Eltern sein – eine hohe Berufung

Lehren der Präsidenten der Kirche: David O. McKay, 2011


Schützen Sie Ihre Kinder. Führen Sie sie … durch das Beispiel, das Sie als gütiger Vater und liebevolle Mutter geben.1

Einleitung

Präsident David O. McKay sprach häufig davon, wie dankbar er für seine Eltern und ihren Einfluss war: „Von [meinem Vater] habe ich gelernt, zu arbeiten und Gott zu verehren, was sich auf die sittlichen und die geistigen Aktivitäten ebenso wie auf die unmittelbaren zeitlichen Angelegenheiten bezieht. Welche Pflichten und Aufgaben wir auch übernehmen, wir müssen sie nach besten Kräften erfüllen.

Das wundervolle Beispiel meiner Mutter ist mir auch immer noch vor Augen – ihre Freundlichkeit und Geduld und ihre Aufrichtigkeit.“2

Präsident McKay machte seinerseits auch als liebevoller Vater seinen Einfluss geltend. Als sein Sohn David Lawrence noch klein war, begleitete er seinen Vater einmal im Pferdewagen. „Wir fuhren im Gewitter durch einen Fluss, in dem das Wasser sehr angestiegen war“, erzählte David Lawrence später. „Da blieben wir zwischen dem Fluss und einem Sturzbach aus den Bergen stecken. Ich dachte, das Ende der Welt sei gekommen, und begann zu weinen. Vater hielt mich die ganze Nacht in den Armen, bis wir am Morgen gerettet wurden. Es fällt schwer, jemandem, der einen liebt und in den Armen hält, nicht zu gehorchen.“3

David Lawrence berichtet, dass David O. und Emma Ray McKay ihren Kindern deutlich sagten, was sie von ihnen erwarteten, und dass sie, als Eltern, „so viel Selbstdisziplin hatten, dass wir nie verwirrt wurden, weil sie sich anders benommen hätten, als es von uns erwartet wurde. … Die Erwartungen unserer Eltern gaben uns den Weg vor und unsere Liebe ließ einfach nichts anderes zu, als dass wir diesen Weg gingen. Wir lernten, sie zu lieben, weil sie als Erstes einander und uns von Herzen liebten.“4

Das Beispiel von Präsident McKay und seine Ratschläge an die Eltern unter den Heiligen der Letzten Tage bewiesen, dass ihm bewusst war, welch großen Einfluss sie haben; auch spiegeln sie seine Überzeugung wider, dass sich ein Versagen in der Familie durch keinen anderweitigen Erfolg wettmachen lässt.5

Lehren von David O. McKay

Gott hat den Eltern die Aufgabe übertragen, für ihre Kinder zu sorgen und sie anzuleiten

Ein neugeborenes Kind ist das hilfloseste Geschöpf auf der Welt. Es muss von seinen Eltern beschützt werden, damit es überlebt und heranwachsen kann. … Unsere Kinder sind unser kostbarster Besitz, unser Schatz für die Ewigkeit. Sie verdienen unsere größte, ständige Aufmerksamkeit und Weisung und sollten sie auch erhalten. …

Wenn wir Kinder zur Welt bringen, übernehmen wir eine große Verantwortung, die unseren Blick auf die höchsten Ziele des Lebens lenkt, nämlich auf die Partnerschaft mit Gott, in der Absicht, „die Unsterblichkeit und das ewige Leben des Menschen zustande zu bringen“ (siehe Mose 1:39).6

Der Vater aller Menschen erwartet von den Eltern, dass sie ihm, als seine Stellvertreter, behilflich sind, die Menschen, die ja eine unsterbliche Seele sind, zu formen und anzuleiten. Das ist der höchste Auftrag, den der Herr einem Menschen geben kann.7

Die Elternschaft … muss uns als heilige Verpflichtung gelten. Es gibt etwas in den Tiefen der menschlichen Seele, was sich gegen nachlässige Elternschaft auflehnt. Gott hat den Eltern tief ins Herz eingegeben, dass sie die Verantwortung, die Kinder und Jugendlichen zu beschützen, nicht straflos vernachlässigen können.

