Jesus Christus, der Sohn des lebendigen Gottes

Lehren der Präsidenten der Kirche: Heber J. Grant, 2011


Jesus Christus ist buchstäblich der Sohn Gottes, der Erlöser der Menschheit. Er lebt und steht an der Spitze der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage.

Aus dem Leben von Heber J. Grant

Präsident Heber J. Grant sagte: „Nichts anderes ist dem Menschenherz so lieb und wert wie das Zeugnis von Jesus Christus.“1 Präsident Grant sorgte sich sehr um diejenigen, die kein festes Zeugnis vom Erretter haben. „Was die Welt heute mehr als alles andere braucht“, sagte er, „ist bedingungsloser Glaube an Gott, unseren Vater, und an Jesus Christus, seinen Sohn, den Erlöser der Welt.“2 Wie dringend nötig dieser Glaube ist, sah Heber J. Grant auf seinen Reisen durch die Welt, denn er kam bei der Evangeliumsverkündigung immer wieder mit allerlei falschen Lehren über das Leben und das Wirken Jesu Christi in Berührung. Dieser „Mangel an Gottesglauben und der Mangel an Glauben an Jesus Christus, den Sohn Gottes“ stimmte ihn traurig. Er erwähnte beispielsweise einmal, dass in einem Zeitungsartikel empfohlen worden war, „die Leute sollten die absurde Idee beiseite legen, dass Jesus Christus der Gott auf Erden und der Erlöser der Welt“ sei. Präsident Grant sprach sich jederzeit gegen solches Gedankengut aus und trat mit seinem Zeugnis für die Wahrheit ein. Er sagte:

„Wann immer ich das lese – und ich habe es verschiedentlich gelesen –, mache ich mir stets die Mühe, den Leuten dort, wo ich gerade predige, den Standpunkt der Heiligen der Letzten Tage in Hinblick auf das Evangelium, woran wir glauben, klarzustellen.

In solchen Versammlungen, in denen mitunter die überwiegende Zahl der Zuhörer nicht der Kirche angehört, sage ich klar, dass jeder Heilige der Letzten Tage die Lehre anerkennen muss, dass Gott persönlich dem jungen Joseph Smith erschienen ist und dass er dem jungen Mann seinen geliebten Sohn, Jesus Christus, selbst vorgestellt hat.“3

Aus jedem Wort, das Präsident Grant über den Erretter sagte, sprach seine Liebe zum Herrn und seine Freude an ihm. „Es ist schon erstaunlich“, sagte er einmal, „dass wir jedes Mal von neuem vom Wirken unseres Herrn und Erretters Jesus Christus hören oder lesen können und uns daran erfreuen, während es andererseits nichts im Leben und in der Geschichte irgendeines Menschen gibt, das so interessant wäre, dass wir nicht müde würden, es immer wieder zu hören oder zu lesen. Die Geschichte von Jesus, dem Messias, ist eine alte Geschichte, die aber dennoch immer wieder neu ist. Je öfter ich über sein Leben und sein Wirken nachlese, desto größer sind die Freude, der Friede, das Glück und die Zufriedenheit in meiner Seele. Es entzückt mich jedes Mal aufs Neue, wenn ich mich mit seinen Worten und mit dem Plan des Lebens und der Erlösung befasse, den er den Menschen während seines Erdenlebens verkündet hat.“4

Präsident Grants Charakter lag sein Zeugnis vom Erretter und vom wiederhergestellten Evangelium zugrunde. Elder John A. Widtsoe, der von Präsident Grant zum Apostel ordiniert worden war, schrieb: „Ein Mann von wahrer Größe hält sich gewissenhaft an grundlegende Prinzipien, von denen er sich leiten lässt. Das gilt ganz besonders für Präsident Grant. Von Kindheit an hat ihn der Glaube an Gott und seinen Sohn, Jesus Christus, und an das wiederhergestellte Evangelium geleitet. Sein bemerkenswerter Werdegang lässt sich nur verstehen, wenn man die Macht des Glaubens, von dem er sich leiten ließ, mit in Betracht zieht. … Die packende Ernsthaftigkeit seines Zeugnisses vom Gottessohn Jesus Christus und vom wiederhergestellten Evangelium durchdringt die Seele.“5

Lehren von Heber J. Grant

Jesus Christus ist buchstäblich der Sohn Gottes.

