Elemente der Gottesverehrung

Lehren der Präsidenten der Kirche: David O. McKay, 2011


Ich bete, dass wir die Kraft haben mögen, so zu leben, dass wir es verdienen, göttliche Weisung und Inspiration zu empfangen, damit wir durch Gottesverehrung, Meditation, Kommunikation und Ehrfurcht spüren, dass wir wirklich eine enge Beziehung zum Vater im Himmel haben können. Ich gebe Ihnen mein Zeugnis, dass es wirklich so ist: Wir können mit dem Himmlischen Vater kommunizieren.1

Einleitung

Schon früh erlebte David O. McKay den inneren Frieden, der der Kommunikation mit Gott entspringt. „Ich weiß noch, wie ich eines Nachts [im Bett] lag“, erzählte er einmal. „Ich zitterte vor Angst. Als Kind fürchte ich mich natürlich oder vielmehr unnatürlich vor der Dunkelheit und ich lag oft da und dachte an Einbrecher, Schreckgespenster und unsichtbare Einflüsse. So lag ich also in der Nacht völlig aufgelöst da, aber ich hatte ja gelernt, dass Gott mein Beten erhört. Unter Aufbietung meiner ganzen Kraft stand ich auf, kniete in der Dunkelheit nieder und betete zu Gott, er möge die Angst von mir nehmen. Da hörte ich so deutlich, wie Sie heute Nachmittag meine Stimme hören: ‚Hab keine Angst, dir geschieht nichts.‘ Manch einer mag jetzt sagen, das sei einfach die Fantasie. Sagen Sie, was Sie wollen, ich weiß, dass ich wundervollen Frieden spürte, als mein kindliches Gebet erhört worden war. Solchen Glauben bekommen die Kinder in jeder Familie der Heiligen der Letzten Tage im ganzen Land mit. In einer Familie, in der ein Kind in so enger Gemeinschaft mit dem Ewigen Vater aufwächst, kann es nicht viel Sünde und nicht viel Böses geben.“2

Präsident McKay suchte die „Gemeinschaft mit dem Unendlichen“3 aber nicht nur, wenn er allein war, sondern er freute sich auch über die Gottesdienste, an denen er zusammen mit anderen Heiligen der Letzten Tage teilnehmen konnte. Er erzählte einmal von einem denkwürdigen Erlebnis, das er in einer Versammlung in der Kirche hatte:

„Einer der eindrucksvollsten Gottesdienste, an denen ich je teilgenommen habe, fand in einer Gruppe von über achthundert Menschen statt, an die das Abendmahl ausgeteilt wurde. Während der heiligen Handlung war außer dem Ticken der Uhr kein Laut zu hören – achthundert Menschen, von denen jeder zumindest die Möglichkeit hatte, mit dem Herrn zu kommunizieren. Es gab keine Ablenkung, kein Orchester, keinen Gesang, kein Sprechen. Jeder hatte die Möglichkeit, in sich zu gehen und darüber nachzudenken, ob er würdig war, das Abendmahl zu nehmen, oder nicht. Jeder konnte dem Vater im Himmel näher kommen. Das ist ideal!“4

Präsident McKay hielt alle Heiligen der Letzten Tage dazu an, im Gottesdienst und im Privatleben dieses Ideal anzustreben. Er sagte: „Durch den Heiligen Geist mit Gott zu kommunizieren ist eine der höchsten Bestrebungen des Lebens.“5