Anscheinend wächst die Neigung, diese Aufgabe von der Familie zu lösen und sie anderen Einflüssen zu übertragen, zum Beispiel der Schule oder der Kirche. So wichtig diese äußeren Einflüsse auch sein mögen, sie können niemals den Einfluss von Mutter und Vater ersetzen. Wir müssen unsere Kinder ständig unterweisen und bei ihnen sein und über sie wachen, damit unsere Familie intakt bleibt.8

Die göttliche Inspiration sehen wir daran, dass von den Heiligen der Letzten Tage verlangt wird, dass sie ihre Familie intakt halten und ihre Kinder die Grundsätze des Evangeliums Jesu Christi lehren. „Und sie sollen ihre Kinder auch lehren, zu beten und untadelig vor dem Herrn zu wandeln.“ Dieses Gebot des Herrn, das im Buch Lehre und Bündnisse, Abschnitt 68, Vers 28, steht, stellt klar, dass die Eltern ihre Kinder unterweisen müssen – eine Aufgabe, die allzu oft der Kirche, den öffentlichen Schulen und den Behörden überlassen wird.9

Drei Gruppen haben die Aufgabe, die Kinder zu unterweisen: Erstens die Familie, zweitens die Kirche, drittens der Staat. Am wichtigsten ist dabei die Familie. Der Herr hat den Eltern die Verantwortung auferlegt, erstens die Lehre von der Umkehr zu lehren, zweitens Glauben an Christus, den Sohn des lebendigen Gottes, drittens die Taufe und die Konfirmierung; viertens sollen sie ihre Kinder beten lehren, fünftens sollen sie ihre Kinder lehren, untadelig vor dem Herrn zu wandeln [siehe LuB 68:25-28]. Eltern, die diese Aufgabe vernachlässigen, werden sich für diese Sünde verantworten müssen.10

Das größte Vertrauen, das einem Mann und einer Frau erwiesen werden kann, besteht darin, ihnen das Leben eines kleinen Kindes anzuvertrauen. Wenn jemand, dem das Geld anderer anvertraut wurde, ob es sich um eine Bank, eine städtische Behörde oder eine Landesbehörde handelt, dieses Geld veruntreut, wird er festgenommen und wahrscheinlich ins Gefängnis geschickt. Wenn jemand, dem ein Regierungsgeheimnis anvertraut wurde, dieses ausplaudert und damit sein Land verrät, wird er als Verräter bezeichnet. Was muss der Herr dann von Eltern halten, die aufgrund ihrer Nachlässigkeit oder ihres Egoismus ihre Kinder nicht ordentlich erziehen und sich damit des größten Vertrauens unwürdig erweisen, das einem Menschen überhaupt übertragen werden kann? Dazu hat der Herr gesagt: „So sei die Sünde auf dem Haupt der Eltern.“ (LuB 68:25.)11

In einer Familie der Heiligen der Letzten Tage gibt es nichts Vorläufiges. An einer Familie ist nichts Vorübergehendes. Eine Familie von Heiligen der Letzten Tage ist wirklich die Grundeinheit der Gesellschaft, und Elternschaft kommt gleich nach dem Gottsein. Das Geheimnis guter Bürger ist in der Familie zu finden. Das Geheimnis der Vermittlung des Glaubens an Gott, des Glaubens an seinen Sohn, den Erlöser der Welt, des Glaubens an die Organisationen der Kirche, ist in der Familie zu finden. Dort ist es fest verankert. Gott hat den Eltern die Aufgabe gegeben, den Kindern diese Grundsätze zu vermitteln. Unsere Schulen, unsere kirchlichen Organisationen und manche guten gesellschaftlichen Institutionen sind dabei behilflich, die Jugendlichen zu erziehen und anzuleiten, aber keine von ihnen – so wichtig sie für unsere Jugendlichen sein mögen – kann den dauerhaften Einfluss der Eltern ersetzen.12

