Die Mission des Propheten Joseph Smith

Lehren der Präsidenten der Kirche: Heber J. Grant, 2011


Die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage ruht fest auf den Offenbarungen, die Gott durch den Propheten Joseph Smith kundgetan hat.

Aus dem Leben von Heber J. Grant

Heber J. Grant erlangte schon früh ein Zeugnis vom Propheten Joseph Smith, als nämlich seine Mutter und deren Freundin, Eliza R. Snow, ihm von ihren Erlebnissen mit dem Propheten erzählten. Sein Zeugnis vom Propheten Joseph Smith wurde auch von den Zeugnissen der Präsidenten Brigham Young, John Taylor, Wilford Woodruff, Lorenzo Snow und Joseph F. Smith geprägt – alles Männer, die Joseph Smith noch gekannt hatten. Präsident Grant sagte: „Durch das Zeugnis meiner Mutter und Hunderter weiterer, die den Propheten Joseph Smith gekannt hatten, und ebenso durch Offenbarung, die der Geist Gottes mir kundgetan hat, weiß ich, dass Joseph Smith ein Prophet Gottes war.“1

Während seines geistlichen Wirkens als Apostel und Präsident der Kirche gab Heber J. Grant immer wieder gern vom Propheten Joseph Smith und von der Wiederherstellung des Evangeliums Zeugnis. Er sagte: „Es macht mir die größte Freude, Zeugnis zu geben, dass ich weiß: Gott lebt und Jesus ist der Messias und Joseph Smith ist ein Prophet Gottes. Daran freue ich mich.“2

Als Elder Grant im Kollegium der Zwölf Apostel diente, trug sein Zeugnis vom Propheten Joseph Smith dazu bei, dass sich sein Halbbruder Fred bekehrte, „der leichtsinnig, nachlässig und gleichgültig geworden war und kein Interesse am Evangelium Jesu Christi zeigte“.3 Einmal saß Elder Grant gerade im Salt-Lake-Tabernakel, wo er sprechen sollte. Da sah er Fred eintreten. Elder Grant erzählt:

„Als ich … Fred zum ersten Mal im Tabernakel sah, wurde mir bewusst, dass er Gott suchte und nach Licht und Erkenntnis strebte, um zu erfahren, ob dieses Werk von Gott sei. Da neigte ich das Haupt und betete, der Herr möge mich bei meiner Ansprache durch seinen Geist inspirieren. Ich wollte so sprechen, dass mein Bruder anerkennen musste, dass ich weit über meine eigenen Fähigkeiten gesprochen hatte und vom Herrn inspiriert gewesen war. Mir war nämlich bewusst: Falls er das anerkennen musste, konnte ich darauf hinweisen, dass Gott ihm ein Zeugnis gegeben hatte, dass dieses Werk von Gott ist.“

Als Elder Grant an der Reihe war, trat er ans Pult und schlug ein Heft auf, das ihm als Unterlage für die vorbereitete Ansprache diente. Dann sagte er seinen Zuhörern: „Ich kann Ihnen nicht sagen, warum, aber nie zuvor habe ich mir so sehr gewünscht, vom Herrn inspiriert zu werden.“ Er bat die Mitglieder, „ihren Glauben und ihre Gebete einzusetzen“ und betete weiterhin im Stillen um Inspiration. Er sprach 30 Minuten lang und setzte sich dann wieder. Später berichtete er:

„Als ich mich setzte, fiel mir ein, dass ich mein Heft auf dem Pult liegen gelassen hatte. Präsident George Q. Cannon [der Erste Ratgeber in der Ersten Präsidentschaft] saß genau hinter mir, … und ich hörte ihn sagen: ‚Gott sei gedankt für dieses machtvolle Zeugnis!‘ Als ich das hörte, wurde mir bewusst, dass ich die Ansprache, die ich vorbereitet hatte, völlig vergessen hatte, und Tränen strömten mir aus den Augen und ich stützte die Arme auf die Knie und legte den Kopf in die Hände, damit niemand sehen konnte, dass ich weinte wie ein Kind. Als ich George Q. Cannon das sagen hörte, wusste ich, dass Gott mein Beten gehört und erhört hatte. Ich wusste, dass meine Worte meinem Bruder ins Herz gedrungen waren.