Wir glauben ohne Einschränkung daran, dass Jesus Christus der Sohn Gottes ist, dass er von Gott gezeugt worden und der Erstgeborene im Geist und der Einziggezeugte im Fleisch ist. Er ist genauso der Sohn Gottes, wie jeder von uns der Sohn unseres eigenen Vaters ist.6

Ich freue mich daran, dass die Grundlage der Kirche Jesu Christi jene erste, große Vision ist, die der junge Joseph Smith vor mehr als hundert Jahren hatte. Er bezeugte, dass er zwei himmlische Wesen von unbeschreiblicher Herrlichkeit und Erhabenheit sah. Eine Gestalt redete ihn an und sagte, auf die andere deutend: „Dies ist mein geliebter Sohn. Ihn höre!“ [Joseph Smith – Lebensgeschichte 1:17.] Im Herzen eines Heiligen der Letzten Tage kann kein Zweifel daran bestehen, dass Jesus Christus der Sohn des lebendigen Gottes ist, denn Gott selbst hat ihn ja Joseph Smith vorgestellt.7

„Seht, da ist der Mensch!“, sagte Pontius Pilatus, der römische Statthalter von Judäa, als Jesus mit einer Dornenkrone auf dem Haupt und zum Hohn mit einem purpurroten Mantel bekleidet vor der Menschenmenge stand, die da rief: „Ans Kreuz mit ihm, ans Kreuz mit ihm!“ [Johannes 19:5,6.]

Durch Ignoranz, Engstirnigkeit und Eifersucht geblendet, sahen die Menschen in dem Verurteilten lediglich einen Bösewicht, einen Gotteslästerer, einen, der das überlieferte Gesetz übertreten hatte. Und gleichermaßen fanatisch wie zu Unrecht verdammten sie ihn zum Kreuzestod. Nur eine vergleichsweise geringe Anzahl von Männern und Frauen sah in ihm den, der er wirklich war – der Sohn Gottes, der Erlöser der Menschheit!

Neunzehn Jahrhunderte lang wird die Geburt Christi schon von den Völkern gefeiert, die sich Christen nennen. Jahr für Jahr erklingen die Glocken und der Wohlklang der Musik und das gesprochene Wort geben aufs Neue der Botschaft des Engels Ausdruck: „Auf Erden ist Friede bei den Menschen seiner Gnade.“ [Lukas 2:14.]

Wie damals bei der Gerichtsverhandlung haben ihn die Menschen im Lauf der Zeit von den verschiedensten Gesichtspunkten aus betrachtet. Einige lehnen ihn so entschieden ab wie damals der Pöbel. Sie sehen in ihm und seinen Jüngern „die Erfinder des christlichen Moralsystems, das die Lebenskraft der modernen europäischen Welt untergräbt und schwächt“. Andere wieder sehen aufgrund eigener Erfahrungswerte klarer und betrachten ihn als Urheber eines Systems, das „Fleiß, Ehrlichkeit, Wahrheit, Reinheit und Freundlichkeit fördert, das die Gesetze wahrt, für Freiheit eintritt und deren Basis bildet und das eine allumfassende Brüderlichkeit unter den Menschen herbeiführen will“.

Viele sehen in ihm „den einzigen vollkommenen Menschen – die einzige furchtlose Persönlichkeit in der Weltgeschichte“, aber nicht den Sohn Gottes.

Millionen sehen in ihm einen großen Lehrer, dessen Lehren jedoch unter den modernen sozialen Bedingungen nicht anwendbar sind. Und wenige – leider nur sehr wenige – der … Bewohner der Erde nehmen ihn als den an, der er wirklich ist – „der Einziggezeugte des Vaters“, der „in die Welt gekommen ist, nämlich Jesus, um sich für die Welt kreuzigen zu lassen und um die Sünden der Welt zu tragen und um die Welt zu heiligen und um sie von allem Unrecht zu säubern“. [LuB 76:23,41.]8

Jesus Christus kam zur Erde, um die Menschen zu erlösen.

