„Jedes Mitglied ein Missionar“

Lehren der Präsidenten der Kirche: David O. McKay, 2011


Die Welt hungert nach der Wahrheit. … Wir haben sie. Sind wir der Aufgabe gewachsen, die Gott uns auferlegt hat?1

Einleitung

Die Eltern von Präsident David O. McKay hatten in Großbritannien Missionare der Kirche kennen gelernt und sich dann der Kirche angeschlossen. Die Familie seines Vaters David McKay hatte sich 1850 in Schottland taufen lassen; sie gehörten in ihrer Gegend zu den ersten Mitgliedern der Kirche. Die Familie seiner Mutter, Jennette Evans, hatte sich etwa um die gleiche Zeit in Wales taufen lassen, obwohl nahe Verwandte sehr dagegen gewesen waren.

Aufgrund des rechtschaffenen Vermächtnisses seiner Eltern hatte Präsident McKay ein starkes Zeugnis davon, wie wichtig die Missionsarbeit ist und wie weitreichend ihre Auswirkungen sein können. 1953 besuchte Präsident McKay auf dem Weg durch Europa das bescheidene Haus in Schottland, in dem sein Vater als Kind gewohnt hatte. Präsident McKays Sohn Llewelyn, der ihn begleitete, berichtet darüber Folgendes:

„[Als wir auf das Haus zugingen], brach die Sonne durch die Wolken; sie lächelte uns zu, als ob sie die Freude und das Glück in Vaters Herz widerspiegelte. Als wir dann alle vor dem Haus standen, blickte Vater mit Tränen in den Augen durch die Tür. ‚Wenn um 1850 nicht zwei Missionare an diese Tür geklopft hätten, wäre ich heute nicht hier!‘“2

Lehren von David O. McKay

Die Mitglieder der Kirche sind beauftragt, Missionsarbeit zu tun

„Darum geht zu allen Völkern und macht alle Menschen zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, und lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch geboten habe. Seid gewiss: Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt.“ (Matthäus 28:19,20.)

Diese Ermahnung wurde den Aposteln der Urkirche gegeben. Und den Menschen unserer Zeit wird im Buch Lehre und Bündnisse geboten, der Welt ein Licht zu sein. „Und so habe ich auch meinen immerwährenden Bund in die Welt gesandt, dass er der Welt ein Licht sei und dass er meinem Volk ein Banner sei und damit die Andern ihn suchen und dass er vor meinem Angesicht ein Bote sei, den Weg vor mir zu bereiten.“ [LuB 45:9.]

Die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage war ein knappes Jahr alt, als der Prophet Joseph Smith durch Inspiration diese Worte empfing. Er selbst war sechsundzwanzig Jahre alt. Es ist wunderbar, etwas zu verkünden, was so großes Potenzial in sich birgt und so allumfassend ist. …

Der so genannte Mormonismus hat für die Völker ein Banner aufgerichtet, und mit Worten, die so umfassend sind wie in der Offenbarung, die ich gerade vorgelesen habe, gemahnt er die Welt zu Frieden, Ruhe und Zufriedenheit.3

Der Text … „geht in die ganze Welt“ ist der Missionsauftrag, den der auferstandene Christus seinen Aposteln gab. Tatsächlich sagt er:

Betrachtet dieses Werk als unvollendet, solange nicht alle Nationen das Evangelium angenommen haben und sich zu meinen Jüngern zählen. …

Mit demselben direkten Auftrag vom auferstandenen Herrn, der zusammen mit dem Vater persönlich zu Anfang des neunzehnten Jahrhunderts erschienen ist, verkündet die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage das Evangelium „jeder Nation, jeder Sprache und jedem Volk“, so rasch die Mittel es zulassen und die nötigen Mitarbeiter vorhanden sind.4