Ich [hatte] fast die gesamten 30 Minuten Zeugnis davon gegeben, dass ich weiß, dass Gott lebt und dass Jesus der Messias ist. Ich hatte Zeugnis gegeben von dem wunderbaren, herrlichen Wirken des Propheten Joseph Smith und ich hatte bezeugt, dass Gott mich hatte wissen lassen, dass Joseph Smith wirklich ein Prophet des wahren und lebendigen Gottes ist.

Am nächsten Tag kam mein Bruder zu mir ins Büro und sagte: ‚Heber, ich war gestern bei der Versammlung und habe dich predigen gehört.‘

Ich sagte: ‚Das war wohl das erste Mal, dass du deinen Bruder predigen gehört hast?‘

‚Nein‘, sagte er, ‚ich habe dich schon oft gehört. Ich komme meist ziemlich spät und sitze auf dem Balkon. Und oft gehe ich schon vor dem Ende der Versammlung wieder weg. Aber noch nie hast du so gesprochen wie gestern. Das ging weit über deine eigenen Fähigkeiten hinaus. Du bist vom Herrn inspiriert gewesen.‘ Das waren genau die Worte, die ich am Tag zuvor in meinem Gebet verwendet hatte!

Ich fragte ihn: ‚Betest du noch immer um ein Zeugnis vom Evangelium?‘

Er sagte: ‚Ja. Die Ungewissheit macht mich fast verrückt.‘

Ich wollte wissen: ‚Worüber habe ich gestern gesprochen?‘

Er entgegnete: ‚Das weißt du selbst doch am besten.‘

Ich sagte. ‚Nein, sag du es mir!‘

‚Du hast über die göttliche Sendung des Propheten Joseph Smith gesprochen.‘

Ich sagte: ‚Und ich war weit über meine Fähigkeiten hinaus inspiriert. Du hast mich noch nie so sprechen hören wie gestern. Meinst du denn, der Herr kommt mit einer Keule und bläut es dir ein? Möchtest du denn noch ein anderes Zeugnis vom Evangelium Jesu Christi als das, dass einer weit über seine Fähigkeiten hinaus und mit der Inspiration Gottes spricht, wenn er von der göttlichen Sendung des Propheten Joseph Smith Zeugnis gibt?‘

Am nächsten Sonntag bat er, von mir getauft werden zu dürfen.“4

Lehren von Heber J. Grant

Gott hat durch den Propheten Joseph Smith das Evangelium in seiner Fülle wiederhergestellt.

Die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage verkündet der Welt, dass Gott lebt, dass Jesus Christus Gottes Sohn ist und dass die beiden dem jungen Joseph Smith erschienen sind und ihm verheißen haben, er werde ein Werkzeug in der Hand des Herrn sein, um das wahre Evangelium auf der Welt wiederherzustellen.5

Nach der Kreuzigung Jesu und dem Tod der von ihm erwählten Apostel, die durch jene Menschen den Märtyrertod erlitten, die sich der von ihm gelehrten Wahrheit entgegenstellten, hatte es den Anschein, als sei die Mission Jesu und sein Wirken ein Fehlschlag gewesen. Doch im Lauf der Zeit und als die Lehren des Christentums besser verstanden wurden, wandten sich nachdenkliche Menschen erneut ihm, der Quelle des Lichts und der Kraft, zu. Auf diese Weise bewahrten sie den Glauben an seine Mission und sein Wirken. Dadurch wurde das Christentum zum vorherrschenden Einfluss in der Kultivierung und Entwicklung der Welt.

Im Lauf der Zeit gab es Differenzen in der Urkirche. Die Gesetze, die laut dem Erlöser für die Kirche gelten sollten, wurden übertreten, die heiligen Handlungen wurden abgeändert und der immerwährende Bund wurde gebrochen [siehe Jesaja 24:5]. Man begann, Menschensatzungen als Lehre zu verkünden [siehe Matthäus 15:9]. Es wurde eine Form der Gottesverehrung eingeführt, die sich zwar Christentum nannte, der aber die Macht Gottes fehlte, die ein Kennzeichen der Urkirche gewesen war. Geistige Finsternis bedeckte die Erde und tiefes Dunkel den Sinn der Völker [siehe Jesaja 60:2].