Den Mitgliedern der Kirche und den friedliebenden Menschen in aller Welt sagen wir: Sehen Sie in dem Mann aus Galiläa nicht bloß einen großen Lehrer, nicht bloß einen unvergleichlichen Führer, sondern den Friedensfürsten, den Urheber des Heils hier und jetzt, ja, buchstäblich und wahrhaftig den Erretter der Welt!9

Uns geht es um den Fortschritt der Menschheit. Möge Gott einen jeden segnen, der in irgendeiner Weise daran arbeitet, dass die Menschen besser werden. Darum beten wir. Und zu jedem, der daran glaubt, dass Jesus der Messias ist, und der dies verkündigt, sagen wir: O Gott, segne diesen Menschen! … Jesus ist der Erlöser der Welt, der Erretter der Menschheit. Er ist mit einem gottgegebenen Auftrag zur Erde gekommen, nämlich zu sterben, damit die Menschen erlöst werden können. Jesus Christus ist buchstäblich der Sohn Gottes, der Einziggezeugte im Fleische. Er ist unser Erlöser. Wir verehren ihn und wir danken Gott für jeden Menschen auf der weiten Welt, der unseren Herrn und Meister als den Erlöser der Welt verehrt.10

Vom Beginn unserer Zeitrechnung an bis heute hat Gott Vater verschiedentlich sowohl mit eigener Stimme als auch durch seine inspirierten Propheten verkündet, dass er seinen einziggezeugten Sohn zur Erde senden werde und dass durch ihn – mittels der Auferstehung, denn unser Herr ist ja der Erste der Entschlafenen – die Menschen von der Strafe des Todes erlöst werden, dem alles Fleisch unterworfen ist, und durch Gehorsam gegenüber dem Gesetz eines rechtschaffenen Lebens, wie er es gelehrt und durch sein Leben verkörpert hat, von der Sünde gereinigt und zu Erben des Himmelreiches gemacht werden.11

Die Geburt Christi, unseres Herrn, war kein nebensächliches Ereignis, sie war von epochaler Bedeutung in der Weltgeschichte. Die Propheten hatten danach ausgeschaut, Dichter hatten sie besungen und Engel hatten gemeinsam mit Menschen Gott ihr Loblied dargebracht. Dies war der Tag, der von unserem Vater im Himmel festgelegt und bestimmt worden war, dass er sich in Gestalt seines einziggezeugten Sohnes seinen Kindern auf Erden kundtun werde. …

Er ist gekommen, damit der Mensch Gott sehen und ihn erkennen könne, wie er ist; denn er hat bezeugt, dass jeder, der ihn gesehen hat, den Vater gesehen hat, denn er war das Abbild seines Wesens [siehe Johannes 14:7-9; Hebräer 1:3].

Er ist gekommen, uns über das Wesen Gottes zu belehren, und durch sein Beispiel und seine Weisung hat er uns den Weg gewiesen, der uns, sofern wir ihn nur gehen, in seine Gegenwart zurückführt. Er ist gekommen, um die Bande des Todes zu zerreißen, durch die der Mensch gebunden war, und er hat die Auferstehung möglich gemacht, durch die dem Grab der Sieg und dem Tod der Stachel genommen wird.12

Während seines göttlichen Wirkens verkündigte der Herr das Evangelium und als sterblicher Mensch zeigte er uns, wie ein vollkommener Mensch ist.

