Wie sich die Macht des Sühnopfers auf uns auswirkt

Lehren der Präsidenten der Kirche: John Taylor, 2011


Durch das große Sühnopfer, das der Sohn Gottes für uns gebracht hat, ist es möglich geworden, dass der Mensch erlöst und wiederhergestellt wird, dass er aufersteht und in den hohen Stand erhöht wird, der in der Schöpfung für ihn vorgesehen ist.1

Aus dem Leben von John Taylor

Präsident John Taylor sprach häufig über die Auswirkungen des Sühnopfers Jesu Christi auf alle Menschen. Er sprach auch von der Freude, die er empfand, wenn er über das barmherzige Sühnopfer nachdachte. „Ich freue mich darüber, dass wir einen Erretter haben, der die Güte besaß, hervorzukommen und uns zu erlösen“, sagte er. „Und ich freue mich darüber, dass wir einen Erretter haben, der noch vorhat, die Welt zu erlösen.“2

Christ

„Da Christus überwunden hat, … hat er es damit jedem, der an ihn glaubt, möglich gemacht, auch zu überwinden.“

Kurz vor seinem Tod schrieb Präsident Taylor Folgendes an seine Familie und brachte damit zum Ausdruck, welche Hoffnung ihm das Sühnopfer schenkte:

„Ich bete zu Gott, dem ewigen Vater, dass wir, wenn wir unsere Bewährungszeit hier vollendet haben, ohne Makel vor dem Herrn stehen mögen – als reine und ehrenhafte Vertreter der Kirche, des Reiches Gottes auf der Erde – und dass wir dann im Reich unseres Gottes celestiale Herrlichkeit ererben und für immer mit den Reinen und Gerechten in den Sphären des ewigen Tages glücklich sind – dank dem Verdienst und Sühnopfer des Herrn Jesus Christus, unseres Erretters und Erlösers, in Welten ohne Ende.“3

Lehren von John Taylor

Dank dem Sühnopfer Jesu Christi werden alle Menschen auferstehen.

Nun ist es unsere Aufgabe, zu fragen, … was durch das Sühnopfer bewirkt wurde.

Erstens die Auferstehung. Die Strafe für die Gesetzesübertretung war zu Adams Zeit der Tod; und der Tod ereilt uns alle. Das Wort des Herrn lautete: „Sobald du davon isst, wirst du sterben.“ [Genesis 2:17; siehe auch Mose 3:17.] Das Sühnopfer Jesu Christi hat die Auferstehung von den Toten zustande gebracht und das Leben wiederhergestellt. Deshalb hat Jesus gesagt: „Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt.“ [Johannes 11:25.] Jesus selbst wurde als Erster der Entschlafenen wieder auferweckt.

Als nächstes stellt sich die Frage, wie weit sich dieses Prinzip erstreckt und für wen es gilt. Es erstreckt sich auf die ganze Mensch- heit, auf alle Menschen in jedem Land.4

Alle müssen irgendwann aus dem Grab hervorkommen, in demselben Körper, den sie im Erdenleben schon besaßen. Es wird genauso sein, wie Ezechiel es beschrieben hat – die Gebeine rücken zusammen – Bein an Bein; Fleisch und Sehnen werden das Skelett umgeben, und auf das Gebot des Herrn hin wird der Atemhauch in den Körper eindringen, und viele von uns werden erscheinen und sich selbst ein Wunder sein [siehe Ezechiel 37:1–14].

Ich habe Joseph Smith sagen hören, als er in Nauvoo ein Grab anlegte, er erwarte, wenn das Grab dereinst zerberste, dass er dann aufstehen und seinen Vater und seine Mutter umarmen und seinen Freunden die Hand schütteln werde. Er hatte schriftlich darum gebeten, dass nach seinem Tod liebe Freunde dafür sorgten, dass er in der Nähe seiner Busenfreunde beerdigt werde, damit er sie, wenn sie alle am Morgen der ersten Auferstehung auferweckt würden, umarmen und sagen könne: „Mein Vater! Meine Mutter!“

Wie tröstlich doch für diejenigen, die um liebe Freunde trauern, die verstorben sind, die Gewissheit ist, dass wir sie einmal wiedersehen werden! Wie ermutigend für alle, die nach den offenbarten Prinzipien der Wahrheit leben, und vielleicht noch mehr für diejenigen, die ihr Leben fast hinter sich haben, die die Hitze und Last des Tages ertragen haben – diese Gewissheit, dass wir die Ketten des Grabs schon bald zerreißen und als lebende, unsterbliche Seele hervorkommen werden – zurück in die Gesellschaft unserer bewährten und vertrauten Freunde, dass der Tod uns dann nie wieder bedrängen wird und wir das Werk vollenden werden, das der Vater uns aufgetragen hat!5

Das Sühnopfer ermöglicht es den Glaubenstreuen, den geistigen Tod zu überwinden und Erhöhung zu erlangen.