Dann kam eine weitere Epoche in der Geschichte der Welt. Die Zeit war nun gekommen, die vom Herrn festgelegt und von seinen Propheten vorhergesagt worden war, da eine neue Evangeliumszeit eingeleitet werden sollte, da das Evangelium des Reiches wiederhergestellt werden und in aller Welt verkündigt werden sollte zum Zeugnis für die Völker, bevor das Ende kommt.

Und die Himmel frohlockten von neuem und himmlische Wesen taten den Willen des Vaters erneut seinen Kindern hier auf Erden kund und die Menschen wurden froh, denn die Evangeliumszeit der Fülle wurde eingeleitet.

Joseph Smith war derjenige, den der Herr für geeignet hielt, das große Werk der Letzten Tage einzuleiten. In einer Vision vom Himmel erschienen ihm Gott Vater und der Sohn; die Schlüssel des immerwährenden Priestertums wurden ihm übertragen – mit der Vollmacht, sie an andere weiterzugeben, und mit der Verheißung, dass das Priestertum nie wieder von der Erde genommen werden soll, bis sich die Absichten des Vaters erfüllt haben.6

Ich habe vielerorts Menschen kennen gelernt, die sich mit unserem Glauben auseinandersetzen. Und so mancher sagt zu mir: „Bis auf Joseph Smith könnte ich alles annehmen, was Sie lehren. Können Sie den nicht weglassen?“

Dieser Tag kann nie kommen. Ebenso gut könnten wir darangehen, Jesus Christus wegzulassen, den Sohn des lebendigen Gottes. Entweder hat Joseph Smith Gott gesehen und mit ihm gesprochen und Gott selbst hat Jesus Christus dem jungen Joseph Smith vorgestellt und Jesus Christus hat zu Joseph Smith gesagt, er werde ein Werkzeug in der Hand Gottes sein, um auf Erden von neuem das wahre Evangelium Jesu Christi aufzurichten, oder der so genannte Mormonismus ist bloß ein Märchen. Aber der Mormonismus ist kein Märchen! Er ist die Macht Gottes zur Errettung. Er ist die Kirche Jesu Christi, die auf Gottes Weisung hin aufgerichtet worden ist, und aller Unglaube der Welt kann die grundlegenden Tatsachen nicht ändern, die mit der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage einhergehen.

Jeder Heilige der Letzten Tage glaubt daran, dass Gott dem jungen Joseph Smith erschienen ist, und jeder Heilige der Letzten Tage glaubt daran, dass Gott selbst Jesus Christus dem jungen Joseph Smith mit folgenden Worten vorgestellt hat: „Dies ist mein geliebter Sohn. Ihn höre!“ [Joseph Smith – Lebensgeschichte 1:17.]7

Die gesamte Grundlage dieser Kirche ruht fest auf der Inspiration des lebendigen Gottes, die der Prophet Joseph Smith empfing.8

Die erste Vision Joseph Smiths stellt den Beginn eines wunderbaren Werkes, ja, eines Wunders dar.

Das Herrlichste, was in der Geschichte der Welt seit damals geschehen ist, als der Erretter auf Erden gelebt hat, ist dies: dass Gott selbst es für gut befunden hat, die Erde mit seinem geliebten, einziggezeugten Sohn, unserem Erlöser und Erretter, zu besuchen und dem jungen Joseph Smith zu erscheinen.9

Die Herrlichkeit des Herrn überschattete Joseph Smith und Gott selbst tat sich in der Herrlichkeit und Erhabenheit seines Wesens mit seinem einziggezeugten Sohn, Jahwe, in einer Vision kund und bestimmte mit eigener Stimme Joseph Smith zum Werkzeug, durch das die größte aller Evangeliumszeiten eingeleitet werden sollte.

Da gab es kein protziges, dramatisches Zurschaustellen; es war ein schlichter, feierlicher Anlass und doch unsagbar herrlich und eindrucksvoll.

