Kapitel 17: Die stärkende Macht des Glaubens

Lehren der Präsidenten der Kirche: George Albert Smith, 2010


Der Glaube ist eine Gabe vom Herrn, die den Rechtschaffenen die Macht verleiht, Bemerkenswertes zu vollbringen.

Aus dem Leben von George Albert Smith

George Albert Smith wurde 1919, als er dem Kollegium der Zwölf Apostel angehörte, als Präsident der Europäischen Mission berufen. Kurz nach seiner Ankunft sprach er in einer Botschaft an die Heiligen dort über die schwierigen Verhältnisse in einem Europa, das sich noch immer von den Verwüstungen des Ersten Weltkriegs erholen musste: „Ich bin mir darüber im Klaren, dass wir in einem wichtigen Zeitabschnitt der Weltgeschichte leben. Bei dem derzeit angespannten Verhältnis, das unter den Völkern besteht, und der weit verbreiteten Unruhe fast überall unter den Menschen spüre ich die große Verantwortung, die damit verbunden ist, wenn man mit ihnen zusammenkommt, und wünsche mir sehnlichst göttliche Führung bei der Erfüllung meiner Pflichten.“ Präsident Smith hatte den Glauben, dass die Bemühungen der Mitglieder und der Missionare trotz der Herausforderungen, mit denen sie konfrontiert waren, von Erfolg gekrönt sein würden: „Unterstützt von guten, fähigen Mitarbeitern im [Missionsbüro] und treuen Männern und Frauen draußen im Feld schaue ich in freudiger Erwartung einer reichen Ernte ehrlicher Seelen entgegen.“1

Eine der dringlichsten Pflichten von Präsident Smith als Missionspräsident bestand darin, die Anzahl der Missionare in Europa zu erhöhen. Während des Krieges hatte die Kirche nur wenige Missionare nach Europa geschickt, und aufgrund von Lebensmittelknappheit und anderen wirtschaftlichen Problemen bewilligten die europäischen Behörden nur ungern Visa für Ausländer. Präsident Smith hatte die schwierige Aufgabe, die zuständigen Beamten davon zu überzeugen, Missionare in ihre Länder zu lassen. In einem Brief an seine Tochter Emily berichtete er ihr von einer Reise nach London, die er zu diesem Zweck durchgeführt hatte.

„Unser amerikanischer Botschafter war sehr freundlich und es gelang ihm, uns einen Gesprächstermin mit Sir Robert Horne, dem Minister für Arbeit in Großbritannien, zu vermitteln. Als wir in seinem Büro eintrafen, übergaben wir unsere Empfehlungsschreiben vom Botschafter dem Sekretär von Sir Robert; dieser fragte uns, ob unser Anliegen verschoben werden könne, da der Minister in wenigen Minuten nach Schottland abreise und drei Wochen abwesend sein würde. Ich versicherte ihm, dass wir fünf Minuten seiner Zeit sehr zu schätzen wüssten, da wir nicht in London wohnten und unser Anliegen dringend sei. Der Sekretär ging in Sir Roberts Zimmer und kehrte mit der Nachricht zurück, dass dieser seine Reise verschieben und uns am selben Tag um 16 Uhr empfangen werde. Ich hatte an diesem Morgen inständig gebetet; dass uns ein Weg gebahnt werden könnte, und als wir eingeladen wurden, wiederzukommen, war ich dem Vater im Himmel äußerst dankbar.“

Zur vereinbarten Uhrzeit wurden Präsident Smith und seine Begleiter in Sir Robert Hornes Privatbüro vorgelassen. „Wir versuchten, ihm zu erklären, was wir brauchten, und versicherten ihm, dass Großbritannien das brauchte, worum wir baten. Fast eineinhalb Stunden lang hörte er höchst interessiert zu, als es unter anderem um die Geschichte der Kirche und um unseren Glauben ging.