Lehren von David O. McKay

Ehrfurcht ist tiefe Achtung, gepaart mit Liebe

Wenn man annimmt, dass es Gott gibt, ist das immer untrennbar mit Ehrfurcht verbunden, und darauf möchte ich von ganzem Herzen die Aufmerksamkeit der Kirche lenken. Die geistige Gesinnung findet in der Ehrfurcht ihren höchsten Ausdruck, ja, ehrfürchtig sein heißt geistig gesinnt sein. Ehrfurcht ist tiefe Achtung, gepaart mit Liebe. Sie ist „ein vielschichtiges Gefühl, das die Seele tief durchdringt“. [Ein Autor] meint, sie sei „das höchste der menschlichen Gefühle“. Ich habe an anderer Stelle schon gesagt, wenn Ehrfurcht die höchste Ebene darstellt, die man erreichen kann, dann ist ihr Nichtvorhandensein die niedrigste Ebene, auf der man leben kann. …

Zur Ehrfurcht gehören Achtung, Ehrerbietung und Wertschätzung. Wenn sie nicht wenigstens in gewissem Maß vorhanden ist, gibt es keine Höflichkeit, keine Rücksichtnahme auf die Gefühle und Rechte anderer. Ehrfurcht ist die grundlegende Tugend in der Religion. Sie ist „eins der Zeichen von Stärke; wo keine Ehrfurcht ist, können wir immer auf Schwäche schließen. Niemand kommt nach oben“, sagte jemand, „der Heiliges verspottet. Die Loyalität gegenüber dem Guten“, so fährt er fort, „gilt es mit Ehrfurcht zu behandeln, sonst lässt man sie am Tag der Prüfung zu leicht fallen.“

Eltern, ebenso wie Nächstenliebe beginnt Ehrfurcht zu Hause. Schon in der frühen Kindheit müssen die Kinder lernen, Achtung und Ehrerbietung zu erweisen – einander, Fremden und Besuchern, Alten und Kranken – sie müssen lernen, dem, was heilig ist, den Eltern und der elterlichen Liebe mit Ehrfurcht zu begegnen.

Drei Einflüsse im Familienleben wecken im Kind die Ehrfurcht und sorgen dafür, dass sie sich in der kindlichen Seele entfalten kann. Das sind: erstens: feste aber behutsame Führung, zweitens: Höflichkeit der Eltern untereinander und den Kindern gegenüber und drittens: das Gebet, an dem die Kinder beteiligt sind. In jeder Familie in dieser Kirche müssen die Eltern sich bemühen, intelligent vorzugehen und ihren Kindern diese drei Grundprinzipien zu vermitteln.6

Ehrfurcht lenkt die Gedanken zu Gott hin. Ohne sie gibt es keine Religion.7

Ich betrachte die Ehrfurcht als eine der höchsten Eigenschaften der Seele. Jemand, der nicht ehrfürchtig ist, ist auch nicht gläubig. …

Ein ehrfürchtiger Mensch ist kultiviert; er hat wahren Glauben an Gott und an seine Rechtschaffenheit.8

Ich fühle mich inspiriert, die Ehrfurcht mit der Liebe gleichzusetzen. Im Vaterunser nennt Jesus sie an erster Stelle: „Unser Vater im Himmel, dein Name werde geheiligt.“ [Matthäus 6:9.] Geheiligt – also mit Ehrfurcht behandelt.9

Wenn im Menschenherz mehr Ehrfurcht zu finden wäre, fänden Sünde und Kummer weniger Raum und wäre mehr Platz für Freude und Frohsinn. Diesem Juwel unter den strahlenden Tugenden einen höheren Ehrenplatz einzuräumen ist ein Vorhaben, das die vereinten, gebeterfüllten Anstrengungen aller Beamten, aller Eltern und aller Mitglieder der Kirche wert ist.10

Meditation führt zu geistiger Zwiesprache mit Gott durch den Heiligen Geist

Wir schenken dem Wert der Meditation, die grundlegend ist für die Hingabe, zu wenig Beachtung. In unserer Gottesverehrung gibt es zwei Elemente: Das eine ist die geistige Verbundenheit, die der Meditation entspringt, das andere ist die Unterweisung durch andere, vor allem durch diejenigen, die bevollmächtigt sind, uns zu führen und zu unterweisen. Den größten inneren Nutzen ziehen wir dabei aus der Meditation. Die Meditation ist die Sprache der Seele. Sie wird als „Form der persönlichen Hingabe, der geistigen Übung definiert, die darin besteht, dass man sich in tiefes Nachdenken über ein religiöses Thema versenkt“. Die Meditation ist eine Form des Gebets. …