Die Stimme des Herrn, die so viele Jahre geschwiegen hatte, war wieder zu hören. Wie schon so oft war wieder einmal die Botschaft von Gott zu hören: „Dies ist mein geliebter Sohn. Ihn höre!“ Wieder wurde das Wesen Gott Vaters und seines einziggezeugten Sohnes kundgetan, damit der Mensch sie als das erkenne, was sie sind.10

Dieses Ereignis ist der Beginn eines wunderbaren Werkes, ja, eines Wunders, wie es vom Propheten Jesaja vorhergesagt worden [siehe Jesaja 29:13,14], wie es von Daniel bestätigt [siehe Daniel 2:29-44] und auch von Johannes dem Offenbarer prophezeit worden ist [siehe Offenbarung 14:6,7]. Das persönliche Erscheinen Gott Vaters und seines Sohnes, die Joseph Smith zum Führer der Evangeliumszeit der Fülle erwählt haben, stellt den Beginn dieses Werkes dar. Weiter ergänzt wurde es durch das Erscheinen von Engeln und anderen heiligen Boten, die Joseph Smith die Mächte des Priestertums übertrugen, nämlich die Vollmacht, im Namen Gottes zu handeln. So wurde das Evangelium Jesu Christi der Menschheit kraft göttlicher Vollmacht gebracht und aufgrund göttlicher Weisung wurde die wahre Kirche Christi in den Letzten Tagen gegründet und aufgerichtet.11

Demütig und in vollem Bewusstsein der Verantwortung, die damit einhergeht, geben wir den Menschen der Welt Zeugnis: Im Frühjahr des Jahres 1820 sind Gott Vater und der Sohn dem Propheten Joseph Smith erschienen und dadurch ist die größte aller Evangeliumszeiten eingeleitet worden – eine Evangeliumszeit des Lichts, das von der Gegenwart Gottes ausgeht und dem Menschen den Sinn erleuchtet und zu mehr Intelligenz und Erkenntnis führt, die ja die Herrlichkeit Gottes sind.12

Durch den Propheten Joseph Smith wurden die Schlüssel des Priestertums wiederhergestellt.

„Wir glauben, dass man durch Prophezeiung und das Händeauflegen derer, die Vollmacht haben, von Gott berufen werden muss, um das Evangelium zu predigen und seine heiligen Handlungen zu vollziehen.“ [5. Glaubensartikel.]

Und wir verkünden aller Welt, … dass wir diese Vollmacht besitzen. Wir verkünden: Der Mann, der den Erretter der Welt getauft hat, nämlich Johannes der Täufer, ist auf die Erde gekommen und hat Joseph Smith und Oliver Cowdery die Hände aufgelegt und ihnen das Aaronische oder geringere Priestertum übertragen, das die Vollmacht zu taufen umfasst. Nach dieser Ordinierung hat er ihnen geboten, einander zu taufen, und er hat verheißen, dass Petrus, Jakobus und Johannes, die Apostel des Herrn Jesus Christus, die nach der Kreuzigung an der Spitze der Kirche standen, noch erscheinen werden und ihnen das Apostelamt, das Melchisedekische oder höhere Priestertum, übertragen werden.

Wir verkünden aller Welt, dass sie tatsächlich erschienen sind und dass wir diese Vollmacht haben, und aller Unglaube der Welt vermag die Tatsache nicht zu ändern, dass diese beiden Kundgebungen – diese beiden Ordinierungen – stattgefunden haben. Und wenn dies eine Tatsache ist, kann kein Unglaube etwas daran ändern. Und wir verkünden: Es ist eine Tatsache.13

Die Früchte der Wiederherstellung geben Zeugnis von der Mission Joseph Smiths.

Der größte Beweis dafür, dass die erste Vision von Gott ist und dass dem Propheten Joseph Smith danach Engel und weitere Boten von Gott erschienen sind, sind die tatsächlichen Folgen, die sich aus dieser Botschaft und dieser Vollmacht ergeben. Das Evangelium ist in seiner Reinheit auf Erden wiederhergestellt worden. Der wunderbare Bericht des alten Volkes auf diesem Kontinent, das Buch Mormon, ist aus seinem Versteck im Hügel Cumorah hervorgebracht worden und enthält die Fülle des Evangeliums, wie es der Herr und Erretter, Jesus Christus, hier in Amerika gelehrt hat. Am 6. April 1830 ist die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage in Fayette im Landkreis Seneca im Bundesstaat New York gegründet worden. Seither ist sie gewachsen, … und zwar ungeachtet der Verfolgungen und Hindernisse, die sich ihr ständig in den Weg gestellt haben.14

