Kapitel 24: Ein Leben, das auf Christus ausgerichtet ist

Lehren der Präsidenten der Kirche: Ezra Taft Benson, (2014), 296–306


Wahre Größe lässt sich am besten daran messen, wie sehr man Christus ähnlich ist.

Aus dem Leben von Ezra Taft Benson

Präsident Ezra Taft Benson zitierte oft den Rat des Erlösers an die zwölf nephitischen Jünger: „Was für Männer sollt ihr sein? Wahrlich, ich sage euch: So, wie ich bin.“ (3 Nephi 27:27.)1 Dieser Grundsatz – die Notwendigkeit, mehr wie Christus zu sein – war ein wiederkehrendes Thema in Präsident Bensons geistlichem Wirken, vor allem aber während seiner Zeit als Präsident des Kollegiums der Zwölf Apostel und als Präsident der Kirche.

Präsident Benson, der sein Leben dem Dienst für den Herrn geweiht hat, sprach mit Macht und Überzeugung, als er mit den folgenden Worten Zeugnis ablegte:

„Ich bezeuge Ihnen, dass keine Aufgabe größer und spannender ist und die Seele mehr erhebt, als wenn man versucht, von Christus zu lernen und ihm nachzufolgen. Unser Vorbild, Jesus Christus, lebte als einzigartiges Beispiel auf dieser Erde. Er ist unser Fürsprecher beim Vater. Er hat das große Sühnopfer vollbracht, auf dass wir eine Fülle der Freude empfangen und, im Einklang mit seiner Gnade sowie unserer Umkehr und Rechtschaffenheit, erhöht werden können. Alles, was er tat, war vollkommen. Und er gebietet uns, vollkommen zu sein, so wie er und sein Vater vollkommen sind (siehe 3 Nephi 12:48).

Die herausragenden Fragen für unsere persönliche Lebensführung lauten: ‚Was würde Jesus tun?‘ oder ‚Was würde er von mir erwarten?‘ Ihm nachzufolgen, ist das Höchste, was man in diesem Leben erreichen kann. Den wahrhaft größten Erfolg hat der Mensch, dessen Leben dem des Meisters am ehesten entspricht.“2

Als Präsident Benson die Mitglieder der Kirche ermahnte, dem vollkommenen Beispiel des Erlösers zu folgen, erinnerte er sie auch daran, dass sie dies nur mit der Hilfe des Erlösers schaffen konnten. Er sagte:

„Ich weiß, dass der Herr lebt. Ich weiß, dass er uns liebt. Ich weiß, dass man ohne ihn nichts vollbringen kann. Doch mit ihm als Partner kann niemand scheitern.

Ich weiß, dass Gott weitaus mehr aus unserem Leben machen kann als wir selbst.

Mögen wir alle von nun an die Zivilcourage besitzen, jeden Tag mehr danach zu streben, an Christus zu denken, von ihm zu lernen, in seine Fußstapfen zu treten und das zu tun, was er von uns erwarten würde.“3

Jesus hat gesagt: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich.“ (Johannes 14:6.)

Lehren von Ezra Taft Benson

1

Das Beispiel und die Lehren Jesu Christi sind der große Maßstab für die ganze Menschheit

Vor 2000 Jahren lebte ein vollkommener Mann auf der Erde: Jesus der Messias. Er war der Sohn eines himmlischen Vaters und einer irdischen Mutter. Er ist der Gott dieser Welt und untersteht dem Vater. Er lehrte die Menschen Wahrheit, damit sie frei sein können. Sein Beispiel und seine Regeln sind der große Maßstab, der einzig sichere Weg für die ganze Menschheit.4

Kein anderer Einfluss hat so große Auswirkungen auf diese Erde gehabt wie das Leben von Jesus dem Messias. Ohne seine Lehren können wir unser Leben nicht verstehen. Ohne ihn wären wir in einem Trugbild von Glaubensvorstellungen und Kulten verloren, geboren in Angst und Finsternis, wo Sinnlichkeit und Materialismus herrschen. Wir sind noch weit entfernt von dem Ziel, das er uns gesetzt hat. Doch wir dürfen es nie aus den Augen verlieren, noch dürfen wir vergessen, dass unser gewaltiger Aufstieg zum Licht – zur Vollkommenheit – ohne seine Lehren, sein Leben, seinen Tod und seine Auferstehung nicht möglich wäre. …