Die Meditation gehört zu den geheimsten, heiligsten Türen, durch die wir in die Gegenwart des Herrn gelangen. Jesus hat uns das vorgelebt. Sobald er getauft war und die Billigung des Vaters vernommen hatte: „Das ist mein geliebter Sohn, an dem ich Gefallen gefunden habe“ [Matthäus 3:17], [ging] er zu dem Berg, den wir als den Berg der Versuchung bezeichnen. Ich nenne ihn für mich gern den Berg der Meditation; dort hielt er in seiner vierzigtägigen Fastenzeit mit sich selbst und mit dem Vater Zwiesprache und sann über seine große, verantwortungsvolle Mission nach. Diese geistige Verbundenheit führte unter anderem dazu, dass er die Kraft hatte, dem Versucher zu sagen:

„Weg mit dir, Satan! Denn in der Schrift steht: Vor dem Herrn, deinem Gott, sollst du dich niederwerfen und ihm allein dienen.“ (Matthäus 4:10.)

Ehe er die … wundervolle Bergpredigt hielt, war er allein mit Gott. Er tat das auch nach dem geschäftigen Sabbat, als er früh am Morgen aufstand, nachdem er bei Petrus zu Gast gewesen war. Petrus fand das Gästezimmer zweifellos leer vor, und als sie [Jesus] suchten, trafen sie ihn allein an. An jenem Morgen sagte Petrus:

„Alle suchen dich.“ (Markus 1:37.)

Auch nachdem Jesus die Fünftausend gespeist hatte, gebot er den Zwölf, die Menschenmenge wegzuschicken, während er selbst sich auf den Berg zurückzog, um allein zu sein. Der Geschichtsschreiber sagt: „Spät am Abend war er immer noch allein.“ (Matthäus 14:23.) Meditation! Beten!11

Machen wir Gott zum Mittelpunkt unseres Lebens. … Durch den Heiligen Geist mit Gott Zwiesprache zu halten ist eine der höchsten Bestrebungen des Lebens. Das geschieht, wenn der Friede und die Liebe Gottes in die Seele eingedrungen sind, wenn unser Leben von dem Wunsch bestimmt wird, ihm zu dienen.12

Wir gehen zum Haus des Herrn, um im Geist mit ihm Zwiesprache zu halten

Wir gehen ins Gemeindehaus, um den Herrn zu verehren. Wir wollen an seinem Geist Anteil haben, denn wenn wir dies tun, werden wir geistig stark.13

Eine Kirche wird dazu geweiht, ein Haus der Gottesverehrung zu sein. Das bedeutet natürlich, dass jeder, der hineingeht, dies in der Absicht tut oder dies zumindest vorgibt, der Gegenwart des Herrn näher zu kommen, als es ihm auf der Straße oder mitten in den Sorgen des Arbeitslebens möglich ist. Mit anderen Worten: Wir gehen zum Haus des Herrn, um ihm zu begegnen und im Geist mit ihm zu kommunizieren. Ein solcher Versammlungsort sollte also zunächst einmal in jeder Hinsicht passend und angemessen sein, ob nun Gott als geladener Gast gilt oder die Gottesdienstbesucher als seine Gäste.

Ob es sich bei dem Versammlungsort um ein bescheidenes Gemeindehaus oder um ein „architektonisches Gedicht“ handelt, das aus weißem Marmor errichtet und mit kostbaren Steinen geschmückt ist, hat nur wenig oder gar nichts damit zu tun, wie wir uns der Gegenwart des Unendlichen nähern. Zu wissen, dass Gott dort ist, sollte ausreichen, uns dazu zu bewegen, uns ordentlich und andächtig zu verhalten.