Gottes Plan bezüglich des Menschen sah vor, dass er fallen sollte und dass er dann, nach dem Fall und nachdem er Gut und Böse erkannt hatte (und diese Erkenntnis hätte er sonst nicht erlangen können), auch Erkenntnis über das Sühnopfer und die Erlösung erlangen musste, die durch die Vermittlung Jesu Christi zustande gebracht werden sollten.6

Inwiefern sind das Sühnopfer und die Auferstehung den Menschen von Nutzen? Schließlich hat das Sühnopfer den Menschen in seine frühere Position vor dem Herrn zurückgebracht, es macht es ihm möglich, die Erhöhung und Herrlichkeit zu erlangen, die er ohne das Sühnopfer nicht hätte erlangen können; ja, er kann sogar, durch Adoption, ein Sohn Gottes werden; und als Sohn ist er dann auch Erbe Gottes und Miterbe Jesu Christi [siehe Römer 8:16,17]; da Christus überwunden hat, hat er dies möglich gemacht; er hat es damit jedem, der an ihn glaubt, möglich gemacht, auch zu überwinden; so wie er bevollmächtigt ist, die Herrlichkeit seines Vaters zu ererben, die er bei ihm hatte, ehe die Welt war, mit seinem auferstandenen Leib, so können, durch die Adoption, auch wir überwinden und uns mit ihm auf seinem Thron niedersetzen, wie er überwunden und sich auf den Thron seines Vaters gesetzt hat. …

Durch das Sühnopfer können diejenigen, die an Christus glauben und sein Gesetz befolgen, an seiner Herrlichkeit und Erhöhung teilhaben und das Gottsein ererben; diejenigen dagegen, die sein Gesetz nicht befolgen, werden zwar auferstehen, können aber nicht diese Erhöhung ererben; sie werden von den Toten auferweckt, können aber, ohne dem celestialen Gesetz gehorsam zu sein, keine celestiale Herrlichkeit ererben. … Jesus hat gesagt: „So steht es in der Schrift: Der Messias wird leiden und am dritten Tag von den Toten auferstehen, und in seinem Namen wird man allen Völkern, angefangen in Jerusalem, verkünden, sie sollen umkehren, damit ihre Sünden vergeben werden.“ [Lukas 24:46,47.]7

Das Sühnopfer erlöst kleine Kinder und solche Menschen, die sterben, ohne das Evangelium zu kennen.

Der Erlöser selbst sagte, als er hier im Fleisch lebte, zu seinen Jüngern: … „Lasst die Kinder zu mir kommen; hindert sie nicht daran! Denn Menschen wie ihnen gehört das Reich Gottes. Amen, das sage ich euch: Wer das Reich Gottes nicht so annimmt wie ein kleines Kind, der wird nicht hineinkommen.“ [Lukas 18:16,17.] Und nach seiner Kreuzigung und Auferstehung wiederholte er diese Ermahnung gegenüber seinen nephitischen Jüngern: „Und abermals sage ich euch: Ihr müsst umkehren und euch in meinem Namen taufen lassen und wie kleine Kinder werden, sonst könnt ihr keinesfalls das Reich Gottes ererben.“ [3 Nephi 11:38.]

Ohne Adams Übertretung hätte es diese Kinder nicht gegeben; durch das Sühnopfer werden sie in den Zustand der Errettung versetzt, ohne selbst etwas dafür tun zu müssen. Sie machen, nach Meinung von Statistikern, über die Hälfte der Menschheit aus, die ihre Errettung nur der Vermittlung und dem Sühnopfer des Erretters zu verdanken haben. So hat Jesus also, wie andernorts bereits gesagt, auf eine geheimnisvolle, unfassbare Weise die Verantwortung auf sich genommen, die eigentlich Adam hätte auf sich nehmen müssen; dies konnte aber nur geschehen, indem er als Mittler auftrat und ihren Kummer, ihre Verantwortung auf sich nahm und ihre Übertretungen oder Sünden trug.