Als ich zu Ende gekommen war, fragte er noch einmal, was er für uns tun könne, und als wir ihm sagten, dass wir gern die Erlaubnis hätten, die Anzahl unserer Missionare auf 250 zu erhöhen, wie es vor dem Krieg gewesen war, sagte er, es sei ihm eine Freude, sein Ministerium anzuweisen, unsere Missionare in dieser Zahl ins Land zu lassen, sobald sie ankamen. Wir waren natürlich hocherfreut und versicherten ihm zu Abschied, dass er uns eine große Last von den Schultern genommen hatte.

Ich bin mir sicher, dass wir einen der einflussreichsten Männer Englands als Freund gewonnen haben, und ich würde keinen Augenblick zögern, ihn wieder aufzusuchen, wenn es die Umstände erfordern.“2

James Gunn McKay, einer der Missionare Präsident Smiths, der bei dem Treffen mit Sir Robert Horne anwesend war, sagte später: „Betrachten Sie das wunderbare Werk, das er vollbracht hat. [In der Mission] gab es nur wenige Missionare. Der Weg schien versperrt zu sein, und doch war dieser Mann bei seiner Ankunft beseelt von der Inspiration des Herrn und in der Lage, an die Tür von Amtsträgern zu klopfen und ihr Vertrauen zu gewinnen; und schließlich wurde uns gewährt, was wir uns ersehnten: Missionare durften ins Land kommen, ihre Arbeit aufnehmen und ihre Mission erfüllen, um die Sache Gottes voranzubringen und sein Werk zu tun. Auf diese Weise verschaffte er uns ein Zeugnis, dass Gott dieses Werk leitet.“3 Elder McKay schrieb Präsident Smiths Erfolg dessen „Glauben und Engagement und Zuneigung gegenüber allen, mit denen er zu tun hatte“ zu. „Ich habe mit ihm zusammengearbeitet“, sagte er. „Ich habe mich mit ihm beraten, mit ihm gebetet, und ich weiß, dass sein Glaube und seine Treue so tief sind wie das Leben selbst.“4 [Siehe Anregung 1 auf Seite 203.]

Lehren von George Albert Smith

Die Macht des Glaubens wird in den heiligen Schriften offenbar

Uns wird gesagt, dass wir Gott ohne Glauben nicht gefallen können [siehe Hebräer 11:6]. Der Glaube ist die treibende Kraft hinter allem Tun, und die heiligen Schriften sind voller Beweise für die Macht des Glaubens. Noachs Glaube befähigte ihn, die Arche zu bauen, und aufgrund seines Gehorsams gegenüber den Geboten Gottes wurden er und seine Familie gerettet, während diejenigen, denen es an Glauben mangelte, in der großen Flut begraben wurden [siehe Genesis 6:13-22; 7:1-24].

Durch Glauben wurden Lot und die Angehörigen seiner Familie bewahrt, als Feuer vom Himmel die Städte Sodom und Gomorra verzehrte und die Einwohner, die keinen Glauben hatten, vernichtete [siehe Genesis 19:12-25].5

Durch Glauben führte Mose die Kinder Israel aus der Gefangenschaft und durchschritt das Rote Meer wie trockenes Land, wohingegen anschließend die Heerscharen der Ägypter, als sie dasselbe versuchten, ertranken. Das Volk wurde mit Brot aus dem Himmel gespeist. Als Mose an den Felsen am Horeb schlug, kam Wasser hervor, das ihren Durst stillte; und als sie durch die Wüste zogen, wurden sie ins verheißene Land geführt. [Siehe Exodus 14:21-31; 16:14,15; 17:5,6.]6

Als Daniel weiterhin öffentlich zum Gott Israels betete – entgegen dem Dekret, das von seinen Feinden absichtlich erlassen worden war, um ihn zu vernichten –, wurde er eine Nacht lang in eine Löwengrube geworfen. Er wusste, dass der Vater im Himmel ihn beschützen konnte, und sein Vertrauen war unerschütterlich. Früh am nächsten Morgen ging der König zur Grube und fand Daniel lebend vor. Sein Glaube hatte bewirkt, dass die wilden Tiere ihm kein Leid zufügten und dass er die Gunst des Königs gewann. [Siehe Daniel 6:4-28.]