Jeder Heilige der Letzten Tage soll sich an der Missionsarbeit beteiligen

Wenn ich zwei der stärksten Überzeugungen im Herzen der Heiligen der Letzten Tage nennen sollte, dann wären das: erstens: die beständige Gewissheit, dass das Evangelium, wie der Erlöser es gelehrt hat, als er bei den Menschen lebte, das aber später von den Menschen geändert wurde, bis es verderbt war, vom Erlöser in seiner Reinheit und Fülle wiederhergestellt worden ist. Zweitens, und das folgt ganz natürlich auf den ersten Punkt: die Überzeugung, die jedes Mitglied dieser Kirche im Herzen trägt, nämlich dass es die Aufgabe hat, jeder Nation, jedem Geschlecht, jeder Sprache und jedem Volk das Evangelium zu verkünden.5

Ich muss daran denken, dass Christus, als er auf der Erde war, einigen Menschen, die auch von seinem göttlichen Wesen wussten, sagte, alle, die wissen, dass Gott lebt und dass das Evangelium Christi wahr ist, unterlägen einer bestimmten Verpflichtung. „Wer aber, ohne den Willen des Herrn zu kennen, etwas tut, was Schläge verdient, wird wenig Schläge bekommen. Wem viel gegeben wurde, von dem wird viel zurückgefordert werden, und wem man viel anvertraut hat, von dem wird man umso mehr verlangen.“ [Lukas 12:48.] So ruht also auf den Heiligen der Letzten Tage mit ihrer Erkenntnis eine gewaltige Verantwortung. Gottes Volk wird in den heiligen Schriften aus alter und neuer Zeit als erwähltes Volk, als königliche Priesterschaft, als besonderes Eigentum Gottes, als Licht auf dem Berg bezeichnet. „Ihr seid das Licht der Welt. Eine Stadt, die auf einem Berg liegt, kann nicht verborgen bleiben. Man zündet auch nicht ein Licht an und stülpt ein Gefäß darüber, sondern man stellt es auf einen Leuchter; dann leuchtet es allen im Haus. So soll euer Licht vor den Menschen leuchten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.“ [Matthäus 5:14-16.]6

Was für eine Aufgabe, … gute Männer und gute Frauen in der ganzen Welt dazu zu führen, dass sie Gott erkennen und wissen, was ihre Mission auf der Erde ist! Väter und Mütter, Mitarbeiter, ist Ihnen wirklich klar, was es bedeutet, dass wir die Aufgabe haben, allen Menschen die Botschaft von Frieden und gutem Willen zu bringen?7

Die Welt hungert nach der Wahrheit wie nie zuvor. Wir haben sie. Sind wir der Aufgabe gewachsen, die Gott uns auferlegt hat?8

Jedes Mitglied der Kirche soll sich bekehrt haben und das Evangelium und die heiligen Schriften gut kennen. Es wäre so wunderbar, wenn jedes Mitglied der Kirche täte, wozu Petrus in alter Zeit aufgerufen hat, nämlich: „Haltet in eurem Herzen Christus, den Herrn, heilig! Seid stets bereit, jedem Rede und Antwort zu stehen, der nach der Hoffnung fragt, die euch erfüllt.“ (1 Petrus 3:15.) …

Die Kirche hat die Aufgabe, das Evangelium Jesu Christi zu verkünden, wie es durch den Propheten Joseph Smith wiederhergestellt worden ist; sie soll es aber nicht nur verkünden und durch das Wort und das Verteilen von Literatur verbreiten, sondern in erster Linie sollen wir bei uns zu Hause und in unserem geschäftlichen Tun Glauben und unser Zeugnis im Herzen haben und das auch ausstrahlen, wohin wir auch gehen. … Nichts kann den Fortschritt der Wahrheit aufhalten – nur unsere Schwäche bzw. wenn wir unsere Pflicht nicht tun.9

