Wachstum und Bestimmung der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage

Lehren der Präsidenten der Kirche: Heber J. Grant, 2011


Die Kirche wird ihre gottgegebene Bestimmung erfüllen. Wir dürfen uns dafür bereitmachen, Teil dieses großen Werks zu sein.

Aus dem Leben von Heber J. Grant

Heber J. Grant kam 1856 zur Welt. Damals mühten sich die Mitglieder gerade damit ab, die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage im Salzseetal aufzurichten. Es gab 7 Pfähle und etwa 64 000 Mitglieder und noch keinen in Betrieb befindlichen Tempel.

Als Heber J. Grant 1882 zum Apostel ordiniert wurde, hatte die Kirche im Salzseetal bereits festen Fuß gefasst. Damals hegten viele Menschen Vorurteile und es gab so manche falsche Vorstellung über die Heiligen der Letzten Tage, aber die Kirche wuchs weiter. Die Mitgliederzahl betrug fast 146 000 und die Zahl der Pfähle war auf 24 gestiegen. Fünf Jahre zuvor war der Tempel in St. George geweiht worden. Er war der einzige Tempel, der damals in Betrieb war.

Als Apostel erlebte Elder Grant das Wachstum der Kirche hautnah mit. 1902 waren 4 Tempel in Betrieb, es gab 50 Pfähle und fast 300 000 Mitglieder. In jenem Jahr sagte Heber J. Grant: „Stillstand gibt es nicht. Die Kirche steht nicht still. Es zeigt sich, dass sie wächst, dass vermehrt der Zehnte gezahlt wird und durch die Missionsarbeit in aller Welt immer mehr Erfolge erzielt werden. Auch die Universitäten und Akademien der Kirche funktionieren immer effektiver. Die Sonntagsschulen werden immer mehr. Das Werk Gottes geht vorwärts und Macht und Einfluss des Widersachers und derer, die gegen uns arbeiten, schwinden immer mehr.“1

Während Heber J. Grants Amtszeit (er war von November 1918 bis Mai 1945 Präsident der Kirche) ging das beachtliche Wachstum der Kirche unvermindert weiter. Die Mitgliederzahl stieg von etwa 496 000 auf über 954 000. Die Anzahl der Pfähle vergrößerte sich von 75 auf 149 und die Zahl der in Betrieb befindlichen Tempel erhöhte sich von 4 auf 7.

Präsident Grant erwähnte oft, dass man den Mitgliedern nun wohlgesonnener gegenüberstehe. „Ich meine,“ sagte er, „die uns kennen, betrachten uns nun als gottesfürchtiges Volk, als redliche, ehrliche Gemeinschaft.“2 Bei der Generalkonferenz im Oktober 1937 berichtete Präsident Grant, der gerade von seinem Besuch der Missionen in Europa zurückgekehrt war:

„Als ich vor über 30 Jahren [als Missionspräsident] in Europa war, … gelang es mir in den drei Jahren, die ich auf den Britischen Inseln verbrachte, nicht ein einziges Mal, einen Artikel über die Kirche in einer Zeitung veröffentlichen zu lassen. Über uns wurden üble, unanständige, grauenvolle Sachen veröffentlicht, aber die Herausgeber weigerten sich schlichtweg, unsere Seite auch nur anzuhören.

Auf meiner [jetzigen] Reise, so sagt man mir, sind in Deutschland, in der Schweiz, in der Tschechoslowakei, in Holland und in Belgien positive Artikel über die Kirche erschienen. Keine wie immer geartete Kritik, sondern allesamt positive Artikel über unsere Versammlungen, und die Artikel auf den Britischen Inseln waren in einigen Fällen so, dass wir, hätten wir sie selbst schreiben dürfen, auch nichts positiver hätten darstellen können. Soweit ich es beurteilen kann, ist während unserer gesamten Reise kein einziger Artikel mit einer anderen Absicht verfasst worden als mit der, über unser Volk unparteiisch, ehrenhaft und positiv zu berichten. Darüber freue ich mich. Was für eine herrliche Veränderung zum Guten, wenn man die feindselige, ja, nahezu hasserfüllte Gesinnung unter den Journalisten betrachtet, mit der ich vor über 30 Jahren konfrontiert war!“3