Auf eine Weise, die für uns unfassbar und unerklärlich ist, trug er die Last der Sünden der ganzen Welt; nicht nur für Adam, sondern auch für seine Nachkommenschaft; dadurch hat er das Himmelreich nicht nur den Gläubigen und allen, die das Gesetz Gottes befolgen, geöffnet, sondern auch über der Hälfte der Menschheit, die sterben, ehe sie erwachsen sind, desgleichen den Heiden, die ohne Gesetz gestorben sind und durch seine Vermittlung auch ohne Gesetz auferstehen werden; sie werden ohne Gesetz gerichtet und haben je nach ihren Fähigkeiten und Werken und ihrem Wert Anteil an den Segnungen seines Sühnopfers.8

Da der Erretter mit unserer Schwäche mitfühlen kann, versteht er unsere Prüfungen voll und ganz.

Als der Erretter auf der Erde war, musste er in jeder Hinsicht versucht werden, so wie wir, und mit „unserer Schwäche mitfühlen“ [siehe Hebräer 4:15], um die Schwächen und Stärken, die Vollkommenheit und die Unvollkommenheit der armen, gefallenen mensch- lichen Natur zu verstehen. Und nachdem er vollbracht hatte, wozu er in die Welt gekommen war, nachdem er sich mit der Heuchelei und Verderbtheit, der Schwäche und Dummheit der Menschen auseinandersetzen musste, nachdem er Versuchungen und Prüfungen in all ihren Formen kennen gelernt und überwunden hatte, wurde er zum „treuen Hohenpriester“ [siehe Hebräer 2:17], um im immerwährenden Reich seines Vaters für uns einzutreten.

Er weiß die menschliche Natur richtig einzuschätzen, denn da er sich in der gleichen Lage befand wie wir, weiß er mit unseren Schwä- chen umzugehen und kann die Tiefe, Macht und Kraft der Bedrängnisse und Prüfungen, die den Menschen in dieser Welt zu schaffen machen, ganz und gar erfassen. Und so kann er sich, verständnisvoll und aus Erfahrung, in sie hineinversetzen.9

Die ersten Grundsätze und Verordnungen des Evangeliums sind notwendig, damit wir die Fülle der Segnungen des Sühnopfers empfangen können.

Da wir uns nun der großen Segnungen und Rechte, der Macht und Erhöhung, die durch das Sühnopfer Jesu Christi in der Reichweite der Menschen liegen, bewusst geworden sind, haben wir als nächstes die Pflicht, nachzufragen, was von einem Menschen erwartet wird, damit er sie besitzen kann. …

Die Bedingungen, die die Menschen erfüllen müssen, um die Erhöhung zu erlangen, die das Sühnopfer ihnen eröffnet, sind: Erstens der Glaube an Gott als unseren Vater und den erhabenen Herrscher des Universums, der das Geschick der Menschheit in Händen hält, in dem wir leben und uns bewegen und sind. Und an seinen Sohn Jesus Christus, das Lamm, das vor der Grundlegung der Welt war und geschlachtet wurde, den großen Mittler. Und an dessen großes stellvertretendes Opfer, das der Vater schon vor der Schöpfung vorgesehen hatte und das Jesus vollendete, indem er sich am Kreuz opferte. „Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat.“ [Johannes 3:16.] Oder, um es mit den Worten des nephitischen Königs Benjamin zu sagen:

„Glaubt an Gott; glaubt daran, dass er ist und dass er alles erschaffen hat im Himmel und auf Erden; glaubt daran, dass er alle Weisheit und alle Macht hat im Himmel und auf Erden; glaubt daran, dass der Mensch nicht alles erfasst, was der Herr erfassen kann.“ [Mosia 4:9.]

Oder, wie Paulus schreibt: „Wer zu Gott kommen will, muss glauben, dass er ist und dass er denen, die ihn suchen, ihren Lohn geben wird.“ [Hebräer 11:6.]