Jedes Mitglied ist ein Missionar. Jeder soll jemanden mitbringen: eine Mutter, einen Vater, einen Nachbarn, eine Kollegin, einen Bekannten, jemanden, der die Boten des Evangeliums kennen lernen soll. Wenn jedes Mitglied diese Aufgabe wahrnimmt und wenn dafür gesorgt wird, dass diese Mutter, dieser Vater oder sonst jemand die bevollmächtigten Vertreter der Kirche kennen lernt, kann keine Macht auf Erden die Kirche davon abhalten zu wachsen. Der persönliche Kontakt wird diese Interessenten beeinflussen. Wie sich dieser persönliche Kontakt auswirkt, hängt von Ihnen ab. Und noch etwas möchte ich betonen. Es gibt eine Aufgabe, der sich niemand entziehen kann, nämlich die Art, wie Sie Ihren Einfluss geltend machen. … Was Sie sind und nicht, was Sie vorgeben zu sein, bewegt nämlich die Menschen dazu, die Kirche zu untersuchen.10

Jedes Mitglied der Kirche soll ein Missionar sein. Der Betreffende hat wahrscheinlich nicht die Vollmacht, von Haus zu Haus zu gehen, aber er ist kraft seiner Mitgliedschaft bevollmächtigt, als guter Nachbar ein Vorbild zu sein. Die Nachbarn beobachten ihn. Die Nachbarn beobachten seine Kinder. Er ist ein Licht und er hat die Pflicht, sein Licht nicht unter den Scheffel zu stellen, sondern es auf einen Berg zu stellen, damit alle Menschen sich daran orientieren können. …

Wenn Sie gemäß den Bündnissen leben, die Sie im Wasser eingegangen sind und seitdem in der Abendmahlsversammlung erneuern und die viele von Ihnen auch im Tempel geschlossen haben, und sich an diese schlichten Grundsätze halten, werden Sie eine ehrenhafte Mission erfüllen und Gott wird Sie belohnen.

Möge jedes Mitglied der Kirche diese Wandlung erfahren und so leben, dass andere, die diese guten Taten sehen, sich dazu bewegt fühlen, den Vater im Himmel zu verherrlichen.11

Das Evangelium ist unser Anker. Wir wissen, was es bedeutet. Wenn wir nach dem Evangelium leben, es auf uns wirken lassen und gut darüber reden, ebenso über das Priestertum und die Priestertumsführer, und wenn wir sogar über unsere Feinde gut sprechen, sind wir selbst glücklicher und verkünden dabei das Evangelium Jesu Christi. Das kann jeder. Es ist möglich. Gott fordert uns nicht dazu auf und nimmt uns dann die Kraft, es auch zu tun.12

Die Vollzeitmissionare müssen würdig sein zu dienen

In Abschnitt 4 des Buches Lehre und Bündnisse, einer Offenbarung an den Propheten Joseph Smith, steht: „Siehe, ein wunderbares Werk ist im Begriff, unter den Menschenkindern hervorzukommen.

Darum, o ihr, die ihr euch in den Dienst Gottes begebt, seht zu, dass ihr ihm mit eurem ganzen Herzen, aller Macht, ganzem Sinn und aller Kraft dient, damit ihr am letzten Tag ohne Tadel vor Gott stehen mögt.“ (LuB 4:1,2.) …

Diese Offenbarung und andere Offenbarungen aus derselben Zeit zeichnen sich dadurch aus, dass sie die wesentlichen Qualifikationen derer nennen, die sich daran beteiligen sollten, dieses wundersame Werk zustande zu bringen. Und zwar sind das nicht der Besitz von Reichtum, gesellschaftlicher Rang, politische Vorlieben, militärische Leistungen, hohe Geburt, sondern der Wunsch, Gott zu dienen – mit „ganzem Herzen, ganzem Sinn und aller Kraft“ – und das sind geistige Eigenschaften, die einen edlen Menschen auszeichnen. Ich wiederhole: Nicht Popularität, nicht Reichtum, nicht die theologische Ausbildung in der Kirchenverwaltung – sondern „ein wunderbares Werk“, das im Begriff war, „unter den Menschenkindern hervorzukommen“.13