Wenn wir innehalten und darüber nachdenken, welch wunderbares Werk der Prophet Joseph Smith vollbracht hat, frage ich mich mitunter, wie ein intelligenter Mensch imstande sein kann, das Leben jenes Mannes zu betrachten – die Tatsache, dass er ins Gefängnis geworfen wurde, dass er vertrieben und verfolgt, geteert und gefedert wurde, dass man das Todesurteil über ihn sprach –, und dazu all das Wunderbare zu lesen, was in Lehre und Bündnisse steht, und dann nicht anzuerkennen, dass das, was Joseph Smith geleistet hat, von Gott inspiriert gewesen ist.

Ich begreife nicht, wie ein intelligenter Mensch der Meinung sein kann, jemand könne ohne die Hilfe des Herrn das Buch Mormon hervorbringen, das wir nun über hundert Jahre lang haben und das die ganze Zeit hindurch allen Prüfungen standgehalten hat, auch wenn es aus dem einen oder anderen Grund immer wieder einmal zum Gespött gemacht wird. Dieses Buch, das Joseph Smith als Werkzeug des Herrn übersetzt hat, steht heute erhaben da. Es ist heute unser größtes Werkzeug bei der Missionsarbeit. Mit ihm verkündigen wir das Evangelium und nichts lässt sich mit ihm vergleichen.15

Die Kirche ist ein … wunderbares Werk, ja, ein Wunder. In aller Welt gibt es nichts, was ihr gleicht, denn Jesus Christus, der Sohn Gottes, hat sie aufgerichtet und ist ihr Haupt, denn er hat sich dem Propheten Joseph Smith und Oliver Cowdery und weiteren kundgetan. Und Gott schenkt den Menschen in der ganzen weiten Welt, überall, wo das Evangelium bereits hingekommen ist, als Antwort auf ihr Beten das Zeugnis und Wissen davon, dass dieses Werk, worin wir tätig sind, von Gott ist.16

Der Berg mit dem Haus des Herrn steht fest gegründet als höchster der Berge und zu ihm strömen Menschen aus vielen Völkern [siehe Jesaja 2:2]. Wegen des Segens des Herrn, der auf ihren Bemühungen ruht, ist die Wüste urbar gemacht worden und hat zu blühen begonnen wie eine Rose. Wegen dieses Segens freut sich das einsame Land. [Siehe Jesaja 35:1.] Städte sind gegründet worden, Wasserquellen geschlagen, die das durstige Land zum Leben erwecken, und Musik und Kinderstimmen hört man in den Straßen, wo zuvor viele Jahre lang Einsamkeit und Stille geherrscht haben.

Tempel sind erbaut worden, in denen das Erlösungswerk für unzählige Scharen Lebender und Toter verrichtet wird. …

Wenn wir zurückblicken auf die Gründung der Kirche, die unter ganz schlichten Umständen und weitgehend unbemerkt von der Welt vor sich gegangen ist, wenn wir dann die Geschichte der Kirche weiter verfolgen – über Vertreibung, Armut und Not –, lässt sich da denn abstreiten, dass hier ein großes und wunderbares Werk zustande gebracht worden ist, dass die Verheißungen des Herrn in Erfüllung gegangen sind und sich gezeigt hat, dass er die Macht hat, alles zustande zu bringen, was seine Hand sich vornimmt?

Herrlichkeit und Ehre sei für immerdar Gott Vater durch Jesus Christus, seinen Sohn, denn er ist der Urheber von dem allen.17

Das Evangelium Jesu Christi, das Sie und ich angenommen haben, ist in der Tat der Plan des Lebens und der Erlösung, der erneut auf Erden offenbart worden ist. Es ist das gleiche Evangelium, das durch unseren Herrn und Meister, Jesus Christus, verkündet worden ist. …