Präsident Grant sagte häufig, wie dankbar er für den zeitlichen und geistigen Fortschritt der Kirche sei. Dabei brachte er immer auch zum Ausdruck, dass dies den Segnungen des Herrn und der Hingabe der Mitglieder zu verdanken sei, die sich trotz des Widerstands nicht beirren ließen. Während der düsteren Zeit der Weltwirtschaftskrise sagte er einmal: „Ohne dieses vollkommene und absolute Wissen, das wir als Volk besitzen, könnten wir nie das zustande bringen, was wir derzeit leisten. Wenn man bloß bedenkt, dass wir in der Zeit der Wirtschaftskrise und der Bedrängnis Millionen Dollar für den Bau von Gemeindehäusern aufbringen können! Oft muss ich fast jeden Sonntag ein Gemeindehaus weihen und jedes Mal ist das Gebäude zum Bersten voll. … Die Kirche wächst. Ich bin völlig zuversichtlich. Es gibt keinerlei Befürchtungen, denn das Werk Gottes wird letztlich obsiegen.“4

Lehren von Heber J. Grant

Die gottgegebene Bestimmung der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage.

Ich gebe Ihnen heute mein Zeugnis, dass Joseph Smith ein Prophet des wahren und lebendigen Gottes war, dass er ein Werkzeug in der Hand Gottes war und auf Erden den Plan des Lebens und der Erlösung von neuem wiederhergestellt hat – nicht nur für die Lebenden, sondern auch für die Verstorbenen. Das Evangelium, das gemeinhin von den Menschen in der Welt „Mormonismus“ genannt wird, ist in der Tat der Plan des Lebens und der Erlösung, das Evangelium des Herrn Jesus Christus. Der kleine Stein hat sich von dem Berg gelöst und rollt dahin, bis er die ganze Erde erfüllt [siehe Daniel 2:31-45; LuB 65:2].5

Der Herr hat in den Letzten Tagen seine Kirche wiederhergestellt, damit die Menschen zur Umkehr gerufen werden, zur Errettung und Erhöhung ihrer Seele. Immer wieder hat er den Propheten Joseph Smith und seine Mitarbeiter wissen lassen, dass „das Feld … schon weiß [ist], zur Ernte bereit“. (LuB 4:4; 6:3; 11:3; 12:3; 14:3; 33:3, 7.) Immer wieder hat er ihnen geboten, dieser Generation nichts als nur Umkehr zu predigen (siehe LuB 6:9; 11:9; 14:8). Und zu guter Letzt sagte er:

„Und du sollst frohe Nachricht verkünden, ja, verkündige sie auf den Bergen und an jedem hohen Ort und unter jedem Volk, das zu besuchen dir erlaubt sein wird.

Und du sollst es in aller Demut tun, im Vertrauen auf mich, und die Schmäher nicht wiederschmähen.

Von Lehrsätzen sollst du nicht sprechen, sondern du sollst Umkehr verkünden und den Glauben an den Erretter und die Sündenvergebung durch die Taufe und durch Feuer, ja, nämlich den Heiligen Geist.

Siehe, dies ist ein großes Gebot, das letzte, das ich dir in dieser Angelegenheit gebe; denn dies soll dir für deinen täglichen Wandel genügen, ja, bis ans Ende deines Lebens.

Und Elend wirst du empfangen, wenn du diese Ratschläge missachtest, ja, sogar deinen eigenen Untergang und den deines Eigentums.“ (LuB 19:29-33.)

Diese Gebote müssen wir befolgen, damit der Mensch Gott und Jesus Christus erkenne, den er gesandt hat – denn „das ist das ewige Leben“. (Johannes 17:3.)