Die Mutter kann auf ihre Kinder großen positiven Einfluss ausüben

Die Welt braucht heute dringend intelligente, gewissenhafte Mütter. …

Eine Mutter hat den größten Einfluss – ob zum Guten oder zum Schlechten. Das Bild der Mutter ist das Erste, was sich dem kleinen Kind einprägt, das ja noch keine Eindrücke gesammelt hat. Ihre Zärtlichkeit weckt das Gefühl der Geborgenheit, ihr Kuss ist die erste Wahrnehmung von Zuneigung, ihr Mitgefühl und ihre Zartheit sind die erste Zusicherung, dass es auf der Welt Liebe gibt.13

Die Mutterschaft ist die höchste Berufung in der ganzen Welt. Wahre Mutterschaft ist die schönste aller Künste, der bedeutendste aller Berufe. Die Frau, die ein Meisterwerk malen oder ein Buch schreiben kann, durch das Millionen beeinflusst werden, verdient die Bewunderung und den Beifall der Menschheit, aber die Frau, die gesunde, schöne Söhne und Töchter erfolgreich erzieht, deren Einfluss noch nach Generationen zu spüren ist, lange nachdem die Gemälde verblasst sind und die Bücher und Statuen zerfallen sind oder vernichtet wurden, verdient die größte Ehre, die der Mensch erweisen kann, und die kostbarsten Segnungen Gottes.14

Eine Mutter sät in der Kindheit den Samen, und die Ernte findet hauptsächlich erst dann statt, wenn das Kind längst erwachsen ist. Eine Mutter, die ihren Kindern Achtung voreinander und Liebe zu Mutter und Vater vermittelt, erweist der Kirche und der Menschheit im Allgemeinen einen großen Dienst. Ein Kind aus einer solchen Familie geht als guter Bürger in die Welt hinaus – als Bürger, der solchen Dienst leistet, wie seine Eltern ihn geleistet haben, der in den Schlachten kämpft, in denen auch sein Vater und seine Mutter gekämpft haben. …

Vor allem anderen in der Welt verkörpert eine Mutter die gottgegebenen Tugenden der Schöpferkraft und der Opferbereitschaft am meisten. Eine Frau steht bei einer Geburt immer auch an der Schwelle zum Tod, aber gleichzeitig steht sie dann auch an den Quellen des Lebens selbst und wird zur Partnerin des Schöpfers, wenn sie einem ewigen Geist das Erdenleben schenkt.

In den Jahren, in denen die Kinder vom Säugling zum Jugendlichen heranwachsen, und auch wenn die Töchter selbst schon Mutter und die Söhne schon Vater geworden sind, opfert die Mutter noch in Zärtlichkeit und Liebe für sie ihre Zeit und ihr Wohlbehagen, ihr Vergnügen, ihre nötige Ruhe und Erholung und gegebenenfalls auch die Gesundheit und das Leben selbst. Keine Sprache kann die Macht und Schönheit und das Heldentum der Mutterliebe zum Ausdruck bringen. …

Zu meinen kostbarsten Schätzen gehört die Erinnerung an die Gebete meiner Mutter an meinem Bett, daran, wie sie meinen Bruder und mich so zärtlich zugedeckt und uns beiden einen liebevollen Gutenachtkuss gegeben hat. Wir waren damals noch zu jung und zu sehr Lausbuben, um das wirklich schätzen zu können, aber nicht zu jung, um zu wissen, dass Mutter uns liebte.

Dieses Bewusstsein, dass Mutter uns liebte, und die Treue gegenüber der Weisung unseres vorbildlichen Vaters hat mich als hitzköpfigen Jugendlichen mehr als einmal davor bewahrt, den Abhang der Versuchung hinabzustürzen.15

In dieser Welt gibt es keine edlere Arbeit als die der Mutter, die die Kinder, mit denen Gott sie gesegnet hat, erzieht und lieb hat. Das ist ihre Pflicht.16

Der Vater muss sich an der Kindererziehung aktiv beteiligen

Eines Abends, gegen fünf Uhr, fuhren vier Brüder mit dem Auto die Main Street [in Salt Lake City] hinunter. Als sie gerade an der First South Street vorbeikamen, hörten sie eine Stimme traurig rufen: „Papa! Papa! Papa! Warte!“ Der Vater saß am Steuer und erkannte die Stimme seines Sohnes sofort. Er hielt sofort an. Die Männer sahen nach draußen und erblickten zwischen den vielen Menschen, die gerade unterwegs waren, einen kleinen, neunjährigen Jungen, der völlig außer Atem und weinend daherkam und heftig keuchte, weil er hinter dem Auto hergelaufen war.