Die drei Hebräer Schadrach, Meschach und Abed-Nego, die es ablehnten, ein goldenes Bildnis, das von Nebukadnezzar aufgestellt worden war, anzubeten, wurden in einen glühenden Feuerofen geworfen, der siebenmal stärker angefeuert war als üblich. Sie vertrauten dem lebendigen Gott, und ihr Glaube wurde dadurch belohnt, dass ihr Leben bewahrt wurde. [Siehe Daniel 3:8-24,91-95.]

Durch Glauben rief Elija Feuer vom Himmel herab, damit es sein Opfer verzehre, und der König und das Volk wurden überzeugt, dass der Gott Israels Gott war und nicht Baal [siehe 1 Könige 18:36-40].

Durch Glauben gelang es dem Bruder Jareds und seinen Begleitern, bei der Sprachverwirrung während des Turmbaus zu Babel die Sprache ihrer Väter zu behalten, und sie wurden hierher, auf die westliche Erdhälfte gebracht [siehe Ether 1:33-43]. … Ähnlich war der Glaube, der Lehi befähigte, seine Familie über den Ozean zu führen und seinen Fuß auf dieses Land zu setzen, ein Land, das vor allen anderen Ländern erwählt ist.

Es war der Glaube, der den Jüngern Jesu die Kraft gab, die Verfolgung, die über sie hereinbrach, zu ertragen und das Evangelium, das der Erretter ihnen gebracht hatte, trotz des Widerstands der Juden zu verbreiten.7

Durch Glauben haben der Erlöser der Welt und diejenigen, die bei ihm waren, all ihre Wunder vollbracht. Seit Anbeginn der Zeit bis zum heutigen Tag war und ist es der Gläubige, der die Macht Gottes bei sich hat.8 [Siehe Anregung 2 auf Seite 203.]

Die Macht des Glaubens wird in dieser Evangeliumszeit im Leben rechtschaffener Heiliger offenbar

Der Prophet [Joseph Smith] ging als Knabe in dieser letzten Evangeliumszeit aufgrund seines vorbehaltlosen Glaubens in den Wald, kniete sich nieder und betete und empfing seine erste große himmlische Kundgebung. Dadurch wurden der Menschheit abermals die Eigenschaften der Gottheit kundgetan. Durch Glauben war er in der Lage, zum Hügel Cumorah zu gehen und aus der Hand des Engels heilige Platten zu empfangen, die er später durch die Gabe und Macht Gottes übersetzte. Durch Glauben führte er sein Volk von Kirtland nach Missouri und wieder zurück nach Illinois. Obwohl sie wiederholt ausgeplündert und aus ihren Häusern vertrieben worden waren, verloren sie nicht den Glauben, der ihnen ins Herz gepflanzt worden war, und sie wussten, dass der Herr ihrer gedachte. Durch Glauben wurde die große Stadt Nauvoo unter der Führung des Propheten Joseph Smith gegründet. Durch Glauben empfing er die herrlichen Wahrheiten des Buches Lehre und Bündnisse.

Durch Glauben führte Brigham Young das Volk in den Westen; und als er auf dem Gipfel des Berges stand und über das Tal schaute, bestätigte ihm Gott, dass dies der Ort sei, wo Israel gegründet werden solle. … Durch Glauben legte das Volk, in seiner Schwäche und Armut, den Grundstein für diesen großartigen Tempel [den Salt-Lake-Tempel], da sie glaubten, dass Gott den Weg bereiten und für die Mittel sorgen würde, damit das Bauwerk vollendet werden konnte. Durch Glauben wurde den Mitgliedern die Barmherzigkeit des Vaters im Himmel erwiesen, als sie in ihrer Not sahen, wie Heuschrecken die Ernte vernichteten und sie nichts dagegen tun konnten. Durch die Vorsehung Gottes wurden ihre Gebete erhört, und sie empfingen ein Zeugnis davon, als die Möwen kamen und ihre Ernte retteten und sie vor dem Hungertod bewahrten. …

Durch Glauben werden die Männer, die an der Spitze dieses Werks stehen, von Zeit zu Zeit inspiriert, uns das zu sagen, was wir brauchen. Durch Glauben werden wir erbaut … durch diejenigen, die im Namen des Herrn dienen. Der Tröster belebt ihr Verständnis und bringt ihnen Vergangenes in Erinnerung und zeigt ihnen Zukünftiges. Auf diese Weise wirkt der Geist der Offenbarung.9