Aus diesem Grund wurde die Kirche gegründet, wurde das Evangelium erneut in seiner Fülle offenbart und das Priestertum Gottes mit all seinen Rechten, Mächten, Schlüsseln und Funktionen wiederhergestellt. Das ist die Mission der Kirche. Der göttliche Auftrag, den die Apostel in alter Zeit erhalten hatten (siehe Matthäus 28:19; Markus 16:15) wurde heutzutage erneut erteilt, dass das Evangelium nämlich zu allen Nationen gebracht werden soll (siehe LuB 38:33), zu den Juden ebenso wie zu den Andern (siehe LuB 18:26). Es soll mit dem Ton der Freude verkündet werden (siehe LuB 28:16), bis an die Enden der Erde dahinrollen (siehe LuB 65:2) und von uns, denen das Reich gegeben worden ist, gepredigt werden (siehe LuB 84:76). Nichts, was wir tun oder was die Kirche tut, darf diesen gottgegebenen Auftrag behindern.6

Die Mission der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage ist eine Mission des Friedens. Sie ist darauf ausgerichtet, die Menschen der Welt auf das Zweite Kommen Christi vorzubereiten und auf den segensreichen Tag, da das Millennium beginnen und Christus als König der Könige an der Spitze einer weltumfassenden Gemeinschaft aller Menschen regieren wird.7

Das Wachstum und der Aufstieg der Kirche in ihren Anfangstagen war die Erfüllung einer Prophezeiung.

Was die Heiligen der Letzten Tage zuwege gebracht haben, stimmt genau und völlig mit dem überein, was der Prophet Joseph Smith am Westufer des Mississippi prophezeit hat und wie es in seinem Tagebuch unter dem 6. August 1842 eingetragen ist:

„Ich prophezeite, dass die Heiligen auch weiterhin viel Bedrängnis erleiden müssten und in die Rocky Mountains gejagt werden würden; viele würden abfallen, andere würden von unseren Verfolgern umgebracht werden oder infolge von Entbehrung und Krankheit ihr Leben verlieren. Einige aber würden am Leben bleiben und hingehen und mithelfen, Siedlungen zu gründen und Städte zu bauen, und sie würden es erleben, dass die Heiligen mitten in den Rocky Mountains ein mächtiges Volk werden.“ [History of the Church, 5:85.]

Diese Prophezeiung ging durch uns wahrhaftig in Erfüllung, obwohl dieses Land im Westen als wertlos erachtet worden war. Halten Sie sich diese Wüstengegend vor Augen und bedenken Sie, für wie wertlos man sie gehalten hat, und Ihnen wird bewusst, was da geleistet worden ist. Dann steht außer Frage, dass wir diese Vorhersage erfüllt haben.8

Ich freue mich am Wachstum und am Aufstieg des Werkes Gottes hier auf Erden. … Ich weiß noch: Einmal stand ich mit Präsident Wilford Woodruff in einem Wagen in Idaho. … Wir unterhielten uns mit vielleicht einem halben Dutzend oder einem Dutzend junger Leute aus der Gegend dort. Mir kommt noch immer machtvoll in den Sinn, was dieser Prophet Gottes damals gesagt hat. … Ich weiß noch, dass diese jungen Leute dort am Sand Creek recht entmutigt waren. Rundum war kein Baum zu sehen, kein Strauch außer dem Beifuß – nur ödes Land, nicht einmal ein Blockhaus. Bruder Woodruff sagte den jungen Menschen: „Seid nicht mutlos, lasst euch nicht abschrecken, denn auf diesem Land ruht Gottes Segen. Es dauert nicht lange, dann gibt es hier blühende, glückliche Siedlungen der Heiligen. Jetzt habt ihr das Gefühl, weit entfernt zu sein von euren Freunden, ja, fast am Ende der Welt. Doch es wird nicht lange dauern, bis ihr hier ein Gemeindehaus, ein Schulgebäude und all das habt, was ihr zuvor auch zu Hause gehabt habt. Gott wird das Land segnen und mehren.“ Und wie sieht es heute dort aus? Anstelle der sechs oder sieben jungen Leute damals steht dort heute die Stadt Iona, die das Zentrum eines Zionspfahles ist und an die fünftausend Einwohner hat. Die Worte des Propheten Wilford Woodruff haben sich buchstäblich erfüllt.9

