 Korinther 2:9–14; 12:3]. (DBY, 430.)

Nur der Heilige Geist … kann euch beweisen, daß dies das Werk Gottes ist. Menschen, die nicht von Gott inspiriert sind, können mit ihrer weltlichen Weisheit nicht das Gegenteil beweisen oder gegen es obsiegen; sie können auch nicht allein durch Weisheit beweisen, daß es wahr ist, ob sich selbst oder anderen. Daß sie nicht dagegen obsiegen können, ist noch kein Beweis dafür, daß es sich um das Reich Gottes handelt, denn es gibt auf der Erde viele Theorien und Systeme, die die Weisheit der Welt nicht leugnen kann, die trotzdem falsch sind. Nichts weniger als die Macht des Allmächtigen, der den Menschen den Verstand erleuchtet, kann dem menschlichen Sinn diese herrliche Wahrheit zeigen. (DBY, 430f.)

Wie sollen wir die Stimme des guten Hirten von der Stimme eines Fremden unterscheiden? Kann jemand diese Frage beantworten? Ich wohl. Es ist sehr leicht. Jedem Philosophen auf der Erde sage ich: Euer Auge kann sich täuschen lassen, ebenso wie das meine; euer Ohr kann sich täuschen lassen, ebenso wie das meine; der Tastsinn eurer Hand kann sich täuschen lassen, ebenso wie der meine; aber der Geist Gottes, der den Menschen mit Offenbarung und dem Licht der Ewigkeit erfüllt, ist nicht zu verkennen – die Offenbarung, die von Gott kommt, ist niemals zu verkennen. Wenn jemand, der vom Geist Gottes erfüllt ist, die Wahrheit des Himmels verkündet, hören die Schafe das [siehe LuB 29:7], der Geist des Herrn dringt ihnen ins Innerste der Seele und sinkt ihnen tief ins Herz; durch das Zeugnis des Heiligen Geistes quillt Licht in ihnen auf, und sie sehen und verstehen selbst. (DBY, 431.)

Es gibt nur ein Zeugnis – nur ein einziges Zeugnis, was den Beweis für das Evangelium des Gottessohns betrifft, und das ist der Geist, den er unter seinen Jüngern ausschüttet. Tut seinen Willen, und wir werden erkennen, ob er kraft der Vollmacht des Vaters oder aus sich selbst heraus spricht. Tut, was er uns gebietet, und wir werden erkennen, ob die Lehre von Gott ist oder nicht [siehe Johannes 7:16, 17]. Nur durch die Offenbarungen des Geistes können wir das erkennen, was von Gott ist. (DBY, 431f.)

Seid eifrig und betet immer. Ihr dürft selbst erkennen, daß Gott lebt und daß er in diesen Letzten Tagen ein Werk verrichtet und daß wir seine geehrten geistlichen Diener sind. Lebt um diese Erkenntnis, und ihr werdet sie erhalten. Vergeßt nicht, zu beten, und seid inbrünstig im Geist. (LBY, 245.)

Mein Zeugnis beruht auf Erfahrung, auf meiner eigenen Erfahrung im Zusammenhang mit dem, was ich an anderen beobachtet habe. … Die himmlische Wahrheit empfiehlt sich dem Urteil und dem Glauben eines jeden Menschen selbst, vor allem aber denen, die sich selbst, ihrem Gott und ihren Mitmenschen gegenüber ehrlich sein wollen. … Wenn jemand ein bißchen annehmen kann, beweist das, daß er auch noch mehr annehmen kann. Wenn er den ersten und den zweiten Grundsatz mit aufrechtem Gefühl annehmen kann, kann er auch noch mehr annehmen. (DBY, 433.)

Mein Zeugnis ist absolut sicher. … Ich weiß, daß die Sonne scheint, ich weiß, daß ich existiere und am Leben bin und ich bezeuge, daß es einen Gott gibt und daß Jesus Christus lebt und daß er der Erretter der Welt ist. Seid ihr im Himmel gewesen und habt dort das Gegenteil erfahren? Ich weiß, daß Joseph Smith ein Prophet Gottes war und daß er viele Offenbarungen hatte. Wer kann sein Zeugnis widerlegen? Jeder mag es anzweifeln, aber es gibt in der Welt niemanden, der es widerlegen kann. Ich habe schon viele Offenbarungen gehabt; ich habe selbst gesehen und gehört und weiß, daß dies alles wahr ist und daß niemand in der Welt es widerlegen kann. Das Auge, das Ohr, die Hand, alle Sinne lassen sich täuschen, aber der Geist Gottes läßt sich nicht täuschen; und wenn jemand von diesem Geist inspiriert ist, dann ist der ganze Mensch von Erkenntnis erfüllt, er kann mit geistigem Auge sehen und kann das erkennen, was menschliche Kraft nicht widerlegen kann. Was ich in bezug auf Gott, auf die Erde, auf die Regierung weiß, habe ich aus den Himmeln erhalten – nicht nur durch meine natürlichen Fähigkeiten, und ich gebe Gott dafür die Herrlichkeit und den Lobpreis. (DBY, 433.)