Es gibt gewisse Maßstäbe, von denen [Bischof und Pfahlpräsident] sich leiten lassen sollten, wenn sie unsere Missionare berufen. Erstens: Berufen Sie keinen [Missionar] zu dem Zweck, ihn zu erretten. Der junge Mann ist dabei, auf Abwege zu geraten, und Sie meinen, eine Mission täte ihm gut. Ja, so wäre es. Aber dazu senden Sie ihn nicht aus. Wählen Sie [Missionare] aus, die würdig sind, die Kirche zu vertreten; achten Sie darauf, dass sie reif genug sind, dass sie vor allem Charakter haben.14

Wir tun gut daran, nicht so sehr daran zu denken, was diese Stellvertreter davon haben, sondern vielmehr daran, dass sie bereit und fähig sind, die Aufgaben zu erfüllen, die mit der Missionsberufung einhergehen. Bei der Auswahl eines Missionars sollte man folgende Fragen bedenken:

Ist er würdig, die Kirche zu vertreten?

Ist er willensstark genug, Versuchungen zu widerstehen?

Ist er zu Hause rein geblieben und hat er dadurch bewiesen, dass er fähig ist, möglichen Versuchungen auf Mission zu widerstehen?

Hat er zu Hause aktiv in den kirchlichen Organisationen mitgearbeitet?

Hat er zumindest eine Vorstellung davon, was die Kirche der Welt zu bieten hat?

Hat er eine Vorstellung davon, dass die Kirche das Großartigste auf der ganzen Welt ist – die einzige Gruppe, die ermächtigt ist, den Herrn Jesus Christus zu vertreten, was die Errettung der Menschheit betrifft? …

Hat er, durch Beten und aus Erfahrung, erlebt, dass Gott ihm nahe ist, sodass er sich an den Herrn wenden kann wie an seinen irdischen Vater?15

Also muss jeder Missionar, der hinausgeht, um das Evangelium zu verkünden, zunächst einmal nach besten Kräften danach leben und im Herzen davon überzeugt sein, dass er die Wahrheit verkündet. Sicher ist dieses Zeugnis zunächst eher vage, aber alle unsere Kinder haben es in gewissem Maß. … Durch Studieren, Dienen, Demut und Beten wird das Zeugnis stärker.

Eine weitere Qualifikation ist diese: Jeder Missionar sollte stets ein Gentleman sein. Was ist ein Gentleman? „Jemand, der offen ist“ – nichts zu verbergen, kein Blick nach unten, weil er Schuldgefühle hat, „jemand, der loyal ist“ – loyal gegenüber der Wahrheit, der Tugend, dem Wort der Weisheit, „wahrhaftig, menschenfreundlich, selbst und in der Beurteilung anderer ehrbar, seinem Wort wie dem Gesetz treu, Gott und den Menschen gleichermaßen treu – so jemand ist ein wahrer Gentleman“, und so sollte der Älteste dieser Kirche sein, der hinausgeht, um die Welt zu bekehren.16

Jeder Diakon, Lehrer und Priester, jeder Älteste in der Kirche weiß, dass er, um ein würdiger Repräsentant der Kirche Christi zu sein, in seinen Gewohnheiten mäßig und dazu sittlich rein sein muss. Ihm wird beigebracht, dass es bezüglich der Keuschheit keine Doppelmoral gibt, dass jeder junge Mann ebenso wie jedes junge Mädchen sexuell rein bleiben soll. …

Diesen jungen Männern wird vermittelt, dass sie als Repräsentanten der Kirche hinausgehen sollen und dass ein Repräsentant jeder Organisation – sei sie wirtschaftlicher oder religiöser Natur – wenigstens eine herausragende Eigenschaft besitzen muss, und zwar: Vertrauenswürdigkeit. Jemand hat mit Recht gesagt: „Wenn man mir vertraut, ist das ein größeres Kompliment, als wenn man mich liebt.“ Und wen repräsentieren diese Missionare? Erstens repräsentieren sie ihre Eltern und müssen ihren guten Namen unbefleckt bewahren. Zweitens repräsentieren sie die Kirche, besonders die Gemeinde, in der sie leben. Drittens repräsentieren sie den Herrn Jesus Christus, dessen bevollmächtigte Diener sie sind.