In dieser Hinsicht gibt es bei uns Mitgliedern der Kirche in unseren Gottesdiensten noch viel zu verbessern. Die präsidierenden Autoritäten in den Pfahl-, Gemeinde- und Kollegiumsversammlungen und vor allem die Lehrkräfte im Unterricht sollten sich besonders anstrengen, damit während der Stunden des Gottesdiensts und des Studiums mehr Ordnung und Andacht herrschen. Weniger Reden hinter dem Rednerpult wird auf diejenigen, die davor sitzen, auch eine heilsame Wirkung haben. Durch Beispiel und Weisung sollte den Kindern eingeprägt werden, wie unangebracht Verwirrung und Unordnung im Gottesdienst sind. Es sollte ihnen in der Kindheit eingeprägt werden, und in der Jugendzeit ist dem Nachdruck zu verleihen, dass es unehrerbietig ist, während einer Ansprache zu reden oder auch zu flüstern und dass es der Gipfel der Ungezogenheit ist, einen Gottesdienst vor dem Ende zu verlassen, außer in einem Notfall.14

Ein Gemeindehaus wird für zweierlei gebaut: Erstens dazu, dass es als der Ort dienen mag, an dem alle in den Wegen Gottes unterwiesen werden, und zweitens dazu, dass dort jeder den Vater im Himmel verherrlichen möge, der seine Kinder um nichts anderes bittet, als dass sie Männer und Frauen von so edlem Charakter sind, dass sie in seine Gegenwart zurückkehren können.15

Wenn man ein Gebäude der Kirche betritt, gelangt man in die Gegenwart des Vaters im Himmel; und das sollte genügend Ansporn dafür sein, dass man sich in Herz und Sinn und auch in der Kleidung darauf vorbereitet, damit man angemessen in seiner Gegenwart sitzen kann.16

Machen wir den Sonntag nicht zum Urlaubstag. Er ist ein heiliger Tag, und an dem Tag sollten wir ins Gotteshaus gehen und unseren Gott suchen. Wenn wir ihn am Sabbat suchen und an dem Tag in seine Gegenwart gelangen, wird es uns weniger schwer fallen, an den darauf folgenden Tagen der Woche in seiner Gegenwart zu sein.17

Das Abendmahl bietet uns die Möglichkeit, mit dem Herrn Zwiesprache zu halten

Der größte Trost in diesem Leben ist die Gewissheit, dass wir eine enge Beziehung zu Gott haben. … Das Abendmahl sollte uns immer wieder daran erinnern.

„Jesus, der Herr, nahm in der Nacht, in der er ausgeliefert wurde, Brot, sprach das Dankgebet, brach das Brot und sagte: Das ist mein Leib für euch. Tut dies zu meinem Gedächtnis!

Ebenso nahm er nach dem Mahl den Kelch und sprach: Dieser Kelch ist der Neue Bund in meinem Blut. Tut dies, sooft ihr daraus trinkt, zu meinem Gedächtnis!

Denn sooft ihr von diesem Brot esst und aus dem Kelch trinkt, verkündet ihr den Tod des Herrn, bis er kommt.

Wer also unwürdig von dem Brot isst und aus dem Kelch des Herrn trinkt, macht sich schuldig am Leib und am Blut des Herrn.

Jeder soll sich selbst prüfen; erst dann soll er von dem Brot essen und aus dem Kelch trinken.“ [1 Korinther 11:23-28.]

Es gibt in der Kirche Christi keine heiligere Handlung als das Abendmahl. …

Dreierlei ist von grundlegender Bedeutung für das Abendmahl. Erstens die Selbsterkenntnis. Das heißt, dass man in sich geht. „Tut dies zu meinem Gedächtnis“ – aber wir sollen würdig teilnehmen, wobei jeder für sich prüft, ob er würdig ist.