Wenn wir ein Zeugnis von der Wahrheit erlangt haben, sollen wir uns um Rechtschaffenheit im Reich Gottes bemühen

Einer der ersten Grundsätze der Lehre der Errettung besteht darin, daß wir mit unserem Vater und Gott bekannt werden. Die heiligen Schriften lehren, daß dies ewiges Leben ist, nämlich „dich, den einzigen wahren Gott, zu erkennen und Jesus Christus, den du gesandt hast“ [Johannes 17:3]. Das bedeutet das gleiche, als wenn man sagt, daß ohne diese Erkenntnis niemand ewiges Leben haben kann beziehungsweise dafür bereit ist. (DNW, 18. Februar 1857, 4.)

Wir haben die Verheißung, daß, wenn wir zuerst nach dem Reich Gottes und nach dessen Rechtschaffenheit trachten, uns alles Nötige dazugegeben wird [siehe 3 Nephi 13:33]. Wir dürfen nicht mißtrauisch sein, sondern sollten uns als erstes darum bemühen, zu erkennen, wie wir unserem Vater und Gott gefallen können, uns zu erkennen bemühen, wie wir uns vor den Irrtümern, die in der Welt sind, retten können, von Finsternis und Unglauben, von den eitlen und trügerischen Geistern, die unter den Menschenkindern umhergehen, um zu täuschen, und lernen, wie wir uns auf der Erde erretten und bewahren können, wie wir das Evangelium verkünden, das Gottesreich aufbauen und das Zion unseres Gottes aufrichten können. (DNW, 11. Januar 1860, 1.)

Ich … sinne gern über ewige Grundsätze nach und rede gern darüber. Unsere Errettung besteht darin, daß wir sie kennen, und sie sind von ihrem Wesen her dazu bestimmt, uns aufzuheitern und zu trösten. Ist diese ewige Existenz in mir, die von ewiger Wahrheit lebt, dazu organisiert, vernichtet zu werden? Soll dieser Organismus jemals ein Ende nehmen, solange er von ewiger Wahrheit lebt? Nein. … Geht den Herrn um seinen Geist an, ohne in euren Anstrengungen nachzulassen, bis sein Geist wie ein ewiges Brennen in euch wohnt. Laßt die Kerze des Herrn in euch aufleuchten, dann ist alles in Ordnung. (DNW, 11. Januar 1860, 2.)

Wir haben die Worte des ewigen Lebens, wir dürfen Herrlichkeit, Unsterblichkeit und ewige Leben erlangen, nun, werdet ihr diese Segnungen erlangen? Werdet ihr euer Leben damit zubringen, einen Platz im Reich Gottes zu erlangen, oder werdet ihr euch niederlegen und schlafen und in die Hölle hinabgehen? (DNW, 1. Oktober 1856, 3.)

Bemüht euch, rechtschaffen zu sein, und zwar nicht deshalb, weil ihr auf etwas spekuliert, sondern weil Rechtschaffenheit liebenswert, rein, heilig, schön und erhöhend ist; sie ist dazu bestimmt, die Seele glücklich zu machen und sie mit Freude zu erfüllen, soviel wie ein Mensch nur fassen kann, und ihn mit Licht, Herrlichkeit und Intelligenz zu erfüllen. (DBY, 428.)

Anregungen für das Studium

Viele wünschen sich, die Wahrheit zu finden, aber nicht alle nehmen sie an

  1. Was bewegt, laut Präsident Young, den „größeren Teil der Erdenbewohner“ dazu, das Richtige zu tun und nach der Wahrheit zu suchen?

  2. Warum leben viele Menschen nicht rechtschaffen, selbst wenn sie ein Zeugnis von der Wahrheit erhalten haben? Was hilft Ihnen am meisten, nach dem Zeugnis, das Sie entwickelt haben, zu leben?

Jeder von uns muß sich um Erkenntnis und um ein Zeugnis von der Wahrheit bemühen

  1. Was soll der Zweck unserer Bildungsbestrebungen sein? Was können wir tun, um die Liebe zu weltlichen Dingen zu überwinden?

  2. Wie können wir die Wahrheiten Gottes selbst erkennen? Inwiefern hilft uns das Zeugnis von Jesus Christus, zwischen Wahrheit und Irrtum zu unterscheiden?

Der Heilige Geist gewährt uns Erkenntnis der Wahrheit

  1. Welches ist die einzige Möglichkeit, zu erkennen, daß das Evangelium wahr ist, daß Jesus der Messias ist und daß wir im Werk des Herrn stehen? Welche Erfahrungen haben Sie gelehrt, daß der Heilige Geist Ihr Leben beeinflussen kann und es auch tut, wenn Sie ihm das zugestehen?

  2. Warum kann weltliche Weisheit nicht beweisen oder widerlegen, daß Gott existiert und daß das Evangelium wahr ist? Unsere physischen Sinne mögen sich bei der Suche nach der Wahrheit täuschen lassen, aber was ist, laut Präsident Young, „nicht zu verkennen“?

  3. Warum konnte Präsident Young so machtvoll Zeugnis geben? Wie können wir unser Zeugnis festigen? Was können Sie tun, um ein mächtigerer Zeuge der Wahrheit Gottes zu werden?

Wenn wir ein Zeugnis von der Wahrheit erlangt haben, sollen wir uns um Rechtschaffenheit im Reich Gottes bemühen

  1. Welche Verheißung macht der Herr denen, die „zuerst nach dem Reich Gottes und nach dessen Rechtschaffenheit trachten“?

  2. Inwiefern hilft es uns, Errettung zu erlangen, wenn wir das, was von Gott ist, kennen? Wie können wir „einen Platz im Reich Gottes … erlangen“?