Der zweite Grundsatz des Evangeliums der Errettung ist die Umkehr. Es handelt sich dabei um aufrichtige, gottgewollte Traurigkeit wegen der Sünde, um das Ablassen von der Sünde, verbunden mit der vollen Herzensabsicht, Gottes Gebote zu halten. Wie der Prophet Jesaja geschrieben hat: „Der Ruchlose soll seinen Weg verlassen, der Frevler seine Pläne. Er kehre um zum Herrn, damit er Erbarmen hat mit ihm, und zu unserem Gott; denn er ist groß im Verzeihen.“ [Jesaja 55:7.] Und um das Buch Mormon zu zitieren:

„Und weiter: Glaubt daran, dass ihr von euren Sünden umkehren und von ihnen lassen müsst, und demütigt euch vor Gott; bittet mit aufrichtigem Herzen, er möge euch vergeben; und nun, wenn ihr an dies alles glaubt, so seht, dass ihr es tut.“ [Mosia 4:10.]

Drittens die Taufe zur Vergebung unserer Sünden, unserer Übertretungen, die auf diese Weise dank dem Sühnopfer, das die göttliche Barmherzigkeit uns geschenkt hat, ausgelöscht werden. Um die Worte des Paulus zu benutzen: „Wir wurden mit ihm begraben durch die Taufe auf den Tod; und wie Christus durch die Herrlichkeit des Vaters von den Toten auferweckt wurde, so sollen auch wir als neue Menschen leben. Wenn wir nämlich ihm gleich geworden sind in seinem Tod, dann werden wir mit ihm auch in seiner Auferstehung vereinigt sein.“ [Römer 6:4,5.]

Als nächstes empfangen wir, wenn diejenigen, die das Heilige Priestertum erhalten haben und rechtmäßig bevollmächtigt und ordiniert sind, diesen Segen zu spenden, uns die Hände auflegen, den Heiligen Geist. So verkündete Petrus am Pfingsttag:

„Kehrt um und jeder von euch lasse sich auf den Namen Jesu Christi taufen zur Vergebung seiner Sünden; dann werdet ihr die Gabe des Heiligen Geistes empfangen. Denn euch und euren Kindern gilt die Verheißung und all denen in der Ferne, die der Herr, unser Gott, herbeirufen wird.“ [Apostelgeschichte 2:38,39.]

Dies sind die einleitenden oder ersten Grundsätze des immerwährenden, unwandelbaren Evangeliums unseres Herrn und Erretters Jesus Christus, das für alle Menschen in allen Ländern zu jedem Zeit- alter seit jeher das gleiche ist, wann und wo immer es auch kraft himmlischer Vollmacht gelehrt wurde. Wir lesen also: „So fing das Evangelium an, gepredigt zu werden, vom Anfang an, und es wurde von heiligen Engeln verkündet, die aus der Gegenwart Gottes ausgesandt wurden, und auch von seiner eigenen Stimme und durch die Gabe des Heiligen Geistes. Und so bekam Adam alles durch heilige Verordnung bestätigt und das Evangelium gepredigt, und der Beschluss wurde ausgesandt, dass es in der Welt sein solle bis an ihr Ende.“ [Mose 5:58,59.]10

Wir nehmen am Abendmahl teil, um des Sühnopfers des Erretters zu gedenken.

Die Opfer, die seit Adams Zeit dargebracht wurden, … standen [stellvertretend] für das große Sühnopfer, das er bringen sollte, indem er sich selbst darbrachte. Es gab so viele Sinnbilder und Symbole dessen, wofür er das große Muster war – so wurden der Wesenskern, die Wirklichkeit durch die anderen Opfer, die von Anfang an dargebracht worden waren, symbolisch angekündigt. …

Aber noch bevor er sich selbst als das große Sühnopfer darbrachte, durch das er das Gesetz erfüllte und es ehrenwert machte, und nachdem er das Evangelium eingeführt hatte, kam er mit seinen Jüngern zusammen, um das Paschamahl zu feiern. … Da sagte er ihnen: „Ich habe mich sehr danach gesehnt, vor meinem Leiden dieses Paschamahl mit euch zu essen.“ [Lukas 22:15.] Was mit euch zu essen? Das Paschamahl. Was mit euch zu essen? Das Abendmahl des Herrn. … Er stand im Mittelpunkt dieser beiden Zeremonien; er verkörperte beide, er war derjenige, der schon vor der Grundlegung der Erde ausersehen war und von dem die Gottesmänner in allen vorhergehenden Zeitaltern prophezeit hatten; seinetwegen hatten all die Diener des Herrn die Opfer dargebracht, seit dem Fall Adams bis zu jener Zeit; all die [Opfer], die bis dahin dargebracht worden waren, wiesen auf ihn hin, für den sie dargebracht wurden und um den sie sich drehten. Andererseits war er derjenige, der das vollkommenere Gesetz einführte und, indem er sich selbst einmal für alle opferte, auch das unbegrenzte Sühnopfer. Durch sein Opfer vollbrachte er, was der Allmächtige ersonnen hatte, ehe die Welt war und was das Blut der Rinder, Ziegen und Lämmer nur symbolisch angedeutet hatte.