Das Evangelium ist der Plan, der die Menschen in ihrem Zusammenleben auf Erden anleiten und ihnen für ihr geistiges Leben Weisung geben soll, damit sie in der zukünftigen Welt errettet und erhöht werden können.13

Während seines kurzen Wirkens gründete Jesus die Kirche und erwählte zwölf Apostel, denen Petrus vorstand. Den Aposteln übertrug er die Schlüssel des Priestertums, ihnen legte er die Organisation seiner Kirche und die Lehren seines Evangeliums dar, damit der Mensch, wenn er sie befolgte, erlöst und zurück in die Gegenwart Gottes gebracht werden könne.14

Das Leben Jesu Christi, der in einem Stall zur Welt kam, in einer Krippe lag und zwischen zwei Dieben sein Leben aushauchte, war – vom menschlichen Standpunkt aus gesehen – ein großer Fehlschlag. Doch unser Herr und Meister kam nicht zur Erde, um seinen eigenen Willen zu tun, sondern um den Willen seines Vaters zu erfüllen. Und er erfüllte seine Mission. Er besiegte Tod, Hölle und Grab und empfing den Lohn – einen Thron zur Rechten seines Vaters.15

„Wir glauben, dass dank dem Sühnopfer Christi alle Menschen errettet werden können, indem sie die Gesetze und Verordnungen des Evangeliums befolgen.“ [3. Glaubensartikel.]

Wir glauben daran, dass Christus von Gott gezeugt und von einer Frau geboren worden ist, dass er auf Erden ein sterbliches Leben geführt hat, dass er gekreuzigt worden und gestorben ist, wobei sein Geist den Körper verlassen hat, dass er begraben worden und am dritten Tag auferstanden ist, wobei sich sein Geist und sein Körper wieder vereinigt haben. …

Wir geben Zeugnis, dass uns die Männer [Joseph Smith und Sidney Rigdon], denen Jesus im Zuge der Wiederherstellung seiner Kirche erschienen ist, von jener herrlichen Vision den folgenden Bericht hinterlassen haben:

„Und während wir darüber nachdachten, berührte der Herr die Augen unseres Verständnisses, und sie öffneten sich, und die Herrlichkeit des Herrn leuchtete ringsum.

Und wir erblickten die Herrlichkeit des Sohnes zur Rechten des Vaters und empfingen von seiner Fülle; und wir sahen die heiligen Engel und diejenigen, die geheiligt sind vor seinem Thron, wie sie Gott und das Lamm anbeten und dieses anbeten für immer und immer.

Und nun, nach den vielen Zeugnissen, die von ihm gegeben worden sind, ist dies, als letztes von allen, das Zeugnis, das wir geben, nämlich: Er lebt!

Denn wir haben ihn gesehen, ja, zur rechten Hand Gottes; und wir haben die Stimme Zeugnis geben hören, dass er der Einziggezeugte des Vaters ist, dass von ihm und durch ihn und aus ihm die Welten sind und erschaffen worden sind und dass ihre Bewohner für Gott gezeugte Söhne und Töchter sind.“ [LuB 76:19-24.]

Dem fügen wir demütig unser Zeugnis hinzu: Gott lebt. Jesus ist der Messias. Er ist ein auferstandenes Wesen und wie er werden jeder Mann, jede Frau und jedes Kind, die je gelebt haben, aus dem Grab als auferstandene Wesen hervorkommen, wie auch Christus ein auferstandenes Wesen ist, die Rechtschaffenen zu einem Leben herrlicher Freude und ewigen Fortschritts.16

Ich freue mich daran, dass ich weiß: Jesus ist der Erlöser der Welt, unser älterer Bruder, und sein Name – sein Name allein – ist der einzige Name unter dem Himmel, wodurch wir Errettung erlangen und zurückkehren und beim himmlischen Vater und dem Erretter und unseren Lieben, die uns vorangegangen sind, wohnen können.17

Der Erretter bietet uns durch sein Sühnopfer dauerhaften Frieden, Trost und Freude.

Der einzige dauerhafte Friede kommt dadurch zustande, dass man nach dem Evangelium Christi lebt und daran Freude hat, in seinem Werk zu dienen.

Jesus fordert die Menschen auf:

„Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich werde euch Ruhe verschaffen.

Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir, denn ich bin gütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seele.