Durch Glauben gingen die Ältesten Israels hinaus, verließen Heimat und Familie und erlitten den Schimpf der Welt, um zu bezeugen, dass Gott lebt und dass Jesus der Messias ist und dass Joseph Smith ein Prophet des Herrn war. Durch Glauben wurden Ihre Kranken geheilt und Ihre Toten zum Leben erweckt. Hätten wir die Aufzeichnungen der Wunder, die unter diesem Volk geschehen sind, vor uns … , wären sie ein Zeugnis der Macht Gottes – durch Glauben und in allen Zeitaltern der Welt unübertroffen.

Es ist dieser Grundsatz, meine Brüder und Schwestern, der uns himmelwärts weist, der uns Hoffnung in der Schlacht des Lebens gibt. Wenn wir verwirrt sind und mit Hindernissen konfrontiert sind, die wir anscheinend nicht überwinden können, dann können wir, wenn wir Glauben an den Erlöser der Menschheit haben, zu ihm kommen und wissen, dass unsere Gebete zu unserem Wohl erhört werden.10 [Siehe Anregung 3 auf Seite 203f.]

Oft wird die Frage gestellt: Wären die Jungen und Mädchen, die jungen Männer und Frauen, die in dieser Generation in der Kirche aufwachsen, bereit, die Not, die Entbehrungen und die Prüfungen, die ihre Väter und Mütter ertragen haben, um des Evangeliums willen zu erleiden? Würden sie ihre behaglichen Häuser verlassen, um für ihren Glauben ein neues Land zu bevölkern?

Ich sage Ihnen, wenn ihnen die Erkenntnis von der Göttlichkeit dieses Werkes so ins Herz gepflanzt ist wie uns, wenn ihnen Glauben verliehen wurde, weil wir die Gebote des Herrn halten, wenn ihnen die Gewissheit mit auf den Weg gegeben wurde, dass Jesus der Messias ist und dass Joseph Smith ein Prophet des Herrn war, dann sage ich Ihnen: Ja, sie würden genauso handeln wie ihre Väter und Mütter und ihren Platz im Israel dieser Letzten Tage einnehmen.

Sollte es auch Entbehrung bedeuten, sollte es Krankheit und Not oder sogar die Vertreibung aus der Heimat bedeuten – es gibt Hunderte und Tausende unserer Söhne und Töchter, die wissen, dass dies das Evangelium Jesu Christi ist, und die ihr Zeugnis mit dem Tod besiegeln würden, wenn es sein müsste.11 [Siehe Anregung 2 auf Seite 203.]

Der Herr wird uns einen Weg eröffnen, damit wir das tun können, was er verlangt, wenn wir Glauben ausüben

Ich erinnere mich, dass ich einmal das Gefühl hatte, ich solle mit einem Missionar sprechen, der auf dem Weg in eine bestimmte Stadt war, wo wir keine Straßenversammlungen abhalten durften:

„Vergessen Sie nicht: Geben Sie dem Herrn eine Chance. Bitten Sie um einen Gefallen. Geben Sie dem Herrn eine Chance. Bitten Sie ihn, einen Weg zu eröffnen.“

Der junge Mann fuhr in diese Stadt, ging ins Büro des Bürgermeisters und bat um einen Termin. Er wollte fragen, ob man die Vorschrift nicht ändern könne.

Als er dort ankam, stellte sich heraus, dass der Bürgermeister nicht in der Stadt war. Der junge Mann trat aus dem Büro, schaute den Gang hinunter und sah am Ende des Ganges eine Tür mit der Aufschrift: „Büro des Polizeipräsidenten“. Er zögerte einen Augenblick, doch etwas sagte ihm: „Gib dem Herrn eine Chance.“ Er betrat das Büro des Polizeipräsidenten und erzählte ihm, warum er gekommen war. Als er fertig war, sagte der Mann:

„An welche Straßenecke haben Sie gedacht?“

Er antwortete: „Ich kenne diese Stadt nicht so gut wie Sie. Ich möchte nicht um eine Stelle bitten, die nicht geeignet ist oder wo wir den Verkehr aufhalten würden. Würde es Ihnen etwas ausmachen, mit mir zu kommen und eine Stelle auszuwählen?“

Stellen Sie sich das vor: Ein Missionar bittet den Polizeipräsidenten, eine Stelle auszuwählen, wo das Evangelium gepredigt werden kann!