Der Vater sagte: „Wo warst du denn, mein Sohn?“

„Ich hab dich gesucht.“

„Wir hatten uns doch verabredet, bist du da weggegangen?“

„Ja, ich hab dich da gesucht.“

Der Junge hatte es so verstanden, dass sie sich vor dem Tabernakel treffen wollten. Der Vater wollte das Kind aber eigentlich etwas weiter unten treffen. Durch dieses Missverständnis war der Sohn von seinem Vater getrennt worden und hatte sich allein und schutzlos unter den vielen Menschen befunden.

Ich glaube, das ist ein Beispiel für die Warnung, die schon so oft geäußert wurde. Väter, gibt es zwischen Ihnen und Ihren Söhnen Missverständnisse? Geht da einer durch die Menschenmenge, ist von allen möglichen Versuchungen umgeben und Sie erwarten, ihn an einem Treffpunkt zu sehen, den er gar nicht kennt? Vielleicht tritt er gar nicht aus der Menge heraus und ruft: „Vater, Vater!“ Und wenn er ruft, hören Sie ihn vielleicht gar nicht, weil Sie sich so sehr auf Ihre Angelegenheiten konzentrieren. Sie könnten also an ihm vorübereilen und ihn inmitten des Bösen stehen lassen, sodass er den Weg nach Hause allein finden muss. Nehmen Sie Ihre Söhne auf dem Weg durch das Leben mit, damit Sie sie in der ewigen Heimat, wo immerwährender Friede und Zufriedenheit herrschen, bei sich haben.17

Ein Vater, der wegen seiner geschäftlichen oder politischen oder gesellschaftlichen Aufgaben die Erziehung seiner Söhne und Töchter nur seiner Frau überlässt, ist seinen ehelichen Verpflichtungen nicht treu; er ist in seiner Familie, zu deren Freude er ja beitragen sollte, ein negatives Element und trägt womöglich zu Zerwürfnissen und kriminellem Verhalten bei.18

Die Eltern müssen liebevoll Gehorsam und Ehrfurcht lehren

Ehrfurcht und Gehorsam gegenüber dem Gesetz müssen zu Hause beginnen. Es kann gar nicht genug Nachdruck darauf gelegt werden, dass die Eltern die Aufgabe haben, ihre Kinder in allem, was heilig ist, dahingehend zu belehren, dass sie Ehrfurcht vor Gott haben und das Gesetz ehren.19

Gehorsam ist das erste Gesetz des Himmels und er ist das Gesetz der Familie. Ohne Gehorsam kann eine Familie nicht wirklich glücklich sein – wobei der Gehorsam nicht mit physischer Gewalt erzwungen sein darf, sondern aufgrund der göttlichen Eigenschaft der Liebe erfolgt. Ohne Liebe gibt es keine Familie. Man kann einen Palast haben, ohne dass er ein Zuhause wäre, und man kann in einer Blockhütte mit Lehmboden leben und dort das herrlichste Zuhause auf der ganzen Welt haben, wenn in diesen vier Holzwänden das göttliche Prinzip Liebe herrscht, die den Gehorsam und die Harmonie zutage fördert, die das Leben lebenswert machen.20

Es kursieren wilde Theorien darüber, dass Kinder über sich selbst bestimmen sollten, um sich ihre Individualität zu bewahren. Manche Verfechter dieser Theorien sind der Meinung, Kinder sollten ihre Probleme selbst lösen dürfen, ohne Anleitung durch die Eltern. Manches mag daran richtig sein, aber zum größten Teil ist es doch falsch. …

Ein Kind muss lernen, dass seinem Handeln Grenzen gesetzt sind, die es nicht straflos übertreten darf. Dass es sich an diese Familienregeln hält, kann man mit Güte und Festigkeit leicht erreichen. „Erzieh den Knaben für seinen Lebensweg, dann weicht er auch im Alter nicht davon ab.“ [Sprichwörter 22:6.]21