Denn mein Joch drückt nicht, und meine Last ist leicht.“ [Matthäus 11:28-30.]

Und in dem Raum, in dem Jesus mit seinen Aposteln das Paschamahl zu sich nahm, sagte er zu ihnen:

„Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch; nicht einen Frieden, wie die Welt ihn gibt, gebe ich euch. Euer Herz beunruhige sich nicht und verzage nicht.“ [Johannes 14:27.]

Sein Friede mindert unser Leid, heilt unser gebrochenes Herz, nimmt uns den Hass und erfüllt uns die Brust mit Nächstenliebe, die unsere Seele ruhig und glücklich macht.

Seine Botschaft und die Wirkung seines Sühnopfers reichen bis in die entlegensten Teile der Erde. Sie erstrecken sich bis ans entfernteste Meer. Wo immer es Menschen gibt, ist er erreichbar. Und wo er ist, da findet sich auch der Heilige Geist, dessen Frucht „Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue“ ist. [Galater 5:22.]

Er ist unser Beistand und unser Trost, unser Führer und Ratgeber, unsere Errettung und unsere Erhöhung, „denn es ist uns Menschen kein anderer Name unter dem Himmel gegeben, durch den wir gerettet werden sollen“. [Apostelgeschichte 4:12.]

Die folgende ewige Wahrheit zeugt von seiner Weisheit: „Was nützt es einem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, dabei aber sein Leben einbüßt? Um welchen Preis kann ein Mensch sein Leben zurückkaufen?“ [Matthäus 16:26.] „Denn das Reich Gottes“, sagt Paulus, „ist nicht Essen und Trinken, es ist Gerechtigkeit, Friede und Freude im Heiligen Geist.“ [Römer 14:17.]

Vor dem Abschiedsgebet des Herrn [siehe Johannes 17] lehrte Jesus seine Apostel: „Dies habe ich zu euch gesagt, damit ihr in mir Frieden habt. In der Welt seid ihr in Bedrängnis; aber habt Mut: Ich habe die Welt besiegt.“ [Johannes 16:33.]18

Jesus Christus lebt. Er leitet heute seine Kirche.

Jesus Christus ist der Sohn des lebendigen Gottes. … Wir verkünden aller Welt: Wir wissen, dass er lebt.19

Diese Kirche ist … ein wunderbares Werk, ja, ein Wunder. Es gibt nichts Vergleichbares in der Welt, denn Jesus Christus, der Gottessohn, hat sie gegründet und steht an ihrer Spitze.20

Jesus ist der Messias und er ist der Schlussstein dieses großen Werkes. Er leitet es und das wird er auch in Zukunft tun.21

Wir geben Zeugnis, dass Gott Vater und sein Sohn, Jesus Christus, in der heutigen Zeit dem Propheten Joseph Smith erschienen sind, um die Kirche Christi zu gründen, die nie wieder zunichte gemacht werden soll, und dass Boten vom Himmel sein Priestertum und dessen heilige Vollmacht wiederhergestellt haben.22

Ich kann gar nicht in Worten ausdrücken, wie groß meine Freude ist, dass ich die Stimme erheben und denen, mit denen ich in Berührung komme, mein Zeugnis geben kann: Ich weiß, Gott lebt. Ich weiß, Jesus ist der Messias, der Erretter der Welt, der Erlöser der Menschen. Ich weiß, Joseph Smith war und ist ein Prophet des wahren und lebendigen Gottes. Ich habe im Herzen das bleibende Zeugnis, dass Brigham Young ein auserwähltes Werkzeug des lebendigen Gottes war, dass John Taylor, Wilford Woodruff und Lorenzo Snow und heute Joseph F. Smith Stellvertreter des lebendigen Gottes und Sprecher Gottes hier auf Erden waren bzw. sind. [Präsident Grant gab dieses Zeugnis am 4. Oktober 1918, etwa sieben Wochen, bevor er Joseph F. Smith als Präsident der Kirche nachfolgte.]23