Der Präsident sagte:

„Selbstverständlich, ich komme mit.“

Innerhalb von fünfzehn Minuten hatten sie eine der besten Ecken in der Stadt und die Erlaubnis, das Evangelium Jesu Christi dort zu verkünden, wo es seit Kriegsausbruch [des Ersten Weltkriegs] nicht mehr auf der Straße verkündet worden war. …

Der Herr hat Mittel und Wege, das zu vollbringen, was wir nicht vollbringen können, und er verlangt von uns niemals etwas, wofür er uns keinen Weg bereiten würde. Genau das hat er uns durch Nephi gesagt. Er verlangt nichts, ohne den Weg dafür zu bereiten.

„Und es begab sich: Ich, Nephi, sprach zu meinem Vater: Ich will hingehen und das tun, was der Herr geboten hat; denn ich weiß, der Herr gibt den Menschenkindern keine Gebote, ohne ihnen einen Weg zu bereiten, damit sie das vollbringen können, was er ihnen gebietet.“ [1 Nephi 3:7.]

Wenn es etwas gibt, was der Herr von Ihnen verlangt oder von Ihnen erwartet, und Sie nicht wissen, was zu tun ist, tun Sie Ihr Bestes. Bewegen Sie sich in die Richtung, in die Sie gehen sollen. Vertrauen Sie dem Herrn, geben Sie ihm eine Chance, und er wird Sie niemals im Stich lassen.12

Wie wunderbar ist es doch zu wissen, dass wir, wenn wir nur wollen, die Hand des Vaters im Himmel halten und von ihm geführt werden können. Kein anderes Volk auf der Welt verfügt über dieselbe Gewissheit wie diese Gruppe Menschen.13 [Siehe Anregung 4 auf Seite 204.]

Gott gewährt Glauben als Gabe für die Rechtschaffenen

Unser Glaube hängt davon ab, dass wir rechtschaffen leben. Wir können nicht unanständig leben und den Glauben besitzen, den wir haben sollten; doch wenn wir die Gebote des Herrn halten, können wir Glauben haben, und dieser wird wachsen und sich in dem Maße erweitern wie unsere Rechtschaffenheit.14

Wenn es unter uns Menschen gibt, denen es an Glauben an dieses Werk fehlt, dann weil wir die Gebote Gottes nicht gehalten haben. Wenn es welche gibt, die nicht wissen, dass dies das Werk des Vaters ist, dann weil sie nicht ihre Pflicht getan haben. Genauso gut, wie ich weiß, dass ich lebe, weiß ich, dass dies das Werk des Herrn ist, und diese Erkenntnis ergibt sich aus dem Halten seiner Gebote.15

Wir wissen, dass der Glaube eine Gabe Gottes ist; eine Frucht rechtschaffenen Lebens. Wir können ihn nicht herbeizitieren, sondern er ergibt sich daraus, dass man den Willen des himmlischen Vaters tut. Wenn es uns an Glauben fehlt, prüfen wir uns doch selbst, um festzustellen, ob wir seine Gebote halten; und wenn nicht, kehren wir ohne Zögern um. … Möge der Herr unseren Glauben mehren und mögen wir so leben, dass wir dessen würdig sind.16

Ich hoffe, dass alle, die diese wunderbare Gabe des Glaubens erhalten haben, so leben, dass sie auch erhalten bleibt.17 [Siehe Anregung 5 auf Seite 204.]

Anregungen für Studium und Unterricht

Beachten Sie diese Anregungen, wenn Sie sich mit dem Kapitel befassen oder sich auf den Unterricht vorbereiten. Weitere Hinweise finden Sie auf Seite Vff.

  1. 1.