Wenn ich daran denke, was im Werk Gottes schon alles erreicht worden ist, fehlen mir die Worte, um das alles gebührend zu loben.10

Gerade die Verfolgung und die Bedrängnis, die wir erleben mussten, haben uns wohl geschult und als Volk bereit und stark gemacht für Größeres.11

Tatsächlich sind die Heiligen der Letzten Tage – und schon der Prophet Joseph Smith hat das gesagt – ein mächtiges Volk inmitten der Rocky Mountains geworden. Doch wir stecken erst in den Kinderschuhen. Wir wachsen erst; wir werden zu einem mächtigen Volk. Aber wir sind noch nichts im Vergleich zu dem, was wir einst sein werden.12

Nichts kann die Kirche davon abhalten, ihre Bestimmung zu erreichen.

Mit jedem Jahr wird die Kirche stärker. Sie macht Fortschritt, keinen Rückschritt. Die Menschen können zwar Fehler machen, aber die Kirche steht fest.13

Der Widersacher der Menschenseele, der Zerstörer, der das Werk Gottes gern zunichte gemacht hätte, er und seine Handlanger dachten, sie könnten das Werk des lebendigen Gottes, das erneut auf Erden aufgerichtet worden war, dadurch verlangsamen, dass sie den Propheten [Joseph Smith] und den Patriarchen [Hyrum Smith] töteten. Das wundervolle Wachstum der Kirche, der große Tempel Gottes in [Salt Lake City], unser schönes Tabernakel, das große Verwaltungsgebäude der Kirche, … die Denkmäler und Tempel von Kanada bis Hawaii und Saint George ebenso wie der große Fortschritt, den das Werk Gottes macht – all das spricht gegen jene, die gedacht haben, sie könnten das Werk Gottes aufhalten. Das Zeugnis von Jesus Christus, das dem Propheten und dem Patriarchen im Herzen brannte und wofür sie ihr Leben gaben, lodert auch im Herzen eines jeden von uns, der mit dem Licht, der Erkenntnis und dem Zeugnis gesegnet ist, dass das Werk, in dem wir tätig sind, von Gott ist.14

So mancher möchte andeuten, … die Kirche wäre dem Untergang preisgegeben, wenn sie nicht mit der Zeit ginge und „sich fortschrittlich gäbe“ wie andere Kirchen auch. Ein Heiliger der Letzten Tage, der auch nur eine Minute meint, die Kirche würde scheitern, ist nicht wirklich bekehrt. Die Kirche wird nicht scheitern. Sie ist zum letzten Mal aufgerichtet worden. Sie wird nie einem anderen Volk überlassen werden und nie gestürzt werden.15

Unsere Feinde haben niemals etwas tun können, was dem Werk Gottes geschadet hätte, und können es auch in Zukunft nicht. Ich sehe mich um, ich lese, ich denke nach und frage mich: Wo sind die einflussreichen, angesehenen Männer, die sich den Heiligen der Letzten Tage entgegengestellt haben? … Wer würdigt sie heute noch? Es gibt sie nicht mehr. … Wo sind die Männer, die dieses Werk stürzen wollten? Wo bleibt ihr Einfluss? Sie haben sich verflüchtigt wie Tau in der Sonne. Wir Mitglieder der Kirche brauchen uns nicht zu fürchten. Gott wird sein Werk weiterhin tragen und stützen. Er wird für das Recht eintreten.16

Gott lebt. Jesus ist der Messias. Joseph Smith war ein Prophet des wahren und lebendigen Gottes und dieses Werk, der so genannte Mormonismus, ist das Evangelium Jesu Christi, unseres Erlösers. Es ist der Plan des Lebens und der Erlösung, und aller Unglaube der Welt, aller Widerstand der Welt vermag es nicht aufzuhalten. Gott hat es aufgerichtet und es wird vorwärts gehen und seine Bestimmung erfüllen!17

Wir müssen uns bereitmachen, um an der Bestimmung der Kirche teilzuhaben.