Zweitens wird dabei ein Bund geschlossen, und ein Bund ist noch mehr als ein Versprechen. … Es gibt nichts Wichtigeres. … Ein Bund, ein Versprechen sollte so heilig sein wie das Leben selbst. Dieser Grundsatz kommt jeden Sonntag, wenn wir das Abendmahl nehmen, zum Tragen.

Drittens gibt es noch einen weiteren Segen, nämlich das Bewusstsein der engen Beziehung zum Herrn. Es ist eine Gelegenheit, mit uns selbst und mit dem Herrn Zwiesprache zu halten. Wir versammeln uns in dem Haus, das ihm geweiht ist; wir haben es ihm übergeben und nennen es sein Haus. Sie können sicher sein, dass er dort ist, um uns zu inspirieren, wenn wir darauf eingestimmt sind, ihm zu begegnen. Wir sind nicht bereit, ihm zu begegnen, wenn wir in den Raum unsere Gedanken über unsere geschäftlichen Angelegenheiten mitbringen, und sind es vor allem dann nicht, wenn wir ins Haus der Gottesverehrung Hass auf unsere Mitmenschen oder Feindseligkeit und Neid gegenüber den Führern der Kirche mitbringen. Ganz gewiss kann niemand darauf hoffen, mit dem Vater Zwiesprache zu halten, wenn er solche Gefühle hegt. Sie sind der Gottesverehrung völlig fremd und passen vor allem nicht zur Teilnahme am Abendmahl. …

Ich glaube, die kurze Zeit des Abendmahls bietet uns eine der besten Gelegenheiten … zu meditieren, und während dieser heiligen Zeit sollte uns nichts vom Zweck dieser heiligen Handlung ablenken. …

girl partaking of the sacrament

„Ich glaube, die kurze Zeit des Abendmahls bietet uns eine der besten Gelegenheiten ... zu meditieren.“

Wir [müssen] diese heilige Handlung mit mehr Ehrfurcht und in vollkommener Ordnung vollziehen, damit jeder, der zum Haus Gottes kommt, über seine Güte meditieren und still und gebeterfüllt Gott für seine Güte danken kann. Das Abendmahl soll eine Gelegenheit sein, bei der der Teilnehmer am Gottesdienst sich zumindest bemüht zu erkennen, dass es ihm möglich ist, mit seinem Gott Verbindung zu haben.

In dieser Kirche hat es schon bedeutende Ereignisse gegeben, weil die Seele auf die Inspiration vom Allmächtigen eingestimmt war. Ich weiß, dass das so ist. Präsident Wilford Woodruff hatte diese Gabe in hohem Maße. Er konnte darauf eingehen; er kannte die „sanfte, leise Stimme“, die manchen noch fremd ist. Sie werden feststellen, dass Sie in diesen inspirierendsten Augenblicken mit sich selbst und mit Ihrem Gott allein sind. Sie kommen wahrscheinlich dann, wenn Sie vor einer schweren Prüfung stehen, wenn Ihr Weg versperrt ist und Sie scheinbar vor einem unüberwindlichen Hindernis stehen oder wenn Ihr Herz schwer ist, weil etwas Trauriges geschehen ist. Ich wiederhole, der größte Trost, den wir überhaupt erfahren können, ist das Bewusstsein, dass wir mit Gott Verbindung haben. In solchen Augenblicken ist schon manch großes Zeugnis gekommen. …