Wir müssen immer wieder lernen, dass wir die Fesseln der Unwissenheit und des Zweifels, die uns binden, nur dadurch sprengen können, dass wir das Evangelium der Liebe, wie der Herr es verkündet hat, annehmen und leben und seinen Willen tun. Diese schlichte und herrliche Wahrheit müssen wir verinnerlichen, damit wir jetzt und in der Ewigkeit in den Genuss der herrlichen Freuden gelangen können, die der Geist spendet. Wir müssen uns selbst darin verlieren, den Willen Gottes zu tun. Wir müssen ihn im Leben an die erste Stelle setzen.5

In Johannes, Kapitel 14 verabschiedet Jesus sich nach dem letzten Abendmahl liebevoll von seinen Jüngern. Er erzählt ihnen, dass er geht, um in seines Vaters Haus einen Platz für sie vorzubereiten, damit wo er ist, auch sie sein können. Und Thomas sagt zu ihm:

„Herr, wir wissen nicht, wohin du gehst. Wie sollen wir dann den Weg kennen?

Jesus sagte zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich.“ (Johannes 14:5,6.) Der Weg liegt vor uns. Er ist deutlich gekennzeichnet.6

2

Wir kommen zu Christus, indem wir mit jedem Gedanken auf ihn blicken und seine Eigenschaften annehmen

So, wie es im Buch Mormon ausgedrückt wird, müssen wir „an Christus … glauben und ihn nicht … leugnen“ (2 Nephi 25:28). Wir müssen auf Christus vertrauen und nicht auf den Arm des Fleisches (siehe 2 Nephi 4:34). Wir müssen „zu Christus [kommen] und … in ihm vollkommen“ werden (Moroni 10:32). Wir müssen „mit reuigem Herzen und zerknirschtem Geist“ kommen (3 Nephi 12:19) und nach Rechtschaffenheit hungern und dürsten (siehe 3 Nephi 12:6). Wir müssen kommen, indem wir uns „am Wort von Christus“ weiden (2 Nephi 31:20), wenn wir es durch seine heiligen Schriften, seine Gesalbten und seinen Heiligen Geist empfangen.

Kurzum, wir müssen dem „Beispiel des Sohnes des lebendigen Gottes nachfolg[en]“ (2 Nephi 31:16).7

Der Herr hat gesagt: „Blickt in jedem Gedanken auf mich.“ (LuB 6:36.) In jedem Gedanken auf den Herrn zu blicken, ist der einzig mögliche Weg für uns, wie wir die Männer und Frauen sein können, die wir sein sollen.

Der Herr stellte seinen Jüngern die Frage: „Was für Männer sollt ihr sein?“ Dann beantwortete er seine Frage selbst mit den Worten: „So, wie ich bin.“ (3 Nephi 27:27.) Um so zu werden, wie er ist, müssen wir ihn im Sinn haben – wir müssen fortwährend an ihn denken. Jedes Mal, wenn wir vom Abendmahl nehmen, geloben wir, „immer an ihn zu denken“ (Moroni 4:3; 5:2; LuB 20:77,79).

Wenn Gedanken uns zu dem machen, was wir sind, und wir wie Christus sein sollen, dann müssen wir christliche Gedanken hegen. Lassen Sie mich das wiederholen: Wenn Gedanken uns zu dem machen, was wir sind, und wir wie Christus sein sollen, müssen wir christliche Gedanken hegen. …

Unsere Gedanken müssen auf den Herrn gerichtet sein. Wir müssen an Christus denken.8

Sorgen wir dafür, dass unser Leben, unsere Familie und unsere Arbeitsleistung unseren christlichen Charakter widerspiegeln. Leben Sie so, dass andere über Sie sagen: „Da ist ein wahrer Christ!“

Ja, wir glauben an Jesus Christus, und mehr noch – wir blicken auf ihn, wir vertrauen ihm und bemühen uns, seine Eigenschaften anzunehmen.9

Christus ist unser Ideal. Er ist unser Vorbild. … Der beste Maßstab für wahre Größe besteht darin, wie sehr wir Christus ähnlich sind.10

So sein wie der Erretter – das ist für jeden Menschen eine enorme Herausforderung! Er ist ein Mitglied der Gottheit. Er ist der Erretter und Erlöser. Er war in jeder Hinsicht vollkommen. Es gab keinen Fehler und keine Schwäche in ihm. Ist es möglich für uns, … so zu sein wie er? Die Antwort lautet: Ja. Wir können es nicht nur. Wir haben vielmehr den Auftrag und die Pflicht. Er würde uns dieses Gebot nicht geben, wenn er nicht wirklich von uns erwartete, dass wir es befolgen [siehe Matthäus 5:48; 3 Nephi 12:48].