Diese Botschafter, denn das sind sie, repräsentieren diese drei Gruppen, was mit die größte Verantwortung bedeutet, die sie je auf sich nehmen werden.17

Dem Missionsdienst entspringen viele Segnungen.

Wenn ihr euer Zeugnis festigen wollt, wenn ihr euch die persönliche Offenbarung wünscht, dass Christus euch bei der Arbeit beisteht, dass er seine Kirche führt, dann tut ihr am besten eure Pflicht …, ihr widmet euch der Missionsarbeit.18

Auf Mission zu dienen … ist für jeden ein Segen. Das erkennen Tausende von Eltern in der ganzen Kirche an, die diese Arbeit ihrer Söhne und Töchter wertschätzen, da sie durch diese Erfahrung auch die Familie und das Evangelium mehr schätzen lernen. Die Eltern wissen auch, dass die Missionsarbeit den jungen Menschen auf eine Weise, die sie bisher vielleicht gespürt, aber nicht zum Ausdruck gebracht haben, bewusst macht, dass das Evangelium wahr ist.

Vielen von uns ist gar nicht bewusst, welchen Wert und welche großen Möglichkeiten dieser wichtige Zweig der kirchlichen Aktivität [die Missionsarbeit] in sich birgt.

  1. 1

    – Als Beispiel für den freiwilligen Dienst in der Sache des Meisters ist sie unübertroffen.

  2. 2

    – Als Ansporn für die jungen Menschen, ein reines Leben zu führen, festigt sie den Charakter, und ihr Einfluss lässt sich gar nicht ermessen.

  3. 3

    – Als erzieherische Kraft und erhebender Einfluss in unserem Gemeinwesen ist ihre Wirkung deutlich zu spüren.

  4. 4

    – Als wichtiger Faktor für ein besseres Verständnis der Völker untereinander und für den Aufbau internationaler Freundschaft hat sie maßgeblichen Einfluss.

  5. 5

    – Da der Allmächtige die Absicht hat, den Einzelnen zu erretten, … trägt der Missionsdienst auf sehr harmonische Weise dazu bei, diesen ewigen Plan zu erfüllen!

„Denkt daran, die Seelen haben großen Wert in den Augen Gottes. …

Und wenn es so ist, dass ihr alle eure Tage arbeitet, um dieses Volk zur Umkehr zu rufen, und auch nur eine einzige Seele zu mir führt, wie groß wird eure Freude mit ihr im Reich meines Vaters sein!

Und nun, wenn eure Freude schon groß sein wird mit einer Seele, die ihr zu mir ins Reich meines Vaters geführt habt, wie groß wird eure Freude sein, wenn ihr viele Seelen zu mir führt!“ (LuB 18:10,15,16.)20

Die Menschen müssen sich im Herzen ändern. Genau zu dem Zweck ist Christus in die Welt gekommen. Der Hauptgrund für die Verkündigung des Evangeliums ist der, dass die Menschen sich im Herzen ändern und ihr Leben ändern sollen; Sie, die Brüder, die von Pfahl zu Pfahl reisen und das Zeugnis derer hören, die sich in jüngster Zeit bekehrt haben, … können bezeugen, dass sie sich durch die Bekehrung ändern, wie sie es auch in ihrem Zeugnis sagen. Durch ihre Bekehrung bringen sie Frieden und guten Willen in die Welt – statt Streit [und] Leid.21

Unsere Missionare … verkünden der unruhigen Welt, dass die Botschaft, die anlässlich der Geburt Jesu verkündet wurde, nämlich „Frieden auf Erden bei den Menschen seiner Gnade“ [siehe Lukas 2:14], durch den Gehorsam gegenüber den Grundsätzen des Evangeliums hier und jetzt Wirklichkeit werden kann.22

Anregungen für Studium und Diskussion

  1. Präsident McKay sprach häufig davon, wie dankbar er für die Anstrengungen der Missionare war, die seine Eltern unterwiesen hatten. Inwiefern war die Missionsarbeit für Sie oder jemanden, den Sie kennen, schon ein Segen?