In Bezug auf dieses Volk hat Gott viel Wunderbares verheißen. Eine herrliche Bestimmung liegt vor uns und Schritt für Schritt machen wir uns bereit für diese Bestimmung.18

Wenn es etwas gibt, was ich den Heiligen der Letzten Tage dringend ans Herz legen möchte, dann dies: Wir müssen Gott wahrhaftig mit aller Macht, ganzem Sinn und aller Kraft dienen, damit wir Schritt halten können mit dem Fortschritt seines Werkes hier auf Erden.19

Die Heiligen der Letzten Tage haben eine große Bestimmung. Mir ist bewusst, dass alle Prophezeiungen, die in Bezug auf dieses Volk ausgesprochen worden sind, in Erfüllung gehen müssen. Der kleine Stein, der sich ohne Zutun von Menschenhand vom Berg gelöst hat, muss dahinrollen, bis er die ganze Erde erfüllt. Es ist mir bewusst, dass unsere Kinder durch Ausbildung, Lerneifer und auch durch Glauben an Gott, den himmlischen Vater, und an seinen Sohn, Jesus Christus, bereitgemacht und vorbereitet werden müssen, wenn sie ihre Bestimmung erfüllen sollen. Die Heiligen werden ihre Bestimmung erfüllen. Sie werden alles erreichen, was Gott von ihnen will. Daran zweifle ich nicht. Ob jeder Einzelne auch alles tut, was in seiner Macht steht, das liegt ganz an ihm. Ich habe in meinen Ansprachen oft gesagt, dass jedes Mitglied der Bauherr seines Lebens ist und dass Gott uns im Verhältnis zu unserer Glaubenstreue und zu unserem Eifer segnen wird.20

Für mich besteht kein Zweifel daran, dass der Herr die Heiligen der Letzten Tage in der Zukunft noch mehr als je in der Vergangenheit mehren und reich segnen wird, vorausgesetzt natürlich, dass wir demütig und eifrig sind, vorausgesetzt, dass es uns um den Aufstieg des Gottesreiches geht und nicht um unsere Absicht und unseren Willen. Das Evangelium Jesu Christi ist für uns wiederhergestellt worden. Wir haben den Plan des Lebens und der Erlösung, wir haben die Verordnungen des Evangeliums, und zwar nicht nur für die Lebenden, sondern auch für die Toten. Wir haben alles, was notwendig ist – nicht nur für unsere eigene Errettung, sondern damit wir tatsächlich auch ‚Befreier auf dem Berg Zion‘ [siehe Obadja 1:21] sein und in den Tempel unseres Gottes gehen und unsere Vorfahren erretten können, die gestorben sind, ohne vom Evangelium Kenntnis gehabt zu haben.21

Wenn wir treu bleiben, wenn wir glaubenstreu sind, wenn wir des Evangeliums würdig sind, von dem Gott uns ein Zeugnis geschenkt hat, dann besteht keine Gefahr, dass die Welt uns je schaden könnte. Kein Mensch kann uns je Schaden zufügen, Brüder und Schwestern – keiner außer uns selbst. Wenn wir Gott nicht dienen, wenn wir nicht das Rechte tun, dann nehmen wir uns selbst die Fähigkeit und die Macht, zu wachsen und an Glauben und Erkenntnis zuzunehmen und Macht bei Gott und den Rechtschaffenen zu erlangen.22