Der Apostel Petrus, hier mit dem auferstandenen Jesus Christus dargestellt, hat darüber gesprochen, wie wir uns den Charakter des Erlösers aneignen können.

Der Apostel Petrus hat darüber gesprochen, wie es dazu kommt, dass man „an der göttlichen Natur Anteil [erhält]“ (2 Petrus 1:4). Das ist wichtig, denn wenn wir tatsächlich an der göttlichen Natur Anteil erhalten, werden wir ihm gleich. Lassen Sie uns näher betrachten, was Petrus über diesen Vorgang sagt. Hier sind seine Worte:

„Darum setzt allen Eifer daran, mit eurem Glauben die Tugend zu verbinden, mit der Tugend die Erkenntnis,

mit der Erkenntnis die Selbstbeherrschung, mit der Selbstbeherrschung die Ausdauer, mit der Ausdauer die Frömmigkeit,

mit der Frömmigkeit die Brüderlichkeit und mit der Brüderlichkeit die Liebe.“ (2 Petrus 1:5-7.)

Die von Petrus beschriebenen Tugenden gehören zum göttlichen Wesen oder dem Charakter des Erlösers. Diese Tugenden müssen wir uns aneignen, wenn wir ihm ähnlicher sein wollen. Lassen Sie uns einige dieser wichtigen Wesenszüge erörtern.

Die erste Eigenschaft, zu der alle anderen hinzukommen, ist Glaube. Der Glaube ist die Grundlage, auf die ein göttlicher Charakter aufbaut. …

Petrus sagt weiter, dass wir unserem Glauben Tugend hinzufügen müssen. … Tugendhaftes Verhalten setzt voraus, dass Denken und Handeln eines Menschen rein sind. Im Herzen gibt er sich nicht Gelüsten hin, denn so jemand „wird den Glauben verleugnen“ und verliert den Geist (LuB 42:23) – und in diesem Werk ist nichts wichtiger als der Geist. …

Tugend ähnelt der Heiligkeit, einer göttlichen Eigenschaft. [Wir] sollen aktiv Tugendhaftes und Schönes anstreben und alles meiden, was entwürdigend oder schmutzig ist. Dann wird Tugend immerfort unsere Gedanken zieren (siehe LuB 121:45). Wie kann man sich mit Pornografie, mit Profanem und Vulgärem abgeben und sich als gänzlich tugendhaft betrachten? …

Der nächste Schritt in diesem Wachstumsprozess besteht laut Petrus darin, dass man mit Glauben und Tugend Erkenntnis verbindet. Der Herr hat uns wissen lassen, dass es „unmöglich [ist], dass man in Unwissenheit errettet werden kann“ (LuB 131:6). An anderer Stelle hat Gott uns geboten: „Sucht Worte der Weisheit aus den besten Büchern; trachtet nach Wissen, ja, durch Studium und auch durch Glauben.“ (LuB 88:118.) … Obwohl jedes Studium der Wahrheit von Wert ist, sind doch die Wahrheiten der Errettung das Wichtigste, was ein Mensch lernen kann. Die Frage des Herrn, „Was nützt es einem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, dabei aber sein Leben einbüßt?“ (Matthäus 16:26), kann man ebenso auf das Streben nach Bildung beziehen wie auf das Streben nach weltlichen Gütern. Genauso gut hätte der Herr fragen können: „Was nützt es einem Menschen, wenn er alles in der Welt in Erfahrung bringt aber nicht lernt, wie man errettet wird?“ …

Die Verbindung unserer geistigen Bildung mit unserem weltlichen Wissen hilft uns, das im Blick zu behalten, worauf es im Leben am meisten ankommt. …

Eine weitere Eigenschaft, die von Petrus als Teil der göttlichen Natur beschrieben wird, ist die Selbstbeherrschung. Ein Mensch, der sich beherrschen kann, zügelt seine Gefühle und Äußerungen. Er ist maßvoll und gibt sich nicht der Maßlosigkeit hin. Er hat sich selbst in der Gewalt. Er ist Herr seiner Gefühle, nicht umgekehrt. …

Zu unserer Selbstbeherrschung muss die Ausdauer oder Geduld hinzukommen. … Ausdauer oder Geduld sind eine andere Form von Selbstbeherrschung. Es ist die Fähigkeit, die Belohnung zurückzustellen und seine Leidenschaften zu zügeln. Ein geduldiger Mann wird im Umgang mit den Menschen, die er liebt, niemals so heftig, dass er es nachher bereuen müsste. Geduld bedeutet, dass man auch im Stress gelassen bleibt. Wer geduldig ist, hat Verständnis für die Fehler anderer.