Wenn Sie innehalten und darüber nachdenken, wird Ihnen bewusst, dass es beim Abendmahl nichts Äußerliches gibt, was so wichtig ist wie das Denken an unseren Herrn und Erretter, dass nichts unsere Aufmerksamkeit so sehr verdient wie das Nachsinnen über das Versprechen, das wir abgeben. Warum sollte uns irgendetwas davon ablenken? Gibt es etwas Erhabeneres? Wir bezeugen dort, in der Gemeinschaft und vor ihm, unserem Vater, dass wir willens sind, den Namen Christi auf uns zu nehmen, dass wir immer an ihn denken werden, immer, dass wir die Gebote, die er uns gegeben hat, halten werden. Können Sie, kann irgendjemand, der auch nur einen Augenblick darüber nachdenkt, uns etwas vorlegen, was heiliger oder von weitreichenderer Bedeutung wäre? Wenn wir mechanisch daran teilnehmen, sind wir nicht ehrlich oder wir lassen zumindest zu, dass unsere Gedanken von dieser so heiligen Handlung abschweifen. …

Machen wir doch das Abendmahl zu einem der eindrucksvollsten Instrumente, mit dem Geist Gottes Kontakt aufzunehmen. Möge der Heilige Geist, auf den wir ja ein Anrecht haben, uns in seine Gegenwart führen, und mögen wir diese Nähe spüren und im Herzen ein Gebet sprechen, das er hört.18

Anregungen für Studium und Diskussion

  1. Was bedeutet es, eine „ehrfürchtige Einstellung“ zu haben? (Siehe Seite 36ff.) Inwiefern ist Andacht mehr als nur Stillsitzen? Wie können wir diese „tiefe Achtung, gepaart mit Liebe“ entwickeln?

  2. Wie können wir zu Hause und in der Kirche Ehrfurcht lehren? (Siehe Seite 37, 39f.)

  3. Warum ist es manchmal schwer, die Zeit zu finden, über die Belange Gottes zu meditieren? Was können wir tun, um Zeit für Meditation zu schaffen? Wie werden wir für die Meditation gesegnet? (Siehe Seite 38f., 42f.)

  4. Was können wir tun, um uns darauf vorzubereiten, ins Haus des Herrn zu gehen, um im Geist mit ihm zu kommunizieren? (Siehe Seite 39f.) Wie können wir uns auf das Abendmahl vorbereiten? (Siehe Seite 40–43.)

  5. Wie können wir unseren Kindern und anderen helfen, im Tempel, in der Abendmahlsversammlung und in den übrigen Versammlungen der Kirche andächtiger zu sein? (Siehe Seite 37, 39f.) Inwiefern stört es die ehrfürchtige Stimmung, wenn man zu einer Versammlung zu spät kommt bzw. zu früh geht?

  6. Was bedeutet Ihnen das Abendmahl?

Einschlägige Schriftstellen: Psalm 89:6-8; LuB 20:75-79; 63:64; 76:19-24; 109:21; 138:1-11

Quellenangaben anzeigen

    Anmerkungen

  1.   1.

    Conference Report, April 1967, Seite 88

  2.   2.

    Conference Report, April 1912, Seite 52

  3.   3.

    Conference Report, Oktober 1936, Seite 103

  4.   4.

    Conference Report, April 1946, Seite 114

  5.   5.

    Conference Report, April 1967, Seite 133

  6.   6.

    Conference Report, Oktober 1956, Seite 6f.

  7.   7.

    Conference Report, April 1929, Seite 102

  8.   8.

    Conference Report, Oktober 1951, Seite 179f.

  9.   9.

    Conference Report, Oktober 1950, Seite 163

  10.   10.

    Conference Report, Oktober 1955, Seite 5f.

  11.   11.

    Conference Report, April 1946, Seite 113

  12.   12.

    Conference Report, April 1967, Seite 133

  13.   13.

    „Reverence“, Improvement Era, Juli 1962, Seite 508

  14.   14.

    Conference Report, Oktober 1956, Seite 7

  15.   15.

    „Our Places of Worship“, Improvement Era, September 1969, Seite 2

  16.   16.

    „Reverence“, Improvement Era, Juli 1962, Seite 509

  17.   17.

    Conference Report, April 1929, Seite 102

  18.   18.

    Conference Report, April 1946, Seite 111f., 114ff.; Absatzeinteilung geändert