Kapitel 17

Der große Erlösungsplan

Lehren der Präsidenten der Kirche: Joseph Smith


„Der große Erlösungsplan ist ein Thema, das unsere ganze Aufmerksamkeit verlangt; wir müssen ihn als eines der schönsten Geschenke des Himmels an die Menschheit betrachten.“

Aus dem Leben von Joseph Smith

Im September 1831 zog der Prophet Joseph Smith mit seiner Familie nach Hiram in Ohio, das 50 Kilometer südöstlich von Kirtland lag, wo sie etwa ein Jahr im Haus von John und Alice (auch Elsa genannt) Johnson lebten. In diesem Haus vollbrachte der Prophet einen Großteil seiner Arbeit an der Joseph-Smith-Übersetzung der Bibel.

Diese wichtige Arbeit, die der Prophet als einen „Zweig meiner Berufung“1 bezeichnete, trägt wesentlich zu unserem Verständnis des Erlösungsplans bei. Der Prophet begann diese Arbeit im Juni 1830, als der Herr ihm gebot, eine inspirierte Neubearbeitung der King-James-Übersetzung der Bibel in Angriff zu nehmen. Dem Propheten war bereits lange bewusst, dass die Bibel in Bezug auf manche wichtige Punkte nicht immer klar war. Ihm war aufgefallen, dass Moroni einige Passagen aus der Bibel „mit einer kleinen Abweichung vom Wortlaut unserer Bibeln“ zitiert hatte (Joseph Smith – Lebensgeschichte 1:36). Als er 1 Nephi 13:23-29 übersetzte, erfuhr er, dass „viele Teile, die klar und höchst kostbar sind“, aus der Bibel herausgenommen worden waren, darunter auch „viele Bündnisse des Herrn“ (1 Nephi 13:26).

Der Prophet sagte später: „Ich glaube der Bibel, und zwar in dem Wortlaut, wie er den Verfassern ursprünglich aus der Feder geflossen ist. Unwissende Übersetzer, nachlässige Abschreiber sowie berechnende und verderbte Priester haben allerdings viele Fehler hineingebracht. … Man betrachte den Widerspruch [in Hebräer 6:1] – ‚Darum wollen wir beiseite lassen, was man zuerst von Christus verkünden muss, und uns dem Vollkommeneren zuwenden‘. Wenn jemand die Grundsätze der Lehre Christi beiseite lässt – wie kann er dann mittels dieser Grundsätze errettet werden? Das ist ein Widerspruch. Daran glaube ich nicht. Ich will es so wiedergeben, wie es lauten sollte – ‚Darum wollen wir, die Grundsätze der Lehre Christi nicht verlassend, weiter zur Vollkommenheit gelangen.‘“2

Geleitet vom Geist verbrachte Joseph etwa drei Jahre damit, die Bibel durchzuarbeiten. Dabei brachte er tausende Korrekturen am Text an und stellte verloren gegangene Aussagen wieder her. Diese wiederhergestellten Aussagen werfen ein wunderbares Licht auf viele Lehren, die in der Bibel, wie sie heute besteht, nicht klar wiedergegeben werden. Diese inspirierte Überarbeitung des Bibeltextes ist unter der Bezeichnung Joseph-Smith-Übersetzung der Bibel bekannt. Etliche Stellen aus der Joseph-Smith-Übersetzung befinden sich nun im Schriftenführer in der Dreifach-Kombination mit den heiligen Schriften der Heiligen der Letzten Tage.

Die Übersetzung der Bibel durch den Propheten spielte eine wichtige Rolle bei seiner eigenen geistigen Ausbildung und bei der allmählichen Wiederherstellung der Evangeliumswahrheiten. Bei der Überarbeitung des Alten und Neuen Testaments erhielt er auch oft Offenbarungen, die biblische Textstellen erklärten oder erweiterten. Auf diese Weise erhielt der Prophet viele Lehren vom Herrn, einschließlich derer, die jetzt in Lehre und Bündnisse 74, 76, 77, 86 und 91 und in vielen anderen Abschnitten aus Lehre und Bündnisse zu finden sind.