Wer geduldig ist, hat Vertrauen in den Herrn. Manchmal lesen oder hören wir von Leuten, die eine Segnung vom Herrn begehren, dann aber ungeduldig werden, wenn sie nicht alsbald eintritt. Ein Teil der göttlichen Natur besteht darin, soweit auf den Herrn zu vertrauen, dass man ruhig ist und weiß, dass er Gott ist (siehe LuB 101:16).

Wer geduldig ist, ist angesichts der Fehler und Schwächen der Menschen, die er liebt, nachsichtig. Und weil er sie liebt, findet er keine Fehler, auch kritisiert er nicht und macht keine Vorwürfe.

Eine weitere von Petrus erwähnte Eigenschaft ist Brüderlichkeit oder Güte. … Wenn jemand gütig ist, ist er anderen gegenüber verständnisvoll und sanftmütig. Er nimmt Rücksicht auf die Gefühle anderer Menschen und ist höflich. Er hat ein hilfsbereites Wesen. Güte vergibt anderen ihre Schwächen und Fehler. Güte erstreckt sich auf alle – auf Alt und Jung, Tiere, Menschen von niedrigem Stand sowie diejenigen, die höher stehen.

Das sind die wahren Eigenschaften der göttlichen Natur. Sehen Sie, wie wir Christus ähnlicher werden, wenn wir tugendhafter, gütiger und geduldiger sind und unsere Gefühle besser beherrschen?

Der Apostel Paulus hat mit anschaulichen Worten erklärt, dass ein Mitglied der Kirche sich von der Welt unterscheiden muss. Er hat uns empfohlen, „Christus (als Gewand) [anzulegen]“ (Galater 3:27), den „alten Menschen“ abzulegen und „den neuen Menschen“ anzuziehen (siehe Epheser 4:22,24).

Die letzte und krönende Tugend des göttlichen Charakters ist die Nächstenliebe oder die reine Christusliebe (siehe Moroni 7:47). Wenn wir wirklich danach streben, unserem Heiland und Herrn ähnlicher zu werden, dann sollte unser höchstes Ziel darin bestehen, zu lernen, so zu lieben wie er. Mormon hat die Nächstenliebe als „von allem das Größte“ bezeichnet (Moroni 7:46).

In der Welt wird heute viel über Liebe gesprochen und viele suchen danach. Doch die reine Christusliebe unterscheidet sich erheblich von dem, was die Welt sich unter Liebe vorstellt. Nächstenliebe sucht nie eigennützig nach Befriedigung. Die reine Christusliebe hat nur den ewigen Fortschritt und die Freude anderer im Sinn. …

Der Erlöser hat erklärt, dass ewiges Leben bedeutet, den einzig wahren Gott und seinen Sohn Jesus Christus zu erkennen (siehe Johannes 17:3). Wenn das wahr ist, und ich gebe Ihnen feierlich Zeugnis, dass es wahr ist, müssen wir fragen, wie wir Gott erkennen. Der von Petrus beschriebene Prozess, eine göttliche Eigenschaft an die andere zu fügen, ist der Schlüssel, um diese Erkenntnis zu erlangen, die zum ewigen Leben führt. Beachten Sie die Verheißung des Petrus, die unmittelbar auf den beschriebenen Prozess folgt:

„Wenn dies alles bei euch vorhanden ist und wächst, dann nimmt es euch die Trägheit und Unfruchtbarkeit, sodass ihr Jesus Christus, unseren Herrn, immer tiefer erkennt.“ (2 Petrus 1:8; Hervorhebung hinzugefügt.) …

Ich bete darum, dass diese Eigenschaften des Erlösers in uns vorhanden sein und wachsen mögen, sodass, wenn wir vor dem Richterstuhl stehen und er einen jeden von uns fragt: „Was für ein Mensch bist du?“, wir in Dankbarkeit und Freude aufrechten Hauptes antworten können: „So, wie du bist.“11

3

Der Erlöser tröstet und erbaut uns, wenn wir uns bemühen, auf dem Weg zu bleiben, den er für uns abgesteckt hat

In dem Maße, in dem wir von dem Weg abkommen, den der Mann aus Galiläa für uns abgesteckt hat, scheitern wir auch in unseren persönlichen Kämpfen. … Aber er lässt uns nicht ohne Hilfe. Immer wieder hat er seinen Jüngern und uns allen gesagt: „Euer Herz lasse sich nicht verwirren. …

Wenn ihr mich um etwas in meinem Namen bittet, werde ich es tun.