In Anbetracht dessen, was unmittelbar darauf stattfinden sollte, setzte er das Abendmahl des Herrn ein – zum Gedenken an diesen großen, krönenden Akt der Erlösung. „Und er nahm Brot, sprach das Dankgebet, brach das Brot und reichte es ihnen mit den Worten: Das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird. Tut dies zu meinem Gedächtnis!“ [Lukas 22:19] „Dann nahm er den Kelch, sprach das Dankgebet und reichte ihn den Jüngern mit den Worten: Trinkt alle daraus; das ist mein Blut, das Blut des Bundes, das für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden.“ [Matthäus 26:27,28.] …

So wie seit Anbeginn der Welt bis zu dem Zeitpunkt, als das Paschafest eingeführt wurde, Opfer dargebracht worden waren, um sinnbildlich an das Opfer des Gottessohns zu erinnern, so waren von der Zeit des Paschafests, bis er kam, um sich zu opfern, diese Opfer und Sinnbilder von den Propheten und Patriarchen sorgfältig eingehalten worden, gemäß dem Gebot, das Mose und die übrigen Jünger des Herrn erhalten hatten. Und so erfüllte auch er selbst diese Bedingung und feierte das Paschamahl, so wie die anderen; und jetzt nehmen wir, nachdem das große Opfer dargebracht worden ist, zum Gedenken daran am Abendmahl des Herrn teil. Dieser Akt war das große Bindeglied zwischen der Vergangenheit und der Zukunft; so erfüllte er das Gesetz, erfüllte er die Forderungen der Gerechtigkeit und befolgte er, was sein himmlischer Vater gefordert hatte.11

Anregungen für Studium und Diskussion

  1. Was wurde durch das Sühnopfer Jesu Christi bewirkt?

  2. Inwiefern ist Ihnen die Lehre von der Auferstehung ein Trost?

  3. Wie wirkt sich das Sühnopfer auf Sie persönlich aus? Inwiefern hilft Ihnen die Erkenntnis, dass der Erretter „die Tiefe und Kraft [Ihrer] Bedrängnisse und Prüfungen … ganz und gar erfassen“ kann? Was haben Sie schon erlebt, das Ihr Zeugnis vom Sühnopfer gefestigt hat?

  4. Was bedeutet es, durch „Adoption“ ein Sohn bzw. eine Tochter Christi zu werden? (Siehe auch Mosia 5:1–9,15; LuB 25:1.)

  5. Was wird von uns verlangt, damit wir die „großen Segnungen und Rechte, [die] Macht und Erhöhung, die [wir] durch das Sühnopfer Jesu Christi“ erlangen können, wirklich empfangen? (Siehe auch den 3. und den 4. Glaubensartikel.)

  6. Welcher Zusammenhang besteht zwischen dem Abendmahl und dem Sühnopfer?

Einschlägige Schriftstellen: Matthäus 26:26–28; Mosia 15:22–25; Alma 34:13–15; 3 Nephi 18:1–12; Moroni 10:32,33; Mose 5:4–8

Quellenangaben anzeigen

    Fußnoten

  1.   1.

    The Mediation and Atonement (1882), 170.

  2.   2.

    Deseret News (Weekly), 4. März 1863, 282.

  3.   3.

    B. H. Roberts, The Life of John Taylor (1963), 398.

  4.   4.

    The Mediation and Atonement, 177f.

  5.   5.

    The Gospel Kingdom, Hg. G. Homer Durham (1943), 23f.

  6.   6.

    The Mediation and Atonement, 187.

  7.   7.

    The Mediation and Atonement, 179f.

  8.   8.

    The Mediation and Atonement, 148f.; Absatzeinteilung geändert.

  9.   9.

    The Gospel Kingdom, 120.

  10.   10.

    The Mediation and Atonement, 180–183.

  11.   11.

    The Mediation and Atonement, 124–27.