Als der Prophet mit seiner Übersetzung der Bibel im Juni 1830 begann, offenbarte ihm der Herr einen längeren Abschnitt aus den Schriften des Mose. Dieser Abschnitt wurde Kapitel 1 des Buches Mose in der Köstlichen Perle. Dort wird eine Vision beschrieben, in der Mose Gott sah und mit ihm sprach – eine Vision, die so bemerkenswert war, dass Joseph Smith sie als „ein Kleinod“ und „einen Quell der Stärke“3 bezeichnete. In dieser Vision unterwies Gott Mose über den grundlegenden Zweck des Erlösungsplans:

„Und der Herr, Gott, sprach zu Mose, nämlich: … Denn siehe, dies ist mein Werk und meine Herrlichkeit – die Unsterblichkeit und das ewige Leben des Menschen zustande zu bringen“ (Mose 1:37, 39).

Die im Erlösungsplan enthaltenen Lehren, Verordnungen und Verheißungen wurden der Erde in diesen Letzten Tagen durch den Propheten Joseph Smith offenbart. Als jemand, der die Bedeutung dieses Planes klar erfasste, erklärte der Prophet: „Der große Erlösungsplan ist ein Thema, das unsere ganze Aufmerksamkeit verlangt; wir müssen ihn als eines der schönsten Geschenke des Himmels an die Menschheit betrachten.“4

Lehren von Joseph Smith

Im vorirdischen Dasein wurde Jesus Christus als Erlöser auserwählt, und wir haben uns dazu entschlossen, den Erlösungsplan anzunehmen

„Bei der ersten Organisierung im Himmel waren wir alle anwesend und haben gesehen, wie der Erretter erwählt und bestimmt wurde und der Erlösungsplan aufgestellt wurde; und wir haben ihn gebilligt.“5

„Der Herr [ist] auf ewig ein Priester nach der Ordnung Melchisedeks und der gesalbte Sohn Gottes, der vor der Grundlegung der Welt war [siehe Psalm 110:4].“6

„Die Errettung, die von Jesus Christus kommt, wurde für alle Menschen bewirkt – um über den Teufel zu triumphieren. … Alle werden leiden, bis sie Christus selbst gehorchen.

Beim Streit im Himmel ging es um Folgendes: Jesus sagte, es werde einige Seelen geben, die nicht errettet würden, und der Teufel sagte, er könne sie alle erretten und legte dem großen Rat seine Pläne vor; dieser aber stimmte für Jesus Christus. Der Teufel nun erhob sich in Auflehnung gegen Gott und wurde zusammen mit allen, die sich für ihn stark gemacht hatten, hinabgeworfen.“7

Wir sind ewige Wesen; wir können zur Erhöhung gelangen, indem wir den Gesetzen Gottes gehorchen

Der Prophet Joseph Smith empfing im Mai 1833 die folgende Offenbarung vom Herrn, die später als Lehre und Bündnisse 93:29 festgehalten wurde: „Der Mensch war auch im Anfang bei Gott. Intelligenz oder das Licht der Wahrheit wurde nicht erschaffen oder gemacht und kann es auch gar nicht.“ Im April 1844 lehrte der Prophet: „Ich habe da noch etwas anderes, worüber ich sprechen möchte, etwas, was mit der Erhöhung des Menschen zu tun hat. … Es hängt mit der Auferstehung der Toten zusammen – nämlich die Seele, das menschliche Ich, der unsterbliche Geist. Woher kommt er? Alle gelehrten Leute und Doktoren der Theologie sagen, Gott habe ihn im Anfang erschaffen; das ist aber nicht so: Schon der bloße Gedanke setzt den Menschen in meiner Wertschätzung herab. Ich glaube nicht an eine solche Lehre, ich weiß es besser. Hört, all ihr Enden dieser Welt; Gott hat es mir nämlich gesagt, und selbst, wenn ihr mir nicht glaubt, so wird dies doch die Wahrheit nicht unwirksam machen. …