Ich werde euch nicht als Waisen zurücklassen. …

Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch.“ (Johannes 14:1,14,18,27.)12

Wenden wir uns wieder dem Buch Mormon zu, … um ein paar Grundsätze darüber zu lernen, wie wir zu Christus kommen, uns ihm verpflichten, ihn in den Mittelpunkt stellen und in ihm verzehrt werden. Wir zitieren nur einige der vielen Schriftstellen, die es zu diesem Thema gibt.

Erstens müssen wir wissen, dass Christus uns einlädt, zu ihm zu kommen. „Siehe, er lädt alle Menschen ein, denn die Arme der Barmherzigkeit sind ihnen entgegengestreckt … Ja, er spricht: Kommt her zu mir und ihr werdet von der Frucht des Baumes des Lebens essen; ja, ihr werdet uneingeschränkt essen und trinken vom Brot und von den Wassern des Lebens.“ (Alma 5:33,34.)

Kommt, denn er steht „mit offenen Armen [da], euch zu empfangen“ (Mormon 6:17).

Kommt, denn „er wird euch in euren Bedrängnissen trösten, und er wird sich eurer Sache annehmen“ (Jakob 3:1).

„Kommt zu ihm und opfert ihm eure ganze Seele als Opfer.“ (Omni 1:26.)

Als Moroni den Bericht der Jarediten schloss, schrieb er: „Ich [möchte] euch anempfehlen, diesen Jesus zu suchen, von dem die Propheten und Apostel geschrieben haben.“ (Ether 12:41.)

Moroni schreibt in seinen letzten Worten kurz vor dem Untergang des nephitischen Volkes: „Ja, kommt zu Christus, und werdet in ihm vollkommen, … und wenn ihr auf alles verzichtet, was ungöttlich ist, und Gott mit all eurer Macht, ganzem Sinn und aller Kraft liebt, dann ist seine Gnade ausreichend für euch, damit ihr durch seine Gnade in Christus vollkommen seiet.“ (Moroni 10:32.)

Wer sich Christus verpflichtet hat, tritt „allzeit und in allem und überall, … selbst bis in den Tod, als Zeuge[ ] Gottes auf“ (Mosia 18:9). Er bewahrt sich „den Namen [Christi] immer ins Herz geschrieben“ (Mosia 5:12). Er nimmt „den Namen Christi auf sich … mit der Entschlossenheit, ihm bis ans Ende zu dienen“ (Moroni 6:3).

Wenn wir unser Leben auf Christus ausrichten, „reden [wir] von Christus, freuen [wir] uns über Christus, predigen [wir] von Christus“ (2 Nephi 25:26). Wir „empfang[en] das angenehme Wort Gottes, und [weiden uns] an seiner Liebe“ (Jakob 3:2). Selbst als Nephi wegen seiner Sündhaftigkeit betrübt war, sagte er: „Ich weiß, in wen ich mein Vertrauen gesetzt habe. Mein Gott ist mein Beistand gewesen.“ (2 Nephi 4:19,20.)

Wir erinnern uns an Almas Rat: „Ja, lass alles, was du tust, dem Herrn getan sein, und wo auch immer du hingehst, lass es im Herrn geschehen; ja, lass alle deine Gedanken auf den Herrn gerichtet sein; ja, lass die Zuneigungen deines Herzens immerdar auf den Herrn gerichtet sein. Berate dich mit dem Herrn in allem, was du tust.“ (Alma 37:36,37.)

„Denkt daran, denkt daran, dass es auf dem Fels unseres Erlösers ist, und das ist Christus, … dass ihr eure Grundlage bauen müsst; damit, wenn der Teufel seine mächtigen Winde aussenden wird, … dies keine Macht über euch haben wird, euch in den Abgrund des Elends … hinabzuziehen.“ (Helaman 5:12.)