Jugendliche [brauchen] Weisung und klare Grenzen. „Ein Kind sollte als Erstes Gehorsam lernen, und danach kann es etwas Beliebiges lernen“, sagte Benjamin Franklin. … Das Kind sollte schon früh lernen, dass die Welt nicht für einen allein erschaffen wurde, sondern dass man den Mitmenschen gegenüber Verpflichtungen hat. …

Und die Eltern sind verpflichtet, die Kinder durch ihre Erziehung nicht zum Zorn zu reizen [siehe Epheser 6:4]. Sie sollten darauf achten, dass sie ihre Kinder nicht durch lästige Gebote reizen oder sie unnötig beschuldigen. Wo immer das möglich ist, sollten sie sie anspornen, statt sie zu tadeln.22

Das elterliche Beispiel hat großen Einfluss auf die Kinder

Alle – und ganz besonders Vater und Mutter – müssen den Kindern und den Jugendlichen ein nachahmenswertes Beispiel geben. Die Eltern müssen in ihrer Familie aufrichtig das Gesetz und das Priestertum hochhalten, damit die Kinder ihr gutes Beispiel vor Augen haben.23

Die Eltern und die Kirche haben die Aufgabe, nicht nur zu unterweisen, sondern den jungen Menschen auch zu zeigen, dass ein Leben in Wahrheit und sittlicher Reinheit Freude und Glücklichsein mit sich bringt, während die Verletzung des Sittengesetzes und der gesellschaftlichen Regeln nur zu Unzufriedenheit und Kummer führt und, wenn es zum Äußersten kommt, den Verfall nach sich zieht.24

Als Erwachsene und Eltern [unserer Kinder] müssen wir zu Hause und in der Gesellschaft ein gutes Beispiel geben. Wir müssen unseren Kindern in Aufrichtigkeit unseren Glauben an das Evangelium Jesu Christi vermitteln. Niemals sollten die Eltern über das Evangelium etwas sagen, wonach sie dann nicht leben. Ein Kind merkt sehr schnell, wenn jemand nicht aufrichtig ist.25

Die Familie gibt dem Kind den Namen und die Stellung im Gemeinwesen. Ein Kind möchte, dass seine Familie so gut ist wie die Familie seiner Freunde. Es möchte mit Stolz auf seinen Vater zeigen können und sich immer inspiriert fühlen, wenn es an seine Mutter denkt.26

Möge Gott uns helfen, die Wahrheit zu verteidigen und, was noch besser ist, danach zu leben, vor allem in der Familie. … Gott schenke Ihnen die Kraft, solchen Einfluss auszuüben, dass Ihre Kinder, bis ins Letzte und gegebenenfalls bis in den Tod, der Wahrheit des Evangeliums Jesu Christi treu sind.27

Nehmen wir uns noch fester vor, eine [rechtschaffene] Familie zu haben, ein gütigerer Ehemann zu sein, eine rücksichtsvollere Ehefrau, ein besseres Vorbild für unsere Kinder, damit wir in unserer Familie ein bisschen Himmel auf Erden haben.28

Anregungen für Studium und Diskussion

  1. Welche Rolle spielen die Eltern in Gottes Plan, „die Unsterblichkeit und das ewige Leben“ seiner Kinder zustande zu bringen? (Siehe Seite 175ff.) Inwiefern haben die Eltern gemeinsam die Aufgabe, ihre Kinder in Rechtschaffenheit zu erziehen? (Siehe Seite 177ff.)

  2. Warum sollen die Eltern ihre Kinder und die Familie zur obersten Priorität machen? Welche Einflüsse oder Aktivitäten wetteifern um die gemeinsam verbrachte Zeit der Familie? Wie können die Eltern den Aktivitäten außerhalb der Familie den richtigen Stellenwert beimessen? Warum ist es wichtig, dass bei solchen Entscheidungen alle Familienmitglieder einbezogen werden?