Ich spreche jetzt von der Unsterblichkeit des menschlichen Geistes. Ist es denn logisch zu behaupten, die Intelligenz der Geister sei unsterblich, habe aber doch einen Anfang gehabt? Die Intelligenz der Geister hat keinen Anfang gehabt und wird auch kein Ende haben. Das ist gute Logik. Was einen Anfang hat, kann auch ein Ende haben. Es hat nie eine Zeit gegeben, in der es keine Geister gegeben hat. …

… Ich nehme mir diesen Ring vom Finger und vergleiche ihn mit dem Ich des Menschen – dem unsterblichen Teil, der ja keinen Anfang hat. Angenommen, man schnitte ihn entzwei: dann hat er einen Anfang und ein Ende. Man füge ihn wieder zusammen, und es ist abermals ein- und dieselbe ewige Runde. So ist es auch mit dem Geist des Menschen. So wahr der Herr lebt: Wenn der Geist einen Anfang gehabt hat, wird er auch ein Ende haben. Alle die Narren und die gelehrten und klugen Männer von Anbeginn der Schöpfung an, die behaupten, der Geist des Menschen habe einen Anfang gehabt, beweisen damit nur, dass er ein Ende haben muss. Wenn diese Lehre stimmt, dann stimmt auch die Lehre von der völligen Auslöschung. Habe ich aber recht, dann darf ich unerschrocken von den Hausdächern verkündigen, dass Gott nie die Macht gehabt hat, den menschlichen Geist zu erschaffen. Gott konnte sich auch nicht selbst erschaffen.

Intelligenz ist ewig und existiert durch sich selbst und aus sich heraus; das ist das Prinzip. Es handelt sich um Geist, der von Zeitalter zu Zeitalter besteht, und er hat nichts mit Erschaffung zu tun. Jedes Ich, jeder Geist, den Gott je auf die Welt gesandt hat, hat es in sich, größer werden zu können.

Das Ursprüngliche des Menschen existiert – ebenso wie Gott – durch und aus sich selbst. Gott, der ja intelligenter war als alle, sah sich inmitten von Geistern und Herrlichkeit und hielt es für richtig, Gesetze wirksam werden zu lassen, die den übrigen einen ebensolchen Fortschritt ermöglichen konnten. Unsere Beziehung zu Gott versetzt uns in die Lage, an Erkenntnis zuzunehmen. Er hat die Macht, Gesetze zu schaffen, um die schwächeren Intelligenzen zu unterweisen, damit auch sie erhöht werden können wie er; auf diese Weise können sie eine Herrlichkeit nach der anderen einnehmen – die gesamte Erkenntnis, Macht, Herrlichkeit und Intelligenz, deren es bedarf, damit man in der Welt der Geister errettet wird.“8

„Wir meinen, dass Gott den Menschen mit einem Verstand geschaffen hat, der imstande ist zu lernen, und mit einer Fähigkeit, die sich in dem Maß erweitert, wie man dem Licht, das vom Himmel her dem Denkvermögen mitgeteilt wird, Eifer und Beachtung schenkt. Je näher der Mensch der Vollkommenheit kommt, desto klarer wird sein Blick und desto größer seine Freude, bis er das Böse in seinem Leben überwunden und jeglichen Wunsch nach Sünde verloren hat und wie die Menschen in alter Zeit an einem Punkt des Glaubens anlangt, wo er von der Macht und Herrlichkeit seines Schöpfers eingehüllt und emporgehoben wird, um bei ihm zu wohnen. Wir meinen aber auch, dass dies ein Zustand ist, den noch nie jemand von einem Augenblick zum nächsten erreicht hat.“9

Wir sind auf die Erde gekommen, um einen Körper zu erhalten, an Erkenntnis zuzunehmen und durch Glauben zu überwinden