Nephi hat gesagt: „[Der Herr] hat mich mit seiner Liebe erfüllt, selbst bis es mir mein Fleisch verzehrt.“ (2 Nephi 4:21.) Wer sich in Christus verzehrt, wird „lebendig gemacht in Christus“ (2 Nephi 25:25). Sie litten „keinerlei Bedrängnisse …, die nicht in der Freude über Christus verschlungen worden wären“ (Alma 31:38). „Jesus [schließt] sie in seine Arme.“ (Mormon 5:11.) Nephi hat gesagt: „Ich frohlocke in meinem Jesus, denn er hat meine Seele … erlöst.“ (2 Nephi 33:6.) Lehi hat gesagt: „Ich bin auf ewig ringsum umschlossen von den Armen seiner Liebe.“ (2 Nephi 1:15.) …

Mormon, dieser bedeutende Mann, hat einen Brief an seinen geliebten Sohn Moroni geschrieben, und zwar mit den folgenden Worten:

„Mein Sohn, sei in Christus treu; und möge das, was ich geschrieben habe, dich nicht so bekümmern, dass es dich zu Tode bedrückt; sondern möge Christus dich erheben, und mögen seine Leiden und sein Tod und dass er unseren Vätern seinen Leib gezeigt hat und seine Barmherzigkeit und Langmut und die Hoffnung auf seine Herrlichkeit und auf ewiges Leben immerdar in deinem Sinn verbleiben.

Und möge die Gnade Gottes, des Vaters, dessen Thron hoch in den Himmeln ist, und unseres Herrn Jesus Christus, der zur rechten Hand seiner Macht sitzt, bis ihm alles unterworfen ist, immerdar mit dir sein und verbleiben. Amen.“ (Moroni 9:25,26.)

Ich bete für einen jeden von uns, dass auch wir dem inspirierten Rat folgen: „Sei in Christus treu.“ Dann wird er uns erheben und seine Gnade wird immerdar mit uns sein und verbleiben.13

Anregungen für Studium und Unterricht

Fragen

  • Präsident Benson hat erklärt: „Kein anderer Einfluss hat so große Auswirkungen auf diese Erde gehabt wie das Leben Jesu Christi.“ (Abschnitt 1.) Auf welche Weise hat das Leben des Erlösers Auswirkungen auf die Erde gehabt? Inwiefern sind Sie durch sein Leben beeinflusst worden?

  • Inwiefern verändert sich unser Leben, wenn wir an Christus denken? Wie sind unsere Gedanken mit unseren Eigenschaften verbunden? Denken Sie beim Studium des zweiten Abschnitts darüber nach, was Sie tun können, um die christlichen Eigenschaften, die dort genannt werden, in größerem Umfang zu entwickeln.

  • Wie können die Lehren in Abschnitt 3 uns Hoffnung schenken, wenn wir uns bemühen, dem Herrn ähnlicher zu werden? Wie hat der Erlöser Ihnen in dem Bemühen, ihm nachzufolgen, geholfen?

Einschlägige Schriftstellen

Markus 8:34; Philipper 4:13; 1 Johannes 3:23,24; 2 Nephi 25:23,26; Mosia 3:19; Alma 7:11-13; Moroni 7:48

Studienhilfe

„Gehen Sie beim Evangeliumsstudium so vor, dass Ihr Glaube an den Erretter gestärkt wird.“ (Verkündet mein Evangelium, Seite 25.) Wenn Sie sich mit dem Evangelium befassen, können Sie sich zum Beispiel Fragen wie diese stellen: „Wie können mir diese Lehren helfen, das Sühnopfer Jesu Christi besser zu verstehen? Wie können mir diese Lehren helfen, dem Erlöser ähnlicher zu werden?“

Quellenangaben anzeigen

    Anmerkungen

  1.   1.

    Siehe zum Beispiel „Strengthen Thy Stakes“, Ensign, Januar 1991, Seite 5; „Think on Christ“, Ensign, März 1989, Seite 4; „In His Steps“, Ensign, September 1988, Seite 4

  2.   2.

    „Think on Christ“, Ensign, April 1984, Seite 13

  3.   3.

    „Think on Christ“, Ensign, April 1984, Seite 13

  4.   4.

    Frühjahrs-Generalkonferenz 1967

  5.   5.

    „Life Is Eternal“, Ensign, Juni 1971, Seite 34

  6.   6.

    Frühjahrs-Generalkonferenz 1966

  7.   7.

    „Joy in Christ“, Ensign, März 1986, Seite 5

  8.   8.

    „Think on Christ“, Ensign, April 1984, Seite 11, 13

  9.   9.

    The Teachings of Ezra Taft Benson, 1988, Seite 328

  10.   10.

    „A Sacred Responsibility“, Ensign, Mai 1986, Seite 78

  11.   11.

    Herbst-Generalkonferenz 1986

  12.   12.

    „Life Is Eternal“, Seite 34

  13.   13.

    „Come unto Christ“, Ensign, November 1987, Seite 84f.