  2. Wer trägt heute die Verantwortung für die Missionsarbeit? (Siehe Seite 60–62.) Welche Möglichkeiten haben wir, Präsident McKays Anweisung, dass jedes Mitglied ein Missionar sein soll, zu befolgen? Wie können wir uns darauf vorbereiten, dieser Verpflichtung nachzukommen?

  3. Welche Hilfsmittel bietet die Kirche uns, um uns zu helfen, das Evangelium zu verbreiten? Inwiefern sind wir angewiesen, den Vollzeit- und Gemeindemissionaren in unserem Gebiet behilflich zu sein?

  4. Welche Qualifikationen sind für eine Vollzeitmission erforderlich? (Siehe Seite 62–65.) Warum sind Würdigkeit und Vertrauenswürdigkeit für den Missionsdienst wichtig?

  5. Was kann ein junger Mensch tun, um sich auf die Mission vorzubereiten? Was können die Erwachsenen tun, um den Jugendlichen zu helfen, sich auf die Mission vorzubereiten?

  6. Wie kann jemand, der körperlich oder geistig eingeschränkt ist, missionarisch tätig sein? Welche sonstigen Möglichkeiten, in der Kirche zu dienen, hat er?

  7. Inwiefern kann ein älteres Ehepaar auf Mission ganz wichtige Arbeit leisten?

Einschlägige Schriftstellen: 3 Nephi 12:14-16; LuB 4:1-7; 18:15-18; 75:2-5; 88:81; 90:11

Quellenangaben anzeigen

    Anmerkungen

  1.   1.

    Conference Report, Oktober 1945, Seite 113f.

  2.   2.

    Llewelyn R. McKay, Home Memories of President David O. McKay, 1956, Seite 15; Absatzeinteilung geändert

  3.   3.

    „Every Member a Missionary“, Improvement Era, Oktober 1961, Seite 710f.

  4.   4.

    Conference Report, Oktober 1949, Seite 118

  5.   5.

    Conference Report, April 1927, Seite 102

  6.   6.

    Conference Report, Oktober 1910, Seite 47

  7.   7.

    Conference Report, April 1927, Seite 106

  8.   8.

    Conference Report, Oktober 1945, Seite 113f.

  9.   9.

    Conference Report, Oktober 1969, Seite 88f.; Absatzeinteilung geändert

  10.   10.

    „Talk by President David O. McKay Given to the North British Mission 1 March 1961“, Family and Church History Department Archives, The Church of Jesus Christ of Latter-day Saints, Seite 2f.

  11.   11.

    Conference Report, Oktober 1958, Seite 93f.

  12.   12.

    Conference Report, April 1910, Seite 110

  13.   13.

    Conference Report, Oktober 1966, Seite 86

  14.   14.

    Conference Report, April 1950, Seite 176

  15.   15.

    Conference Report, April 1961, Seite 96

  16.   16.

    Conference Report, April 1927, Seite 106

  17.   17.

    Conference Report, Oktober 1949, Seite 119f.

  18.   18.

    Conference Report, Oktober 1959, Seite 89

  19.   19.

    Conference Report, April 1961, Seite 96

  20.   20.

    Conference Report, Oktober 1949, Seite 117

  21.   21.

    Conference Report, Oktober 1953, Seite 11

  22.   22.

    Conference Report, Oktober 1966, Seite 87