„Jeder Mensch weiß, dass er sterben muss; und es ist wichtig, dass wir die Gründe und Ursachen verstehen, warum wir den Wechselfällen des Lebens und dem Tod ausgesetzt sind, ebenso aber auch die Pläne und Absichten Gottes, wenn er uns in die Welt schickt, und warum wir hier leiden und schließlich von hier fortgehen müssen. Was für einen Zweck hat es denn, dass wir ins Dasein treten, dann aber sterben, dahinschwinden und nicht mehr da sind? Es ist nur vernünftig, wenn man annimmt, Gott werde diesbezüglich etwas offenbaren, und gerade mit diesem Thema sollten wir uns mehr befassen als mit jedem anderen. Wir sollten uns Tag und Nacht damit befassen; denn die Welt ist hinsichtlich ihrer wahren Lage und ihres wahren Verhältnisses [zu Gott] in Unwissenheit.“10

„Es war der Plan Gottes vor der Grundlegung der Welt, dass wir eine irdische Hülle [einen Körper] erhalten, dass wir durch Glaubenstreue überwinden sollen und hierdurch von den Toten auferstehen und auf diese Weise Herrlichkeit, Ehre, Macht und Herrschaft erlangen.“11

„Wir sind auf diese Erde gekommen, damit wir einen Körper erlangen und ihn rein darbringen können, nämlich vor Gott im celestialen Reich. Das wichtige Prinzip des Glücklichseins besteht darin, dass man einen Körper hat. Der Teufel hat keinen Körper, und darin liegt seine Strafe. Es freut ihn, wenn er sich einen menschlichen Körper aneignen kann, und als er vom Erretter aus einem solchen ausgetrieben wurde, bat er, in eine Herde Schweine hineinfahren zu dürfen; dies zeigt, dass er sogar lieber den Körper eines Schweines hat als gar keinen. Alle Wesen, die einen Körper haben, besitzen Macht über diejenigen, die keinen haben.“12

„Errettung bedeutet, als dass man vor allen seinen Feinden gerettet ist; denn man ist nicht errettet, wenn man nicht über den Tod triumphieren kann. …

Die Geister in der ewigen Welt gleichen den Geistern in unserer Welt. Wenn diejenigen, die auf die Welt gekommen sind und eine irdische Hülle empfangen haben, dann sterben und wiederauferstehen und einen verherrlichten Körper empfangen, sind sie den Geistern, die keinen Körper erhalten und sich ihren ersten Stand nicht bewahrt haben – das ist beim Teufel der Fall – überlegen. Die Strafe für den Teufel bestand ja darin, dass er keine Wohnstätte wie der Mensch erhielt.“13

„Der Grundsatz der Erkenntnis ist der Grundsatz der Errettung. Die Glaubenstreuen und Eifrigen können diesen Grundsatz begreifen, und wer nicht so viel Erkenntnis erlangt, dass er errettet werden kann, wird schuldig gesprochen werden. Der Grundsatz der Errettung ist uns dadurch gegeben, dass wir Jesus Christus erkennen.

Die Errettung ist nicht mehr und nicht weniger, als dass man über all seine Feinde triumphiert und sie sich unter die Füße legt. Und wenn wir die Macht haben, uns alle Feinde in dieser Welt unter die Füße zu legen, und die Erkenntnis besitzen, um über alle bösen Geister in der künftigen Welt zu triumphieren, dann sind wir errettet; das ist bei Jesus der Fall, der herrschen soll, bis ihm alles unter die Füße gelegt ist, und der letzte Feind ist der Tod [siehe 1 Korinther 15:25,26].

Wir haben es hier wohl mit Grundsätzen zu tun, über die nur wenige Menschen nachgedacht haben. Niemand kann diese Errettung ohne seine irdische Hülle erlangen.