Hier ist es auch angebracht vorherzusagen, dass die Mitglieder der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage weiterhin sowohl geistig als auch zeitlich gedeihen und Fortschritt machen werden, solange sie erstens Gottes Gebote halten und zweitens auf dem Weg wandeln, den er ihnen durch seine inspirierten Knechte weist, die das heilige Priestertum tragen. Ihr Glaube, ihre Lehren, ihre Sparsamkeit und ihr zeitlicher sowie ihr geistiger Fortschritt werden für das gesamte Volk von Nutzen und ein Segen sein. Keiner muss sie fürchten – im Gegenteil, man wird sie segnen und willkommen heißen, weil sie bestrebt sind, den Willen des Herrn zu tun und alle Menschen gemäß gerechten und rechtschaffenen Grundsätzen zu behandeln. Sie sind treu und gesetzestreu, sie befolgen die Regeln und Bestimmungen der gerechten Regierungen auf der Erde und das Evangelium Jesu Christi, das Leben verleiht und das durch Joseph Smith gegründet und wiederhergestellt worden ist, dem Gott erschienen ist samt seinem Sohn, Jesus, dem Messias. Dieser steht an der Spitze dieses großen, wunderbaren Werkes, in dem wir tätig sind. Der Leitspruch der Mitglieder lautet „Wahrheit und Freiheit“ und dies möchten sie gern aller Welt zuteil werden lassen. Jeder Mensch soll den friedvollen, rechtschaffenen Einfluss spüren können, der mit dem wahren Evangelium Jesu Christi einhergeht, dem einzigen Mittel, wodurch sich Frieden und Brüderlichkeit unter den Menschen in aller Welt aufrichten lassen.23

Anregungen für Studium und Diskussion

  1. Was ist die Bestimmung der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage?

  2. Wie zeigt sich heutzutage, dass die Mitglieder der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage „ein mächtiges Volk“ geworden sind? Was für Gründe gibt es für das enorme Wachstum der Kirche?

  3. Was können wir aus den Bemühungen der Mitglieder in den Anfangstagen der Kirche lernen? Wie haben sie Hindernisse überwunden und das Gottesreich aufgebaut?

  4. Inwiefern lässt sich der Aufstieg der Kirche zur Zeit von Präsident Grant mit dem heutigen Fortschritt der Kirche vergleichen?

  5. Inwiefern hilft Ihnen das Wissen, dass die Kirche „zum letzten Mal aufgerichtet worden“ ist, dass sie „nie einem anderen Volk überlassen werden“ und „nie gestürzt werden“ wird?

  6. Was können wir dazu beitragen, dass die Kirche ihre Bestimmung erfüllt? Wie können Eltern ihren Kindern helfen, dass sie „bereitgemacht und vorbereitet werden“, um zu dieser Bestimmung beizutragen?

Quellenangaben anzeigen

    Anmerkungen

  1.   1.

    Generalkonferenz, April 1902.

  2.   2.

    Deseret News, 6. Juni 1931, Seite 8.

  3.   3.

    Generalkonferenz, Oktober 1937.

  4.   4.

    Gospel Standards, Hg. G. Homer Durham, 1941, Seite 87.

  5.   5.

    Generalkonferenz, Oktober 1919.

  6.   6.

    Botschaft von der Ersten Präsidentschaft, Generalkonferenz, April 1942; vorgelesen von Präsident J. Reuben Clark jun.

  7.   7.

    Gospel Standards, Seite 18.

  8.   8.

    Gospel Standards, Seite 240.

  9.   9.

    Gospel Standards, Seite 84f.

  10.   10.

    Generalkonferenz, Oktober 1924.

  11.   11.

    Generalkonferenz, Oktober 1924.

  12.   12.

    Gospel Standards, Seite 94.

  13.   13.

    Generalkonferenz, April 1934.

  14.   14.

    „Hyrum Smith and His Distinguished Posterity“, Improvement Era, August 1918, Seite 855.

  15.   15.

    Gospel Standards, Seite 87.

  16.   16.

    Gospel Standards, Seite 85f.

  17.   17.

    Generalkonferenz, Oktober 1923.

  18.   18.

    Generalkonferenz, April 1909.

  19.   19.

    Generalkonferenz, Oktober 1924.

  20.   20.

    Gospel Standards, Seite 74f.

  21.   21.

    Gospel Standards, Seite 94f.

  22.   22.

    Gospel Standards, Seite 86.

  23.   23.

    Gospel Standards, Seite 101f.