Ich weiß, dass Gott lebt. Ich weiß, dass Jesus der Messias ist. Ich weiß, dass Joseph Smith ein Prophet Gottes war. Ich habe die Hand ausgestreckt und von den Früchten des Evangeliums genossen. Ich habe sie gegessen und sie sind süß, ja, süßer als alles Süße. Ich weiß: Gott hat den Propheten Joseph Smith erwählt und ihm Anweisungen und Vollmacht gegeben, damit er dieses Werk aufrichten kann. Ich weiß: Die Macht und der Einfluss Joseph Smiths sind derzeit spürbar, wie das der Engel [Moroni] verheißen hat. Sein Name wird in aller Welt für gut oder böse gelten [siehe Joseph Smith – Lebensgeschichte 1:33], aber für böse nur unter denen, die ihn verleumden. Diejenigen, die ihn und seine Lehren kennen, wissen, dass sein Leben rein gewesen ist und dass seine Lehren in der Tat Gottes Gesetz sind. …

Wiederum sage ich: Dies ist dasselbe Evangelium, das von unserem Herrn und Meister, Jesus Christus, verkündet worden ist und für das er sein Leben zum Zeugnis gegeben hat. Auch das Leben unseres Propheten und unseres Patriarchen [Joseph und Hyrum Smith] ist zum Zeugnis dafür gegeben worden, dass dieses Werk, in dem wir tätig sind, von Gott ist. Der so genannte Mormonismus ist in der Tat das Evangelium unseres Herrn Jesus Christus. Gott hat mir ein Zeugnis davon gegeben.18

Anregungen für Studium und Diskussion

  1. Warum gehört zu einem Zeugnis vom Evangelium immer auch ein Zeugnis vom Propheten Joseph Smith?

  2. Wie erlangt man ein Zeugnis von der göttlichen Mission Joseph Smiths? Wodurch wurde Ihr Zeugnis vom Propheten Joseph Smith gestärkt?

  3. Was wird im Alltag anders, wenn man ein Zeugnis vom Propheten Joseph Smith hat?

  4. Welche Wahrheiten erfahren wir über den himmlischen Vater und Jesus Christus, wenn wir uns mit dem Bericht von der ersten Vision befassen? (Siehe Joseph Smith – Lebensgeschichte 1:11-20.) Wie hilft Ihnen das Wissen, „dass Gott selbst es für gut befunden hat, die Erde mit seinem geliebten, einziggezeugten Sohn … zu besuchen“?

  5. In welcher Hinsicht sind die Letzten Tage eine „Evangeliumszeit des Lichts“? Was für Beweise für das Licht können Sie in der heutigen Welt erkennen?

  6. Warum musste das Priestertum wiederhergestellt werden? In den Genuss welcher Segnungen können wir kommen, weil das Priestertum wiederhergestellt worden ist?

  7. Inwiefern schenkt uns die Botschaft von der Wiederherstellung Hoffnung in dieser bedrängten Welt?

Quellenangaben anzeigen

    Anmerkungen

  1.   1.

    Gospel Standards, Hg. G. Homer Durham, 1941, Seite 20.

  2.   2.

    „God’s Power Manifested“, Deseret News, 24. August 1935, Seite 8.

  3.   3.

    Gospel Standards, Seite 366.

  4.   4.

    Gospel Standards, Seite 368ff.

  5.   5.

    Gospel Standards, Seite 146.

  6.   6.

    James R. Clark, Hg., Messages of the First Presidency of The Church of Jesus Christ of Latter-day Saints, 6 Bände, 1965–1975, 5:246f.

  7.   7.

    Gospel Standards, Seite 3.

  8.   8.

    Gospel Standards, Seite 83.

  9.   9.

    Gospel Standards, Seite 16.

  10.   10.

    Botschaft von der Ersten Präsidentschaft, Generalkonferenz, April 1930; vorgelesen von Präsident Heber J. Grant.

  11.   11.

    Gospel Standards, Seite 16.

  12.   12.

    Botschaft von der Ersten Präsidentschaft, Generalkonferenz, April 1930; vorgelesen von Präsident Heber J. Grant.

  13.   13.

    Gospel Standards, Seite 8.

  14.   14.

    Gospel Standards, Seite 17f.

  15.   15.

    Gospel Standards, Seite 15.

  16.   16.

    Generalkonferenz, Oktober 1924.

  17.   17.

    Botschaft von der Ersten Präsidentschaft, Generalkonferenz, April 1930; vorgelesen von Präsident Heber J. Grant.

  18.   18.

    Generalkonferenz, April 1943.