In dieser unserer Welt ist der Mensch von Natur aus selbstsüchtig, ehrgeizig und darauf aus, den anderen zu übertreffen. Einige aber sind willens, andere ebenso aufzubauen wie sich selbst. Auch in der anderen Welt gibt es unterschiedliche Geister: Einige wollen sich hervortun. Das war mit Luzifer so, als er fiel. Er trachtete nach etwas, was unrechtmäßig war. Deshalb wurde er gestürzt, und es steht geschrieben, dass er viele nach sich zog. Seine Strafe ist deshalb so groß, weil er keine irdische Hülle haben kann. Darin besteht ja seine Strafe.“14

Gott hat uns sittliche Entscheidungsfreiheit gewährt und die Macht, das Gute vor dem Bösen zu erwählen

„Wenn der Mensch sich Errettung erwerben will, so muss er, noch ehe er aus dieser Welt scheidet, sich gewissen Regeln und Prinzipien unterordnen, die mit unabänderlichem Beschluss schon vor der Grundlegung der Welt festgesetzt wurden. … Die Organisation in der geistigen und himmlischen Welt und der geistigen und himmlischen Wesen entspricht der vollkommensten Ordnung und Harmonie; ihre Grenzen und Schranken wurden unwiderruflich festgelegt und von ihnen selbst in ihrem himmlischen Stand freiwillig gutgeheißen, und unsere ersten Eltern haben sie hier auf der Erde gutgeheißen. Darum ist es so wichtig, dass alle Menschen, die ewiges Leben erwarten, die Prinzipien ewiger Wahrheit gutheißen und in sich aufnehmen.“15

„Jeder Mensch hat ein Anrecht auf die Entscheidungsfreiheit, denn so hat Gott es bestimmt. Er hat die sittliche Entscheidungsfreiheit des Menschen eingerichtet und ihm Macht gegeben, Gut oder Böse zu wählen; entweder nach dem Guten zu streben, indem er in diesem Leben dem Pfad der Heiligkeit folgt, der der Seele bereits hier Frieden und Freude im Heiligen Geist und später dann eine Fülle der Freude und des Glücks zur rechten Hand Gottes bringt, oder einen schlechten Kurs einzuschlagen und sich in Sünde und Auflehnung gegen Gott zu ergehen und dadurch seiner Seele Schuldigsprechung in dieser Welt und ewige Vernichtung in der künftigen Welt zu bringen.“16

„Der Satan kann uns mit seinen Verlockungen nicht verführen, es sei denn, wir sind im Herzen einverstanden und geben nach. Wir wurden so erschaffen, dass wir dem Teufel widerstehen können; wären wir nicht so erschaffen, könnten wir nicht selbständig handeln.“17

„Der Teufel hat nur so viel Macht über uns, wie wir ihm einräumen. In dem Augenblick, wo wir uns gegen etwas, was von Gott kommt, auflehnen, ergreift der Teufel die Macht.“18

Am 16. Mai 1841 wandte sich der Prophet an die Heiligen: „Präsident Joseph Smith … erklärte, dass dem Satan im Allgemeinen zur Last gelegt werde, was wir Böses tun, aber wenn er wirklich die Ursache all unserer Schlechtigkeit sei, dann könne der Mensch nicht verurteilt werden. Der Teufel könne den Menschen nicht zwingen, Böses zu tun; alles geschehe aus freiem Willen. Wer sich dem Geist Gottes entgegenstelle, der sei der Gefahr ausgesetzt, in Versuchung geführt zu werden, und dann ziehe sich die Gemeinschaft des Himmels von denen zurück, die sich weigern, solch großer Herrlichkeit teilhaftig zu werden. Gott übe keine Nötigung aus, und der Teufel könne das nicht. Wenn jemand solchen Gedankengängen nachhänge, so sei das widersinnig.“19

Eliza R. Snow berichtete: „[Joseph Smith] sagte, dass es ihn nicht kümmere, wie schnell wir auf dem Pfad der Tugend voranschreiten. Wer dem Bösen widersteht, ist nicht in Gefahr. Gott, die Menschen und Engel werden den, der allem Bösen widersteht, nicht schuldig sprechen, und die Teufel können dies nicht. Genauso aussichtslos wie der Versuch des Teufels, Jehova von seinem Thron zu stürzen, ist der Versuch, eine unschuldige Seele, die allem Bösen widersteht, zu Fall zu bringen.“20

Anregungen für Studium und Unterricht

Beachten Sie diese Anregungen, wenn Sie sich mit dem Kapitel befassen oder sich auf den Unterricht vorbereiten. Weitere Anregungen siehe Seite VII–XIII.