  3. Welche besondere Beziehung sollte zwischen einer Mutter und ihren Kindern herrschen? (Siehe Seite 177ff.) Welche einzigartigen Möglichkeiten hat eine Mutter, ihre Kinder positiv zu beeinflussen?

  4. Was kann ein Vater tun, um sich aktiv an der Erziehung der Kinder zu beteiligen? (Siehe Seite 179f.) Wie werden Vater und Kinder gesegnet, wenn sie ihre Zeit zusammen verbringen?

  5. Welche sinnvollen Möglichkeiten gibt es für die Eltern, ihre Kinder Gehorsam und Ehrfurcht zu lehren? (Siehe Seite 180f.) Warum spielt die Liebe dabei eine so große Rolle? Was können die Eltern tun, wenn ihre Kinder nicht gehorchen und widerspenstig sind?

  6. Wie wirkt es sich auf die Kinder aus, wenn die Eltern etwas lehren, aber selbst nicht danach leben? Wie haben Sie schon erlebt, dass das elterliche Beispiel die Kinder positiv beeinflusst? (Siehe Seite 181f.)

  7. Wie können wir alleinerziehenden Eltern helfen, ihre Kinder in Rechtschaffenheit zu erziehen?

  8. Warum misst der Herr wohl der Verantwortung der Eltern eine so überragende Bedeutung bei? Warum ist es wichtig zu wissen, dass die Familie die Grundeinheit der Kirche ist? Welche Ähnlichkeiten erkennen Sie zwischen den Lehren von Präsident McKay zur Familie und der Proklamation der Ersten Präsidentschaft zur Familie?

Einschlägige Schriftstellen: Kolosser 3:20,21; 1 Nephi 1:1; 8:35-38; Enos 1:1-3; Alma 56:41-48

Quellenangaben anzeigen

    Anmerkungen

  1.   1.

    Conference Report, Oktober 1967, Seite 97

  2.   2.

    Secrets of a Happy Life, Hg. Llewelyn R. McKay, 1960, Seite XII

  3.   3.

    Zitiert in John J Stewart, Remembering the McKays, 1970, Seite 30

  4.   4.

    David Lawrence McKay, My Father, David O. McKay, 1989, Seite 99; Absatzeinteilung geändert

  5.   5.

    Siehe J. E. McCulloch, Home: The Savior of Civilization, 1924, Seite 42; Conference Report, April 1935, Seite 116

  6.   6.

    Conference Report, Oktober 1954, Seite 8f.

  7.   7.

    Conference Report, April 1955, Seite 27

  8.   8.

    Conference Report, April 1969, Seite 7

  9.   9.

    Conference Report, April 1966, Seite 107

  10.   10.

    Conference Report, Oktober 1954, Seite 8

  11.   11.

    Conference Report, April 1955, Seite 25f.

  12.   12.

    Stepping Stones to an Abundant Life, Hg. Llewelyn R. McKay, 1971, Seite 358

  13.   13.

    True to the Faith: From the Sermons and Discourses of David O. McKay, Hg. Llewelyn R. McKay, 1966, Seite 167f.

  14.   14.

    Pathways to Happiness, Hg. Llewelyn R. McKay, 1957, Seite 116

  15.   15.

    Man May Know for Himself: Teachings of President David O. McKay, Hg. Clare Middlemiss, 1962, Seite 262-265

  16.   16.

    Conference Report, April 1951, Seite 81

  17.   17.

    Gospel Ideals, 1953, Seite 489f.

  18.   18.

    Conference Report, April 1965, Seite 7

  19.   19.

    Conference Report, April 1937, Seite 30

  20.   20.

    Conference Report, Juni 1919, Seite 78

  21.   21.

    Conference Report, April 1955, Seite 27

  22.   22.

    Conference Report, April 1959, Seite 73

  23.   23.

    Conference Report, Oktober 1927, Seite 12

  24.   24.

    Conference Report, April 1967, Seite 6

  25.   25.

    Conference Report, April 1960, Seite 120

  26.   26.

    Conference Report, April 1945, Seite 143

  27.   27.

    Conference Report, April 1969, Seite 97

  28.   28.

    Conference Report, April 1952, Seite 128