Wir legen den Völkern der Erde ans Herz: Kommt zu Christus! Durch ihn wird allen, die seinen Namen auf sich nehmen und die Gebote halten, die er gegeben hat, Erlösung zuteil. Wir bezeugen, dass sein Evangelium in seiner Fülle wiederhergestellt worden ist, dass seine Kirche gegründet worden ist und sich weiter ausbreiten wird, bis unter den Menschen Friede herrscht, und dass sein Reich kommen und sein Wille auf der Erde so wie im Himmel geschehen wird. O Herr! Führ rasch diesen großen Tag herbei!24

Anregungen für Studium und Diskussion

  1. Weshalb ist der Glaube an den himmlischen Vater und an Jesus Christus das, „was die Welt heute mehr als alles andere braucht“? Welche weltlichen Einflüsse können den Glauben an Jesus Christus, den Gottessohn, untergraben? Was können wir tun, um unseren Glauben an den Erretter zu stärken?

  2. Wie wirkt sich Ihr Zeugnis vom Erretter im Alltag aus? Inwiefern schöpfen Sie bei Ihren Herausforderungen Hoffnung aus dem Wissen, dass der Erretter alle Bedrängnis überwunden hat?

  3. Wozu ist Jesus Christus zur Erde gekommen? Wie können wir dem Herrn besser bei der Verwirklichung seiner Absichten helfen?

  4. Inwiefern gibt der Fortschritt, den die Kirche macht, davon Zeugnis, dass Jesus Christus noch immer seine Mission erfüllt? Inwiefern wird Ihr Eifer, im Gottesreich mitzuarbeiten, stärker, weil Sie wissen, dass Christus selbst an der Spitze der Kirche steht?

  5. Wie kann sich unser Verständnis von der Mission des Erretters darauf auswirken, wie wir mit denen umgehen, die nicht unserem Glauben angehören?

Quellenangaben anzeigen

    Anmerkungen

  1.   1.

    Brian H. Stuy, Hg., Collected Discourses Delivered by President Wilford Woodruff, His Two Counselors, the Twelve Apostles, and Others, 5 Bände, 1987–1992, 1:183.

  2.   2.

    Gospel Standards, Hg. G. Homer Durham, 1941, Seite 146.

  3.   3.

    Gospel Standards, Seite 6f.

  4.   4.

    Gospel Standards, Seite 22.

  5.   5.

    „The Living Prophet“, Improvement Era, November 1926, Seite 4,8.

  6.   6.

    „Analysis of the Articles of Faith“, Millennial Star, 5. Januar 1922, Seite 2.

  7.   7.

    Gospel Standards, Seite 23f.

  8.   8.

    James R. Clark, Hg., Messages of the First Presidency of The Church of Jesus Christ of Latter-day Saints, 6 Bände, 1965–1975, 6:37f.

  9.   9.

    Messages of the First Presidency, 6:39.

  10.   10.

    Generalkonferenz, April 1921.

  11.   11.

    Botschaft von der Ersten Präsidentschaft, Generalkonferenz, April 1930; vorgelesen von Präsident Heber J. Grant.

  12.   12.

    Messages of the First Presidency, 5:246.

  13.   13.

    Messages of the First Presidency, 5:346.

  14.   14.

    Botschaft von der Ersten Präsidentschaft, Generalkonferenz, April 1930; vorgelesen von Präsident Heber J. Grant.

  15.   15.

    „Letter from President Heber J. Grant“, Millennial Star, 26. Februar 1903, Seite 131.

  16.   16.

    Messages of the First Presidency, 6:32ff.

  17.   17.

    Generalkonferenz, April 1916.

  18.   18.

    Messages of the First Presidency, 6:140.

  19.   19.

    Gospel Standards, Seite 164.

  20.   20.

    Generalkonferenz, Oktober 1924.

  21.   21.

    Generalkonferenz, Oktober 1909.

  22.   22.

    Messages of the First Presidency, 6:34.

  23.   23.

    Generalkonferenz, Oktober 1918.

  24.   24.

    Messages of the First Presidency, 5:247f.