  • Welche besonderen Wahrheiten über den Plan der Erlösung und den Zweck des Lebens kennen wir dank der Offenbarungen an den Propheten Joseph Smith? Wie haben Ihnen diese Wahrheiten geholfen?

  • Joseph Smith lehrte, dass der Plan der Erlösung ein Thema ist, mit dem wir uns mehr befassen sollten als mit jedem anderen (siehe Seite 232) und „ein Thema, das unsere ganze Aufmerksamkeit verlangt“ (Seite 229). Auf welche Weise können wir uns mit dem Erlösungsplan beschäftigen? Wie können wir beim Erfüllen unserer täglichen Pflichten dem Erlösungsplan unsere vollste Aufmerksamkeit widmen? Auf welche Weise können wir den Erlösungsplan anderen näher bringen?

  • Lesen Sie nochmals die Aussagen Joseph Smiths über den Rat im Himmel und unser ewiges Wesen (Seite 229ff.). Wie kann das Wissen um diese Lehren für Sie ein Segen in Ihrem Erdenleben sein?

  • Der Prophet Joseph hat bezeugt: „Jedes Ich, jeder Geist, den Gott je auf die Welt gesandt hat, hat es in sich, größer werden zu können“ (Seite 231). Was bedeutet das Ihrer Meinung nach? Wie könnte diese Wahrheit sich darauf auswirken, wie Sie mit Herausforderungen umgehen? Wie Sie Ihren eigenen Wert und Ihre Fähigkeiten einschätzen? Wie Sie andere behandeln?

  • Lesen Sie den dritten Absaatz auf Seite 231. Denken Sie über die Segnungen nach, die wir erhalten, wenn wir „dem Licht, das vom Himmel her dem Denkvermögen mitgeteilt wird … Eifer und Beachtung [schenken]“.

  • Lesen Sie noch einmal die Aussagen Joseph Smiths darüber, welche Bedeutung der physische Körper für uns hat (Seite 231ff.). Wie kann sich dieses Wissen auf unseren Umgang mit unserem Körper auswirken?

  • Lesen Sie den letzten Absatz auf Seite 234 und den ersten Absatz auf Seite 235. Überlegen Sie, was diese Lehre bei der Ausübung Ihrer Entscheidungsfreiheit für Sie bedeutet. Was können wir konkret tun, um dem Einfluss des Satans zu widerstehen?

Einschlägige Schriftstellen: 2 Nephi 2:25; 9:6-12; Alma 34:31-33; LuB 76:25-32; 101:78; Abraham 3:22-25

Quellenangaben anzeigen

Anmerkungen

  1. History of the Church, 1:238; aus „History of the Church“ (Manuskript), Buch A-1, Seite 175, Archiv der Kirche

  2. History of the Church, 6:57f.; Absatzeinteilung geändert; aus einer Rede von Joseph Smith am 15. Oktober 1843 in Nauvoo, Illinois; aufgezeichnet von Willard Richards; siehe auch Anhang, Seite 624, Punkt 3

  3. History of the Church, 1:98; aus „History of the Church“ (Manuskript), Band A-1, verschiedene Schriftstücke, Archiv der Kirche

  4. History of the Church, 2:23; aus „The Elders of the Church in Kirtland, to Their Brethren Abroad“, 22. Januar 1834, veröffentlicht im Evening and Morning Star, April 1834, Seite 152

  5. Zitiert von William Clayton, Bericht über eine nicht datierte Rede von Joseph Smith in Nauvoo, Illinois; in L. John Nuttall „Extracts from William Clayton’s Private Book“, Seite 7, Tagebücher von L. John Nuttall, 1857–1904, L. Tom Perry Special Collections, Brigham-Young-Universität, Provo, Utah; Kopie im Archiv der Kirche

  6. „Baptism“, Leitartikel in Times and Seasons, 1. September 1842, Seite 905; Joseph Smith war der Herausgeber der Zeitschrift