    Suchen Sie Belege für Präsident Smiths Glauben in der Geschichte auf Seite 193–196. Einer von Präsident Smiths Missionaren sagte, dass dessen Erfolge ihnen ein Zeugnis verschafften, „dass Gott dieses Werk leitet“ (Seite 196). Wie wurden Sie durch den Glauben anderer beeinflusst, zum Beispiel durch den Glauben eines Angehörigen oder guten Freunds?

  2. 2.

    Gehen Sie die Beispiele für Glauben auf Seite 196–201 durch. Aus welchen anderen Beispielen für Glauben können Sie sich besonders viel nehmen? Wie könnten Sie diese Beispiele verwenden, um jemandem zu helfen, der zwar Glauben ausübt, aber die Segnungen, die er sich wünscht, noch nicht empfangen hat?

  3. 3.

    Wie hat Ihr Glaube Ihnen „Hoffnung in der Schlacht des Lebens“ gegeben? Wie kann uns der Glaube helfen, Angst oder andere Hindernisse, „die wir anscheinend nicht überwinden können“, zu meistern? (Seite 200)

  4. 4.

    Lesen Sie die Begebenheit, die auf Seite 201 beginnt, und vergleichen Sie sie mit der Begebenheit, die im Abschnitt „Aus dem Leben von George Albert Smith“ geschildert wird. Haben Sie schon einmal etwas Ähnliches erlebt? Was bedeutet es wohl, „dem Herrn eine Chance [zu geben]“?

  5. 5.

    Präsident Smith hat erklärt, „dass der Glaube eine Gabe Gottes ist“, die wir nicht herbeizitieren können (Seite 203). Wie können Sie diesen Grundsatz umsetzen, um Ihren eigenen Glauben zu mehren und Glauben in anderen zu wecken? Was können wir konkret tun, damit die Gabe des Glaubens erhalten bleibt? (Siehe Alma 32:35-43.)

Einschlägige Schriftstellen: Hebräer 11:1-11, 17-34; Jakobus 2:17-24; Alma 32:26-43; Ether 12:6-22; Moroni 7:27-39; Lehre und Bündnisse 136:42.

Unterrichtshilfe: „Um den Lernenden zu helfen, sich auf Fragen vorzubereiten, können Sie bereits im Voraus sagen, dass Sie zu dem folgenden Text Fragen stellen werden. … Sie können beispielsweise sagen: „Ich lese jetzt diesen einen Absatz vor. Hören Sie bitte gut zu, und sagen Sie mir anschließend, was Sie daran interessant finden.“ Oder: „Finden Sie aus dieser Schriftstelle heraus, was der Herr hier über den Glauben sagt.“ (Lehren, die größte Berufung, Seite 69.)

Quellenangaben anzeigen

    Anmerkungen

  1.   1.

    „Greeting“, Millennial Star, 10. Juli 1919, Seite 440f.

  2.   2.

    Glenn R. Stubbs, „A Biography of George Albert Smith, 1870 to 1951“, Doktorarbeit, Brigham-Young-Universität, 1974, Seite 142f.

  3.   3.

    James Gunn McKay, Herbst-Generalkonferenz 1921

  4.   4.

    James Gunn McKay, aus: „A Biography of George Albert Smith“, Seite 160

  5.   5.

    Frühjahrs-Generalkonferenz 1923

  6.   6.

    Herbst-Generalkonferenz 1913

  7.   7.

    Frühjahrs-Generalkonferenz 1923

  8.   8.

    Herbst-Generalkonferenz 1913

  9.   9.

    Herbst-Generalkonferenz 1913

  10.   10.

    Herbst-Generalkonferenz 1913

  11.   11.

    „As to This Generation“, Improvement Era, Februar 1949, Seite 73

  12.   12.

    „Give the Lord a Chance“, Improvement Era, Juli 1946, Seite 427

  13.   13.

    Frühjahrs-Generalkonferenz 1947

  14.   14.

    Herbst-Generalkonferenz 1950

  15.   15.

    Herbst-Generalkonferenz 1915

  16.   16.

    Herbst-Generalkonferenz 1913

  17.   17.

    Frühjahrs-Generalkonferenz 1923