  7. History of the Church, 6:314; aus einer Rede von Joseph Smith am 7. April 1844 in Nauvoo, Illinois; aufgezeichnet von Wilford Woodruff, Willard Richards, Thomas Bullock und William Clayton

  8. History of the Church, 6:310ff.; aus einer Rede von Joseph Smith am 7. April 1844 in Nauvoo, Illinois; aufgezeichnet von Wilford Woodruff, Willard Richards, Thomas Bullock und William Clayton; siehe auch Anhang, Seite 624, Punkt 3

  9. History of the Church, 2:8; aus „The Elders of the Church in Kirtland, to Their Brethren Abroad“, 22. Januar 1834, veröffentlicht in Evening and Morning Star, Februar 1834, Seite 135

  10. History of the Church, 6:51f.; aus einer Rede von Joseph Smith am 9. Oktober 1843 in Nauvoo, Illinois; aufgezeichnet von Willard Richards und berichtet in Times and Seasons, 15. September 1843, Seite 331; diese Ausgabe Times and Seasons kam verspätet heraus

  11. Zitiert von Martha Jane Knowlton Coray, Bericht über eine Rede von Joseph Smith am 21. Mai 1843 in Nauvoo, Illinois; Martha Jane Knowlton Coray, Notizbuch, Archiv der Kirche

  12. Zitiert von William Clayton, Bericht über eine nicht datierte Rede von Joseph Smith in Nauvoo, Illinois; in L. John Nuttall „Extracts from William Clayton’s Private Book“, Seite 7, Tagebücher von L. John Nuttall, 1857–1904, L. Tom Perry Special Collections, Brigham-Young-Universität, Provo, Utah; Kopie im Archiv der Kirche

  13. History of the Church, 5:403; aus einer Rede von Joseph Smith am 21. Mai 1843 in Nauvoo, Illinois; aufgezeichnet von Willard Richards; siehe auch Anhang, Seite 624, Punkt 3

  14. History of the Church, 5:387f.; aus einer Rede von Joseph Smith am 14. Mai 1843 in Yelrome, Illinois; aufgezeichnet von Wilford Woodruff; siehe auch Anhang, Seite 624, Punkt 3

  15. History of the Church, 6:51f.; Absatzeinteilung geändert; aus einer Rede von Joseph Smith am 9. Oktober 1843 in Nauvoo, Illinois; aufgezeichnet von Willard Richards und berichtet in Times and Seasons, 15. September 1843, Seite 331; diese Ausgabe Times and Seasons kam verspätet heraus; siehe auch Anhang, Seite 624, Punkt 3

  16. History of the Church, 4:45, Fußnote; aus einem Brief der Ersten Präsidentschaft und des Hoherats an die Heiligen, die westlich von Kirtland, Ohio, wohnten, 8. Dezember 1839, Illinois, veröffentlicht in Times and Seasons, Dezember 1839, Seite 29

  17. Zitiert von William P. McIntire, als er über eine Rede von Joseph Smith Anfang 1841 in Nauvoo, Illinois, berichtete; William Patterson McIntire, Notebook 1840–1845, Archiv der Kirche

  18. Zitiert von William Clayton, Bericht über eine nicht datierte Rede von Joseph Smith in Nauvoo, Illinois; in L. John Nuttall „Extracts from William Clayton’s Private Book“, Seite 8, Tagebücher von L. John Nuttall, 1857–1904, L. Tom Perry Special Collections, Brigham-Young-Universität, Provo, Utah; Kopie im Archiv der Kirche

  19. History of the Church, 4:358; Wörter in Klammern im Original; Absatzeinteilung geändert; aus einer Rede von Joseph Smith am 16. Mai 1841 in Nauvoo, Illinois; Bericht in Times and Seasons, 1. Juni 1841, Seite 429

  20. History of the Church, 4:605; aus einer Rede von Joseph Smith am 28. April 1842 in Nauvoo, Illinois; berichtet von Eliza R. Snow